{"id":364895,"date":"2025-08-22T17:10:17","date_gmt":"2025-08-22T17:10:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/364895\/"},"modified":"2025-08-22T17:10:17","modified_gmt":"2025-08-22T17:10:17","slug":"das-sind-die-geheimen-fahrradtouren-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/364895\/","title":{"rendered":"Das sind die geheimen Fahrradtouren in Berlin"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wie so oft in Berlin erz\u00e4hlt ein kleines Detail gro\u00dfe Geschichte. Beinahe  w\u00e4ren wir an daran einfach vorbeiradelt. Dem monumentalen, aber dennoch unscheinbaren Adlerkopf vor dem Tempelhofgeb\u00e4ude h\u00e4tte man so eine eigenwillige und irgendwie auch lustige Story der Berliner Nachkriegsgeschichte gar nicht zugetraut. Doch Professor Joseph Hoppe hat sie recherchiert und vor allem hat er sein Radel abgebremst und beginnt zu erz\u00e4hlen. Aber noch ein bisschen Geduld\u00a0\u2026\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/img9754.jpg\" alt=\"\u00dcbrig ist noch der riesige Kopf. Der Adler kr\u00f6nte einst das Tempelhofgeb\u00e4ude in Berlin.  \" title=\"\u00dcbrig ist noch der riesige Kopf. Der Adler kr\u00f6nte einst das Tempelhofgeb\u00e4ude in Berlin.  \" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    \u00dcbrig ist noch der riesige Kopf. Der Adler kr\u00f6nte einst das Tempelhofgeb\u00e4ude in Berlin.<br \/>\n    Foto: Doris Wegner<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    \u00dcbrig ist noch der riesige Kopf. Der Adler kr\u00f6nte einst das Tempelhofgeb\u00e4ude in Berlin.<br \/>\n    Foto: Doris Wegner<\/p>\n<p>            Mit dem Fahrrad Berlin nochmal neu entdecken<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Berlin? Da kennt man doch schon alles. Die Mauer, <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/kultur\/gesellschaft\/frage-der-woche-pro-und-contra-google-rezensionen-schreiben-110409662\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">das Brandenburger Tor<\/a>, die proppenvollen Hackeschen H\u00f6fe, wer das alles schon gesehen hat, aber dennoch dem Lebensgef\u00fchl der Hauptstadt n\u00e4her kommen will, kann die Stadt <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/kultur\/gesellschaft\/muenchen-radhype-woher-kommen-all-die-luxusraeder-109130943\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">mit dem Fahrrad<\/a> von einer unerwarteten Seite kennenlernen. Im eigenen Tempo. Ausgestattet mit Faltplan oder Navigation-App. Das Berliner Zentrum f\u00fcr Industriekultur hat bislang acht Routen durch Berlin ausgearbeitet. Wir sind auf der rund neun Kilometer langen Halbtagestour \u201eFlieger und Feldlerchen\u201c unterwegs, die Anfang 2025 dazu gekommen ist. Beste Gelegenheit, <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/illertissen\/illertisser-pilot-philipp-von-criegern-stirbt-mit-49-jahren-110459451\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">den Flughafen Tempelhof<\/a> und das riesige ehemalige Flugfeld kennenzulernen, das den Berlinern so wichtig ist, das sie f\u00fcr Urban Gardening und Freizeitsport nutzen, dessen Bebauung sie 2014 bei einem Volksentscheid erfolgreich verhindert haben. Und um es gleich vorweg zu sagen: die Halbtagestour kann man locker zur Tagestour ausdehnen, weniger wegen der sportlichen Anforderungen, sondern weil es geradezu unendlich viele historische Details und Hintergr\u00fcnde zu entdecken gibt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    20 Haltepunkte hat das Berliner Zentrum f\u00fcr Industriekultur in dem Plan rund um das Tempelhofer Feld verzeichnet. Einer davon ist der metallene Adlerkopf, der seinen neuen Bestimmungsort vor der ehemaligen Empfangshalle gefunden hat. Jetzt ist er nur noch ein unscheinbares Fragment. W\u00e4hrend des Nazi-Regimes kr\u00f6nte der meterhohe Vogel auf einer Weltkugel stehend das Dach des sogenannten Ehrenhofes. Der Flughafen war damals als wichtiger Teil <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/kultur\/Topographie-des-Terrors-zeigt-Berlin-in-der-NS-Zeit-id8365906.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">der geplanten Welthauptstadt Germania<\/a> gedacht. Bekannterma\u00dfen wurden die Pl\u00e4ne nie umgesetzt, der Krieg wurde verloren, der gigantische Flughafen nie zu Ende gebaut. Die Amerikaner \u00fcbernahmen das Kommando, aber der Adler breitete weiterhin seine Schwingen \u00fcber Tempelhof aus. Lediglich die Hakenkreuze waren entfernt worden. Doch kurioserweise malten die Amerikaner den Kopf an und so wurde \u00fcbergangsweise aus dem Nazi-Emblem das Wappentier der USA: <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/sport\/fussball-wegen-pikanter-bilder-des-falkners-lazio-rom-trennt-sich-von-seinem-adler-104444199\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">der Wei\u00dfkopfseeadler<\/a>. 