{"id":363118,"date":"2025-08-22T00:02:12","date_gmt":"2025-08-22T00:02:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/363118\/"},"modified":"2025-08-22T00:02:12","modified_gmt":"2025-08-22T00:02:12","slug":"nachwuchs-deluxe-cellistin-julia-hagen-in-der-elphi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/363118\/","title":{"rendered":"&#8222;Nachwuchs Deluxe&#8220;: Cellistin Julia Hagen in der Elphi"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/juliahagen-102.webp\" alt=\"Eine Frau in einem pinken Kleid h\u00e4lt ein Cello in der Hand und lacht.\" title=\"Eine Frau in einem pinken Kleid h\u00e4lt ein Cello in der Hand und lacht. | Simon Pauly\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Julia Hagen 19.8. (7 Min)<\/p>\n<p>\n            Stand: 22.08.2025 00:01 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Julia Hagen geh\u00f6rt zu den aktuellen Senkrechtstatern der Klassik. In der Hamburger Elbphilharmonie spielte die junge Salzburger Cellistin unter anderem Edward Elgars Cellokonzert. Vorab hat sie mit NDR Kultur gesprochen.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/philipp-cavert,cavert104.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Philipp Cavert<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n&#8222;Nachwuchs Deluxe&#8220; hei\u00dft das Konzert, das am Donnerstag in der Elbphilharmonie im Rahmen des Elbphilharmonie Sommers stattfand. Auf der B\u00fchne stand das Concertgebouworkest Young, also das Jugendorchester des Concertgebouworkests Amsterdam, zusammen mit der jungen Dirigentin Elim Can und der \u00f6sterreichischen Cellistin Julia Hagen. Auf dem Programm standen Edward Elgars Cellokonzert, Elizabeth Ogoneks Komposition &#8222;Moondog&#8220; und abschlie\u00dfend Schostakowitschs 5. Sinfonie.<\/p>\n<p class=\"\"><strong>Sie sind gerade in Amsterdam und sind dort auch aufgetreten. Ich vermute mal im Concertgebouw?<\/strong><\/p>\n<p class=\"\"><strong>Julia Hagen:<\/strong> Genau, wir haben im Conzertgebouw gespielt. Vor allem mit den jungen Leuten hier Musik zu machen war so inspirierend. Die haben so eine Energie und gehen da mit so einer riesengro\u00dfen Freude ans Werk. Das hat extrem Spa\u00df gemacht und ich freue mich sehr, dass wir dieses Programm nochmal in Hamburg spielen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p class=\"\"><strong>Das Concertgebouworkest Young ist ein Jugendorchester, das alle zwei Jahre aus Talenten aus ganz Europa neu zusammengesetzt wird und dann mit etablierten Musikerinnen zusammenarbeitet. Das ist bestimmt f\u00fcr beide Seiten interessant, oder?<\/strong><\/p>\n<p class=\"\"><strong>Hagen:<\/strong> Ja, klar. Ich habe mich schon im Vorhinein gefragt, wie das werden wird, weil Elgars Cellokonzert ist extrem heikel zu begleiten. Es gibt so viele Tempowechsel, man muss so wahnsinnig flexibel sein. Deswegen ist es nicht das einfachste Werk, gerade f\u00fcr ein Jugendorchester. Aber es war sch\u00f6n, zu merken, die sind in jeder Sekunde so bei mir und sind so wach und aufmerksam und wollen einfach. Nat\u00fcrlich ist nicht immer alles perfekt, aber mit so einer Leidenschaft und Hingabe, dass das f\u00fcr mich sehr bereichernd ist und Spa\u00df macht. Ich genie\u00dfe das total. Was ich auch besonders sch\u00f6n finde: Es ist ein Jugendorchester im Alter von 14 bis 17 Jahren, also wirklich sehr, sehr jung. Ich glaube auch, dass es extrem wichtig ist, dieses Jugendorchester zu haben, damit die jungen Leute vor dem eigentlichen Studium schon solche Erfahrungen sammeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"\"><strong>Sp\u00e4testens seit Jacqueline du Pr\u00e9 hat Elgars Cellokonzert seinen Platz im Cello-Olymp. Wie gehen Sie dieses Konzert an?