{"id":365353,"date":"2025-08-22T21:17:13","date_gmt":"2025-08-22T21:17:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/365353\/"},"modified":"2025-08-22T21:17:13","modified_gmt":"2025-08-22T21:17:13","slug":"private-music-von-deftones-laut-de-album","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/365353\/","title":{"rendered":"&#8222;Private Music&#8220; von Deftones \u2013 laut.de \u2013 Album"},"content":{"rendered":"<p>\t\tlaut.de-Kritik<br \/>\n\t\tMoreno schreit, wispert, jault \u2013 und das ist gut so.<br \/>\n\t\tReview von <a rel=\"author nofollow noopener\" href=\"https:\/\/laut.de\/Alben\/Neu?autor=353\" class=\"stark\" target=\"_blank\">Emil Dr\u00f6ll<\/a><\/p>\n<p class=\" first\"><a href=\"https:\/\/laut.de\/Deftones\" class=\"wort\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deftones<\/a> haben in den letzten Jahren einen enormen Hype erfahren. Dank TikTok und Co. sind sie mittlerweile auch bei der j\u00fcngeren Generation angekommen \u2013 was die Fanbase f\u00f6rmlich explodieren l\u00e4sst. Dabei trifft man auf alle m\u00f6glichen Kombis: <a href=\"https:\/\/laut.de\/Slipknot\" class=\"wort\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Slipknot<\/a>-Fans, <a href=\"https:\/\/laut.de\/Taylor-Swift\" class=\"wort\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Taylor Swift<\/a>-Fans. An sich ist das nat\u00fcrlich erstmal positiv \u2013 bis man versucht, Tickets f\u00fcr die Europatour zu ergattern.<\/p>\n<p>Diejenigen, bei denen dank TikTok nicht nur &#8222;My Own Summer&#8220; in der Playlist gelandet ist, d\u00fcrften das letzte Album &#8222;<a href=\"https:\/\/laut.de\/Deftones\/Alben\/Ohms-115162\" class=\"stark\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ohms<\/a>&#8220; noch in guter Erinnerung haben. Jetzt steht &#8222;Private Music&#8220; in den Startl\u00f6chern, nach der l\u00e4ngsten Albumpause der Bandgeschichte.<\/p>\n<p>Vor kurzem habe ich das neue Album noch als &#8222;<a href=\"https:\/\/laut.de\/News\/Vorchecking-Deftones,-Feuerschwanz,-Cr7z-19-08-2025-21293\" class=\"vor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nicht unbedingt evolvierend<\/a>&#8220; eingeordnet. Mein heutiges Ich, das &#8222;Private Music&#8220; inzwischen mehrfach durchgeh\u00f6rt hat, w\u00fcrde diese Aussage allerdings gerne entschuldigend revidieren. Deftones liefern hier nat\u00fcrlich nichts v\u00f6llig Neues \u2013 aber dem Album Blaupausencharakter zu unterstellen, greift zu kurz. Und nur weil &#8222;Ohms&#8220; ein gro\u00dfartiges Album war, rechtfertigt das nicht, &#8222;Private Music&#8220; als dessen Schatten zu sehen.<\/p>\n<p>Meines Erachtens liegt das eigentliche Problem der Deftones darin, dass sie in vielen Augen \u2013 und da nehme ich mich nicht aus \u2013 immer noch im <a href=\"https:\/\/laut.de\/Genres\/Nu-Metal-75\" class=\"werk\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nu Metal<\/a>-Kosmos verortet werden. Dabei haben die aktuellen Deftones herzlich wenig mit Genrekollegen wie <a href=\"https:\/\/laut.de\/Limp-Bizkit\" class=\"wort\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Limp Bizkit<\/a> gemein \u2013 und das ist auch v\u00f6llig in Ordnung. Betrachtet man das Album so objektiv wie irgend m\u00f6glich, entfaltet es sich mal wieder zu einer eigenen Meisterklasse.<\/p>\n<p>Allen voran steht \u2013 nat\u00fcrlich \u2013 &#8222;<strong>My Mind Is A Mountain<\/strong>&#8222;. Die Vorabsingle macht keine Abstriche; der Einstieg sitzt wie ein Motor, der gerade warml\u00e4uft. Moreno so leidend wie eh und je, die Pausen verleihen die wuchtige Schwere. Ein Song, zu dem man sich schwerm\u00fctig selbst ins Koma saufen und gleichzeitig im Moshpit die Sau rauslassen will.