{"id":362626,"date":"2025-08-21T19:34:28","date_gmt":"2025-08-21T19:34:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362626\/"},"modified":"2025-08-21T19:34:28","modified_gmt":"2025-08-21T19:34:28","slug":"erst-aufs-feld-und-dann-zur-kasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362626\/","title":{"rendered":"Erst aufs Feld und dann zur Kasse"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-sans font-medium\">Moers-Kapellen. Bei Landwirt Maximilian Knuf k\u00f6nnen die Kundinnen und Kunden seit sieben Jahren selbst ernten. Ein Gem\u00fcse wird besonders gelobt.<\/p>\n<p class=\"\">Joanna Wilczynska ist seit vier Uhr morgens auf den Beinen. Die B\u00e4ckerei-Mitarbeiterin k\u00f6nnte jetzt eigentlich die F\u00fc\u00dfe hochlegen. Bevor sie nach Hause f\u00e4hrt, geht es aber noch ab aufs Feld: Schon zum dritten Mal in diesem Jahr stoppt sie an der Lauersforter Stra\u00dfe, um auf den Feldern von Landwirt Maximilian Knuf selbst zu ernten: \u201eDas ist so toll! Heute nehme ich eine Wassermelone und Honigmelonen mit, Spitzpaprika und Peperoni habe ich noch zu Hause.\u201c F\u00fcr sie ist am fr\u00fchen Nachmittag wirklich Feierabend, zwischen Bohnen- und Tomatenpflanzen, Kohlk\u00f6pfen und Spinat f\u00e4ngt der Trubel gerade erst an.<\/p>\n<p>Mit Schubkarren ins Feld<\/p>\n<p class=\"\">Elena Ruppert hat sich eine Schubkarre geschnappt. Die stehen in Containern f\u00fcr die Kunden und Kundinnen bereit. Darauf packt sie einen gro\u00dfen Eimer und T\u00fcten. \u201eIch bin jede Woche hier, wo gibt es das sonst, dass man so frisches Gem\u00fcse bekommt\u201c, sagt die Krefelderin und schiebt ab in Richtung Tomatenfeld.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409788334_1755683666_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Gamse Karabulut aus Moers war gemeinsam mit ihrem Vater Ekrem \u00d6zmen auf den Feldern.\" title=\"Gamse Karabulut aus Moers war gemeinsam mit ihrem Vater Ekrem \u00d6zmen auf den Feldern.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Gamse Karabulut aus Moers war gemeinsam mit ihrem Vater Ekrem \u00d6zmen auf den Feldern.<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | Kai Kitschenberg\n    <\/p>\n<p class=\"\">Inzwischen hat Maximilian Knuf mit dem Traktor eine Holzkiste voller Milchmaiskolben unters Verkaufszelt gestellt und ein bisschen Zeit zum Erz\u00e4hlen. 2018 gab es hier das erste Bohnenfeld zum Selberernten, berichtet der 31-J\u00e4hrige. \u201eDamals hat ein Kommilitone gesagt: \u2018Fang damit mal an, das ist eine Marktnische.\u2018 Und dann ist das etwas gr\u00f6\u00dfer geworden\u201c, sagt der Landwirt l\u00e4chelnd. Etwas gr\u00f6\u00dfer hei\u00dft: Aus einem halben Hektar sind 30 Hektar geworden, aus anfangs 20 Schubkarren inzwischen 120, Tendenz steigend. Vorteil f\u00fcr den Gem\u00fcsebauern: \u201eGerade in Bezug auf die steigenden Lohnkosten war das eine gute Alternative f\u00fcr uns.\u201c<\/p>\n<p class=\"\">Bohnen, Tomaten, Spitzpaprika, Peperoni, Auberginen, Kohl, Rote Beete, Spinat, Melonen, K\u00fcrbisse und Zuckermais gibt es hier. Die Wassermelonen gehen weg wie warme Semmeln, aber auch die Tomaten werden hoch gelobt: \u201eHaben Sie schon mal Tomaten in der T\u00fcrkei gegessen?\u201c, fragt Gamse Karabulut, \u201eDann wissen Sie ja, dass die besonders lecker sind. Die hier schmecken genauso\u201c, sagt die Moerserin und zeigt auf das Gem\u00fcse in ihrer Schubkarre.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409788350_1755683667_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Fayz Husen schiebt eine Schubkarre mit Paprika und Spinat zur Kasse. Der  anderthalbj\u00e4hrigen Hawal hat es sich darauf gem\u00fctlich gemacht.\" title=\"Fayz Husen schiebt eine Schubkarre mit Paprika und Spinat zur Kasse. Der  anderthalbj\u00e4hrigen Hawal hat es sich darauf gem\u00fctlich gemacht.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Fayz Husen schiebt eine Schubkarre mit Paprika und Spinat zur Kasse. Der  anderthalbj\u00e4hrigen Hawal hat es sich darauf gem\u00fctlich gemacht.<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | Kai Kitschenberg\n    <\/p>\n<p class=\"\">Sie hat gemeinsam mit ihrem Vater Tomaten, Wei\u00dfkohl, Paprika und Peperoni geerntet. Ekrem \u00d6zmen ist gerade aus Neuwied zu Besuch und wird einen Teil der Ernte mit nach Hause nehmen. Ein weiterer Teil wird haltbar gemacht, sagt Gamse Karabulut: \u201eDie scharfen Peperoni werden mit dem Wei\u00dfkraut und vielleicht ein paar gr\u00fcnen Tomaten eingelegt. Und dann kochen wir nat\u00fcrlich mit dem Gem\u00fcse, zum Beispiel gef\u00fcllte Paprika mit Reis. Letztens habe ich die Paprika mit Buchweizen gef\u00fcllt, das war auch lecker.