{"id":365112,"date":"2025-08-22T19:07:17","date_gmt":"2025-08-22T19:07:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/365112\/"},"modified":"2025-08-22T19:07:17","modified_gmt":"2025-08-22T19:07:17","slug":"friedenstruppen-fuer-ukraine-jetzt-stellt-spahn-etwas-zum-unmittelbaren-einsatz-deutscher-soldaten-klar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/365112\/","title":{"rendered":"Friedenstruppen f\u00fcr Ukraine?: Jetzt stellt Spahn etwas zum \u201eunmittelbaren Einsatz deutscher Soldaten\u201c klar"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6nnten deutsche Truppen einen Frieden in der Ukraine absichern? In der Union herrschen dar\u00fcber stark unterschiedliche Ansichten. Jetzt schaltet sich Fraktionschef Spahn ein \u2013 und stellt klar, was er von \u00dcberlegungen zu einer Bundeswehr-Entsendung h\u00e4lt.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die F\u00fchrung der Union im Bundestag hat im Zuge der Verhandlungen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68a3cba3bdc63e69381ba515\/ukraine-gipfel-in-washington-was-europas-vereinbarungen-und-trumps-ankuendigung-wert-sind.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68a3cba3bdc63e69381ba515\/ukraine-gipfel-in-washington-was-europas-vereinbarungen-und-trumps-ankuendigung-wert-sind.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00fcber ein Ende des Kriegs in der Ukraine<\/a> internationale Vereinbarungen f\u00fcr eine gesamteurop\u00e4ische Sicherheitsarchitektur zum Ziel erkl\u00e4rt, die weit \u00fcber Garantien f\u00fcr das von Russland angegriffene Land hinausgehen sollen. \u201eBei einem m\u00f6glichen Friedensabkommen geht es nicht ,nur\u2018 um die Ukraine, sondern um die k\u00fcnftige Sicherheitsordnung in Europa\u201c, schreibt der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn (CDU), an die eigenen Abgeordneten.<\/p>\n<p>Eine solche gesamteurop\u00e4ische Sicherheitsordnung werde \u201eim Wesentlichen von den Europ\u00e4ern getragen werden, mit Unterst\u00fctzung durch und in Abstimmung mit den USA\u201c, erkl\u00e4rte Spahn in der Mitteilung, die WELT vorliegt. \u201eDabei wird die Nato eine gro\u00dfe Rolle spielen. Selbstverst\u00e4ndlich wird auch Deutschland eingebettet in multilaterale Absprachen eine wichtige, verl\u00e4ssliche Rolle einnehmen\u201c, stellt der Fraktionschef in Aussicht.<\/p>\n<p>Die Details zu Sicherheitsgarantien der westlichen Verb\u00fcndeten f\u00fcr die Ukraine sowie f\u00fcr eine europ\u00e4ische Friedensarchitektur sind derzeit Gegenstand von Verhandlungen. Dabei geht es auch um den konkreten Beitrag Deutschlands zu besagten Garantien. Ein Einsatz deutscher Soldaten zum Schutz einer sogenannten Kontaktlinie\u00a0\u2013 also einer m\u00f6glichen Grenze zwischen der Ukraine und m\u00f6glicherweise russisch kontrollierten Gebieten \u2013\u00a0stehe derzeit in diesem Zusammenhang allerdings nicht zur Debatte, stellt der Unionsfraktionschef klar. <\/p>\n<p>\u201eDie aktuell medial vorangetriebene Frage, ob Sicherheitsgarantien den unmittelbaren Einsatz deutscher Soldaten in der Ukraine bedeuten w\u00fcrden, stellt sich so verk\u00fcrzt nicht, schon gar nicht zum jetzigen Zeitpunkt\u201c, schreibt Spahn. Und weiter: \u201eEs sind zudem viele andere Szenarien f\u00fcr einen deutschen Beitrag zu den notwendigen Sicherheitsgarantien denkbar und sinnvoller. Daher sollten wir uns an solchen \u00f6ffentlichen Spekulationen nicht beteiligen.\u201c<\/p>\n<p>Das tun die Abgeordneten der Union aber derzeit \u2013 unter ihnen herrschen zu einem Beitrag Deutschlands, der dem Schutz und einer Stabilisierung der Ukraine nach einem Friedensschluss dient, unterschiedliche Ansichten: Sie reichen von einer klaren Ablehnung des Einsatzes der Bundeswehr in der Ukraine bis hin zum Votum, sich diese Option ausdr\u00fccklich vorzubehalten. <\/p>\n<p>F\u00fcr einen umfassenden Ansatz einer europ\u00e4ischen Friedensarchitektur hatte etwa der Vizevorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Norbert R\u00f6ttgen (CDU), pl\u00e4diert. Der Experte f\u00fcr Au\u00dfen- und Verteidigungspolitik sagte WELT, es stelle sich die Frage \u201eeiner europ\u00e4ischen Sicherheitsordnung. Diese muss ein Ziel haben: Schutz f\u00fcr den Fall weiterer Aggressionen Russlands.