<\/p>\n<p>&#8222;<strong>Locked Club<\/strong>&#8220; lehnt sich rifftechnisch nah an den Opener-Track an. Insgesamt wirken die ersten beiden St\u00fccke durchdacht, leidenschaftlich und ehrlich \u2013 so wie man es von Deftones nach f\u00fcnf Jahren Albumpause erwartet. &#8222;<strong>Ecdysis<\/strong>&#8220; ballert mit gut h\u00f6rbarem Bass durch die Tracklist; die tiefgestimmten Gitarren fehlen nat\u00fcrlich nicht. Das einzige Problem: Irgendwie hat man das Gef\u00fchl, es schimmert in jedem Track immer noch ein wenig &#8222;<strong>My Mind Is A Mountain<\/strong>&#8220; durch. Als h\u00e4tte man diesen Banger erschaffen und wollte jedem Song ein wenig von dieser Entdeckung einfl\u00f6\u00dfen. Funktioniert, aber nicht so gut, dass der Rest an den Opener rankommt.<\/p>\n<p>&#8222;<b>Infinite Source<\/b>&#8220; traut sich endlich in neue Fahrwasser: melodischere Gitarre, sehns\u00fcchtigerer Gesang, alles ein wenig hellgrauer statt melancholisch dunkelgrau. &#8222;<strong>Souvenir<\/strong>&#8220; macht \u00e4hnlich transzendental weiter, ohne auf die bedrohlichen Gitarrenriffs zu verzichten. Moreno schreit, wispert, jault \u2013 und das ist gut so. Alles kulminiert bei Minute viereinhalb und m\u00fcndet in Synthesizer-Sounds wie die Ruhe nach dem Deftones-Sturm.<\/p>\n<p>Diese Beinahe-Ruhe geht nahtlos in &#8222;<strong>CXz<\/strong>&#8220; \u00fcber, das aber direkt weiterpr\u00fcgelt. Hier traut sich auch Cunningham endlich mehr. &#8222;<strong>I Think About You All The Time<\/strong>&#8220; klingt schnulzig, ist es auch. Clean-Gitarre, Moreno ist traurig, also sind wir es auch. Langsamer, ruhiger Song, den man beim ersten H\u00f6ren gerne untersch\u00e4tzt, der sp\u00e4ter aber wahre Gr\u00f6\u00dfe beweist.<\/p>\n<p>Dann die zweite Vorabsingle: &#8222;<strong>Milk Of The Madonna<\/strong>&#8220; hat nicht den Alleinstellungscharakter wie die erste Single, kommt aber genauso gut durchdacht um die Ecke. &#8222;<strong>Cut Hands<\/strong>&#8220; macht dann wieder ein bisschen mehr <a href=\"https:\/\/laut.de\/Genres\/Nu-Metal-75\" class=\"werk\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nu<\/a> statt <a href=\"https:\/\/laut.de\/Genres\/Progressive-Rock-127\" class=\"werk\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Prog<\/a>, und das fetzt anders. Mein Favorit im Album. Ein Song, der sich kaum merklich abzuheben versucht und dadurch immer noch ins Album passt.<\/p>\n<p>Auch &#8222;<strong>~Metal Dream<\/strong>&#8220; wirkt ein bisschen frischer, segelt aber langsam zur\u00fcck auf bekannte Gew\u00e4sser. Obwohl das Drumspiel nicht besonders heraussticht, ist es doch eines der tragenden Elemente der meisten Songs. Es gibt die Schwere, die Struktur. &#8222;<strong>Departing The Body<\/strong>&#8220; nimmt sich zum Schluss fast sechs Minuten Zeit. Es baut sich auf durch einzelnes langsames Gitarrenspiel und stapft dann schleppend Richtung Ende.<\/p>\n<p class=\" last\">Insgesamt kein Werk, das Genrewechsel vollzieht \u2013 aber das ist auch gut so. Deftones bleiben Deftones und machen das, was sie am besten k\u00f6nnen: Deftones. Und sie servieren trotzdem Neues dabei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"laut.de-Kritik Moreno schreit, wispert, jault \u2013 und das ist gut so. 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