{"id":362516,"date":"2025-08-21T18:34:16","date_gmt":"2025-08-21T18:34:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362516\/"},"modified":"2025-08-21T18:34:16","modified_gmt":"2025-08-21T18:34:16","slug":"goldenes-buch-das-wertvollste-buch-von-frankfurt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362516\/","title":{"rendered":"Goldenes Buch: Das wertvollste Buch von Frankfurt"},"content":{"rendered":"<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n        &#13;<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n  20. August 2025 \u00b7 Es wird geh\u00fctet wie ein Schatz: Das Goldene Buch ist ein Dokument der j\u00fcngeren Geschichte der Stadt. Viele Jahrzehnte wurde es eher wie ein G\u00e4stebuch gehandhabt, dank des strengen Protokolls j\u00fcngerer Zeiten ist es zu einem Kunstwerk geworden.&#13;\n<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n        &#13;<\/p>\n<p class=\"inital\">Eva Katharina Pr\u00fcfer ben\u00f6tigt f\u00fcr ihre T\u00e4tigkeit auch Kraft. Eigentlich verlangt die Rolle als Protokollchefin der Stadt Frankfurt zwar eher Tugenden wie Feingef\u00fchl, Diskretion und Liebe zum Detail, und diese Eigenschaften passen zu der elegant auftretenden Frau im Dienst des Oberb\u00fcrgermeisters. Aber die 30 bis 35 Kilogramm, die sie jetzt aus dem Tresor hebt, m\u00fcssen eben gelegentlich gestemmt werden, wenn sich ein besonderer Gast ank\u00fcndigt, der sich in das 600 handgesch\u00f6pfte B\u00fcttenbl\u00e4tter fassende und zu gut zwei Dritteln beschriebene Buch eintragen darf. Es wird im Tresor in einer einst eigens von der Schreinerinnung angefertigten Holzkiste aufbewahrt. Die Protokollchefin der Stadt Frankfurt ist die H\u00fcterin des \u201ewertvollsten Buchs der Stadt\u201c, wie es Oberb\u00fcrgermeister Mike Josef (SPD) gerne nennt. Sie ist verantwortlich daf\u00fcr, dass die so seltenen Eintr\u00e4ge erlesener Unterzeichner der W\u00fcrde der G\u00e4ste entsprechend und gem\u00e4\u00df der protokollarischen Etikette vollzogen werden.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<\/p>\n<p>   &#13;<\/p>\n<p>    &#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n    &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n    &#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755801254_558_default.jpeg\" alt=\"Eva Katharina Pr\u00fcfer, Leiterin des Protokolls der Stadt Frankfurt am Main \u00f6ffnet das aktuelle Goldene Buch der Stadt Frankfurt.\" data-copyright=\"\"\/>&#13;<br \/>\n    &#13;<br \/>\n &#13;<\/p>\n<p>    &#13;<br \/>\n    &#13;<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            Eva Katharina Pr\u00fcfer, Leiterin des Protokolls der Stadt Frankfurt am Main \u00f6ffnet das aktuelle Goldene Buch der Stadt Frankfurt.&#13;<br \/>\n        &#13;\n    <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n    &#13;<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n        &#13;<\/p>\n<p>Der Singular Goldenes Buch ist dabei etwas irref\u00fchrend, da es sich bereits um zwei B\u00fccher handelt. Und der Wert ist auch in zweierlei W\u00e4hrung zu bemessen. Schon der Einband, in den Jahren zwischen 1904 und 1907 unter Mitwirkung mehrerer K\u00fcnstler ma\u00dfgeblich von dem seinerzeit in Deutschland lebenden italienischen Bildhauer und Medailleur Augusto Varnesi hergestellt und unter anderem mit Goldverzierungen und einer Elfenbeinschnitzerei versehen, die Karl den Gro\u00dfen w\u00e4hrend der Synode von Frankfurt im Jahr 794 zeigt, ist ein kostbarer Schatz. Gestiftet wurde er 1994 von Moritz Freiherr von Bethmann und seiner Gemahlin Helene Freifrau von Bethmann zum \u201eAndenken an das 1100j\u00e4hrige Bestehen der Stadt Frankfurt und zur Feier des neuen Rathausbaues\u201c. So steht es in der Widmung des Buches.