{"id":36307,"date":"2025-04-16T10:34:13","date_gmt":"2025-04-16T10:34:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/36307\/"},"modified":"2025-04-16T10:34:13","modified_gmt":"2025-04-16T10:34:13","slug":"stuttgart-stalking-im-tennis-wenn-die-stars-weinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/36307\/","title":{"rendered":"Stuttgart | Stalking im Tennis &#8211; Wenn die Stars weinen"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Stuttgart (dpa) &#8211; Die Popularit\u00e4t von Tennis hat f\u00fcr die deutsche Nummer eins\u00a0Eva Lys auch drastische Schattenseiten. Hassattacken im\u00a0Internet oder penetrantes Bel\u00e4stigen werden zu gr\u00f6\u00dferen Themen. \u00abDementsprechend werden nat\u00fcrlich viel mehr Menschen aufmerksam, die dann leider auf sehr, sehr schlechte Gedanken kommen\u00bb, sagte die 23-J\u00e4hrige beim Turnier in Stuttgart. Es seien heikle Themen, \u00fcber die laut geredet werden m\u00fcsse, weil es im Endeffekt zu wenig M\u00f6glichkeiten gebe, dagegen vorzugehen.<\/p>\n<p>\u00dcble Nachrede im Netz und auch Bel\u00e4stigungen sind keine neuen Themen im Tennis, sie r\u00fcckten aber j\u00fcngst wieder st\u00e4rker in den Fokus. Zwei Stalking-Vorf\u00e4lle um die fr\u00fchere Weltranglisten-Erste Iga\u00a0Swiatek und die einstige US-Open-Siegerin Emma\u00a0Raducanu &#8211; zwei der ber\u00fchmtesten Spielerinnen auf der Damen-Tour &#8211; sorgten f\u00fcr Aufsehen. Raducanu versteckte sich aus Angst vor einem Stalker Mitte\u00a0Februar in Dubai gar w\u00e4hrend eines Matches hinter dem Schiedsrichterstuhl.<\/p>\n<p>Raducanu erz\u00e4hlt von Angst: \u00abIch konnte kaum atmen\u00bb<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Sie konnte \u00abden Ball buchst\u00e4blich vor lauter Tr\u00e4nen nicht sehen\u00bb, sagte die US-Open-Gewinnerin von 2021 sp\u00e4ter. \u00abIch konnte kaum atmen.\u00bb Seitdem sei sie wachsamer und habe die Sicherheitsvorkehrungen erh\u00f6ht. Der Mann sei ihr schon zu Turnieren in Singapur, Abu Dhabi und Doha gefolgt. Er wurde vor\u00fcbergehend f\u00fcr alle WTA-Events gesperrt, teilte die Damen-Organisation mit.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Nur wenige Wochen vergingen, bis das Thema Stalking schon wieder auftauchte. Die BBC\u00a0berichtete, dass die polnische Weltranglisten-Zweite Swiatek in Miami beim Training von einem Mann bedroht wurde. Wie das Management dem britischen Sender mitteilte, sei der Mann aggressiv und h\u00f6hnisch gewesen. Wenige Stunden nach dem Bekanntwerden des Berichts schied sie im Viertelfinale von Miami \u00fcberraschend aus. In Stuttgart tritt Swiatek in dieser Woche erstmals wieder an.\u00a0<\/p>\n<p>Der \u00dcbergang von Online-Aggression in die reale Welt<\/p>\n<p>\u00abIch w\u00fcrde es nicht als Bedrohung bezeichnen\u00bb, sagte Swiatek beim Porsche Grand\u00a0Prix \u00fcber den\u00a0Vorfall in\u00a0Florida. Es habe aber einen\u00a0Fan gegeben, der ihren Rhythmus st\u00f6ren wollte. Die Damen-Organisation WTA\u00a0habe ihr geholfen, \u00abschnell zu reagieren\u00bb, sagte die Polin. \u00abUnd ich habe mich sicher gef\u00fchlt.\u00bb Sie sei auch dankbar, ihr\u00a0Team um sich zu haben, das ihr in solchen Situationen helfe.<\/p>\n<p>Wie die BBC berichtete, hatte der Mann ihr zuvor bereits beleidigende Nachrichten \u00fcber die Sozialen Medien geschickt. \u00abDer Zwischenfall in Miami scheint ein direkter \u00dcbergang von verbaler Online-Aggression zu einer Bedrohung in der realen Welt zu sein\u00bb, hie\u00df es nach BBC-Angaben vom Management.<\/p>\n<p>Erinnerungen an Attentat auf Monica Seles<\/p>\n<p>Das Stuttgarter WTA-Turnier, bei dem Jahr f\u00fcr Jahr die besten Spielerinnen der Welt zahlreich vertreten sind, legt nach eigenen Angaben viel Wert auf die Sicherheit. Das Sicherheitspersonal an den Match- und Trainingspl\u00e4tzen sei aber wegen der j\u00fcngsten Vorf\u00e4lle nicht zus\u00e4tzlich erh\u00f6ht worden.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abIch glaube, es gab solche F\u00e4lle schon immer und es wird sie wahrscheinlich auch immer geben\u00bb, sagte die Sportliche Leiterin des Turniers,\u00a0Anke Huber. \u00abIch glaube nicht, dass man es komplett verhindern kann.\u00bb Im Kopf geblieben ist der fr\u00fcheren Tennisspielerin die Trag\u00f6die des Attentats auf die damalige Weltranglistenerste Monica Seles vor 32 Jahren durch einen fanatischen Steffi-Graf-Fan. Seitdem hat sich bei der Sicherheit auf der Tennis-Tour viel getan.<\/p>\n<p>Die WTA\u00a0arbeitet nach eigenen Angaben neben den Turnierveranstaltern auch mit lokalen Beh\u00f6rden und Sicherheitsexperten zusammen. Die Spielerinnen seien ermutigt, jegliche Hinweise unabh\u00e4ngig von ihrem Ausma\u00df oder ihrem Bedrohungspotenzial sofort zu melden.\u00a0<\/p>\n<p>WTA: 12.000 auffallende Posts in neun Monaten<\/p>\n<p>Um die Spielerinnen im Netz besser zu sch\u00fctzen, f\u00fchrte die WTA\u00a0zu Beginn des vergangenen\u00a0Jahres mit anderen Organisationen eine technologische L\u00f6sung ein. K\u00fcnstliche Intelligenz soll Botschaften filtern. Rund 12.000 Posts und Kommentare, die die Regeln brechen, seien so zwischen Januar und Oktober 2024 entdeckt worden. 15 Konten seien an nationale Strafverfolgungsbeh\u00f6rden weitergeleitet worden.\u00a0<\/p>\n<p>Hassbotschaften hat auch die beste deutsche Tennisspielerin Lys schon einmal \u00f6ffentlich gemacht. Sie ist froh, dass \u00fcbergriffige Kommentare und Personen gemeldet werden k\u00f6nnen, wenn sich Spielerinnen unwohl f\u00fchlen. \u00abDa wird die WTA auch alles tun, dass diese Person auf jeden Fall kein Ticket mehr bei den Tennis-Turnieren bekommt\u00bb, sagte Lys. \u00abWir m\u00fcssen da auf jeden Fall ein Statement setzen.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stuttgart (dpa) &#8211; Die Popularit\u00e4t von Tennis hat f\u00fcr die deutsche Nummer eins\u00a0Eva Lys auch drastische Schattenseiten. 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