{"id":364164,"date":"2025-08-22T10:24:10","date_gmt":"2025-08-22T10:24:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/364164\/"},"modified":"2025-08-22T10:24:10","modified_gmt":"2025-08-22T10:24:10","slug":"von-erkenntnissen-zu-empfehlungen-was-aus-drei-erfolgreich-beendeten-projekten-fuer-die-gesundheitsversorgung-folgen-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/364164\/","title":{"rendered":"Von Erkenntnissen zu Empfehlungen: Was aus drei erfolgreich beendeten Projekten f\u00fcr die Gesundheitsversorgung folgen kann"},"content":{"rendered":"<p>Berlin, 22. August 2025\u00a0\u2013\u00a0F\u00fcr drei abgeschlossene F\u00f6rderprojekte hat der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss heute Transferempfehlungen beschlossen, zwei davon mit einer zentralen Rolle f\u00fcr medizinische Fachangestellte (MFA): Das Projekt <strong>DELIVER-CARE<\/strong> hat eine \u201eMFA-Sprechstunde\u201c bei chronisch-entz\u00fcndlichen Erkrankungen als neue Form der Versorgung von Patientinnen und Patienten erprobt. Im Projekt <strong>ULCUS CRURIS CARE<\/strong> wurde untersucht, ob MFA als Case-Manager bei der Versorgung von ven\u00f6s bedingten chronischen Wunden die Heilungschancen verbessern. Das Projekt <strong>Wissen(s)Star<\/strong> wiederum hat erforscht, ob Kinder mit funktionellen Bauchschmerzen und deren Eltern \u00fcber ein Webprojekt zum besseren Umgang mit der Erkankung bef\u00e4higt werden.<\/p>\n<p>Bessere Versorgung bei chronisch\u2011entz\u00fcndlichen Erkrankungen: DELIVER-CARE<\/p>\n<p>Patientinnen und Patienten mit chronisch\u2011entz\u00fcndlichen Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Psoriasis ben\u00f6tigen eine langfristige, intensive Betreuung. In der Versorgungsrealit\u00e4t steht diese Zeit den behandelnden \u00c4rztinnen und \u00c4rzten jedoch oft nicht ausreichend zur Verf\u00fcgung. Hier setzte das Projekt <a href=\"https:\/\/innovationsfonds.g-ba.de\/projekte\/neue-versorgungsformen\/deliver-care.267\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">DELIVER-CARE<\/a> unter der Leitung der Klinik f\u00fcr Immunologie und Rheumatologie der Medizinischen Hochschule Hannover an: Geschulte MFA \u00fcbernahmen delegierbare \u00e4rztliche T\u00e4tigkeiten in Form einer eigenen Sprechstunde. Dabei erhoben die MFA als erste Ansprechperson f\u00fcr die Betroffenen strukturiert die Krankheitsaktivit\u00e4t und kontrollierten den Verlauf der Therapie.\u00a0<\/p>\n<p>Das Projekt DELIVER-CARE hat f\u00fcr die Bereiche Rheumatologie, Gastroenterologie und Dermatologie wissenschaftlich bewiesen, dass die neu entwickelte Versorgungsform der Regelversorgung bezogen auf die gesundheitsbezogene Lebensqualit\u00e4t nicht unterlegen ist. Die MFA-Sprechstunde erm\u00f6glichte eine intensivere Betreuung der Patientinnen und Patienten und kann damit helfen, die Versorgung zu verbessern. Aufgrund der positiven Ergebnisse spricht sich der Innovationsausschuss f\u00fcr eine \u00dcberf\u00fchrung in die Regelversorgung aus und leitet die Erkenntnisse an die Bundes\u00e4rztekammer, die Partner der Bundesmantelvertr\u00e4ge (GKV-Spitzenverband und Kassen\u00e4rztliche Bundesvereinigung) sowie verschiedene medizinische Fachgesellschaften weiter.<\/p>\n<p>Weitere Details zu den Ergebnissen des DELIVER-CARE-Projektes und zu den Empfehlungen des Innovationsausschusses im <a href=\"https:\/\/innovationsfonds.g-ba.de\/beschluesse\/_titel_.343\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beschluss und im Ergebnisbericht<\/a>.