{"id":363538,"date":"2025-08-22T04:42:10","date_gmt":"2025-08-22T04:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/363538\/"},"modified":"2025-08-22T04:42:10","modified_gmt":"2025-08-22T04:42:10","slug":"lohnt-sich-arbeiten-mehr-als-buergergeld-so-gross-ist-der-abstand-in-frankfurt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/363538\/","title":{"rendered":"Lohnt sich Arbeiten mehr als B\u00fcrgergeld? So gro\u00df ist der Abstand in Frankfurt"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fnp.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fnp.de\/frankfurt\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_frankfurt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankfurt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 22.08.2025, 06:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: Niklas Hecht<\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Besch\u00e4ftigte mit Mindestlohn haben laut einer Studie deutlich mehr Geld zur Verf\u00fcgung als B\u00fcrgergeldempf\u00e4nger. Doch auch in Hessen gibt es Unterschiede. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Frankfurt \u2013 Einen Herbst, der sich gewaschen habe, k\u00fcndigte CDU-Generalsekret\u00e4r Carsten Linnemann k\u00fcrzlich an und meinte damit Reformen bei den Sozialleistungen. Die Bundesregierung plant, das B\u00fcrgergeld in eine \u201eGrundsicherung f\u00fcr Arbeitssuchende\u201c umzubauen, bei der die Vermittlung in Arbeit im Vordergrund stehen und es mehr Sanktionen geben soll. Besonders aus der Union kommt Kritik am B\u00fcrgergeld. Es setze die falschen Anreize und belaste den strapazierten Haushalt. \u201eArbeit muss sich wieder lohnen\u201c, war einer der Wahlkampfschlager der Christdemokraten.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Annahme, dass das B\u00fcrgergeld zum Faulenzen einl\u00e4dt, entspricht allerdings eher nicht der Realit\u00e4t, wie nun eine <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/data\/p_wsi_pb_90_2025.pdf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"id-import-Link id-pageApi-Link--externalDomain\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Studie&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.boeckler.de\/data\/p_wsi_pb_90_2025.pdf&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:10,&quot;storyElementCount&quot;:28}}\">Studie<\/a> des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-B\u00f6ckler-Stiftung zeigt.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Demnach haben Vollzeitbesch\u00e4ftigte deutlich mehr Geld zur Verf\u00fcgung, als Bezieher von B\u00fcrgergeld. Das gelte f\u00fcr Alleinstehende ebenso wie f\u00fcr Alleinerziehende und Paare mit Kindern, und zwar in allen Regionen Deutschlands, auch in\u00a0Hessen, rechnet das Institut vor.<\/p>\n<p>In Hessen betr\u00e4gt der Lohnabstand f\u00fcr einen Single-Haushalt 531 Euro<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Berechnungen basieren auf dem aktuellen Mindestlohn von 12,82 Euro pro Stunde. Dabei wurde ber\u00fccksichtigt, dass Personen mit einem so niedrigen Einkommen m\u00f6glicherweise zus\u00e4tzlich Sozialleistungen wie Wohngeld, Kindergeld oder Kinderzuschlag erhalten. Die Beispiele beziehen sich auf Vollzeitarbeit, was im Durchschnitt etwa 38,2 Stunden pro Woche bedeutet.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Das WSI hat drei Fallbeispiele analysiert: Ein alleinstehender Mann, der zum Mindestlohn arbeitet, erzielt laut Berechnungen ein Bruttoeinkommen von 2.121,58 Euro im Monat. Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben bleiben ihm 1.546 Euro. Zusammen mit einem rechnerischen Anspruch auf 26 Euro Wohngeld ergibt sich ein verf\u00fcgbares Einkommen von 1.572 Euro. Im Vergleich dazu erh\u00e4lt ein B\u00fcrgergeldempf\u00e4nger 563 Euro als Regelsatz und 451,73 Euro f\u00fcr die Unterkunft, was insgesamt 1.015 Euro ergibt \u2013 557 Euro weniger als im Mindestlohnjob. Selbst unter Ber\u00fccksichtigung des Rundfunkbeitrags von 18,36 Euro bleibt eine Differenz von \u00fcber 500 Euro. In Hessen betr\u00e4gt der Lohnabstand sogar 531 Euro.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Das zweite Beispiel betrifft eine alleinerziehende Mutter mit einem f\u00fcnfj\u00e4hrigen Kind. Sie w\u00fcrde in Vollzeit mit Mindestlohn netto 1.636 Euro verdienen. Mit Kindergeld, Kinderzuschlag, Wohngeld und Unterhaltsvorschuss k\u00e4me sie auf 2.532 Euro. Im B\u00fcrgergeldbezug st\u00fcnden ihr laut WSI mit den Regels\u00e4tzen f\u00fcr Mutter und Kind, dem Mehrbedarf f\u00fcr Alleinerziehende, den Unterkunftskosten und dem Sofortzuschlag 1.783 Euro zu, was 749 Euro weniger sind. In Hessen betr\u00e4gt die Differenz in diesem Fall 724 Euro.