<\/strong><\/p>\n<p class=\"\"><strong>Hagen:<\/strong> Mit viel Emotionen und viel Herz. Ich kann mich erinnern, dass ich als Kind die Aufnahme von Jacqueline du Pr\u00e9 rauf und runter geh\u00f6rt habe, weil mich ihre Intensit\u00e4t und ihre Hingabe so begeistert haben. Aber ich hatte nie dieses Gef\u00fchl, wenn man eine Musikerin toll findet, dass es die Gefahr gibt, etwas zu kopieren. Weil ich muss die Musik selber einfach sp\u00fcren und in mich hineinh\u00f6ren, wie ich die Musik wahrnehme. Nur so m\u00f6chte ich sie auff\u00fchren. Auch wenn es diese gro\u00dfe Auff\u00fchrung von ihr gibt, habe ich da \u00fcberhaupt keine Sorge, dass es nur eine billige Kopie wird.<\/p>\n<p class=\"\"><strong>Ihr Nachname hat f\u00fcr ganz viele Musikfreunde einen besonderen Klang: Ihr Vater ist der Cellist Clemens Hagen. Man kennt das Hagen-Quartett. Ist dieser Name B\u00fcrde, Privileg oder Verpflichtung, oder alles das?<\/strong><\/p>\n<p class=\"\"><strong>Hagen:<\/strong> Das Lustige ist immer, dass ich das selber gar nicht wei\u00df, weil ich habe ja nur eine Familie und ich habe nur meinen einen Papa. Ich habe schon immer gemerkt, dass er ein gro\u00dfer, toller, wichtiger Cellist ist. Aber f\u00fcr mich zu Hause war er kein Cellist, sondern einfach mein Papa. Erst sp\u00e4ter, als ich dann \u00f6fter drauf angesprochen wurde, wurde mir mehr und mehr bewusst, dass er in der Musikerwelt der Clemens Hagen ist.<\/p>\n<p class=\"\"><strong>Sie haben in einem Interview vor kurzer Zeit gesagt, dass es neben der Musik an sich eine Riesenherausforderung sei, zu ersp\u00fcren, wie viele Anfragen man annimmt und wann es zu viel wird. Diese Balance, suchen Sie die weiterhin?<\/strong><\/p>\n<p class=\"\"><strong>Hagen:<\/strong> Ich habe jetzt schon in meinen doch noch jungen Jahren sehr viel dazugelernt und f\u00fcr mich jetzt schon sp\u00fcren k\u00f6nnen, was sich richtig anf\u00fchlt und was richtig f\u00fcr mich ist. Das ist ja wahnsinnig individuell. Ich habe f\u00fcr mich gemerkt, dass ich nicht so viel machen will und kann wie vielleicht andere und schaue, dass ich da etwas reduziere. Weil dann kann ich in jedem Konzert auch 100 Prozent geben, wenn ich ab und zu die Zeit zu Hause habe und aufladen kann. Ab Oktober werde ich an der Uni in Wien zu unterrichten anfangen und muss und will dann sowieso regelm\u00e4\u00dfig vor Ort sein. Allein dadurch wird eine sch\u00f6ne Balance in mein Leben reinkommen.<\/p>\n<p class=\"\"><strong>Ist die Banane mit Zimt immer noch als Ritual vor Konzerten dabei?<\/strong><\/p>\n<p class=\"\"><strong>Hagen:<\/strong> Gut recherchiert. Nein, tats\u00e4chlich habe ich die Banane mit Zimt aufgegeben, weil sie etwas kompliziert war. Mittlerweile tut es auch ein einfacher Tee oder ein paar Mandeln. Ich glaube, Banane kann man \u00fcberall auftreiben, aber der Zimt, der war dann nicht immer vorhanden.<\/p>\n<p class=\"\">Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/philipp-cavert,cavert104.html\" title=\"Philipp Cavert\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Philipp Cavert<\/a>.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/faure126.webp\" alt=\"Das Cover der CD: Gabriel Faur\u00e9 mit Renaud Capu\u00e7on, Julia Hagen und Guillaume Bellom\" title=\"Das Cover der CD: Gabriel Faur\u00e9 mit Renaud Capu\u00e7on, Julia Hagen und Guillaume Bellom | Deutsche Grammophon\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>F\u00fcr ihr drittes Album finden Renaud Capu\u00e7on und das Orchestre de chambre de Lausanne f\u00fcr die Werke Faur\u00e9s besondere Stimmen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/niklasschmidt-100.webp\" alt=\"Der Direktor des Internationalen Mendelssohn Festival Hamburg Niklas Schmidt im Portrait\" title=\"Der Direktor des Internationalen Mendelssohn Festival Hamburg Niklas Schmidt im Portrait | Elke Hartl\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Der Cellist und Kammermusiker f\u00fchlt sich dem Namen Mendelssohn besonders verbunden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Julia Hagen 19.8. 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