<\/p>\n<p>Verbesserte Heilung bei offenen Beinwunden: ULCUS CRURIS CARE<\/p>\n<p>Eine weitere Transferempfehlung sprach der Innovationausschuss f\u00fcr das Projekt <a href=\"https:\/\/innovationsfonds.g-ba.de\/projekte\/versorgungsforschung\/ulcus-cruris-care.347\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ULCUS CRURIS CARE<\/a> aus. Die oft langwierige Therapie des sogenannten offenen Beines (Ulcus cruris venosum) ist f\u00fcr betroffene Patientinnen und Patienten sehr belastend. Das Projekt hat unter der Leitung des Universit\u00e4tsklinikums Heidelberg erfolgreich ein Case Management f\u00fcr ven\u00f6s bedingte chronische Wunden in der Hausarztpraxis entwickelt, eingef\u00fchrt und evaluiert. Dabei fungierten MFA, die eine Zusatzqualifikation als Versorgungsassistenz (VERAH) hatten, als Case-Manager in der Hausarztpraxis. Digitale Schulungen sowie standardisierte Behandlungsempfehlungen unterst\u00fctzten die leitliniengerechte Versorgung, erg\u00e4nzt durch eine Software zur Wunddokumentation und Verlaufskontrolle.<\/p>\n<p>Die begleitende wissenschaftliche Studie konnte unter anderem zeigen: Die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr das Eintreten einer Wundheilung war in der Interventionsgruppe 3,6-mal h\u00f6her als in der Kontrollgruppe. Auch die gesundheitsbezogene Lebensqualit\u00e4t konnte durch den neuen Ansatz nachweislich verbessert werden. Die Aussagekraft der Ergebnisse ist jedoch aufgrund der geringen Anzahl eingeschlossener Patientinnen und Patienten eingeschr\u00e4nkt. Insgesamt hat das Projekt wertvolle Anhaltspunkte zur Optimierung der Versorgung von Menschen mit ven\u00f6s bedingten chronischen Wunden aufgezeigt. Der Innovationsausschuss leitet die Erkenntnisse daher zur Information \u00fcber die Bundes- an die Landesverb\u00e4nde der Kranken- und Pflegekassen, an die kassen\u00e4rztlichen Vereinigungen, an die \u00c4rztekammern auf Landesebene sowie an den Haus\u00e4rztinnen- und Haus\u00e4rzteverband e. V. weiter.<\/p>\n<p>Weitere Details zu den Ergebnissen des ULCUS CRURIS CARE-Projektes und zu den Empfehlungen des Innovationsausschusses im <a href=\"https:\/\/innovationsfonds.g-ba.de\/beschluesse\/_titel_.348\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beschluss und im Ergebnisbericht<\/a>.<\/p>\n<p>Bauchschmerz mit mehr Wissen in den Griff bekommen: Wissen(s)Star<\/p>\n<p>Wiederkehrende, funktionelle Bauchschmerzen, d.\u00a0h. Bauchschmerzen ohne Organsch\u00e4den, treten bei Kindern h\u00e4ufig auf. Zugleich sind Kinder in ihrem Alltag gerade durch solche Schmerzen oft erheblich eingeschr\u00e4nkt. Das Projekt <a href=\"https:\/\/innovationsfonds.g-ba.de\/projekte\/versorgungsforschung\/wissen-s-star.315\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wissen(s)Star<\/a> setzte erfolgreich auf die altersgerechte Vermittlung von Wissen \u00fcber funktionelle Bauchschmerzen und den richtigen Umgang damit. K\u00fcnftige Studien k\u00f6nnen auf diesen Ergebnissen aufsetzen, hei\u00dft es im Beschluss des Innovationsausschusses.<\/p>\n<p>Die daf\u00fcr am Deutschen Kinderschmerzzentrum entwickelte Website <a href=\"http:\/\/www.meine-bauchstelle.com\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.meine-bauchstelle.com<\/a> stellt evidenzbasierte Informationen bereit, die jetzt auch f\u00fcr alle zug\u00e4nglich sind. Damit k\u00f6nnen auch k\u00fcnftig Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern von den Projektergebnissen profitieren.<\/p>\n<p>In seiner Transferempfehlung leitet der Innovationsausschuss die Projekterkenntnisse an das Bundesinstitut f\u00fcr \u00d6ffentliche Gesundheit und verschiedene medizinische Fachgesellschaften zur Information weiter.<\/p>\n<p>Weitere Details zu den Ergebnissen des Wissen(s)Star-Projektes und zu den Empfehlungen des Innovationsausschusses im <a href=\"https:\/\/innovationsfonds.g-ba.de\/beschluesse\/_titel_.345\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beschluss und im Ergebnisbericht<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin, 22. 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