{"id":364053,"date":"2025-08-22T09:27:13","date_gmt":"2025-08-22T09:27:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/364053\/"},"modified":"2025-08-22T09:27:13","modified_gmt":"2025-08-22T09:27:13","slug":"berlin-diw-chef-fordert-verpflichtendes-soziales-jahr-fuer-rentner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/364053\/","title":{"rendered":"Berlin | DIW-Chef fordert verpflichtendes soziales Jahr f\u00fcr Rentner"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Der \u00d6konom Marcel\u00a0Fratzscher fordert ein verpflichtendes soziales Jahr f\u00fcr alle Rentnerinnen und Rentner. Der Pr\u00e4sident des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) sagte dem \u00abSpiegel\u00bb: \u00abGesundheitlich werden das manche nicht k\u00f6nnen, aber daf\u00fcr gibt es auch bei jungen Leuten Regelungen. Die \u00e4ltere Generation muss sich st\u00e4rker einbringen, beispielsweise im Sozialbereich, aber auch bei der Verteidigung.\u00bb Ben\u00f6tigt w\u00fcrden technische F\u00e4higkeiten. \u00abWarum sollten wir die nicht nutzen, gerade von Leuten, die fr\u00fcher bei der Bundeswehr ausgebildet wurden?\u00bb<\/p>\n<p>Fratzscher fordert von \u00e4lterer Generation mehr Solidarit\u00e4t<\/p>\n<p>Fratzscher sagte weiter: \u00abWir brauchen mehr Solidarit\u00e4t der Alten mit den Jungen.\u00bb Der \u00d6konom warb f\u00fcr einen neuen Generationenvertrag.<\/p>\n<p>Auf die Frage, welche Vergehen er den \u00c4lteren konkret vorwerfe, sagte Fratzscher: \u00abZu viel Ignoranz, Selbstbezogenheit und Naivit\u00e4t. Wir wollen zu lange schon die Realit\u00e4t nicht sehen. So haben wir nach dem Ende des Kalten Krieges gedacht, wir m\u00fcssten uns nie mehr verteidigen \u2013 und haben die Friedensdividende verfr\u00fchst\u00fcckt. Deshalb m\u00fcssen wir jetzt \u00fcber f\u00fcnf Prozent Verteidigungsausgaben reden, um die Sch\u00e4den zu beheben, die in 35 Jahren entstanden sind. Oder nehmen Sie die Klimapolitik. Wir wissen seit Jahrzehnten, auf welchem explosiven Pfad wir sind.\u00bb<\/p>\n<p>Die \u00abBabyboomer\u00bb h\u00e4tten zudem viel zu wenige Kinder bekommen. \u00abIn den Sechzigerjahren versorgten sechs Beitragszahler eine Rentnerin oder einen Rentner\u00bb, sagte Fratzscher. \u00abBald sind es nur noch zwei. Wieso sollten ausschlie\u00dflich die Jungen f\u00fcr diese Lebensentscheidungen der Babyboomer geradestehen? Die Boomer selbst verweigern sich seit 20 Jahren dieser Verantwortung.\u00bb Die Last f\u00fcr die junge Generation m\u00fcsse tragf\u00e4hig bleiben.\u00a0<\/p>\n<p>Im Juli hatte sich bereits der Soziologe und Generationenforscher Klaus Hurrelmann (81) f\u00fcr einen sozialen Pflichtdienst f\u00fcr Senioren \u00abam Ende ihres Arbeitslebens\u00bb ausgesprochen, wie er dem \u00abSpiegel\u00bb sagte. Gesellschaftliche Aufgaben wie die St\u00e4rkung der Verteidigungsf\u00e4higkeit sollten von allen Generationen getragen werden.<\/p>\n<p>Erneut brisanter DIW-Vorschlag<\/p>\n<p>Fratzschers Vorsto\u00df f\u00fcr ein verpflichtendes soziales Jahr f\u00fcr alle Rentnerinnen und Rentner k\u00f6nnte erneut auf breite Proteste sto\u00dfen \u2013 wie ein anderer Vorschlag des DIW von Mitte Juli. Das Institut machte sich stark f\u00fcr einen \u00abBoomer-Soli\u00bb, eine Solidarit\u00e4ts-Sonderabgabe auf s\u00e4mtliche Alterseink\u00fcnfte. Dies k\u00f6nne ein wichtiger Baustein zur Stabilisierung des Rentensystems in Deutschland sein.<\/p>\n<p>Die Abgabe w\u00fcrde nach dem Vorschlag des DIW gezielt Personen mit hohen Alterseink\u00fcnften \u00abmoderat\u00bb zur Kasse bitten. Einkommensschwache Rentnerinnen und Rentner k\u00f6nnten so unterst\u00fctzt, das Risiko f\u00fcr Altersarmut k\u00f6nne reduzieren werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Der \u00d6konom Marcel\u00a0Fratzscher fordert ein verpflichtendes soziales Jahr f\u00fcr alle Rentnerinnen und Rentner. 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