1962 wurde der Adler demontiert und verschrottet. Nur der Kopf blieb erhalten &#8211; ohne Farbe &#8211; und erz\u00e4hlt nun auf seine Weise von Gr\u00f6\u00dfenwahn, Pragmatismus der Nachkriegszeit &#8211; und von Berlin.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/adobestock62824644.jpg\" alt=\"Das Flughafengeb\u00e4ude ist 1,3 Kilometer lang.\" title=\"Das Flughafengeb\u00e4ude ist 1,3 Kilometer lang.\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Das Flughafengeb\u00e4ude ist 1,3 Kilometer lang.<br \/>\n    Foto: stock.adobe.com<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Das Flughafengeb\u00e4ude ist 1,3 Kilometer lang.<br \/>\n    Foto: stock.adobe.com<\/p>\n<p>            Die Bedeutung von Tempelhof f\u00fcr Berlin<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eTempelhof hat f\u00fcr die Berliner fast schon mythologische Bedeutung\u201c, erz\u00e4hlt Joseph Hoppe, ehemaliger Vize-Direktor des Deutschen Technikmuseums. Im Ruhestand engagiert er sich nun f\u00fcr den Erhalt und die Wertsch\u00e4tzung von Industriekultur nicht nur in Berlin. Weil sie mehr \u00fcber Orte erz\u00e4hlt, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Der Flughafen. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/berlin-brandenburg\/geschichte-jubilaeumsfest-zur-luftbruecke-auf-us-armee-basis-gestartet-id71082761.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Die Rosinenbomber<\/a>. Das Tor zur freien Welt. Diese Bedeutung von Tempelhof sei tief in allen Schichten der Stadtgesellschaft verankert, sagt Hoppe, wei\u00dfe Haare, gro\u00dfe Statur, sanfter Berliner Dialekt.\n  <\/p>\n<p>            Die Tour beginnt am Luftbr\u00fcckendenkmal in Kreuzberg<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Nur logisch also, dass diese Tour am Luftbr\u00fcckendenkmal in Kreuzberg beginnt. In Berliner Schnauze: die Hungerharke. Tats\u00e4chlich symbolisieren die gebogenen Rippen aber die drei Luftkorridore zwischen West-Berlin und Westdeutschland. T\u00e4glich wurden ab Juni 1948 tausende Tonnen Fracht fast ein Jahr lang nach Berlin transportiert. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/berlin-brandenburg\/geschichte-pistorius-erinnert-an-ende-der-berliner-luftbruecke-id70724996.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Alle zwei Minuten landete auf dem Flughafen Tempelhof ein Flugzeug<\/a>, um die Stadt mit allen lebensnotwendigen G\u00fctern zu versorgen. Was kaum jemand wei\u00df: Erst die Amerikaner nahmen den unvollendeten Tempelhof als Flugplatz in Betrieb, um die Versorgung Berlins bewerkstelligen zu k\u00f6nnen.\n  <\/p>\n<p>            Tempelhof ist vom All aus zu erkennen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Hoppe radelt flott voraus. Es gibt viel zu erz\u00e4hlen. Und zu tun. Die Dimensionen des Flughafengeb\u00e4udes sind so enorm, dass Tempelhof zu den Geb\u00e4uden z\u00e4hlt, die auch vom All aus sichtbar sind. Es dauert, bis wir das gigantische, ehemalige Flughafen-Geb\u00e4ude abradeln. Es ist 1,3 Kilometer lang, nat\u00fcrlich halten wir immer wieder an. \u00dcber 7000 R\u00e4ume sind in dem Bauwerk untergebracht. Wohl nur die Denkmalsch\u00fctzer kennen jedes Zimmer des Komplexes. 300.000 Quadratmeter sind insgesamt nutzbar. Eine Stadt in der Stadt irgendwie, die autark funktioniert hat. Und eine fast ebenso gro\u00dfe Baustelle. Was man dem langen Geb\u00e4ude auf den ersten Blick nicht ansieht: Es geht stellenweise elf Stockwerke in die Tiefe. Um das zu erkennen, muss man an der Polizei vorbei, die hier eine Dienststelle hat, in den Post- und Frachtenhof radeln. Erst jetzt beginnt man die Dimensionen des Geb\u00e4udes so richtig zu begreifen. Gedacht war das so, die tieferen Stockwerke waren f\u00fcr die Fracht und die Logistik, die oberen sollten dem Prestige dienen.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/img9762.jpg\" alt=\"Antje Bosholt und Joseph Hoppe vom Berliner Zentrum Industriekultur auf dem Tempelhofer Feld. \" title=\"Antje Bosholt und Joseph Hoppe vom Berliner Zentrum Industriekultur auf dem Tempelhofer Feld. \" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Antje Bosholt und Joseph Hoppe vom Berliner Zentrum Industriekultur auf dem Tempelhofer Feld.