{"id":363974,"date":"2025-08-22T08:44:11","date_gmt":"2025-08-22T08:44:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/363974\/"},"modified":"2025-08-22T08:44:11","modified_gmt":"2025-08-22T08:44:11","slug":"ausstellung-in-frankfurt-flucht-freiheit-fotografie-junge-menschen-zeigen-wer-sie-sind-hessenschau-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/363974\/","title":{"rendered":"Ausstellung in Frankfurt: Flucht, Freiheit, Fotografie: Junge Menschen zeigen, wer sie sind | hessenschau.de"},"content":{"rendered":"<p>Was ist meine Identit\u00e4t? Zw\u00f6lf junge Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte haben mit Fotos eine Antwort darauf gefunden. Was ein Basketballkorb, ein Teppich und beklebte Fr\u00fchst\u00fcckseier damit zu tun haben, zeigt eine Ausstellung in Frankfurt.<\/p>\n<p class=\"hrds-copytext__paragraph mt-4 sm:mt-5 text-lg leading-normal sm480:text-xl lg:leading-7.5 dark:text-text-dark\">Ein junger Mann l\u00e4uft in der Abendsonne auf einen Basketballkorb zu, springt ab und &#8211; f\u00fcr einen kurzen Moment &#8211; fliegt er in der Luft. F\u00fcr Som Nath Katyal bedeutet das Freiheit, eingefangen in einem Foto.<\/p>\n<p>Audiobeitrag                             <\/p>\n<p>Audio<\/p>\n<p>03:37 Min.|21.08.25|Antonia Troschke                                                                    <\/p>\n<p>Bild \u00a9  Aleksandra Mishchanka|<a href=\"https:\/\/www.hessenschau.de\/kultur\/ausstellung-identitaeten-vielfalt-und-veraenderung-zeigt-fotos-in-der-dz-bank,audio-111016.html\" class=\"ds-link js-load  hover:underline hover:!decoration-1 text-link dark:text-link-dark \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\nzur Audio-Einzelseite<br \/>\n<\/a>                                            <\/p>\n<p>Ende des Audiobeitrags <\/p>\n<p class=\"hrds-copytext__paragraph mt-4 sm:mt-5 text-lg leading-normal sm480:text-xl lg:leading-7.5 dark:text-text-dark\">&#8222;Das war ein neues Gef\u00fchl, das ich in Deutschland hatte: Dass ich frei bin, dass ich schwebe und machen kann, was ich will.&#8220; Genau das wollte er mit seinem Bild ausdr\u00fccken. Sein Foto ist Teil der <a class=\"hrds-copytext__link js-load \" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/kunststiftungdzbank.de\/vermitteln\/\" data-hr-click-tracking=\"{&quot;settings&quot;: [{&quot;type&quot;:&quot;uxAction&quot;, &quot;clickLabel&quot;: &quot;Externer-Link::identitaeten-100 gecklickt&quot;}]}\" rel=\"nofollow noopener\">Ausstellung &#8222;Identit\u00e4ten. Vielfalt und Ver\u00e4nderung&#8220;<\/a>\u202fim Kabinett der Kunststiftung DZ Bank.<\/p>\n<p class=\"hrds-copytext__paragraph mt-4 sm:mt-5 text-lg leading-normal sm480:text-xl lg:leading-7.5 dark:text-text-dark\">Som Nath Katyal stammt aus Afghanistan. Als Teil einer Minderheit wurden er und seine Familie von den Taliban verfolgt. Um dem Terror zu entkommen, flohen sie gemeinsam nach Deutschland &#8211; auf der Suche nach Sicherheit und einer neuen Zukunft. Damals war Som Nath Katyal noch ein Kind, nun ist er 21 Jahre alt und hat gerade sein Abitur in Hofheim bestanden. Drei Jahre lang wurde