{"id":365485,"date":"2025-08-22T22:30:30","date_gmt":"2025-08-22T22:30:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/365485\/"},"modified":"2025-08-22T22:30:30","modified_gmt":"2025-08-22T22:30:30","slug":"berliner-krankenhaeuser-wie-die-senatskuerzungen-die-charite-belasten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/365485\/","title":{"rendered":"Berliner Krankenh\u00e4user: Wie die Senatsk\u00fcrzungen die Charit\u00e9 belasten"},"content":{"rendered":"<p>\tBerliner Krankenh\u00e4user<br \/>\n\t &#8211; <\/p>\n<p>\t\tWie die Senatsk\u00fcrzungen die Charit\u00e9 belasten<\/p>\n<p>\n        Fr 22.08.25 | 15:26 Uhr  | Von Angela Ulrich\n    <\/p>\n<p>    <a href=\"#top-of-comments\"\/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755901828_196_size=708x398.jpg\" alt=\"Ina Czyborra (SPD, hinten), Gesundheitssenatorin von Berlin, schaut mit Lars Bullinger, Klinikdirektor H\u00e4matologie, Onkologie und Tumorimmunologie, durch ein Mikroskop auf dem Universit\u00e4tsmedizin Berlin Campus Virchow-Klinikum am 21.08.2025. (Quelle: picture alliance\/dpa\/Jens Kalaene)\" title=\"Ina Czyborra (SPD, hinten), Gesundheitssenatorin von Berlin, schaut mit Lars Bullinger, Klinikdirektor H\u00e4matologie, Onkologie und Tumorimmunologie, durch ein Mikroskop auf dem Universit\u00e4tsmedizin Berlin Campus Virchow-Klinikum am 21.08.2025. (Quelle: picture alliance\/dpa\/Jens Kalaene)\" id=\"1250633263\"\/><\/p>\n<p>picture alliance\/dpa\/Jens Kalaene<\/p>\n<p>Audio: rbb24 Inforadio | 22.08.2025 | Angela Ulrich | Bild: picture alliance\/dpa\/Jens Kalaene <\/p>\n<p>Die Charit\u00e9 ist ein Leuchtturm im Medizin-Bereich, weltweit anerkannt. Aber auch der Vorzeige-Klinik macht der Sparkurs der Landesregierung zu schaffen, dazu kommen Unklarheiten der Krankenhausreform. Von Angela Ulrich <\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_0\"\/><\/p>\n<p>Die kleine Luna quietscht und brabbelt. Im rosa Pulli sitzt die Eineinhalbj\u00e4hrige auf dem Scho\u00df ihrer Mutter Vanessa in einem farbenfrohen Spielzimmer und guckt sich die Besucher um sie herum neugierig an.<\/p>\n<p>Luna hat einen Schlauch in der Nase und eine Infusion in der Hand, die Lippen und Fingerspitzen sind leicht bl\u00e4ulich. Ein typisches Merkmal von Lunas Krankheit, sagt Felix Berger, der Direktor der Klinik f\u00fcr angeborene Herzfehler der Charit\u00e9: &#8222;Luna hat tats\u00e4chlich ein typisches Ein-Kammer-Herz, ein angeborener Herzfehler, der nicht korrigiert werden kann&#8220;, erkl\u00e4rt Berger. Blutkreisl\u00e4ufe m\u00fcssten versucht werden zu trennen.<\/p>\n<p>Zweimal ist Luna schon operiert worden, in ihrer Heimat Leipzig. Der n\u00f6tige dritte Schritt sollte in Berlin erfolgen, &#8222;aber das Herz hat leider nicht so mit gemacht, wie wir uns das gew\u00fcnscht haben&#8220;, sagt der Klinikleiter.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/content\/dam\/rbb\/rbb\/rbb24\/2025\/2025_08\/sonstiges\/luna-charite.jpg.jpg\/size=708x398.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755901829_411_size=320x180.jpg\" alt=\"Luna leidet an einem angeborenen Herzfehler und wird an der Charit\u00e9 von Expert*innen behandelt. (Quelle: rbb)\" title=\"Luna leidet an einem angeborenen Herzfehler und wird an der Charit\u00e9 von Expert*innen behandelt. (Quelle: rbb)\" id=\"articlesContList_picture_1474036620\"\/><\/a>Patientin Luna leidet an einem angeborenen Herzfehler und wird an der Charit\u00e9 von Expert*innen behandelt. | Bild: rbb <\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1613657012\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tBanges Warten auf ein Spenderherz<\/p>\n<p>Luna braucht ein Spenderherz, darauf wartet Familie Heidel nun in der Charit\u00e9. Mutter und Tochter m\u00fcssen Geduld haben, es k\u00f6nne lange dauern, gerade bei kleinen Kindern, sagt Felix Berger. Aber dass es \u00fcberhaupt m\u00f6glich sein k\u00f6nnte, ihre Tochter zu retten, macht Vanessa Heidel zuversichtlich &#8211; sie f\u00fchle sich in der Charit\u00e9 sehr gut betreut, sagt die Mutter.<\/p>\n<p>Gesundheitssenatorin Ina Czyborra, am Donnerstag zu Besuch in der Charit\u00e9, versucht der kleinen Familie Mut zu machen. Aber die SPD-Politikerin wei\u00df auch: Gerade Spitzenmedizin ist teuer. &#8222;Es ist doch unterirdisch, dass Kindermedizin, gerade solch hoch spezialisierte, nicht umf\u00e4nglich finanziert ist in unserem System&#8220;, emp\u00f6rt sich Czyborra, &#8222;das d\u00fcrfte so nicht sein.&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_2031398192\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tKrankenhausreform zulasten von spezialisierter Kindermedizin?<\/p>\n<p>Denn auch das Vorzeige-Krankenhaus Charit\u00e9 hat zu k\u00e4mpfen. Der Kinder-Kardiologe Berger redet Klartext mit der Senatorin. Er macht sich Sorgen, weil die Krankenhausreform der Ampel-Regierung von der neuen Bundesregierung aufgeweicht werden k\u00f6nnte: &#8222;Wir Kindermediziner sind frustriert, weil man liest, dass das Erste, was aus der Reform wegf\u00e4llt, die spezialisierte Kindermedizin ist. Das bricht uns das Herz.