<br \/>\n    Foto: Doris Wegner<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Antje Bosholt und Joseph Hoppe vom Berliner Zentrum Industriekultur auf dem Tempelhofer Feld.<br \/>\n    Foto: Doris Wegner<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Zu Fu\u00df w\u00e4ren wir chancenlos. Viel zu weitl\u00e4ufig das Ganze. Also weiter entlang des schier endlosen, d\u00fcsteren Geb\u00e4udes. Die Inspiration f\u00fcr die Radrouten auf den Spuren der Berliner Industriekultur fand Hoppe, der leidenschaftliche Radfahrer, \u00fcbrigens im Ruhrgebiet, wo es bereits \u00e4hnliche Touren zu den Industriedenkm\u00e4lern der Kohlef\u00f6rderung gibt. Begeistert von der Idee, auch Berlins industrielles Erbe auch f\u00fcr ein breiteres Publikum sichtbar zu machen, kehrte Hoppe zur\u00fcck. Ein Team, das sich im Berliner Zentrum f\u00fcr Industriekultur unter anderem aus Experten und Expertinnen der Architektur, Geschichtswissenschaft, Industriearch\u00e4ologie und Stadtplanung zusammensetzt, entwickelte die Routen. Aber nicht nur die Sehensw\u00fcrdigkeiten sind in dem detailgenauen Plan verzeichnet. Antje Bosholt, die Stadtplanerin, betont, auch Schwimmb\u00e4der, Gastronomie, Toiletten und Fahrradwerkst\u00e4tten wurden recherchiert, damit die Radler und Radlerinnen mit Plan und App m\u00f6glichst gut zurechtkommen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eDie Touren kommen gut an\u201c, freuen sich Bosholt und Hoppe. Und l\u00e4ngst radeln nicht nur Touristen auf Spuren der Berliner Industriekultur. Auch die Berliner und Berlinerinnen gehen inzwischen auf Entdeckungstour in ihrer Stadt, steuern die Kulturbrauerei an, die AEG Apparatefabrik, den Historischen Hafen oder das Maggi-Haus an. Die meisten Strecken sind etwa 20 Kilometer lang. Die \u201eFlieger und Feldlerchen\u201c-Variante ist mit 8,5 Kilometern die k\u00fcrzeste.\n  <\/p>\n<p>            Die Geschichte von Tempelhof ist nicht die einfachste<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Geschichte des Flughafens, der massiv wie eine Burg gebaut wurde, ist nicht die einfachste. Zwangsarbeiter wurden gezwungen, in unterirdischen Hallen Milit\u00e4rflugzeuge zu reparieren und zu bauen. Die Worte \u201eNichts mehr zu sehen\u201c im Gras direkt am Columbia-Damm erinnern an das erste Konzentrationslager in Berlin, das 1936, bevor die Olympischen Spiele in der Stadt stattfanden, wieder zugemacht wurde. Jahrzehntelang sei dieses fr\u00fche KZ in Berlin vergessen gewesen.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/adobestock375874874-1.jpg\" alt=\"Radfahrer sind heute auf der ehemaligen Startbahn mit Blick nach Osten\" title=\"Radfahrer sind heute auf der ehemaligen Startbahn mit Blick nach Osten\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Radfahrer sind heute auf der ehemaligen Startbahn mit Blick nach Osten<br \/>\n    Foto: stock.adobe.com<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Radfahrer sind heute auf der ehemaligen Startbahn mit Blick nach Osten<br \/>\n    Foto: stock.adobe.com<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    An den Sportanlagen der US-Truppen vorbei geht es auf das <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/berlin-brandenburg\/freizeit-groessere-eingaenge-tempelhofer-feld-soll-attraktiver-werden-id70307086.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Tempelhofer Feld<\/a>, das seit 2010 \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich ist. Hier wird jetzt geskatet, geradelt, \u00fcber die enorme Weite gestaunt, Gem\u00fcse geg\u00e4rtnert. Eine Bebauung der riesigen Fl\u00e4che lehnten die Berliner in einem Volksentscheid ab, daf\u00fcr bauen jetzt die Feldlerchen ihre Nester auf den Biotopen zwischen den Landebahnen. Der Flugplatz hat sich zum wichtigen Areal f\u00fcr den Artenschutz mitten in der Stadt gemausert. Mit rot-wei\u00dfen Absperrb\u00e4ndern werden <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/friedberg\/oekologischer-konflikt-in-ried-buergermeister-widerspricht-naturschutzbehoerde-110343327\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">die Brutgebiete der seltenen Feldlerchen<\/a> gesch\u00fctzt. Und wer sein Radel mal abstellt, h\u00f6rt das lang anhaltende Fl\u00f6ten und Zirpen der V\u00f6gel. Manchmal werden auch Schafe auf das Feld getrieben. \u201eDas ist dann eine ganz besondere, fast unwirkliche Atmosph\u00e4re hier\u201c, erz\u00e4hlt Antje