{"id":364072,"date":"2025-08-22T09:37:17","date_gmt":"2025-08-22T09:37:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/364072\/"},"modified":"2025-08-22T09:37:17","modified_gmt":"2025-08-22T09:37:17","slug":"ocean-race-europe-flautentuecken-im-alboran-meer-die-malizia-chance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/364072\/","title":{"rendered":"Ocean Race Europe: Flautent\u00fccken im Albor\u00e1n-Meer \u2013 die Malizia-Chance"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">So kann es gehen, wenn man am sehr sp\u00e4ten Abend einen letzten Blick auf den Tracker wirft und morgens wieder schaut: Team Malizia \u2013\u00a0kurz vor Mitternacht im Endspurt auf Etappe zwei im Ocean Race Europe noch 104 Seemeilen hinter der Spitze zur\u00fcck \u2013\u00a0hat den R\u00fcckstand am Freitagmorgen um sagenhafte fast 70 Seemeilen verk\u00fcrzt. Der Grund daf\u00fcr ist ein f\u00fcr das Mittelmeer typisches n\u00e4chtliches Flautenszenario, in dem die f\u00fchrenden Boote kaum vorangekommen waren.<\/p>\n<p class=\"\">Nach der Passage der Stra\u00dfe von Gibraltar qu\u00e4len sich die f\u00fchrenden Boote mit nur wenigen Knoten Bootsgeschwindigkeit im Albor\u00e1n-Meer vor der spanischen K\u00fcste dem n\u00e4chsten Etappenhafen Cartagena entgegen. Mit ein paar Knoten mehr konnten Allagrande Mapei Racing und \u201cMalizia \u2013\u00a0Seaexplorer\u201d viel Boden gutmachen. <a href=\"https:\/\/www.yacht.de\/regatta\/the-ocean-race\/the-ocean-race-europe-zum-live-tracker-hier-klicken\/\" class=\"\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Hier geht es zum Lice-Tracking und den sich st\u00e4ndig \u00e4ndernden Positionen.<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\u200bDie Stra\u00dfe von Gibraltar hatte am Donnerstag spektakul\u00e4re Szenen geboten, als die f\u00fchrenden Boote des Ocean Race ins Mittelmeer einfuhren. F\u00fcr \u201cPaprec Ark\u00e9a\u201d beispielsweise, die zu diesem Zeitpunkt noch in F\u00fchrung lag, verlief die Gibraltar-Passage \u00fcberraschend ruhig, obwohl die Wasserstra\u00dfe als eine der verkehrsreichsten der Welt gilt.<\/p>\n<p>Etappe 2 im Ocean Race Europe: Wind ausgeschaltet<\/p>\n<p class=\"\">Anbordreporter Julien Champolion hielt den Gibraltar-Moment mit einer Drohne fest. Dabei entstanden beeindruckende Aufnahmen der durch die flache See pfl\u00fcgenden Imoca, mit klarem Himmel \u00fcber sich und dem Land in der Ferne. Auch andere Anbordreporter lieferten zuletzt sehenswerte Bilder, die in der Galerie zu sehen sind.<\/p>\n<p class=\"\">Die f\u00fcnf vorderen Teams waren bei noch g\u00fcnstigen Downwind-Bedingungen durch die ber\u00fchmte Meerenge gekommen, bevor sie wie gegen eine Wand fuhren und unbarmherzig ihre bis dahin erk\u00e4mpften Vorspr\u00fcnge nach und nach einb\u00fc\u00dften. Als h\u00e4tte jemand den Wind einfach ausgeschaltet, kamen die eben noch genossene flotten Fahrten im windarmen Albor\u00e1n-Meer fast vollst\u00e4ndig zum Erliegen.<\/p>\n<p class=\"\">Die neu sortierten Top-Drei \u2013\u00a0\u201dBiotherm\u201d, \u201cTeam Holcim-PRB\u201d und \u201cPaprec Ark\u00e9a\u201d \u2013\u00a0trennte im Flautenpoker am Freitagmorgen nur wenige Seemeilen, w\u00e4hrend Allagrande Mapei Racing und Team Malizia von hinten weiter schnell aufkamen. Alles ist im fordernden Endspurt auf dieser zweiten Etappe im Ocean Race Europe angerichtet f\u00fcr ein kriminal spannendes Finale auf Kurs Etappenhafen Cartagena. Dort werden die ersten Boote nach j\u00fcngsten Informationen aus dem Rennhauptquartier ab sp\u00e4ten Nachmittag, vielleicht aber auch erst \u00fcber Nacht erwartet.<\/p>\n<p>Positionsk\u00e4mpfe in flauen Winden<\/p>\n<p class=\"\">Im krassen Gegensatz zur flauen Lage auf See steht die Stimmung an Bord der Imocas: Leichtwindqualit\u00e4ten sind ebenso gefordert wie ein wenig Fortune. \u201cPaprec Ark\u00e9a\u201d, die seit Dienstag in F\u00fchrung lag, hatte Gibraltar als Erste passiert. Die Franzosen hatten sich in noch guten Bedingungen zun\u00e4chst leicht absetzen k\u00f6nnen. \u201eWir haben in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit einer guten Segelkonfiguration einen gro\u00dfartigen Zug gemacht und rund 30 Knoten erreicht\u201d, erkl\u00e4rte Skipper Yoann Richomme. Solche Geschwindigkeiten waren am Freitag nur noch ein sch\u00f6ner Traum.