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/39387503-swen-pfoertner-dpa-fernando-gutierrez-juarez-canva-2I2P76UxV2fe.jpg\" loading=\"lazy\"   height=\"619\" width=\"1100\" alt=\"Swen Pf&#xF6;rtner\/dpa\/Fernando Gutierrez-Juarez\/Canva\"\/>Eine aktuelle Untersuchung zum B\u00fcrgergeld zeigt, dass Menschen, die Vollzeit zum Mindestlohn arbeiten, deutlich mehr finanzielle Mittel zur Verf\u00fcgung haben als B\u00fcrgergeldempf\u00e4nger. \u00a9\u00a0Eine aktuelle Untersuchung zum B\u00fcrgergeld zeigt, dass Menschen, die Vollzeit zum Mindestlohn arbeiten, deutlich mehr finanzielle Mittel zur Verf\u00fcgung haben als B\u00fcrgergeldempf\u00e4nger.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Das dritte Beispiel ist ein Ehepaar mit einem Verdiener zum Mindestlohn und zwei Kindern im Alter von f\u00fcnf und 14 Jahren. Auf ganz Deutschland bezogen h\u00e4tten sie im B\u00fcrgergeld 660 Euro weniger, in Hessen 641 Euro weniger, so die Experten. Die regionalen Unterschiede im Lohnabstand resultieren laut WSI aus den variierenden Mietkosten. <\/p>\n<p>B\u00fcrgergeld-Studie r\u00e4umt mit Vorurteilen auf<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Im Landkreis M\u00fcnchen, in Dachau und in der Stadt M\u00fcnchen ist der Lohnabstand bei einem Single-Haushalt mit 379 bis 444 Euro deutschlandweit am geringsten. In Nordhausen und dem Vogtlandkreis ist er mit 662 und 652 Euro am gr\u00f6\u00dften. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">In Hessen sehen die Forscher den geringsten Lohnabstand bei einem Single-Haushalt in Darmstadt und Wiesbaden (jeweils 483 Euro), den gr\u00f6\u00dften im Werra-Mei\u00dfner-Kreis (603 Euro). Die anderen kreisfreien St\u00e4dte in Hessen und weitere ausgew\u00e4hlte Kreise reihen sich dazwischen ein:<\/p>\n<ul class=\"id-StoryElement-list id-StoryElement-list--unordered\">\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Stadt Frankfurt: 487 Euro<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Main-Taunus-Kreis: 511 Euro<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Hochtaunuskreis: 515 Euro<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Kreis Offenbach: 516 Euro<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Stadt Offenbach: 535 Euro<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Wetteraukreis: 539 Euro<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Main-Kinzig-Kreis: 542 Euro<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Kreis Gie\u00dfen: 543 Euro<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Stadt Kassel: 565 Euro<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Kreis Waldeck-Frankenberg: 581 Euro<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Kreis Kassel: 583 Euro<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Kreis Hersfeld-Rotenburg: 585 Euro<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Schwalm-Eder-Kreis: 589 Euro<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">\u201eIn Regionen, in denen der Abstand geringer ist, liegt dies an den <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/frankfurt\/frankfurt-steigt-weiter-an-mietbelastung-in-93888616.html\" class=\"id-import-Link id-pageApi-Link--externalDomain\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Mieten, die in einigen Gegenden extrem hoch sind&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.fr.de\/frankfurt\/frankfurt-steigt-weiter-an-mietbelastung-in-93888616.html&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:27,&quot;storyElementCount&quot;:28}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mieten, die in einigen Gegenden extrem hoch sind<\/a>. Das verweist auf ein Feld, auf dem es im Gegensatz zum Niveau des B\u00fcrgergelds tats\u00e4chlich dringend politischen Handlungsbedarf gibt: Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, die sowohl die Staatskasse als auch die unteren Einkommen entlasten w\u00fcrde\u201c, sagte Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, die wissenschaftliche Direktorin des WSI, zu den Ergebnissen.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Zudem werde deutlich, mit wie wenig Einkommen Menschen im B\u00fcrgergeld auskommen m\u00fcssten. \u201eDie Behauptung, sie wollten nicht erwerbst\u00e4tig sein, weil sich mit dem B\u00fcrgergeld gut leben lasse, ist sachlich falsch und stigmatisierend\u201c, betonte die Soziologin. (nhe\/dpa) <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Frankfurt Stand: 22.08.2025, 06:00 Uhr Von: Niklas Hecht DruckenTeilen Besch\u00e4ftigte mit Mindestlohn haben laut einer Studie deutlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":363539,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052],"class_list":{"0":"post-363538","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115070589012966372","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/363538","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=363538"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/363538\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/363539"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=363538"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=363538"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=363538"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}