{"id":364383,"date":"2025-08-22T12:21:10","date_gmt":"2025-08-22T12:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/364383\/"},"modified":"2025-08-22T12:21:10","modified_gmt":"2025-08-22T12:21:10","slug":"ukraine-beschiesst-oelpipeline-in-westrussland-folgen-fuer-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/364383\/","title":{"rendered":"Ukraine beschie\u00dft \u00d6lpipeline in Westrussland &#8211; Folgen f\u00fcr Deutschland?"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 22.08.2025 14:14 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Ukraine hat erneut die Tausende Kilometer lange Druschba-Pipeline angegriffen. Nach Ungarn und in die Slowakei flie\u00dft kein russisches \u00d6l mehr. Indirekt k\u00f6nnte auch Deutschland betroffen sein.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Ukraine hat im Westen Russlands eine Pipeline f\u00fcr Erd\u00f6l beschossen. An der \u00d6lpumpstation in Unetscha in der Region Brjansk brach daraufhin ein Feuer aus, wie der Gouverneur der Region, Alexander Bogomaz, sagte. Am Morgen waren die Flammen demnach gel\u00f6scht. Folgen hat der Vorfall an der Druschba-Pipeline aber trotzdem.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo schrieb der ungarische Au\u00dfenminister Peter Szijjarto auf Facebook, der Durchfluss von Erd\u00f6l nach Ungarn sei nach dem Angriff unterbrochen. Er sprach von einem weiteren Angriff auf die Energiesicherheit seines Landes und rechnet damit, dass die Versorgung f\u00fcr f\u00fcnf Tage ausfallen werde. Ministerpr\u00e4sident Viktor Orban rief US-Pr\u00e4sident Donald Trump um Hilfe gegen das Kiewer Vorgehen an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSchon am Montag hatte ein Angriff auf eine andere Pumpstation der Leitung Druschba die Versorgung gestoppt; am Dienstag konnte sie wiederhergestellt werden. Auch die Slowakei, die ebenfalls \u00d6l aus der Pipeline bezieht, beschwerte sich nach dem j\u00fcngsten Angriff.<\/p>\n<p>    Folgen f\u00fcr Deutschland?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSzijjarto und sein slowakischer Kollege Juraj Blanar beschwerten sich auch in einem gemeinsamen Brief an die EU-Au\u00dfenkommissarin Kaja Kallas und Energiekommissar Dan Jorgensen. &#8222;Jegliche Gef\u00e4hrdung der Energiesicherheit unseres Landes ist inakzeptabel&#8220;, sagte Blanar. Er verwies auf eine Erkl\u00e4rung der EU-Kommission vom Januar, in der es um den Schutz der kritischen Infrastruktur geht. Angesichts der Milliardenhilfen f\u00fcr die Ukraine seien die Schritte Kiews &#8222;v\u00f6llig inakzeptabel&#8220;. Der Pipelinebetreiber Transpetrol in der Slowakei best\u00e4tigte den Lieferstopp ab Donnerstagabend.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Brand an der Pumpstation in Westrussland k\u00f6nnte auch Folgen in Deutschland haben. Zwar teilte das Wirtschaftsministerium mit, dass der Vorfall keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit hierzulande habe. Auch der Betrieb der PCK-\u00d6lraffinerie im brandenburgischen Schwedt sei nicht beeintr\u00e4chtigt, erkl\u00e4rte das Ministerium auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Die Lieferung sei nur kurzzeitig unterbrochen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEtwas vorsichtiger klingt die Einsch\u00e4tzung der Betreiberfirma Rosneft Deutschland in Schwedt: M\u00f6gliche Auswirkungen w\u00fcrden noch gepr\u00fcft, sagte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur dpa. PCK in Schwedt an der Oder bezieht kein russisches \u00d6l mehr, erh\u00e4lt aber im Transit \u00d6l aus Kasachstan. Es m\u00fcsse gekl\u00e4rt werden, ob die n\u00e4chste Lieferung bereits diese Pumpstation passiert habe, sagte Rosneft-Sprecher Burkhard Woelki.<\/p>\n<p>    Deutschland, Polen und Tschechien boykottieren russisches Erd\u00f6l<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr die Pumppl\u00e4ne sei die kasachische Seite in Abstimmung mit dem russischen Pipeline-Betreiber Transneft zust\u00e4ndig.\u00a0Rosneft Deutschland importiert nach Woelkis Angaben monatlich 120.000 Tonnen \u00d6l aus Kasachstan.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Tochter des gr\u00f6\u00dften \u00d6lkonzerns in Russland <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/energie\/schwedt-raffinerie-treuhandverwaltung-100.html\" title=\"Bund verl\u00e4ngert Treuhandverwaltung f\u00fcr Raffinerie PCK\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">steht wegen des Moskauer Angriffskrieges gegen die Ukraine seit 2022 unter Bundesverwaltung<\/a>. Das Energieministerium in Kasachstan teilte mit, die \u00d6lexporte w\u00fcrden durch den Angriff auf die \u00d6lleitung nicht gest\u00f6rt, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Druschba-Pipeline ist ein verzweigtes System von mehreren Tausend Kilometern L\u00e4nge, durch das die fr\u00fchere Sowjetunion die sozialistischen L\u00e4nder in Ost- und Mitteleuropa mit Erd\u00f6l belieferte. Wegen des russischen Krieges gegen die Ukraine beziehen Deutschland, Polen und Tschechien kein russisches \u00d6l mehr. Die Ukraine blockierte 2024 ihren Teil der Pipeline f\u00fcr Lieferungen Richtung Slowakei und Ungarn, sie beziehen \u00fcber andere Teile der Pipeline aber weiter russisches \u00d6l.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 22.08.2025 14:14 Uhr Die Ukraine hat erneut die Tausende Kilometer lange Druschba-Pipeline angegriffen. Nach Ungarn und in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":364384,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,64211,30,13,14,3923,15,3921,307,12,317],"class_list":{"0":"post-364383","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-erdoel","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-nachrichten-aus-deutschland","19":"tag-news","20":"tag-news-aus-deutschland","21":"tag-russland","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/364383","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=364383"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/364383\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/364384"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=364383"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=364383"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=364383"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}