{"id":362659,"date":"2025-08-21T19:52:12","date_gmt":"2025-08-21T19:52:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362659\/"},"modified":"2025-08-21T19:52:12","modified_gmt":"2025-08-21T19:52:12","slug":"herausforderung-fuer-familien-zwei-kinder-zwei-kitas-nun-will-die-familie-aus-stuttgart-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/362659\/","title":{"rendered":"Herausforderung f\u00fcr Familien: Zwei Kinder, zwei Kitas \u2013 nun will die Familie aus Stuttgart weg"},"content":{"rendered":"<p>Als die Zusage f\u00fcr einen st\u00e4dtischen Kitaplatz f\u00fcr ihre Tochter kam, war Lea Rexer zun\u00e4chst erleichtert. Doch es kam anders, als sie es sich vorgestellt hatte. Der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Betreuungsplatz\" title=\"Betreuungsplatz\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Betreuungsplatz<\/a> war nicht in derselben Einrichtung, in der auch ihr \u00e4lterer Sohn ist. \u201eObwohl wir davon ausgegangen waren, in der gleichen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Kita\" title=\"Kita\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kita<\/a> einen Platz zu bekommen\u201c, so die 30-J\u00e4hrige.<\/p>\n<p>Beide Einrichtungen sind im Stuttgarter Westen, wo die Familie auch wohnt. Trotzdem stellt es Lea Rexer und ihren Mann vor Herausforderungen. \u201eMorgens und Mittags zwischen zwei Kitas zu pendeln, wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Das ist schwierig, wenn man zwischendurch noch arbeiten muss\u201c, so Rexer. Aber das sei gar nicht das gr\u00f6\u00dfte Problem. Noch viel komplizierter sei es, die unterschiedlichen Schlie\u00dftage zu \u00fcberbr\u00fccken. \u201eDas ist eigentlich nicht machbar\u201c, sagt sie. <\/p>\n<p>Der Punkt Geschwisterkinder z\u00e4hlt weniger <\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.vorschulkinder-ohne-betreuungsplatz-kitas-zahl-der-unversorgten-kinder-in-stuttgart-sinkt-erheblich.4a705d84-dcc5-433c-a32b-8809026b523a.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Die Kitaplatz-Situation in Stuttgart hat sich deutlich verbessert.<\/a> Unter drei Jahren sind derzeit laut Angaben der Stadt 1376 Kinder unterversorgt. Das sind immer noch viele, aber schon bis zu 700 weniger als in der Vergangenheit. Am deutlichsten ist die Verbesserung bei den \u00fcber Vierj\u00e4hrigen. In der Altersklasse sind derzeit 492 M\u00e4dchen und Jungen ohne Platz, vor zwei Jahren waren das noch fast doppelt so viele. <\/p>\n<p> \u201eDass sich die Lage allgemein verbessert hat, liegt daran, dass in den vergangenen zwei Jahren weniger Kinder geboren wurden als zuvor sowie am neuen Kita-Portal, das die Vergabe der Pl\u00e4tze beschleunigt hat\u201c, so Dorothee Tresbach, die Leiterin des Kitaservice <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a>. Auch die ge\u00e4nderten Kriterien der Kitaplatz-Vergabe haben zur Entspannung der Lage beigetragen. Im Bereich der \u00fcber Dreij\u00e4hrigen wird das Alter st\u00e4rker gewichtet. Je \u00e4lter ein Kind, umso mehr Punkte erh\u00e4lt die Familie. Im Bereich der unter Dreij\u00e4hrigen z\u00e4hlt haupts\u00e4chlich, wie viel die Eltern beziehungsweise der alleinlebende Elternteil arbeitet. Der Punkt Geschwisterkinder z\u00e4hlt in beiden F\u00e4llen weniger. <\/p>\n<p>Weil andere Kriterien st\u00e4rker gewichtet werden, kommt es immer wieder dazu, dass Geschwisterkinder nicht in die gleiche Einrichtung kommen. Im Hauptvergabeverfahren f\u00fcr den Herbst waren das allerdings nur zwanzig Kinder unter 1600 vergebenen Pl\u00e4tzen. \u201eWenn wir Geschwisterkinder gemeldet bekommen, versuchen wir immer erst mal zu pr\u00fcfen, ob es irgendwie m\u00f6glich ist, diese in der gleichen Kita unterzukriegen. In diesen F\u00e4llen konnten wir das einfach nicht l\u00f6sen\u201c, so Tresbach. <\/p>\n<p>Lea Rexer sei empfohlen worden, ihre Tochter nur in der Kita des gro\u00dfen Kindes anzumelden. Denn wenn die Eingew\u00f6hnung im September bei ihrer dann anderthalb Jahre alten Tochter losgeht, kann sie nicht mehr wechseln. Das sei f\u00fcr Rexer und ihre Familie aber keine Option gewesen. \u201eDas Risiko ganz ohne Kitaplatz dazustehen war f\u00fcr uns zu hoch\u201c, sagt sie. <\/p>\n<p>\u201eDas ist ein Dilemma, und da gehen wir mit den Eltern auch ganz offen um\u201c, so Tresbach. Viele suchten sich im Vorfeld des Anmeldeverfahrens Unterst\u00fctzung beim Kitaservice. \u201eWir sagen den betroffenen Familien, dass sie sich \u00fcber ihre Priorit\u00e4ten klar sein m\u00fcssen. Wenn auch das zweite Elternteil zu arbeiten anfangen m\u00f6chte oder muss, dann muss die M\u00f6glichkeit in Kauf genommen werden zwei Einrichtungen anzufahren. Wenn man das nicht leisten kann, k\u00f6nnte man die Betreuungsl\u00fccke etwa durch eine Tagesmutter \u00fcberbr\u00fccken, bis ein Platz frei wird\u201c, so Tresbach. Das Dilemma k\u00f6nne sie aber voll und ganz verstehen.<\/p>\n<p>Rexer hat einen Wechselwunsch gestellt f\u00fcr beide Kinder in die jeweils andere Kita und hofft, dass es vor der Eingew\u00f6hnung noch klappen wird. Als Konsequenz plant die Familie nun sogar aus Stuttgart weg zu ziehen, nach Kirchheim unter Teck, wo die Gro\u00dfeltern der Kinder wohnen. \u201eDie Idee hatten wir schon lange, aber durch die aktuelle Situation wird sie jetzt schneller konkret, als wir das geplant hatten\u201c, so Rexer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Als die Zusage f\u00fcr einen st\u00e4dtischen Kitaplatz f\u00fcr ihre Tochter kam, war Lea Rexer zun\u00e4chst erleichtert. 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