er von der Peter Fuld Stiftung in Frankfurt unterst\u00fctzt und gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\"  loading=\"lazy\"  src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAP\/\/\/wAAACH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAICRAEAOw==\" alt=\"Umriss eines Menschen, der vor der untergehenden Sonne einen Basketball in einem Korb versenkt\" class=\"w-full\"\/><\/p>\n<p>So sieht f\u00fcr Som Nath Katyal Freiheit aus. In Afghanistan wurde er von den Taliban verfolgt.<br \/>\nBild \u00a9  Som Nath Katyal                                                            <\/p>\n<p>F\u00f6rderung f\u00fcr junge Talente<\/p>\n<p class=\"hrds-copytext__paragraph mt-4 sm:mt-5 text-lg leading-normal sm480:text-xl lg:leading-7.5 dark:text-text-dark\">Seit \u00fcber 55 Jahren hilft die <a class=\"hrds-copytext__link js-load \" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.peter-fuld-stiftung.de\/\" data-hr-click-tracking=\"{&quot;settings&quot;: [{&quot;type&quot;:&quot;uxAction&quot;, &quot;clickLabel&quot;: &quot;Externer-Link::peter-fuld-stiftung-100 gecklickt&quot;}]}\" rel=\"nofollow noopener\">Peter Fuld Stiftung<\/a> jungen Menschen mit schwierigen Startbedingungen. Im Mai 1969 schreibt der Namensgeber Peter Fuld, dass der Stiftungszweck begabte Jugendliche f\u00f6rdern soll, die &#8222;unter ihrer Herkunft zu leiden haben&#8220;.<\/p>\n<p class=\"hrds-copytext__paragraph mt-4 sm:mt-5 text-lg leading-normal sm480:text-xl lg:leading-7.5 dark:text-text-dark\">Viele Stipendiatinnen und Stipendiaten verf\u00fcgen \u00fcber wenig Geld oder stammen aus L\u00e4ndern wie dem Iran, Jemen oder Afghanistan. Peter Fuld selbst musste als Sohn eines j\u00fcdischen Kaufmanns 1939 nach Toronto fliehen.<\/p>\n<p>Pilotprojekt zwischen Stiftung und Bank<\/p>\n<p class=\"hrds-copytext__paragraph mt-4 sm:mt-5 text-lg leading-normal sm480:text-xl lg:leading-7.5 dark:text-text-dark\">Neben der finanziellen Unterst\u00fctzung, die sich nach den Lebenshaltungskosten der Stipendiatinnen und Stipendiaten richtet, bietet die Stiftung im Rahmen ihres Bildungsprogramms regelm\u00e4\u00dfig Workshops an, wie zum Thema KI, Karrierebildung oder erstmals auch im Bereich Kunst. So entstand ein <a class=\"hrds-copytext__link js-load \" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.peter-fuld-stiftung.de\/news\/identitaeten-vielfalt-und-veraenderung\/\" data-hr-click-tracking=\"{&quot;settings&quot;: [{&quot;type&quot;:&quot;uxAction&quot;, &quot;clickLabel&quot;: &quot;Externer-Link::koop-identitaeten-100 gecklickt&quot;}]}\" rel=\"nofollow noopener\">Pilotprojekt: eine Kooperation zwischen der Peter Fuld Stiftung und Kunststiftung\u202fDZ Bank.<\/a><\/p>\n<p>&#8222;Vielfalt ist immer ein Gewinn&#8220;<\/p>\n<p class=\"hrds-copytext__paragraph mt-4 sm:mt-5 text-lg leading-normal sm480:text-xl lg:leading-7.5 dark:text-text-dark\">Die Ausstellung &#8222;Identit\u00e4ten. Vielfalt und Ver\u00e4nderung&#8220; zeigt eine Installation und zw\u00f6lf Fotos. Die Geschichten, die die zw\u00f6lf Stipendiaten in diesen Bildern erz\u00e4hlen, seien wirklich einmalig. &#8222;Diese Menschen brauchen nur eine Unterst\u00fctzung und die machen die tollsten Sachen&#8220;, sagt Maria Jahn, Referentin der Peter Fuld Stiftung.