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n        &#13;<\/p>\n<p>Auf ganz andere Weise unbezahlbar sind die Unterschriften, die das Goldene Buch vereint. \u201eSie sind ein unersetzliches Zeitzeugnis und auch so etwas wie das Ged\u00e4chtnis der neueren Geschichte Frankfurts\u201c, sagt Pr\u00fcfer. Ausnahmsweise hat sie das Buch auf einem Tisch in einem Sitzungssaal im R\u00f6mer ausgelegt, wendet mit wei\u00dfen Stoffhandschuhen gesch\u00fctzt ebenso sorgf\u00e4ltig wie vorsichtig die Seiten.<\/p>\n<p>Grund f\u00fcr das aufmerksame Bl\u00e4ttern durch das Goldene Buch ist die Frage, wie oft wohl Birgit Prinz in diesem Buch ihre Unterschrift verewigen durfte. Bei ihrer bislang letzten Signatur im Jahr 2022 beim Empfang des Fu\u00dfball-Nationalteams der Frauen durfte die einst beste Fu\u00dfballspielerin der Welt als Teampsychologin unterzeichnen, im Gespr\u00e4ch am Rande der Feierlichkeit kam sie bei der Z\u00e4hlung auf ein gutes Dutzend an Eintr\u00e4gen ins Goldene Buch nach ihren zwei Weltmeistertiteln, den f\u00fcnf Europameisterschaftserfolgen sowie den Europapokaltriumphen mit dem FFC Frankfurt sowie manchen Jahren, in denen schon das Double aus DFB-Pokal und Meistertitel f\u00fcr einen Empfang ausreichte. Tats\u00e4chlich findet sich der Autograph so oft wie vermutet im Goldenen Buch. Aber selbst Protokollchefin Pr\u00fcfer staunt, was sich auf dem Weg zu dieser Erkenntnis offenbart. Birgit Prinz ist mitnichten die Rekordunterzeichnerin.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n        &#13;<\/p>\n<p>Aber der Reihe nach: Ihren Anfang nimmt die Geschichte des Goldenen Buchs im Jahr 1903, obwohl der Auftrag f\u00fcr die Herstellung des Einbands wohl erst 1904 erteilt wurde. Im Institut f\u00fcr Stadtgeschichte \u00f6ffnet Michael Matth\u00e4us eigens den Tresor in der Privilegienkammer, die sich am Kreuzgang des Karmeliterklosters an der M\u00fcnzgasse befindet. Dort ist neben weiteren bedeutsamen Dokumenten der Stadtgeschichte wie dem Frankfurter Exemplar der Goldenen Bulle auch der erste Band des Goldenen Buches archivaliengerecht gelagert. Er beinhaltet die ersten 500 Seiten mit allen Unterschriften bis zum 28. August 1967, als Carlo Schmid, einer der V\u00e4ter des Grundgesetzes, sich aus Anlass der Verleihung des Goethepreises als Letzter eintrug.<\/p>\n<p>Matth\u00e4us hat das Buch auf einem Tisch ausgebreitet, wie Protokollchefin Pr\u00fcfer tr\u00e4gt er wei\u00dfe Handschuhe und geht genauso sorgsam mit den wertvollen Seiten um. Heute ist weniger Vorsicht geboten, bei ausl\u00e4ndischen Delegationen ist Matth\u00e4us mittlerweile achtsamer. Eine Besuchergruppe chinesischer Archivare, so berichtet er launig, habe er einmal in eine unangenehme Lage gebracht, als er sie beim Bl\u00e4ttern freudig auf zuf\u00e4llig entdeckte chinesische Schriftzeichen aus den sp\u00e4ten drei\u00dfiger Jahren hinwies \u2013 es handelte sich um Vertreter der von Tschiang Kai-schek angef\u00fchrten Republik China und somit des Gegenspielers des kommunistischen Staatsgr\u00fcnders Mao. Der mit allen diplomatischen Fallstricken vertrauten Protokollchefin Pr\u00fcfer w\u00e4re das vermutlich nicht passiert.