{"id":365481,"date":"2025-08-22T22:28:20","date_gmt":"2025-08-22T22:28:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/365481\/"},"modified":"2025-08-22T22:28:20","modified_gmt":"2025-08-22T22:28:20","slug":"berlin-kiew-budapest-ukraine-beschiesst-pipeline-problem-fuer-deutsche-raffinerie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/365481\/","title":{"rendered":"Berlin\/Kiew\/Budapest | Ukraine beschie\u00dft Pipeline: Problem f\u00fcr deutsche Raffinerie?"},"content":{"rendered":"<p>Berlin\/Kiew\/Budapest (dpa) &#8211; Nach einem weiteren ukrainischen Drohnenangriff auf die russische \u00d6lpipeline Druschba werden m\u00f6gliche Auswirkungen f\u00fcr die ostdeutsche PCK Raffinerie in Schwedt gepr\u00fcft. Das sagte ein Sprecher der Betreiberfirma Rosneft Deutschland auf dpa-Anfrage. Ungarn, ein Empf\u00e4nger von \u00d6l aus der Leitung Druschba (Freundschaft), meldete einen Ausfall der Lieferungen. Ministerpr\u00e4sident Viktor Orban rief US-Pr\u00e4sident Donald Trump um Hilfe gegen das Kiewer Vorgehen an. Auch die Slowakei beschwerte sich.<\/p>\n<p>Die Ukraine hatte am Donnerstagabend die Pumpstation Unetscha im westrussischen Gebiet Brjansk attackiert, wie der Kommandeur der Drohnentruppen, Robert Bowdi, auf Telegram mitteilte. Genaue Angaben zu Sch\u00e4den machte er nicht. Er f\u00fcgte ein Video bei, das einen gewaltigen Brand angeblich in Unetscha zeigte. Russische Stellen \u00e4u\u00dferten sich zun\u00e4chst nicht.<\/p>\n<p>Wo steckt das \u00d6l aus Kasachstan?<\/p>\n<p>PCK in Schwedt an der Oder bezieht kein russisches \u00d6l mehr, erh\u00e4lt aber im Transit \u00d6l aus Kasachstan. Es m\u00fcsse gekl\u00e4rt werden, ob die n\u00e4chste Lieferung bereits diese Pumpstation passiert habe, sagte Rosneft-Sprecher Burkhard Woelki in Berlin. F\u00fcr die Pumppl\u00e4ne sei die kasachische Seite in Abstimmung mit dem russischen Pipeline-Betreiber Transneft zust\u00e4ndig.\u00a0<\/p>\n<p>Rosneft Deutschland importiert nach Woelkis Angaben monatlich 120.000 Tonnen \u00d6l aus Kasachstan. Die Tochter des gr\u00f6\u00dften \u00d6lkonzerns in Russland steht wegen des Moskauer Angriffskrieges gegen die Ukraine seit 2022 unter Bundesverwaltung. Das Energieministerium in Kasachstan teilte mit, die \u00d6lexporte w\u00fcrden durch den Angriff auf die \u00d6lleitung nicht gest\u00f6rt, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete.<\/p>\n<p>Ungarn erwartet f\u00fcnf Tage Ausfall<\/p>\n<p>Der ungarische Au\u00dfenminister Peter Szijjarto schrieb auf Facebook, der Durchfluss von Erd\u00f6l nach Ungarn sei unterbrochen. Er sprach von einem weiteren Angriff auf die Energiesicherheit seines Landes. Nach dem j\u00fcngsten Angriff werde die Versorgung f\u00fcr mindestens 5 Tage ausfallen.<\/p>\n<p>Orban schrieb nach Angaben des ungarischen Fernsehens in einem Rundbrief an seine Wahlkampfhelfer: \u00abIch habe den amerikanischen Pr\u00e4sidenten um Hilfe gebeten. Die Ukrainer schie\u00dfen st\u00e4ndig die Freundschaft-Pipeline kurz und klein. Dasselbe haben sie mit (der Ostsee-Gaspipeline) Nord Stream getan. Auch dort kam die Wahrheit ans Licht. Trump reagierte.\u00bb<\/p>\n<p>Schon am Montag hatte ein Angriff auf eine andere Druschba-Pumpstation die Versorgung Ungarns gestoppt. Am Dienstag konnte sie wiederhergestellt werden. \u00ab48 Stunden Zeit f\u00fcr die Reparatur\u00bb schrieb der ukrainische Kommandeur Bowdi dieses Mal und f\u00fcgte auf Ungarisch hinzu: \u00abRussen, haut ab!\u00bb Das Verh\u00e4ltnis zwischen den Nachbarn Ungarn und Ukraine ist gespannt. Aus Kiewer Sicht h\u00e4lt Orban zu engen Kontakt nach Moskau und blockiert den Aufnahmeprozess der Ukraine in die EU.<\/p>\n<p>Beschwerde bei der EU-Kommission<\/p>\n<p>Szijjarto und sein slowakischer Kollege Juraj Blanar beschwerten sich auch in einem gemeinsamen Brief an die EU-Au\u00dfenkommissarin Kaja Kallas und Energiekommissar Dan Jorgensen. \u00abJegliche Gef\u00e4hrdung der Energiesicherheit unseres Landes ist inakzeptabel\u00bb, sagte Blanar. Er verwies auf eine Erkl\u00e4rung der EU-Kommission vom Januar, in der es um den Schutz der kritischen Infrastruktur geht. Angesichts der Milliardenhilfen f\u00fcr die Ukraine seien die Schritte Kiews \u00abv\u00f6llig inakzeptabel\u00bb. Der Pipelinebetreiber Transpetrol in der Slowakei best\u00e4tigte den Lieferstopp ab Donnerstagabend.<\/p>\n<p>Die Pipeline Druschba ist ein verzweigtes System von mehreren Tausend Kilometern L\u00e4nge, durch das die fr\u00fchere Sowjetunion die sozialistischen L\u00e4nder in Ost- und Mitteleuropa mit Erd\u00f6l belieferte. Wegen des russischen Krieges gegen die Ukraine beziehen Deutschland, Polen und Tschechien kein russisches \u00d6l mehr. Die Ukraine blockierte 2024 ihren Teil der Pipeline f\u00fcr Lieferungen Richtung Slowakei und Ungarn, sie beziehen \u00fcber andere Teile der Pipeline aber weiter russisches \u00d6l.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin\/Kiew\/Budapest (dpa) &#8211; Nach einem weiteren ukrainischen Drohnenangriff auf die russische \u00d6lpipeline Druschba werden m\u00f6gliche Auswirkungen f\u00fcr die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":365482,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,8221,4046,1940,1938,307,317,501],"class_list":{"0":"post-365481","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-konflikte","15":"tag-krieg","16":"tag-nachrichten-aus-berlin","17":"tag-news-aus-berlin","18":"tag-russland","19":"tag-ukraine","20":"tag-ungarn"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115074780696016516","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/365481","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=365481"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/365481\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/365482"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=365481"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=365481"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=365481"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}