\u201c<\/p>\n<p>    Auch interessant<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/409574002_1753194632_v1_1_200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[1\/1] \" alt=\"Auf dem Wickrather Hof kann man Gem\u00fcse selbst ernten. \u201eAb n\u00e4chste Woche geht es los\u201c, sagt Juniorchef Jonas Klanten. \" title=\"Auf dem Wickrather Hof kann man Gem\u00fcse selbst ernten. \u201eAb n\u00e4chste Woche geht es los\u201c, sagt Juniorchef Jonas Klanten. \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"\">Dass das Gem\u00fcse von Landwirt Knuf gut in die s\u00fcdeurop\u00e4ische und orientalische K\u00fcche passt, hat sich inzwischen herumgesprochen. Auch auf Kundenw\u00fcnsche wird eingegangen: \u201eWir haben zum Beispiel ein paar Jahre S\u00fc\u00dfkartoffeln probiert, aber der Trend ist, glaube ich, vorbei.\u201c In diesem Jahr neu dabei ist die San Marzano-Tomate, die in der italienischen K\u00fcche traditionell f\u00fcr Saucen verwendet wird. <\/p>\n<p>Empfohlener externer Inhalt<\/p>\n<p>\n        An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Instagram, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er erg\u00e4nzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und<br \/>\n        wieder ausgeblendet werden.\n      <\/p>\n<blockquote class=\"instagram-media\" data-instgrm-captioned=\"\" data-instgrm-permalink=\"https:\/\/www.instagram.com\/reel\/DNnnvQvsTB5\/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading\" data-instgrm-version=\"14\" style=\" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:658px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);\"\/><p><\/p>\n<p>          Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es k\u00f6nnen dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste<br \/>\n          \u00fcbermittelt werden. Mehr dazu in unserer<\/p>\n<p>        <a class=\"underline\" href=\"https:\/\/www.nrz.de\/datenschutz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a><\/p>\n<p>\n      Mehr anzeigen\n    <\/p>\n<p class=\"\">Die vollgepackten Schubkarren, die auf den Wegen zwischen den Feldern rollen, erinnern ein bisschen an Einkaufswagen, die durch Regalreihen im Supermarkt geschoben werden. Besonders, wenn zwischen zwei vollen T\u00fcten Spinat ein anderthalbj\u00e4hriger St\u00f6psel an einer Laugenbrezel m\u00fcmmelt: W\u00e4hrend der Junge Hawal es sich gem\u00fctlich gemacht hat, schiebt Fayz Husen die Schubkarre in Richtung Kassenh\u00e4uschen: \u201eWir kommen zwei oder drei Mal im Jahr hierher\u201c, sagt der Essener, \u201egerade habe ich Urlaub, da macht es einfach Spa\u00df, hier zu sein und etwas zu ernten.\u201c <\/p>\n<p>        Erntezeit bis Mitte Oktober<\/p>\n<p class=\"\">Noch bis Mitte Oktober kann an der Lauersforter Stra\u00dfe in Moers-Kapellen selbst geerntet werden. Mittwochs bis freitags von 14 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr ist das Verkaufszelt ge\u00f6ffnet. Hier gibt es auch Zuckermais, Milchmais und Kartoffeln von hofeigenen Feldern, die in der N\u00e4he liegen. Auch die Wassermelonen und Honigmelonen werden vorgeerntet, denn den Reifegrad der Melonen zu bestimmen, ist gar nicht so einfach, sagt Maximilian Knuf. <\/p>\n<p class=\"\">Am Verkaufszelt h\u00e4ngt ein gro\u00dfer Lageplan, auf dem zu sehen ist, wo welches Gem\u00fcse geerntet werden kann. Wer in die Bohnen will, muss die Lauersforter Stra\u00dfe queren, dann liegt das Feld auf der rechten Seite. Infos gibt es<a href=\"https:\/\/landwirtschaft-knuf.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> hier<\/a><\/p>\n<p class=\"\">Elena Ruppert ist zur\u00fcck aus dem Tomatenfeld. Ein Zehn-Liter-Eimer ist voll. \u201eDie sind so lecker!\u201c, ruft sie noch schnell Maximilian Knuf zu und biegt dann in Richtung Rote-Beete-Feld ab. Der Landwirt freut sich, hat aber gleichzeitig im Blick, dass die Kiste mit Milchmais sich leert, und greift zum Telefon, um Nachschub zu ordern. In der Erntezeit herrscht eben Hochbetrieb: \u201eWir haben ja noch einen landwirtschaftlichen Betrieb au\u00dfenrum, dazu 31 Stunden Verkaufszeit, dann kommen noch Vorbereitung und B\u00fcroarbeit dazu.\u201c<\/p>\n<p class=\"\">Nur noch schnell einen Tipp f\u00fcrs Selberernten, bitte: \u201eAm besten nicht direkt am Anfang der Kultur ernten, sondern immer ein paar Meter weiter gehen, um m\u00f6glichst viele reife Fr\u00fcchte zu finden, dann sind die Eimer schnell gef\u00fcllt.\u201c<\/p>\n<p>    <script async src=\"\/\/www.instagram.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Moers-Kapellen. Bei Landwirt Maximilian Knuf k\u00f6nnen die Kundinnen und Kunden seit sieben Jahren selbst ernten. 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