<\/p>\n<blockquote><p>\u200bDer Ventilator hat sich komplett ausgeschaltet.\u201d Yoann Richomme<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"\">Weiter sagte der \u201cPaprec Ark\u00e9a\u201d-Skipper, dessen damaliges Team das erste Ocean Race Europe 2021 mit der in der vor vier Jahren noch aktiven Klasse VO65 gewonnen hatte: \u201eEs hat uns geholfen, vor Gibraltar etwas weiter nach S\u00fcden zu fahren. Dann haben wir noch einmal starken Wind erwischt, bevor wir in eine wirklich gro\u00dfe Flaute gerieten. Wir sind innerhalb von zehn Sekunden von 25 Knoten auf vier Knoten gefallen!\u201c<\/p>\n<p class=\"\">Auch das Team Holcim-PRB hatte die Passage um Gibraltar noch zu seinem Vorteil nutzen k\u00f6nnen. \u201eNach einer sch\u00f6nen Passage mit starkem Westwind im R\u00fccken kamen wir in viel ruhigere \u00dcbergangszonen\u201c, fasste Franck Cammas den Verlauf zusammen. Der Crew um \u201cHolcim-PRB\u201d-Skipperin Rosalin Kuiper gelang, die bisherige Ocean-Race-Europe-Dominatorin \u201cBiotherm\u201d einzuholen. <\/p>\n<p class=\"\">\u201eAn einem Punkt waren wir nur noch drei Meilen entfernt, bevor sich der Abstand wieder vergr\u00f6\u00dferte\u201c, erinnert sich Cammas. Unterhalb der spanischen K\u00fcste belauern sich die Boote nun: vorne das Triple, keine 40 Seemeilen mehr dahinter Allagrande Mapei Racing und Team Malizia. \u201eUnter diesen Bedingungen gibt es immer eine Chance f\u00fcr die hinteren Boote, wieder aufzuholen\u201c, wusste nicht nur Franck Cammas. Einen halben Tag vor dem Ziel in Cartagena ist noch nichts entschieden.<\/p>\n<p>Ocean Race Europe: alles noch offen<\/p>\n<p class=\"\">\u201eWir haben noch mehrere \u00dcberg\u00e4nge vor uns \u2013 es wird sehr unvorhersehbar\u201c, sagte Richomme. \u201eWir rechnen mit einem Wechsel von West- zu Ostwind, aber die Brise wird den ganzen Tag \u00fcber sehr schwach bleiben.\u201c Franck Cammas pflichtete ihm am Freitagmorgen bei: \u201eWir werden bei leichtem Wind vorankommen, gegen den Wind segeln und auf die Nordostbrise warten, die uns in die richtige Position bringt. Es k\u00f6nnte eine lange Strecke werden, aber wir werden versuchen, jede Gelegenheit zu nutzen. Das ist das Sch\u00f6ne am Mittelmeer \u2013 zumindest ist noch alles offen und noch nichts entschieden!\u201c<\/p>\n<p class=\"\">Der Segelthriller spielt sich auf bildsch\u00f6ner B\u00fchne in Zeitlupe ab, wie Team Malizias Anbordreporterin Flore Hartout berichtete: \u201cEs wird w\u00e4rmer und das Meer leuchtet in pr\u00e4chtigem Blau \u2013 wir m\u00fcssen uns dem Mittelmeer n\u00e4hern! Die Crew bleibt wachsam, um Wind\u00e4nderungen, m\u00f6gliche Orcasichtungen und Fischereifahrzeuge zu erkennen. Wie Frankie sagt: \u2018Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist. Der Kampf geht weiter und jede Minute z\u00e4hlt.\u2019\u201d<\/p>\n<p class=\"\"><strong>\u201cNicht schneller, aber mit besserem Winkel\u201d, sagte Lo\u00efs Berrehar. Wie \u201cMalizia \u2013 Seaexplorer\u201d in fordernder Verfolger-Situation die Aufholjagd gelang. Der Clip von Donnerstagabend zeigt auch, dass die Segler im Dauer-Beat auf der komplexen zweiten Etappe im Ocean Race Europe gegen die M\u00fcdigkeit anzuk\u00e4mpfen haben:<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"So kann es gehen, wenn man am sehr sp\u00e4ten Abend einen letzten Blick auf den Tracker wirft und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":364073,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-364072","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115071749012379387","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/364072","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=364072"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/364072\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/364073"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=364072"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=364072"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=364072"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}