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n        &#13;<\/p>\n<p>F\u00fcr Matth\u00e4us ist auch heute noch jede Besch\u00e4ftigung mit dem Buch eine Entdeckungsreise, wie er sagt. So zeigt er sich erstaunt, dass sich in dem edlen Band wider Erwarten doch schon Fu\u00dfballerunterschriften finden: Die Eintracht-Meistermannschaft war 1959 ein Grund, den bis dato enger gezogenen Kreis an Honoratioren auf profane Sportler auszuweiten. Alfred Pfaff, Richard Kre\u00df, Dieter Lindner, Dieter Stinka oder Istv\u00e1n Sztani reihten sich freilich noch dem\u00fctig Zeile f\u00fcr Zeile und platzsparend untereinander ein, w\u00e4hrend sich sp\u00e4tere Fu\u00dfballteams bisweilen eigenm\u00e4chtig \u00fcber zwei Seiten ausbreiteten. Beim Empfang der Frankfurter Europapokalsieger vor drei Jahren hielt nun gar ganz gegen jede Gepflogenheit Einzug, dass sich Spieler samt ihrer R\u00fcckennummer verewigten und einer gar in gro\u00dfen Lettern \u201eSGE!\u201c in das Buch zu schreiben wagte \u2013 Peter Feldmanns vermeintlicher Pokalklau war also gar nicht der einzige Versto\u00df gegen die Etikette.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n        &#13;<\/p>\n<p>1990, so erz\u00e4hlt Oberb\u00fcrgermeister Josef gerne die ihm aus Weltmeisterkreisen anvertraute Anekdote, soll Weltmeistertrainer Franz Beckenbauer seine Mannschaft angewiesen haben, mit einem gewissen Abstand unter seiner zentral platzierten Unterschrift zu signieren \u2013 w\u00e4hrend sich Beckenbauer vier Jahre zuvor beim Empfang nach der Endspielniederlage bei der WM in Mexiko noch zur\u00fcckhaltender unter seine Spieler gemischt hatte. Die Tradition der Eintr\u00e4ge deutscher Fu\u00dfballteams ins Goldene Buch geht auf die seit 1966 \u00fcbliche Gepflogenheit zur\u00fcck, deutsche Sportler nach Turnieren im Ausland nach der Landung am Frankfurter Flughafen im Rathaus zu empfangen.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n        &#13;<\/p>\n<p>Das Goldene Buch ging also auf Reisen und man merkt Eva Katharina Pr\u00fcfer noch heute an, dass solche Ausfl\u00fcge einer Protokollchefin nicht vollends behagen. \u201eAber das geh\u00f6rt zum Handlungsrahmen eines Oberb\u00fcrgermeisters, und das ist auch richtig so\u201c, sagt Pr\u00fcfer. Die Protokollarbeit bestehe deshalb so gut wie gar nicht aus festgeschriebenen Regeln, sondern basiere auf gelebtem Wissen und gelebter Praxis. Diese besagt in Frankfurt, dass sich neben erfolgreichen Sportlern und Staatsg\u00e4sten beispielsweise Preistr\u00e4ger der zahlreichen hochrangigen st\u00e4dtischen Auszeichnungen eintragen d\u00fcrfen; nicht ganz zwingend hingegen die mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels Ausgezeichneten. Ehrenb\u00fcrger und Nobelpreistr\u00e4ger mit Bezug zu Frankfurt d\u00fcrfen ebenfalls ihren Schriftzug ins Buch setzen, wie der h\u00f6chstrangige Vertreter beispielsweise des Gastlandes bei der Buchmesse oder auch einer Partnerstadt bei der Unterzeichnung der Urkunde.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n        &#13;<\/p>\n<p>Es sind also ungeschriebene Regeln, die das Goldene Buch bestimmen. Dazu geh\u00f6rt, dass ein Schriftzug eigentlich nur einmal aufzutauchen hat. Womit wir beim Fall Birgit Prinz w\u00e4ren, die sich f\u00fcr ihren Schriftzug erstaunlicherweise bei jeder ihrer zahlreichen Gelegenheiten einen Platz rechts unten auf der Seite ausgesucht hat im Teamgef\u00fcge \u2013 f\u00fcr die Psychologin Prinz vielleicht ein interessantes Detail f\u00fcr die Analyse ihres