{"id":365039,"date":"2025-08-22T18:26:15","date_gmt":"2025-08-22T18:26:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/365039\/"},"modified":"2025-08-22T18:26:15","modified_gmt":"2025-08-22T18:26:15","slug":"berliner-mohrenstrasse-verwaltungsgericht-stoppt-vorlaeufig-umbenennung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/365039\/","title":{"rendered":"Berliner &#8222;Mohrenstra\u00dfe&#8220;: Verwaltungsgericht stoppt vorl\u00e4ufig Umbenennung"},"content":{"rendered":"<p>\n  Von&amp;nbsp<b>Euronews<\/b>\n<\/p>\n<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            22\/08\/2025 &#8211; 16:10 MESZ\n            <\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Am kommenden Samstag sollte die Berliner Mohrenstra\u00dfe zur Anton-Wilhelm-Amo-Stra\u00dfe umbenannt werden. Nachdem ein Anwohner einen Eilantrag gestellt hatte, wurde das Vorhaben vorl\u00e4ufig gestoppt. <\/p>\n<p>Nun entschied das Berliner Verwaltungsgericht am Freitag, dass derzeit &#8222;kein ausreichendes \u00f6ffentliches Interesse&#8220; f\u00fcr eine sofortige Umsetzung des Umbenennungsbeschlusses vorliege.<\/p>\n<p>Zwar sei die Umbenennung rechtlich bereits gekl\u00e4rt, doch f\u00fcr eine sofortige Durchf\u00fchrung m\u00fcsse das Bezirksamt ein besonderes \u00f6ffentliches Interesse nachweisen. <\/p>\n<p>Das sei aus Sicht des Gerichts jedoch nicht ausreichend geschehen. <\/p>\n<p>Gegen den Beschluss kann nun Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.<\/p>\n<p>Warum soll die Stra\u00dfe umbenannt werden?<\/p>\n<p>Geplant war, die Umbenennung der Stra\u00dfe passend zum Internationalen Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung am 23. August vorzunehmen. <\/p>\n<p>Begr\u00fcndet wurde der neue Stra\u00dfenname damit, dass der Begriff &#8222;Mohr&#8220; von vielen Menschen als rassistisch empfunden wird. Im 2021 gefassten Beschluss des Bezirksamtes steht: &#8222;Nach heutigem Demokratieverst\u00e4ndnis ist der bestehende rassistische Kern des Namens belastend und schadet dem nationalen und internationalen Ansehen Berlins.&#8220;<\/p>\n<p>Der neue Namensgeber, Anton Wilhelm Amo, war der erste bekannte afrikanischst\u00e4mmige Philosoph, der an den deutschen Universit\u00e4ten Wittenberg, Halle und Jena lehrte. Amo hatte verweisen seinerzeit eine Schrift unter dem Titel &#8222;\u00dcber die Rechtsstellung der Mohren in Europa&#8220; ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Die Anwohner, die gegen eine Namens\u00e4nderung klagten (darunter auch der renommierte Historiker G\u00f6tz Aly, der zum Nationalsozialismus forscht), argumentieren u.a., dass die alte Namensgebung nicht rassistisch gemeint gewesen sei. <\/p>\n<p>Die Mohrenstra\u00dfe im Zentrum Berlins tr\u00e4gt seit mehr als 300 Jahren diesen Namen. Zu DDR-Zeiten trug die Stra\u00dfe den Namen des ersten Ministerpr\u00e4sidenten der DDR, Otto Grotewohl. Nach der Wiedervereinigung wurde dieser Name wieder abgelegt und die Stra\u00dfe erhielt ihren urspr\u00fcnglichen Namen zur\u00fcck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von&amp;nbspEuronews Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 22\/08\/2025 &#8211; 16:10 MESZ WERBUNG Am kommenden Samstag sollte die Berliner Mohrenstra\u00dfe zur Anton-Wilhelm-Amo-Stra\u00dfe&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":365040,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[4249,1941,1939,296,1937,29,2690,30,1940,1938],"class_list":{"0":"post-365039","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-rassismus","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","11":"tag-berlin","12":"tag-berlin-news","13":"tag-deutschland","14":"tag-gericht","15":"tag-germany","16":"tag-nachrichten-aus-berlin","17":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115073829237774023","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/365039","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=365039"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/365039\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/365040"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=365039"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=365039"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=365039"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}