{"id":36357,"date":"2025-04-16T11:03:24","date_gmt":"2025-04-16T11:03:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/36357\/"},"modified":"2025-04-16T11:03:24","modified_gmt":"2025-04-16T11:03:24","slug":"oeffentliche-gesundheit-gefaehrdet-trumps-forschungsfeindlichkeit-bedroht-die-ganze-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/36357\/","title":{"rendered":"\u00d6ffentliche Gesundheit gef\u00e4hrdet: Trumps Forschungsfeindlichkeit bedroht die ganze Welt"},"content":{"rendered":"<p>                    \u00d6ffentliche Gesundheit gef\u00e4hrdet<br \/>\n                Trumps Forschungsfeindlichkeit bedroht die ganze Welt<\/p>\n<p>\t\t\t\t              15.04.2025, 08:53 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Klimaschutz? Ein zu vermeidendes Wort! Genderforschung? Unerw\u00fcnscht! Trumps Regierung betreibt Forschungszensur &#8211; mit weitreichenden Folgen. Nicht nur in den USA werden die Menschen die Konsequenzen zu sp\u00fcren bekommen, sondern auf der ganzen Welt, warnen Fachleute.<\/strong><\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump gilt nicht als Freund von Bildung und Wissenschaft. Etliche Stellenstreichungen und Budgetk\u00fcrzungen wurden f\u00fcr die US-Forschung festgelegt, zudem kehrte sich die Trump-Regierung von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Pariser Klimaabkommen ab. &#8222;Die Auswirkungen sind nicht auf die USA begrenzt, denn Wissen und Wissenschaft sind global vernetzt&#8220;, betont Sven Grimm vom German Institute of Development and Sustainability (IDOS) in Bonn.<\/p>\n<p>K\u00fcrzungen etwa bei den US-Gesundheitsbeh\u00f6rden NIH und CDC erh\u00f6hten die globalen Risiken f\u00fcr die Ausbreitung von Infektionskrankheiten, erkl\u00e4rte Grimm. &#8222;Insbesondere im s\u00fcdlichen Afrika, aber auch weit dar\u00fcber hinaus d\u00fcrfte dies schwerwiegende Folgen f\u00fcr die individuelle Gesundheit und f\u00fcr Gesundheitssysteme haben &#8211; und f\u00fcr die Entwicklungsm\u00f6glichkeiten von Gesellschaften.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Gesundheit der Menschen lokal und global gef\u00e4hrdet&#8220;<\/p>\n<p>Mit den erfolgten und angek\u00fcndigten Ma\u00dfnahmen werde die Aufgabe der Wissenschaft unterminiert, verl\u00e4ssliches, unabh\u00e4ngiges Wissen f\u00fcr die Gesellschaft zur Verf\u00fcgung zu stellen, sagte Katrin B\u00f6hning-Gaese vom Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Umweltforschung (UFZ) in Leipzig. &#8222;Wenn zum Beispiel die Toxizit\u00e4t von Chemikalien nicht mehr bekannt ist, dann ist die Gesundheit der Menschen lokal und global gef\u00e4hrdet.&#8220;<\/p>\n<p>Als ein weiteres Beispiel nennt Ulf Dittmer, Direktor des Instituts f\u00fcr Virologie am Universit\u00e4tsklinikum Essen, das Vogelgrippe-Virus H5N1 in den USA, das dort unter anderem bei Rindern kursiert. Bei den ersten F\u00e4llen in Texas habe die dortige republikanische Regierung die Untersuchungen massiv beeinflusst, indem sie etwa Analysen von Milchproben verhinderte, erkl\u00e4rte der Virologe. Erst seitdem das Virus in Kalifornien angekommen sei, einem von den Demokraten regierten Staat, habe die Wissenschaft wichtige Virussequenzen.<\/p>\n<p>Was in Texas passierte, sei nun auch bei der Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC, die fr\u00fcher sehr transparent gewesen sei, zu sehen. &#8222;Nun schweigt man zum Beispiel bei den beobachteten H5N1-Infektionszirkeln zwischen Hauskatzen und Menschen&#8220;, sagte Dittmer. Informationen dazu seien aufgrund eines Dekrets der Regierung aktiv von der CDC-Website entfernt worden. &#8222;So weit sind wir schon.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Extrem gef\u00e4hrlich&#8220;: Schlechtere Vorhersage von Extremwetter<\/p>\n<p>Inwiefern in den USA neu aufflackernde Krankheiten wie die Masern die globale Gesundheit beeintr\u00e4chtigen werden, ist noch ungewiss. Definitiv Folgen f\u00fcr jeden einzelnen Menschen weltweit hat das Handeln der USA im Bereich Klima. &#8222;Erste Absch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass durch Trump im Jahr 2030 vier Milliarden Tonnen an Treibhausgasen &#8211; also CO2-\u00c4quivalente &#8211; mehr ausgesto\u00dfen werden als das unter Biden der Fall gewesen w\u00e4re&#8220;, sagte Julia Pongratz von der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen (LMU). &#8222;Vier Milliarden Tonnen sind etwa so viel, wie die EU und Japan zusammen derzeit in einem Jahr emittieren.