&#8220;<\/p>\n<p>Czyborra schaut betroffen. Vielleicht sei da ja auf Bundesebene noch was zu machen, meint die Senatorin: &#8222;Wir sind im politischen Prozess, nach der Reform ist immer vor der Reform \u2013 aber wir m\u00fcssen es am Ende dann auch finanzieren.&#8220;<\/p>\n<p>Stichwort Finanzen \u2013 in ihrem Sparhaushalt k\u00fcrzt auch die schwarz-rote Landesregierung der Charit\u00e9 das Budget f\u00fcr Investitionen um ein Viertel. Einen &#8222;massiven Einschnitt&#8220;, nennt das der Dekan des Hauses, Joachim Spranger: &#8222;Das betrifft Ger\u00e4tschaften, das betrifft den Bau, das betrifft eben sowohl die Fakult\u00e4t als auch Krankenversorgung, wenn das um 25 Prozent gek\u00fcrzt wird.&#8220;<\/p>\n<p>Die Forschung leide also genauso wie die Versorgung von Patienten. Au\u00dferdem werden bei den Medizin- und Zahnmedizin-Studienpl\u00e4tzen gek\u00fcrzt, die Hebammenwissenschaft der Charit\u00e9 sogar um die H\u00e4lfte. Von einer &#8222;schwierigen Situation&#8220; spricht Joachim Spranger, denn eigentlich sei die Charit\u00e9 darauf angewiesen, sich selbst Fachkr\u00e4fte heranzubilden.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1229011364\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tBeCAT: Forschung f\u00fcr Arzneimittel aus lebenden Zellen<\/p>\n<p>Neben den Problemen bekommt die Gesundheitssenatorin aber auch Erfreuliches zu sehen. Den fast fertigen Neubau f\u00fcr ein Zentrum f\u00fcr Gen- und Zellforschung, das Berlin Center for Advanced Therapies (BeCAT). Ein heller Betonbau, grasgr\u00fcner Fu\u00dfboden, Schleusen, in denen noch Staub liegt. Sp\u00e4ter sollen dort in hoch gereinigter Luft ohne jeden Staubpartikel Arzneimittel aus lebendigen Zellen entwickelt werden, absolutes Neuland, sagt Projektleiterin Annette K\u00fcnkele-Langer: &#8222;In diesem Haus sollen innovative Zellprodukte hergestellt werden, damit sie Patienten in fr\u00fchen Stadien verabreicht werden k\u00f6nnen.&#8220; Idealerweise k\u00f6nnten Patienten so geheilt werden.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/content\/dam\/rbb\/rbb\/rbb24\/2025\/2025_08\/rbb-reporter\/ina-czyboraa-annette-Kuenkele-langer.jpg.jpg\/size=708x398.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1755901830_999_size=320x180.jpg\" alt=\"Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) und Prof. Annette K\u00fcnkele-Langer, Leiterin des Berlin Centers for Advanced Therapies (BeCAT).(Quelle: Angela Ulrich\/rbb)\" title=\"Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) und Prof. Annette K\u00fcnkele-Langer, Leiterin des Berlin Centers for Advanced Therapies (BeCAT).(Quelle: Angela Ulrich\/rbb)\" id=\"articlesContList_picture_685876607_608365870\"\/><\/a><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_928426573\"\/><\/p>\n<p>Die Gesundheitssenatorin ist begeistert beim Rundgang. Kann und will sie die finanziellen Einschnitte f\u00fcr die Charit\u00e9 noch abmildern? &#8222;Wir werden sehen, was wir mit dem Sonderverm\u00f6gen noch alles hinkriegen&#8220;, sagt Czyborra. Die Debatte sei im Gange. &#8222;Wir werden Geld brauchen f\u00fcr unsere Krankenhauslandschaft, besonders f\u00fcr die Charit\u00e9, wenn wir hier zukunftsf\u00e4hig sein wollen.&#8220;<\/p>\n<p>Dabei klingt Czyborra zumindest etwas k\u00e4mpferisch. Viel deutlicher formuliert das allerdings Charit\u00e9-Chef Heyo Kroemer. Auch er hat in der Herzfehler-Kinderklinik der Mutter der kleinen Luna Mut zugesprochen. &#8222;Wir machen das hier weiter&#8220;, sagt Kroemer, &#8222;und zwar unter allen Rahmenbedingungen. Es ist doch v\u00f6llig undenkbar, dass man solchen Eltern sagt: tut uns leid, wir haben kein Geld, und schicken Sie wieder nach Hause!&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_2113483360\"\/><\/p>\n<p>Sendung: rbb24 Inforadio, 22.08.2025, 06:10 Uhr<\/p>\n<p class=\"textblock\">Beitrag von Angela Ulrich<\/p>\n<p><a class=\"ico ico_arrow_wide_up\" title=\"An den Anfang\" href=\"#top\">  <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berliner Krankenh\u00e4user &#8211; Wie die Senatsk\u00fcrzungen die Charit\u00e9 belasten Fr 22.08.25 | 15:26 Uhr | Von Angela Ulrich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":365486,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30],"class_list":{"0":"post-365485","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115074788608859584","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/365485","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=365485"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/365485\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/365486"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=365485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=365485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=365485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}