{"id":36260,"date":"2025-04-16T10:06:10","date_gmt":"2025-04-16T10:06:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/36260\/"},"modified":"2025-04-16T10:06:10","modified_gmt":"2025-04-16T10:06:10","slug":"frankreichs-ligue-1-vor-naechster-finanzkrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/36260\/","title":{"rendered":"Frankreichs Ligue 1 vor n\u00e4chster Finanzkrise"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 16.04.2025 11:07 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der Streit zwischen der franz\u00f6sischen Ligue 1 und dem Streamingdienst DAZN eskaliert: Die Klubs wollen die Trennung, doch ihre finanzielle Krise k\u00f6nnte das weiter versch\u00e4rfen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.sportschau.de\/sendung\/reporter\/chaled-nahar,autor-chaled-nahar-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Chaled Nahar\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/chaled-nahar-102.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn einer Sitzung am Dienstag beschlossen die Pr\u00e4sidenten der 18 Klubs der Ligue 1 laut der Sporttageszeitung &#8222;L&#8217;\u00c9quipe&#8220;, zum Saisonende eine Beendigung der urspr\u00fcnglich bis 2028 vereinbarten Zusammenarbeit mit DAZN anzustreben. Auch der Vorstand der Ligue de Football Professionnel (LFP), die in ihrer Funktion vergleichbar mit der DFL in Deutschland ist, stimmte demnach zu. Die LFP w\u00e4re dann erneut auf der Suche nach einem TV-Partner &#8211; und steht m\u00f6glicherweise vor weiteren erheblichen finanziellen Problemen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZuvor war eine Schlichtung in dem Streit fehlgeschlagen. Man stelle &#8222;das Scheitern der Anfang M\u00e4rz 2025 eingeleiteten Mediation fest&#8220;, teilte die Tochtergesellschaft &#8222;LFP Media&#8220; mit. DAZN teilte laut &#8222;The Athletic&#8220; mit: &#8222;Es ist in der Mediation leider nicht gelungen, die Kluft zwischen den Parteien zu \u00fcberbr\u00fccken. Deshalb war es nicht m\u00f6glich, zu einer Einigung \u00fcber eine g\u00fctliche L\u00f6sung der Lage zu gelangen.&#8220; In ihrer Stellungnahme betonte &#8222;LFP Media&#8220;: &#8222;Der Vertrag zwischen den Parteien bleibt in Kraft und wir erwarten, dass unser Partner alle seine Verpflichtungen vollst\u00e4ndig erf\u00fcllt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Die Gesch\u00e4ftsstelle des franz\u00f6sischen Ligaverbands LFP in Paris\n                    <\/p>\n<p>    Streit um illegales Streaming und Zusammenarbeit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Februar hatte DAZN \u00f6ffentlich angek\u00fcndigt, von einer f\u00e4lligen Rate in H\u00f6he von 70 Millionen Euro die H\u00e4lfte vorerst einbehalten zu haben. &#8222;Wenn man einen Topf kauft, erwartet man kein Sieb&#8220;, sagt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Brice Daumin von &#8222;DAZN&#8220; France der Zeitung &#8222;Le Figaro&#8220;. Was er damit meinte: Aus Sicht von DAZN unternimmt die Liga zu wenig gegen illegales Streaming. Zudem gab es Streit um die Mitwirkung der Klubs bei der Gestaltung der Berichterstattung.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Brice Daumin, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von DAZN Frankreich\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Konflikt ging so weit, dass sich beide Seiten vor Gericht trafen. DAZN forderte 573 Millionen Euro Entsch\u00e4digung und sprach von einem &#8222;Produktbetrug&#8220; und einem &#8222;beobachteten Versagen&#8220; der Liga, die zu einer entt\u00e4uschenden Zahl an Abonnements gef\u00fchrt h\u00e4tten. Die LFP forderte wiederum die Zahlung des ausstehenden Geldes.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr die Liga und die Klubs stellt sich eine regelrecht existenzielle Frage: Wer zeigt k\u00fcnftig die Spiele und wo kommt das Geld her?<\/p>\n<p>    LFP ger\u00e4t von einer Krise in die n\u00e4chste<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr Frankreichs Profifu\u00dfball steht damit die n\u00e4chste Krise an. Solche Situationen gab es in den vergangenen Jahren reichlich:<\/p>\n<ul class=\"bulletpoint-list \">\n<li><strong>Dezember 2020:<\/strong> Der TV-Vertrag der Liga mit dem Dienst &#8222;Mediapro&#8220; platzte nach Ausbruch der Pandemie 2020 spektakul\u00e4r, der Anbieter war zahlungsunf\u00e4hig. &#8222;Amazon Prime&#8220; \u00fcbernahm f\u00fcr weniger Geld, die Einnahmen aus den Medienrechten sanken fast um ein Viertel. Die Liga, die als einzige gro\u00dfe Liga die Saison wegen der Pandemie abbrechen musste, verkrachte sich parallel mit dem langj\u00e4hrigen Partner &#8222;Canal plus&#8220;.