{"id":362365,"date":"2025-08-21T17:13:10","date_gmt":"2025-08-21T17:13:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362365\/"},"modified":"2025-08-21T17:13:10","modified_gmt":"2025-08-21T17:13:10","slug":"frankfurt-will-rueckstand-bei-unternehmensgruendungen-aufholen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362365\/","title":{"rendered":"Frankfurt will R\u00fcckstand bei Unternehmensgr\u00fcndungen aufholen"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Finanzkr\u00e4ftige Investoren, exzellente Hochschulen, starke Gr\u00fcnderzentren \u2013 es gibt viele Argumente daf\u00fcr, dass die Metropolregion Frankfurt beim Thema Start-ups eigentlich gut dastehen m\u00fcsste. Tats\u00e4chlich aber hinkt die Region im Vergleich mit anderen deutschen Metropolen hinterher.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Lediglich 23 Finanzierungsrunden mit einem Gesamtvolumen von 99 Millionen Euro hat die Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft EY j\u00fcngst f\u00fcr Hessen gez\u00e4hlt. Zum Vergleich: Bayern kann mit 76 Finanzierungsrunden und 2,1 Milliarden investierten Euros aufwarten.<\/p>\n<p>Forderung nach mehr Transparenz<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">So k\u00f6nne es nicht weitergehen, sagen Vertreter der Stadt und der Landesregierung. Als Ursache machen sie vor allem ein schlechte Vermarktung aus. Eine neue digitale Plattform namens \u201eCenter of Startups\u201c soll nun dabei helfen, die Gr\u00fcnderszene zu st\u00e4rken und im Vergleich zu anderen Metropolen aufzuholen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eWir brauchen mehr Transparenz f\u00fcr das, was wir am Standort haben, und damit einen \u00dcberblick \u00fcber das \u00d6kosystem, sodass ein schnellerer Kontakt zwischen Gr\u00fcndern und Investoren m\u00f6glich wird\u201c, sagte die Wirtschafts\u00addezernentin der Stadt Frankfurt, Stephanie W\u00fcst (FDP), am Mittwoch bei der Vorstellung der neuen Plattform www.centerofstartups.de, die alle wichtigen Informationen zu hiesigen Start-ups b\u00fcndeln soll.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eWir brauchen ein einheitliches Auftreten im globalen Marketing. Wir haben Unis, Kapital und die Unternehmen, die es braucht. Frankfurt muss als Marke st\u00e4rker der Asset im globalen Wettbewerb werden\u201c, sagte der Staatssekret\u00e4r im Wirtschaftsministerium, Umut S\u00f6nmez (SPD).<\/p>\n<p>\u201eWildwuchs\u201c an Initiativen<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Plattform, die in Zusammenar\u00adbeit mit dem niederl\u00e4ndischen Anbieter Dealroom entstanden und noch im Aufbau ist, soll fortan alle Akteure der Gr\u00fcnderszene zusammenbringen: Investoren, Unternehmen, Start-ups und politische Entscheidungstr\u00e4ger. Im Kern handelt es sich um eine Datenbank, in der nach Region, Branche oder Unternehmen gefiltert Informationen abgefragt werden k\u00f6nnen, so etwa zur bisherigen Finanzierungsgeschichte eines Start-ups und der Zahl der Mitarbeiter oder zu \u00e4hnlichen Unter\u00adnehmen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Nun setzen Stadt und Land auf das Feedback der Community. Bei der Vorstellung der Datenbank am Mittwochabend waren daf\u00fcr zentrale Kapital\u00adgeber und Vernetzer zur Diskussion eingeladen, um ihre W\u00fcnsche an die Plattform zu formulieren.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Heike Spiller von den Business Angels etwa monierte einen \u201eWildwuchs an Initiativen\u201c. Die vielen Akteure m\u00fcssten geb\u00fcndelt werden, um Ineffizienzen zu vermeiden. Dem pflichtete Andreas Sp\u00e4ne, Managing Director Strategy &amp; Europe bei der Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft PwC, bei. Die Un\u00adternehmen in der Region h\u00e4tten zwar \u201eBock auf das \u00d6kosystem\u201c, der \u201eWildwuchs\u201c f\u00fchre aber dazu, dass aktuell \u201eAngebot und Nachfrage weit aneinander vorbei\u201c liefen. Um das zu \u00e4ndern, m\u00fcsse zun\u00e4chst das Interesse der Akteure verstanden werden, sagte Sp\u00e4ne. Die Bedarfe von Gr\u00fcndern m\u00fcssten mit denen von Investoren oder Unternehmen verkn\u00fcpft werden. \u201eDie Plattform muss ein Matchmaker sein. Was wir aber nicht brauchen, ist ein neues Tinder f\u00fcr Start-ups.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">F\u00fcr Nikolaus Sutter, Leitender Be\u00adrater f\u00fcr Regierungsbeziehungen und politische Angelegenheiten bei der Deutschen B\u00f6rse, kommt es auch auf ein Monitoring des \u00d6kosystems an, das mit der Plattform erm\u00f6glicht werden m\u00fcsse. \u201eWie viele Gr\u00fcndungen gibt es, wie viele Finanzierungen? Was klappt, was nicht?\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Sutter hob zun\u00e4chst die Attraktivit\u00e4t des deutschen Standorts hervor. Vieles, etwa eine h\u00f6here Rechtssicherheit, spr\u00e4che daf\u00fcr, in Deutschland und nicht etwa in den Vereinigten Staaten zu gr\u00fcnden oder, in einem sp\u00e4teren Schritt, an die B\u00f6rse zu gehen. Allerdings hemmten B\u00fcrokratie und der regulatorische Rahmen die Start-ups, wie auch der Zugang zu Kapital. Vor allem bei der Sp\u00e4tphasenfinanzierung m\u00fcssten Deutschland und die Region besser werden.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Astrid Kramer von Futury brachte das auf die Formel: \u201eGr\u00fcnden kannst du \u00fcberall, wachsen nicht.\u201c Wichtig sei, eine Kultur des \u201eEntrepreneurships\u201c zu entwickeln, gerade bei Studenten und Professoren. Mehr Unternehmergeist w\u00fcnschten sich alle Diskussionsteilnehmer. Spiller von den Business Angels kritisierte die \u201eVollkaskomentalit\u00e4t\u201c, die sich \u00e4ndern m\u00fcsse. Sutter von der Deutschen B\u00f6rse sagte: \u201eWir haben gelernt zu sparen, wir m\u00fcssen lernen zu investieren.\u201c Das betreffe auch und besonders den normalen B\u00fcrger, nicht blo\u00df Unternehmen und Investoren.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Um das allerdings zu \u00e4ndern, wird es mehr brauchen als blo\u00df eine Plattform mit Daten. Sie ist aber \u2013 dar\u00fcber waren sich alle einig \u2013 schon einmal ein erster Schritt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Finanzkr\u00e4ftige Investoren, exzellente Hochschulen, starke Gr\u00fcnderzentren \u2013 es gibt viele Argumente daf\u00fcr, dass die Metropolregion Frankfurt beim Thema&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":362366,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052],"class_list":{"0":"post-362365","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115067879737294609","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/362365","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=362365"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/362365\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/362366"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=362365"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=362365"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=362365"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}