<\/p>\n<p class=\"hrds-copytext__paragraph mt-4 sm:mt-5 text-lg leading-normal sm480:text-xl lg:leading-7.5 dark:text-text-dark\">Oft werde nur \u00fcber diese Menschen geredet und meist negativ, aber &#8222;wir wollten durch dieses Projekt zeigen, auch bildlich, wer diese Menschen sind, die hierher kommen\u202fund zeigen, dass Vielfalt immer ein Gewinn und nie eine Gefahr ist.&#8220;<\/p>\n<p>Egal wie: Hauptsache Fotografie<\/p>\n<p class=\"hrds-copytext__paragraph mt-4 sm:mt-5 text-lg leading-normal sm480:text-xl lg:leading-7.5 dark:text-text-dark\">Pr\u00e4sentiert werden die Fotos im Kabinett der Kunststiftung DZ Bank. Die Sammlung der Bank hat den Schwerpunkt Fotografie. Das war im Workshop auch das vorgegebene Medium f\u00fcr die Stipendiatinnen und Stipendiaten &#8211; egal ob digital oder analog, mit dem Handy oder der Profikamera aufgenommen.<\/p>\n<p class=\"hrds-copytext__paragraph mt-4 sm:mt-5 text-lg leading-normal sm480:text-xl lg:leading-7.5 dark:text-text-dark\">F\u00fcr die meisten war das eine neue Erfahrung, wie Abdullah Al-Gumaei erz\u00e4hlt. &#8222;Also klar, man macht ein paar Fotos mit dem Handy, aber auf einer professionellen Ebene hatte ich es bis jetzt noch nicht.&#8220;<\/p>\n<p>Tuch und Teppich aus dem Jemen als Requisiten<\/p>\n<p class=\"hrds-copytext__paragraph mt-4 sm:mt-5 text-lg leading-normal sm480:text-xl lg:leading-7.5 dark:text-text-dark\">Auf seinem Foto liegt Abdullah Al-Gumaei auf einem Teppich im gr\u00fcnen Gras in Gie\u00dfen, wo er Umwelt und Globaler Wandel studiert. Unter ihm ist ein bunter Teppich ausgebreitet, um seinen Kopf ein Tuch gebunden. Den Teppich hat er aus seiner Heimat, dem Jemen, mitgebracht, das Tuch ist ein traditioneller jemenitischer Schal. Es sind Erinnerungsst\u00fccke seiner Kultur.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\"  loading=\"lazy\"  src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAP\/\/\/wAAACH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAICRAEAOw==\" alt=\"Ein Mann mit dunklen Haaren und B\u00e4rtchen liegt auf einer Wiese und einem Teppich. Um den Kopf hat er einen rot-wei\u00dfen Pal\u00e4stinenser-Schal. Er schaut direkt in die Kamera.\" class=\"w-full\"\/><\/p>\n<p>Das Selbstportr\u00e4t von Abdullah Al-Gumaei ist Teil der Ausstellung &#8222;Identit\u00e4ten. Vielfalt und Ver\u00e4nderung&#8220;<br \/>\nBild \u00a9  Abdullah Al-Gumaei                                                            <\/p>\n<p>Sprachen, Religion, Herkunft \u2013 alles geh\u00f6rt zur Identit\u00e4t<\/p>\n<p class=\"hrds-copytext__paragraph mt-4 sm:mt-5 text-lg leading-normal sm480:text-xl lg:leading-7.5 dark:text-text-dark\">Die Stipendiatinnen und Stipendiaten waren bei ihren Fotos frei in der Motivgestaltung. Nur das Oberthema war vorgegeben: Identit\u00e4t. F\u00fcr Fiyori Haptegargish eine spannende Aufgabe. &#8222;Ich dachte lange Zeit, Identit\u00e4t bestehe nur aus einem einzigen Element: der Herkunft&#8220;, sagt die geb\u00fcrtige Eritreerin. Aber das sei zu kurz gegriffen.