&#8220;<\/p>\n<p>Gravierende Folgen gebe es auch f\u00fcr Vorhersagen und Warnungen vor Extremwetterereignissen, erg\u00e4nzte Niklas H\u00f6hne, Leiter des New Climate Institute. &#8222;Wegen der K\u00fcrzungen k\u00f6nnen einige Klimadaten nicht mehr erhoben werden, was zu weniger akkuraten Vorhersagen von Extremwettereignissen f\u00fchrt. Das ist extrem gef\u00e4hrlich in einer Zeit, in der insbesondere die USA mit Hurrikans, Tornados und Sturmfluten zu k\u00e4mpfen haben.&#8220;<\/p>\n<p>Die L\u00f6schung und Ver\u00e4nderung wissenschaftlicher Datens\u00e4tze sei ein Angriff auf demokratische Wissensgesellschaften ganz allgemein, betonte die Forscherin B\u00f6hning-Gaese. &#8222;Die weitere Umsetzung der Ma\u00dfnahmen w\u00e4re ein R\u00fcckfall ins Mittelalter, da das Wissen f\u00fcr kluge, gute Entscheidungen, wie dies seit der Aufkl\u00e4rung propagiert und entwickelt wurde, massiv erodiert wird&#8220;, sagte sie. &#8222;Forschende aus aller Welt versuchen derzeit, die Daten zu retten, die US-Beh\u00f6rden vom Netz nehmen.&#8220; Das sei aber extrem aufwendig.<\/p>\n<p>Internationaler Austausch stark eingeschr\u00e4nkt<\/p>\n<p>Gek\u00fcrzt oder ganz gestrichen werden in den USA vor allem Projekte, die nicht in die Ideologie der amerikanischen Regierung passen. Stark eingeschr\u00e4nkt sind Experten zufolge f\u00fcr US-Forschende vielfach auch die M\u00f6glichkeiten, zu Kongressen zu reisen oder allein schon via Zoom oder Mail mit Kollegen au\u00dferhalb der USA auszutauschen.<\/p>\n<p>&#8222;Das kommt letztlich einer Zensur gleich, weil es bedeutet, dass Forschende aus von der Trump-Administration &#8222;ausgew\u00e4hlten&#8220; Disziplinen sich und ihre Arbeit nicht mehr gleichwertig repr\u00e4sentieren k\u00f6nnen&#8220;, sagte der M\u00fcnchner Mediziner Sebastian Noe, Vorstandsmitglied der Deutschen Aids-Gesellschaft.<\/p>\n<p>Lisa Schipper, Professorin f\u00fcr Entwicklungsgeographie an der Universit\u00e4t Bonn, sieht die Entwicklungen in den USA als verheerend an &#8211; aber auch als Chance. Bisher habe die US-Wissenschaft die globale Forschung dominiert, zum Beispiel sei von US-Forschern durchgef\u00fchrte Klimaforschung tendenziell am h\u00e4ufigsten zitiert worden. &#8222;Ein Lichtblick k\u00f6nnte sein, dass andere Stimmen aus aller Welt mehr Aufmerksamkeit erhalten&#8220;, erkl\u00e4rte Schipper. &#8222;Insbesondere aus Entwicklungsl\u00e4ndern, in denen umfangreiches Wissen \u00fcber die Auswirkungen des Klimawandels, Anpassung und Vulnerabilit\u00e4t vorhanden ist, die aber von den Stimmen aus den USA und anderen L\u00e4ndern des Globalen Nordens bislang \u00fcbert\u00f6nt werden.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00d6ffentliche Gesundheit gef\u00e4hrdet Trumps Forschungsfeindlichkeit bedroht die ganze Welt 15.04.2025, 08:53 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":36358,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[752,106,13,14,15,12,10,8,9,11,757],"class_list":{"0":"post-36357","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-bildung","9":"tag-donald-trump","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews","18":"tag-weltgesundheitsorganisation"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114347311312426352","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36357","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36357"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36357\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/36358"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36357"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36357"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36357"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}