\u201c<\/p>\n<p>Was f\u00fcr den Kanzler \u201ev\u00f6llig klar\u201c ist <\/p>\n<p>In einer Analyse des Bundeskanzleramts zum j\u00fcngsten Treffen der europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs mit <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video68a372f0bdc63e69381ba22f\/washington-die-menschen-um-donald-trump-haben-nie-verstanden-wer-den-krieg-begonnen-hat.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video68a372f0bdc63e69381ba22f\/washington-die-menschen-um-donald-trump-haben-nie-verstanden-wer-den-krieg-begonnen-hat.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump<\/a> in Washington unter Beteiligung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hei\u00dft es: F\u00fcr k\u00fcnftige Sicherheitsgarantien mit Blick auf die Ukraine sei entscheidend, welchen Beitrag die Vereinigten Staaten bereit seien zu leisten. \u201eGemeinsames Verst\u00e4ndnis ist, dass Sicherheitsgarantien umfassend ausgestaltet werden m\u00fcssen. Unter anderem m\u00fcssen sie eine dauerhafte Unterst\u00fctzung der ukrainischen Streitkr\u00e4fte umfassen\u201c, steht in dem Hintergrundpapier, das WELT vorliegt. <\/p>\n<p>Dass sich Deutschland \u2013 wie die anderen europ\u00e4ischen Partner \u2013 einbringen werde, \u201eist v\u00f6llig klar\u201c, stellt das Kanzleramt fest. \u201eWie genau Deutschlands Engagement aussehen k\u00f6nnte, wird sich erst beantworten lassen, wenn die Rahmenbedingungen und weiteren Zeitlinien klar sind\u201c, lautet das Fazit. Die Bundesregierung stehe \u201ef\u00fcr unsere gemeinsamen europ\u00e4ischen Sicherheitsinteressen ein. Deshalb unterst\u00fctzen wir die Ukraine gegen einen verbrecherischen russischen Revisionismus, der auch uns bedroht.\u201c Ziel m\u00fcsse es sein, dass \u201edie Waffen schnellstm\u00f6glich schweigen, am besten sofort. Aber nicht um jeden Preis: die Freiheit und die politische Souver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine sind unbezahlbar\u201c, legt das Kanzleramt die grundlegende Linie fest. <\/p>\n<p>Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Henning Otte (CDU), warnt derweil vor einer \u00dcberforderung der Bundeswehr durch einen m\u00f6glichen Einsatz zur Friedenssicherung in der Ukraine. \u201eEines darf nicht sein: Immer mehr Auftr\u00e4ge anzunehmen und den Personalk\u00f6rper nicht zu st\u00e4rken\u201c, sagte Otte im Deutschlandfunk. Sollte sich Deutschland mit einer Brigade von etwa 5000 Soldaten an Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine beteiligen, w\u00e4re das eine \u201eRiesenherausforderung f\u00fcr die Bundeswehr\u201c. <\/p>\n<p>Kanzler Merz will die Bundeswehr angesichts der russischen Bedrohung zur st\u00e4rksten konventionellen Armee der Europ\u00e4ischen Union formen. Der n\u00f6tige Personalbedarf liegt nach einer ersten Grobsch\u00e4tzung des Verteidigungsministeriums bei k\u00fcnftig rund 460.000 Soldaten \u2013 260.000 aktive Kr\u00e4fte und 200.000 Reservisten. Aktuell fehlen rund 90.000 aktive Soldaten und rund 150.000 Reservisten. <\/p>\n<p>Beim Koalitionspartner SPD gibt es durchaus Offenheit daf\u00fcr, der Ukraine umfassende Sicherheitsgarantien zu gew\u00e4hren; einzelne Abgeordnete hatten dabei einen Einsatz der Bundeswehr nicht ausgeschlossen. Nun aber bremst der Erste Parlamentarische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der SPD-Fraktion, Dirk Wiese: Man solle sich davor h\u00fcten, den \u201edritten oder vierten Schritt\u201c vor den ersten zu tun, sagte er am Mittwoch. Bevor \u00fcber konkrete deutsche Beitr\u00e4ge f\u00fcr Sicherheitsgarantien gesprochen werden k\u00f6nne, sollte man abwarten, ob \u00fcberhaupt ernst zu nehmende Verhandlungsbereitschaft Russlands bestehe. Er verwies auch auf die Wankelm\u00fctigkeit von US-Pr\u00e4sident Trump. <\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/nikolaus-doll\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/nikolaus-doll\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Nikolaus Doll<\/b><\/a><b> berichtet \u00fcber die Unionsparteien und die Bundesl\u00e4nder im Osten.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6nnten deutsche Truppen einen Frieden in der Ukraine absichern? In der Union herrschen dar\u00fcber stark unterschiedliche Ansichten. 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