eigenen Selbst. \u201eBei Sportlerempf\u00e4ngen ist es nicht so einfach, die sonst strengen Regeln einzuhalten. Es sollen ja eben auch die in Erinnerung behalten werden, die zum Erfolg einer Mannschaft beigetragen haben\u201c, sagt Pr\u00fcfer. Da m\u00fcsse man Ausnahmen von der strengen Regel akzeptieren, wonach eine Person eigentlich nur einmal im Buch stehen solle. Ob nun der j\u00fcngste Prinz-Schriftzug in der Rolle als Teampsychologin seine Berechtigung gehabt habe, will Pr\u00fcfer denn auch nicht bewerten. Und jemandem den Stift aus der Hand zu rei\u00dfen, der schon vor dem Goldenen Buch sitzt, k\u00e4me aus Gr\u00fcnden der Etikette vermutlich auch nicht infrage. Und so mag sich vielleicht sogar manch einer bei solchen Gelegenheiten mit seinem Schriftzug ins Goldene Buch hineingemogelt haben.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n        &#13;<\/p>\n<p>Eine grunds\u00e4tzliche Entwertung w\u00e4re das freilich nicht, wenn man auf die zw\u00f6lf Jahrzehnte lange Geschichte zur\u00fcckblickt. Denn der erste Band erstaunt nach einer kunstvoll gestalteten ersten Seite mit der Unterschrift von Kaiser Wilhelm II., die anl\u00e4sslich eines Besuchs Frankfurts im Jahr 1903 bereits im Vorgriff auf das angedachte Goldene Buch angefertigt wurde, mit erstaunlich belanglosen Seiten voller Unterschriften. Das Buch \u00e4hnelt viele Jahre mehr einem G\u00e4stebuch im heimischen Haushalt. Zahllose Unterschriften stehen untereinander, nicht einmal der Anlass der Zusammenkunft wurde vermerkt, oftmals erst nachtr\u00e4glich von Stadthistorikern mit Bleistift hinzugef\u00fcgt, wenn er zweifelsfrei ermittelt werden konnte. Das zieht sich bis in die dunkle Zeit der Naziherrschaft, wo Adolf Hitlers Unterschrift ebenfalls ohne Vermerk des Besuchsanlasses und wohl in gro\u00dfer Eile wegen terminlicher N\u00f6te hingekritzelt wurde; in der von Graphologen und Psychologen oft sezierten typischen Neigung nach rechts unten. Frankfurt entschied sich bewusst dagegen, die Seite mit Hitlers Unterschrift wie auch jene mit denen anderer Nationalsozialisten herauszutrennen. Stattdessen wurden nach dem letzten w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs vollzogenen Eintrag 13 Seiten frei gelassen \u2013 eine f\u00fcr jedes Jahr der Nazidiktatur.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<\/p>\n<p>                        &#13;<\/p>\n<p>    &#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n    &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n    &#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755801255_126_default.jpeg\" alt=\"Ganz l\u00e4ssig: John F. Kennedy tr\u00e4gt sich am 25. Juni 1963 in das \u201eGoldene Buch\u201c ein unter den augen von Oberb\u00fcrgermeister Werner Bockelmann.\" data-copyright=\"Foto: Lutz Kleinhans\"\/>&#13;<br \/>\n    &#13;<br \/>\n &#13;<\/p>\n<p>    &#13;<br \/>\n    &#13;<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            Ganz l\u00e4ssig: John F. Kennedy tr\u00e4gt sich am 25. Juni 1963 in das \u201eGoldene Buch\u201c ein unter den Augen von Oberb\u00fcrgermeister Werner Bockelmann.Foto: Lutz Kleinhans&#13;<br \/>\n        &#13;\n    <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n    &#13;<\/p>\n<p>                        &#13;<\/p>\n<p>    &#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n    &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n    &#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755801256_912_default.jpeg\" alt=\"Seine Unterschrift ist unerwartet wenig charismatisch.