Bosholt. Einst war Tempelhof <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/flughafen-muenchen-zieht-bilanz-fuer-2024-18-07-110454726\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">der meistbeflogene Flughafen Europas<\/a>. Die Markierungen auf dem Asphalt, die Schilder, die Leuchtanlagen sind allesamt noch vorhanden und stehen unter Denkmalschutz wie das ganze Geb\u00e4ude auch. Es dauert seine Zeit, bis wir die Landebahn in ihrer ganzen L\u00e4nge abradeln, der Radarturm, der U.S. Army rechts des markanten Tempelhof-Runds mit seinen riesigen Hangaren allm\u00e4hlich mehr ins Bild r\u00fcckt. Das Wahrzeichen Tempelhofs dient heute der Bundeswehr zur \u00dcberwachung des deutschen Luftraums, drei Hangare werden <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/berlin-brandenburg\/migration-berlin-plant-weitere-containerunterkuenfte-fuer-fluechtlinge-id70269376.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">derzeit als Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte genutzt und sind abgez\u00e4unt<\/a>. Die Zukunft der Geb\u00e4ude ist ungewiss. Immerhin der ehemalige Fluglotsentower ist seit zwei Jahren wieder zug\u00e4nglich. Auf dem THF Tower wird derzeit an einer Ausstellung gearbeitet und manchmal findet dort oben auch eine Yoga-Session statt. Auch das ein vielsagendes Detail in der wechselhaften Geschichte von Tempelhof.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Autorin recherchierte auf Einladung von Visitberlin.\n  <\/p>\n<p>    Berlin mit dem Rad in K\u00fcrze<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Fahrradrouten der Industriekultur:<\/strong> Das Berliner Zentrum f\u00fcr Industriekultur hat acht Routen durch Berlin ausgearbeitet. Die meisten sind rund 20 Kilometer lang. Die Tour \u201eFlieger und Feldlerchen\u201c ist mit 8,5 Kilometern die k\u00fcrzeste. Die Radstrecken f\u00fchren \u00fcber Rad- und Uferwege bzw. ruhige Nebenstra\u00dfen. Die Flyer sind kostenlos, liegen im Deutschen Technikmuseum aus. Sie k\u00f6nnen kostenfrei per E-Mail (kontakt@industriekultur.berlin) bestellt werden oder als PDF von der Homepage heruntergeladen werden. Dort gibt es auch GPX-Tracks und den Link zum Routennavigator komoot. <a href=\"https:\/\/industriekultur.berlin\/erleben\/fahrradrouten\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">https:\/\/industriekultur.berlin\/erleben\/fahrradrouten<\/a>\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Fahrr\u00e4der:<\/strong> Einige Hotels verleihen gegen Geb\u00fchr Fahrr\u00e4der. Etwa Grimm\u2018s Hotel an der Flottwellstra\u00dfe. In Berlin gibt es aber auch mehrere Fahrrad-Verleihstationen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Besucherzentrum Tempelhof:<\/strong> gef\u00fchrte Touren durch das Geb\u00e4ude werden im Besucehrzetrum angeboten. Der THF Tower mit der Dachterrasse ist derzeit nur an ausgew\u00e4hlten Wochenenden ge\u00f6ffnet. <a href=\"https:\/\/www.thf-berlin.de\/ihr-besuch\/besucherzentrum\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">https:\/\/www.thf-berlin.de. <\/a>\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Allgemeine Informationen \u00fcber Berlin:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.visitberlin.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">www.visitberlin.de<\/a>. Hier gibt es alle Infos zu den klassischen Sehensw\u00fcrdigkeiten, aber auch Tipps f\u00fcr Fahrradfahrer.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Doris Wegner<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Berlin<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Tempelhof<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie so oft in Berlin erz\u00e4hlt ein kleines Detail gro\u00dfe Geschichte. Beinahe w\u00e4ren wir an daran einfach vorbeiradelt.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":364896,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30],"class_list":{"0":"post-364895","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115073530367878573","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/364895","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=364895"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/364895\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/364896"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=364895"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=364895"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=364895"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}