{"id":364105,"date":"2025-08-22T09:54:20","date_gmt":"2025-08-22T09:54:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/364105\/"},"modified":"2025-08-22T09:54:20","modified_gmt":"2025-08-22T09:54:20","slug":"klimawandel-langfristig-im-blick-vorhersage-von-extremwetter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/364105\/","title":{"rendered":"Klimawandel langfristig im Blick: Vorhersage von Extremwetter"},"content":{"rendered":"<p><b>Das Land Nordrhein-Westfalen f\u00f6rdert ein das Forschungsprojekt von Emschergenossenschaft, Lippeverband und Wasserverband Eifel-Rur. Ziel ist, Klimaszenarien bis ins Jahr 2100 zu berechnen.<br \/><\/b><br \/>Der fortschreitende Klimawandel muss gegen\u00fcber den bisherigen, auf Messdaten beruhenden Statistiken zur Wahrscheinlichkeit von Extremwetter- und Hochwasserereignissen st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden. Um den Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen, entwickeln Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) daher gemeinsam mit dem Wasserverband Eifel-Rur (WVER) in dem vom Land gef\u00f6rderten Projekt \u201eStatExNi\u201c (Bereitstellung von Extremniederschl\u00e4gen f\u00fcr Nordrhein-Westfalen f\u00fcr heutiges und m\u00f6gliches zuk\u00fcnftiges Klima) neue Berechnungen zur Wahrscheinlichkeit von Extremwetterereignissen und ihren Folgen f\u00fcr die Gew\u00e4sser. <\/p>\n<p>Dabei werden Niederschlagsdaten auf der Basis von ver\u00e4nderten Klimaszenarien bis ins Jahr 2100 bereitgestellt. Das Ziel ist, lange Zeitreihen zu generieren, um k\u00fcnftige extreme Niederschl\u00e4ge und Hochwasserereignisse besser einsch\u00e4tzen und entsprechende Ma\u00dfnahmen ableiten zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Die Tendenzen in den beobachteten Klimavariablen und Hochwasserabfl\u00fcssen der vergangenen Jahrzehnte zeigen, dass sich die Charakteristika von Hochwasserereignissen in Deutschland durch den Klimawandel bereits ver\u00e4ndert haben. So kommt eine Studie unter anderem zu dem Ergebnis, dass sich die Wahrscheinlichkeit des Extremniederschlags, der die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 im Ahrtal und weiteren Einzugsgebieten ausl\u00f6ste, um einen Faktor zwischen 1.2 und 9 durch den Klimawandel erh\u00f6ht hat. <\/p>\n<p>Aufgrund dieser festgestellten Trends sowie ihrer Projektionen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Dekaden wird sich die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr Extremniederschl\u00e4ge erh\u00f6hen. Dies erfordert eine dringende Neubewertung des statistischen Hochwasserrisikomanagements f\u00fcr die Gegenwart sowie f\u00fcr die Zukunft \u2013 unter Ber\u00fccksichtigung sogenannter Niederschlags\u00e4nderungsfaktoren infolge der Auswirkungen des Klimawandels.<br \/>F\u00fcr die Hochwasserbemessung, aber auch f\u00fcr andere wasserwirtschaftliche Fragestellungen wie zum Beispiel die Bemessung und den Betrieb von Talsperren, werden nun mit langj\u00e4hrigen Daten der beteiligten Wasserverb\u00e4nde verschiedene Klimaszenarien f\u00fcr die Periode 2031 bis 2060 und die Periode 2071 bis 2100 entwickelt. Dabei werden mit Hilfe eines stochastischen Wettergenerators des GFZ Helmholtz-Zentrums f\u00fcr Geoforschung in Potsdam auch Temperaturver\u00e4nderungen ber\u00fccksichtigt \u2013 das bedeutet: Es soll die Wahrscheinlichkeit von h\u00f6heren Niederschlagsintensit\u00e4ten in einer w\u00e4rmeren Zukunft abgebildet werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse werden Ende 2026 erwartet<\/p>\n<p>Ergebnisse sollen bis Ende 2026 vorliegen, solange l\u00e4uft das Projekt. Gef\u00f6rdert wird es vom Land Nordrhein-Westfalen mit rund 500.000 Euro.\u00a0Das NRW-Umweltministerium hat im Januar 2022 den 10-Punkte-Arbeitsplan \u201eHochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels\u201c aufgestellt. Er zielt darauf ab, das Hochwasserrisiko und die nachteiligen Auswirkungen f\u00fcr Leben, Gesundheit, Hab und Gut der Menschen weiter zu reduzieren. Diese Aufgabe kann nur im Zusammenwirken zwischen allen relevanten Akteuren gel\u00f6st werden. Zu diesem Zweck wurde eine Hochwasserkommission eingerichtet. In der Kommission sind Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachrichtungen und Institutionen (Deutscher Wetterdienst, Branchenverb\u00e4nde, Wasserwirtschafts- und Deichverb\u00e4nde, kommunale Spitzenverb\u00e4nde, Naturschutzverb\u00e4nde, Hochschulallianz sowie sachkundige Einzelpersonen) vertreten.<\/p>\n<p>Im Sommer 2023 verabschiedete die Hochwasserkommission des Landes NRW die Empfehlungen zur Verbesserung der Hochwasserstatistik. Zu diesen Empfehlungen z\u00e4hlt unter anderem die Erprobung von Methoden und die Erweiterung der hydrologischen Datenbasis. Hierunter f\u00e4llt unter anderem auch die Bereitstellung von Daten, die f\u00fcr die Beurteilung der Auswirkungen von Klima\u00e4nderungen auf die Hochwasserstatistik ben\u00f6tigt werden. Um diese Grundlage in Bezug auf Niederschlagsdaten zu legen, wird nun im Rahmen einer Kooperation von EGLV und Wasserverband Eifel-Rur das Projekt \u201eStatExNi\u201c als F\u00f6rderprojekt des Landes NRW realisiert.<\/p>\n<p>Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) sind \u00f6ffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen, die als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip leben. Die Aufgaben der 1899 gegr\u00fcndeten Emschergenossenschaft sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Der 1926 gegr\u00fcndete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im n\u00f6rdlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke naturnah um.\u00a0<\/p>\n<p>Das Gebiet des\u00a0Wasserverbands Eifel-Rur (WVER) ist das deutsche Einzugsgebiet der Rur und erstreckt sich von der Eifel bis ins Heinsberger Land und von D\u00fcren (Verbandssitz) bis Aachen. Hauptnebengew\u00e4sser der Rur sind Olef und Urft, Vicht und Inde und die Wurm. Der Verband ist zust\u00e4ndig f\u00fcr die Abwasserreinigung in 43 Kl\u00e4ranlagen und circa 800 dazu geh\u00f6rigen Sonderbauwerken, die Unterhaltung von rund 1.900 Kilometer Gew\u00e4sserstrecken und die naturnahe Entwicklung der Gew\u00e4sser. Ebenso betreibt er sechs Talsperren in der Eifel und st\u00fctzt mit diesen die Trinkwasserversorgung und den Rohwasserbedarf der Industrie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Land Nordrhein-Westfalen f\u00f6rdert ein das Forschungsprojekt von Emschergenossenschaft, Lippeverband und Wasserverband Eifel-Rur. Ziel ist, Klimaszenarien bis ins&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":364106,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1834],"tags":[3364,29,3688,30,1209],"class_list":{"0":"post-364105","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-essen","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-essen","11":"tag-germany","12":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115071815902439141","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/364105","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=364105"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/364105\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/364106"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=364105"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=364105"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=364105"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}