{"id":364469,"date":"2025-08-22T13:07:10","date_gmt":"2025-08-22T13:07:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/364469\/"},"modified":"2025-08-22T13:07:10","modified_gmt":"2025-08-22T13:07:10","slug":"interstellarer-komet-weltraumsonden-muessen-erforschung-von-3i-atlas-stemmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/364469\/","title":{"rendered":"Interstellarer Komet: Weltraumsonden m\u00fcssen Erforschung von 3I\/ATLAS stemmen"},"content":{"rendered":"<p>Wenn der interstellare Komet 3I\/ATLAS im Herbst seinen sonnenn\u00e4chsten Punkt erreicht und dabei besonders viel Material verliert, werden Analysen von der Erde aus extrem schwer oder unm\u00f6glich. Deshalb pl\u00e4diert ein internationales Forschungsteam jetzt daf\u00fcr, im Sonnensystem verteilte Weltraumsonden f\u00fcr Beobachtungen zu nutzen, um verschiedene Hypothesen testen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie die Gruppe in einem vorab ver\u00f6ffentlichten Fachartikel ausf\u00fchrt, sind daf\u00fcr vor allem <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Per-Laser-NASA-Sonde-schickt-Daten-mit-25-Mbit-s-ueber-226-Millionen-Kilometer-9699135.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Asteroidensonde Psyche<\/a>, Sonden am Mars, die Jupitersonde Juice sowie mehrere Sonnenobservatorien geeignet. Obendrein k\u00f6nnten die NASA-Sonden Europa Clipper und Lucy sowie <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Asteroidensonde-Hera-der-ESA-hat-bei-Vorbeiflug-am-Mars-Schwung-geholt-10315304.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die ESA-Sonde Hera<\/a> die \u00dcberreste der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Komet#Koma\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Koma<\/a> durchqueren und wom\u00f6glich direkt deren Zusammensetzung analysieren.<\/p>\n<p>Gespannte Forschungsgemeinde<\/p>\n<p>Die Forschungsgruppe pl\u00e4diert daf\u00fcr, alle m\u00f6glichen Beobachtungsoptionen zu nutzen, um 3I\/ATLAS zu erforschen. Denn schon seit der Entdeckung des Himmelsk\u00f6rpers ist klar, dass er wohl aus <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/3I-ATLAS-Interstellarer-Komet-ist-wohl-deutlich-aelter-als-das-Sonnensystem-10483994.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">den Randbereichen der Milchstra\u00dfe<\/a> \u2013 der sogenannten dicken Scheibe \u2013 kommt. Damit w\u00e4re er nicht nur deutlich \u00e4lter als die Erde, sondern er w\u00fcrde auch aus einer Zeit in der Entwicklung unserer Heimatgalaxie stammen, in der diese besonders viele Sterne gebildet hat. Die Zusammensetzung dieses \u00dcberrests k\u00f6nnte also verraten, ob unsere Theorien zu dieser Epoche stimmen. So d\u00fcrfte er der Gruppe zufolge zum Beispiel sehr wenig Kohlenstoffmonoxid enthalten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Dritter-interstellarer-Himmelskoerper-A11pl3Z-sorgt-fuer-Aufregung-10469052.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">3I\/ATLAS wurde Anfang Juli<\/a> mit dem Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) in Chile entdeckt. Im Nachgang wurde das Objekt aber auch auf \u00e4lteren Aufnahmen nachgewiesen, die bis zum 14. Juni zur\u00fcckreichen. Dank dieser &#8222;Precoveries&#8220; konnte rasch seine Bahn bestimmt und best\u00e4tigt werden, dass er nur auf der Durchreise ist. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Jetzt-bestaetigt-Zum-dritten-Mal-interstellarer-Himmelskoerper-im-Sonnensystem-10473308.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gefunden wurde damit \u00fcberhaupt erst der dritte interstellare Himmelsk\u00f6rper beim Durchflug durch unser Sonnensystem<\/a>. Der Erde wird er sich auf etwa 1,6 Astronomische Einheiten (AE) ann\u00e4hern. Es handelt sich um einen mehrere Kilometer gro\u00dfen Kometen, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/3I-ATLAS-Ein-interstellarer-Komet-mit-einem-25-000-km-langen-Schweif-10476054.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dessen Schweif mehr als 25.000 Kilometer lang ist<\/a>. Bei seiner gr\u00f6\u00dften Sonnenann\u00e4herung (Perihel) wird er sich f\u00fcr uns genau hinter der Sonne befinden.<\/p>\n<p>Nach seiner Entdeckung wurde der interstellare Komet von verschiedenen Observatorien abgelichtet, die bislang beste Aufnahme ist am 21. Juli mit dem Weltraumteleskop Hubble gelungen. Auszumachen ist darauf der eisige Kern des Kometen, umgeben von einer Staubwolke. Die Versuche des einst respektierten Astronomen Avi Loeb, verschiedene Charakteristika von 3I\/ATLAS als Hinweis auf eine nicht nat\u00fcrliche Herkunft des Objekts zu deuten, werden in der Wissenschaft kritisiert und nicht ernst genommen.<\/p>\n<p>Die Forschungsarbeit zu den Beobachtungsm\u00f6glichkeiten des Himmelsk\u00f6rpers mit den verschiedenen Weltraumsonden ist <a href=\"https:\/\/arxiv.org\/abs\/2508.15768\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">vorab auf Arxiv<\/a> verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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