<\/p>\n<p class=\"hrds-copytext__paragraph mt-4 sm:mt-5 text-lg leading-normal sm480:text-xl lg:leading-7.5 dark:text-text-dark\">Ihre Herkunft, Eritrea, ihre christliche Religion und die vier Sprachen, die sie spricht, Arabisch, ihre Muttersprache Tigrinya, Englisch und Deutsch, machten sie aus. Die Mischung aus verschiedenen Einfl\u00fcssen sei ihre Antwort auf die Frage nach Identit\u00e4t.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\"  loading=\"lazy\"  src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAP\/\/\/wAAACH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAICRAEAOw==\" alt=\"Bild von einem Esstisch mit wei\u00dfer Tischdecke. Darauf ein Stapel Teller und Nippes.\" class=\"w-full\"\/><\/p>\n<p>Der Tisch ist gedeckt, aber die Familie kommt nicht. Ein Gef\u00fchl der Einsamkeit f\u00fcr Aleksandra Mishchanka.<br \/>\nBild \u00a9  Aleksandra Mishchanka                                                            <\/p>\n<p>Manchmal sitzt man alleine am Tisch<\/p>\n<p class=\"hrds-copytext__paragraph mt-4 sm:mt-5 text-lg leading-normal sm480:text-xl lg:leading-7.5 dark:text-text-dark\">F\u00fcr Aleksandra Mishchanka aus Belarus hingegen ist die Frage nach Identit\u00e4t nach eigener Auskunft mit Schmerz verbunden, mit Abschied, Verlust und der Unm\u00f6glichkeit, zur\u00fcckzukehren. Das Eintauchen in eine neue Kultur bedeute auch, von vorne anzufangen. Aleksandra Mishchanka studiert an der Hochschule f\u00fcr Gestaltung (HfG) in Offenbach. Ihre Arbeit ist die einzige Installation der Ausstellung.<\/p>\n<p class=\"hrds-copytext__paragraph mt-4 sm:mt-5 text-lg leading-normal sm480:text-xl lg:leading-7.5 dark:text-text-dark\">Auf einem Tisch ist eine wei\u00dfe Tischdecke ausgebreitet. Darauf stehen in Eierbechern mehrere gekochte Fr\u00fchst\u00fcckseier, die mit Passfotos beklebt sind. &#8222;Die Eier auf einen Tisch zu stellen ist ein Versuch, das Bild einer versammelten Familie zu erschaffen, als s\u00e4\u00dfen wir wieder alle gemeinsam an einem Tisch&#8220;, so die K\u00fcnstlerin. In Wahrheit sitze sie aber an diesem Tisch allein. Und das ist eben auch, was ein neues Leben mit sich bringen kann, neben all der Chancen, Hilfe und M\u00f6glichkeiten: Einsamkeit.<\/p>\n<p>Weitere Informationen            Ausstellung<\/p>\n<p class=\" mt-4 text-base sm480:text-lg sm480:leading-normal dark:text-text-dark\">Ausstellung <a class=\"hrds-copytext__link js-load \" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/kunststiftungdzbank.de\/vermitteln\/\" data-hr-click-tracking=\"{&quot;settings&quot;: [{&quot;type&quot;:&quot;uxAction&quot;, &quot;clickLabel&quot;: &quot;Externer-Link::identitaeten-100 gecklickt&quot;}]}\" rel=\"nofollow noopener\">&#8222;Identit\u00e4ten. Vielfalt und Ver\u00e4nderung&#8220;<\/a><br \/>bis 27. September 2025<br \/>Kabinett der Kunststiftung DZ Bank<br \/>Platz der Republik, Frankfurt<\/p>\n<p>Ende der weiteren Informationen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was ist meine Identit\u00e4t? 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