\" data-copyright=\"\"\/>&#13;<br \/>\n    &#13;<br \/>\n &#13;<\/p>\n<p>    &#13;<br \/>\n    &#13;<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            Seine Unterschrift ist unerwartet wenig charismatisch.&#13;<br \/>\n        &#13;\n    <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n    &#13;<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n        &#13;<\/p>\n<p>Die Analyse von Eintr\u00e4gen ins Goldene Buch ist ein ganz eigenes Thema. Denn erstaunlich selten f\u00fcgen Ehreng\u00e4ste ihrem Schriftzug noch Worte der W\u00fcrdigung Frankfurts oder des Besuchsanlasses bei. Udo Lindenberg bindet seinen Schriftzug in ein durchaus gelungenes Selbstportr\u00e4t mit dem markanten Hut ein. Andere finden ein paar warme Worte. Aber gerade die vielleicht bedeutsamsten G\u00e4ste fallen durch Demut und Bescheidenheit auf. Der amerikanische Pr\u00e4sident John F. Kennedy beschr\u00e4nkte sich bei seinem Frankfurt-Besuch am 25. Juni 1963 beispielsweise auf eine nahezu zierliche Unterschrift, in der keine der Initialen JFK und somit auch nicht das allein stehende F merklich hervorsticht. Die Queen und ihr aufgrund weiterer alleiniger Besuche mehrfach im Buch zu findender Prinzgemahl unterschrieben bemerkenswert schlicht mit Elizabeth und Philip, lediglich ein angeh\u00e4ngtes R f\u00fcr \u201eRegina\u201c weist auf die Rolle der K\u00f6nigin hin. Anders als F\u00fcrsten, Prinzen und sonstige Vertreter diverser deutscher Adelsh\u00e4user, die bei ihren Eintragungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts jeden ihrer Nebentitel vermerkten.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n        &#13;<\/p>\n<p>Nicht unbedingt eine Frage der Zur\u00fcckhaltung, aber der ver\u00e4nderten Gepflogenheiten ist der Umgang der Frankfurter Oberb\u00fcrgermeister mit ihrem Namenszug: Wie schon sein Vorg\u00e4nger Peter Feldmann verzichtet auch Mike Josef darauf, seine Unterschrift zu jenen seiner G\u00e4ste hinzuzuf\u00fcgen. Stadtoberh\u00e4upter wie Walter Wallmann oder Petra Roth haben das noch anders gehandhabt, und so ist die einst f\u00fcr ihre Schnelligkeit auf dem Rasen bekannte Sportlerin Birgit Prinz gegen dieses Duo tats\u00e4chlich chancenlos im Wettrennen um den Titel der Rekordeintragungen im Goldenen Buch. Das gute Dutzend an Prinz-Schriftz\u00fcgen \u00fcbertreffen Wallmann und Roth mit links \u2013 auch wenn sie beide nachweislich als Rechtsh\u00e4nder unterschrieben haben.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n        &#13;<br \/>\n            &#13;<br \/>\n        &#13;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; &#13; &#13; &#13; &#13; 20. August 2025 \u00b7 Es wird geh\u00fctet wie ein Schatz: Das Goldene Buch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":362517,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052],"class_list":{"0":"post-362516","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115068198515343836","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/362516","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=362516"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/362516\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/362517"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=362516"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=362516"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=362516"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}