{"id":363266,"date":"2025-08-22T01:39:39","date_gmt":"2025-08-22T01:39:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/363266\/"},"modified":"2025-08-22T01:39:39","modified_gmt":"2025-08-22T01:39:39","slug":"berlin-brandenburg-tod-einer-patientin-prozess-gegen-narkosearzt-vor-urteil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/363266\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Tod einer Patientin \u2013 Prozess gegen Narkosearzt vor Urteil"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Tod einer Patientin \u2013 Prozess gegen Narkosearzt vor Urteil<\/p>\n<p>\t\t\t\t              21.08.2025, 17:49 Uhr<\/p>\n<p><strong>Eine Patientin erleidet w\u00e4hrend einer Narkose einen Atem- und Herzstillstand. Der An\u00e4sthesist soll es wegen mangelnder \u00dcberwachung nicht sofort bemerkt haben. War es K\u00f6rperverletzung mit Todesfolge?<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; \u00a0\u00a0\u00a0Im Prozess gegen einen Narkosearzt rund f\u00fcnfeinhalb Jahre nach dem Tod einer 59-j\u00e4hrigen Patientin will das Berliner Landgericht am Freitag ein Urteil verk\u00fcnden. Die Staatsanwaltschaft beantragte drei Jahre und neun Monaten Haft wegen K\u00f6rperverletzung mit Todesfolge sowie die Verh\u00e4ngung eines Berufsverbots gegen den 78-J\u00e4hrigen.\u00a0<\/p>\n<p>Der An\u00e4sthesist habe wegen mangelnder \u00dcberwachung einen Atem- und Herzstillstand nicht sofort bemerkt. Die Verteidiger pl\u00e4dierten auf Freispruch. Das genaue Geschehen sei nicht aufzukl\u00e4ren gewesen, erkl\u00e4rten sie.<\/p>\n<p>Die Patientin war am 27. Januar 2020 bei einem Orthop\u00e4den in Berlin-Kreuzberg wegen eines R\u00fcckenleidens behandelt worden. Sie sollte eine schmerzstillende Spritze in den Lendenwirbelbereich bekommen. Der Orthop\u00e4de habe den An\u00e4sthesisten hinzugezogen, um die Frau in Vollnarkose zu versetzen.<\/p>\n<p>Anklage: Minutenlang ohne Sauerstoff<\/p>\n<p>Der Angeklagte mit deutscher und bulgarischer Staatsangeh\u00f6rigkeit soll mutma\u00dflich f\u00fcr mehrere Vers\u00e4umnisse verantwortlich sein. Er habe die Patientin nicht \u00fcber die Risiken einer Vollnarkose und m\u00f6gliche Alternativen aufgekl\u00e4rt, so die Anklage. Entgegen den Regeln der \u00e4rztlichen Kunst habe es der Facharzt f\u00fcr An\u00e4sthesie unterlassen, w\u00e4hrend der Narkose die Vitalfunktionen der Patientin zu kontrollieren. Die Frau habe einen Atem- und Herzstillstand erlitten, der dem Arzt nicht sofort aufgefallen sei. Minutenlang sei sie ohne Sauerstoffversorgung geblieben.<\/p>\n<p>Die Patientin erlitt laut Ermittlungen einen schweren Hirnschaden und fiel in ein Wachkoma. Eine in der Arztpraxis versuchte Reanimation sei erfolglos geblieben. Der An\u00e4sthesist habe schlie\u00dflich einen Notruf abgesetzt, die Not\u00e4rztin jedoch nicht umfassend und wahrheitsgem\u00e4\u00df \u00fcber den bisherigen Verlauf der Behandlung informiert. Die 59 Jahre alte Mutter erwachte bis zu ihrem Tod aufgrund einer Lungenentz\u00fcndung Ende April 2020 nicht mehr.<\/p>\n<p>Verteidiger spricht von &#8222;Blackbox&#8220;<\/p>\n<p>Der Angeklagte habe grob fahrl\u00e4ssig in dem Glauben gehandelt, es werde schon gut gehen, sagte die Staatsanw\u00e4ltin in ihrem Pl\u00e4doyer. Aus ihrer Sicht habe er ohne \u00dcberwachung sediert und die Notfallsituation und deren Ernsthaftigkeit nicht erkannt. Er sei der Meinung gewesen, die normalen Regeln w\u00fcrden f\u00fcr ihn nicht gelten.<\/p>\n<p>Einer der Verteidiger sprach von einer &#8222;Blackbox&#8220;. Vieles sei nicht aufzukl\u00e4ren gewesen &#8211; &#8222;was letztlich geschehen ist, wissen wir nicht&#8220;. In der rund 50-j\u00e4hrigen beruflichen T\u00e4tigkeit seines Mandanten habe es nie zuvor Beanstandungen gegeben &#8211; &#8222;warum sollte er ausgerechnet an dem Tag die geltenden Mindeststandards nicht eingehalten haben?&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Tod einer Patientin \u2013 Prozess gegen Narkosearzt vor Urteil 21.08.2025, 17:49 Uhr Eine Patientin erleidet&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":363264,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,1890,29,30,36161,36160,1269,3259,1243],"class_list":{"0":"post-363266","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-brandenburg","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-narkosearzt","13":"tag-patientin","14":"tag-prozess","15":"tag-tod","16":"tag-urteil"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115069869323537382","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/363266","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=363266"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/363266\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/363264"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=363266"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=363266"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=363266"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}