<\/li>\n<li><strong>April 2022:<\/strong> In ihrer finanziellen Schieflage <a href=\"https:\/\/www.sportschau.de\/fussball\/ligue-1\/frankreich-ligue-1-investor-cvc-finanzen-geld-krise-100.html\" title=\"Investoren-Deal in der Ligue 1: Frankreichs Liga nach der Rettung zur\u00fcck in der Krise\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">verpf\u00e4ndete die LFP 13 Prozent ihrer TV-Einnahmen f\u00fcr 1,5 Milliarden Euro an den Private-Equity-Investor CVC<\/a>. Der Haken: Der Vertrag l\u00e4uft nicht ab, die Verpflichtung gilt mindestens f\u00fcr die geplante Lebensdauer einer f\u00fcr den Vertrieb der TV-Rechte gegr\u00fcndeten Tochtergesellschaft von 99 Jahren. Das Geld wurde sehr ungleich verteilt: 200 Millionen Euro gingen an Paris Saint-Germain, Absteiger in die Ligue 2 bekamen 16,5 Millionen.<\/li>\n<li><strong>Juli 2024:<\/strong> Der Investorendeal sollte alle reicher machen: Die Liga, die Klubs und den Investor. F\u00fcr den neuen TV-Vertrag peilte die Liga mit CVC eine Milliarde Euro j\u00e4hrlich an. Das sollte die Ligue 1 wirtschaftlich dem Niveau der Bundesliga oder der Serie A zumindest n\u00e4herbringen. Die Realit\u00e4t: Nur 500 Millionen Euro brachte der neue Vertrag &#8211; 400 von &#8222;DAZN&#8220;, 100 von &#8222;BeinSports&#8220;. Und auch von dieser Summe geh\u00f6ren 13 Prozent dem Investor.<\/li>\n<li><strong>Oktober 2024:<\/strong> Der franz\u00f6sische Senat <a href=\"https:\/\/www.sportschau.de\/fussball\/ligue-1\/senat-bescheinigt-frankreichs-profifussball-misswirtschaft,lfp-senat-100.html\" title=\"Senat bescheinigt Frankreichs Profifu\u00dfball Misswirtschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bescheinigte der LFP hochoffiziell &#8222;Misswirtschaft&#8220;<\/a>. Ein Kritikpunkt: LFP-Chef Vincent Labrune kassierte f\u00fcr den Abschluss des Investorendeals dem Senatsbericht zufolge einen Bonus. &#8222;Das ist beispiellos&#8220;, schrieb der Senat. &#8222;Die F\u00fchrungskr\u00e4fte der LFP hatten objektiv ein pers\u00f6nliches Interesse an dieser Entscheidung.&#8220; Labrunes Gehalt wurde nach dem Abschluss von 420.000 Euro auf 1,2 Millionen Euro fast verdreifacht, sp\u00e4ter wieder auf 840.000 Euro gesenkt. Labrune bestritt die Vorw\u00fcrfe und wurde von den Klubs als LFP-Chef wiedergew\u00e4hlt.<\/li>\n<li><strong>April 2025:<\/strong> Nun steht die Vereinbarung mit DAZN vor dem Ende.<\/li>\n<\/ul>\n<p>    Titelkampf langweilig, Stars verlassen die Liga<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr die LFP ist die Suche nach einem neuen Partner schwierig. Denn die Entwicklung der Liga macht sie sportlich f\u00fcr Sender immer weniger interessant.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nParis Saint-Germain gewann elf der 13 j\u00fcngsten Meisterschaften. Schon Anfang April stand PSG in dieser Saison als Meister fest. Weder wirtschaftlich noch sportlich gibt es ernsthafte Konkurrenz f\u00fcr den Spitzenklub der Liga.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Alte Zeiten: Mbappe, Messi und Neymar in der Ligue 1\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGleichzeitig verlie\u00dfen aber die letzten ganz gro\u00dfen Stars die Liga: Lionel Messi (Inter Miami) und Neymar (Al-Hilal) gingen 2023, Kylian Mbapp\u00e9 (Real Madrid) 2024. Die LFP schuf zuletzt den Markenkern &#8222;Liga der Talente&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Ergebnis ist ein langweiliger Titelkampf ohne gro\u00dfe Namen, der f\u00fcr m\u00f6gliche TV-Partner unattraktiv ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 16.04.2025 11:07 Uhr Der Streit zwischen der franz\u00f6sischen Ligue 1 und dem Streamingdienst DAZN eskaliert: Die Klubs&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":36261,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,1931,548,663,3934,3980,156,347,13,4445,14,15,12],"class_list":{"0":"post-36260","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-dazn","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-france","15":"tag-frankreich","16":"tag-fussball","17":"tag-headlines","18":"tag-ligue-1","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114347087389005430","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36260","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36260"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36260\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/36261"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36260"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36260"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36260"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}