{"id":366527,"date":"2025-08-23T08:34:13","date_gmt":"2025-08-23T08:34:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/366527\/"},"modified":"2025-08-23T08:34:13","modified_gmt":"2025-08-23T08:34:13","slug":"spezialisten-und-nachwuchs-fuer-das-fenster-zum-koerper","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/366527\/","title":{"rendered":"Spezialisten und Nachwuchs f\u00fcr das Fenster zum K\u00f6rper!"},"content":{"rendered":"<p>Etwa 8.500 <strong>Nierenbiopsien <\/strong>werden j\u00e4hrlich im spezialisierten Zentrum f\u00fcr Nephropathologie des Uniklinikums <strong>Erlangen <\/strong>bearbeitet. Davon stammen ca. 400 Nierenbiopsien direkt aus den medizinischen Kliniken des Uniklinikums Erlangen. Die restlichen Nierenbiopsien stammen aus dem Klinikum N\u00fcrnberg und von \u00fcber 100 weiteren externen Einsendern aus dem gesamten Bundesgebiet.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich werden nephropathologische Pr\u00e4parate aus der ganzen <strong>Bundesrepublik <\/strong>konsiliarpathologisch mit begutachtet. Insgesamt gibt es ca. f\u00fcnf gr\u00f6\u00dfere spezialisierte Nephropathologien in Deutschland.<\/p>\n<p>Nachgefragt bei <strong>Prof. Dr. Kerstin Amann<\/strong>, Leiterin der Nephropathologie am Uniklinikum Erlangen:\u00a0<\/p>\n<p>Die Nierenpathologie ist ein sehr vielseitiges Fachgebiet. Welche Erkrankungen untersuchen Sie in Ihrer t\u00e4glichen Arbeit?<\/p>\n<p>Wir untersuchen an <strong>Gewebeproben <\/strong>Erkrankungen der Niere selbst \u2013 onkologische und nichtonkologische. Dar\u00fcber hinaus zeigt Nierengewebe auch <strong>Ver\u00e4nderungen <\/strong>bei <strong>Erkrankungen <\/strong>an anderen Stellen im K\u00f6rper, wie <strong>Stoffwechselst\u00f6rungen<\/strong>, Lebererkrankungen, Bluterkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Gef\u00e4\u00dfentz\u00fcndungen. Die Nephropathologie ist zudem unverzichtbar bei Organtransplantationen, vor allem der Niere und des Pankreas. Jede dieser Erkrankungen kann sich unter dem Mikroskop anders darstellen, und es braucht viel klinische und pathologische Erfahrung, um sie zu erkennen, richtig zu interpretieren und zu beschreiben. Das hilft den behandelnden \u00c4rztinnen und \u00c4rzten, die richtige <strong>Diagnose <\/strong>zu stellen und die beste <strong>Behandlung <\/strong>f\u00fcr die Betroffenen zu finden. Die Untersuchungen in der Nephropathologie sind zudem besonders wertvoll, da sie oft <strong>Fr\u00fchsymptome <\/strong>erkennen k\u00f6nnen, bevor andere klinische Anzeichen auftreten.<\/p>\n<p>Bei der Behandlung onkologischer Erkrankungen herrscht eine gro\u00dfe Dynamik. Wie \u00e4u\u00dfert sich das bei Nierentumoren?<\/p>\n<p>Als ich studiert habe, gab es 4 Typen von Nierentumoren. In der aktuellen WHO-Klassifikation von 2022 werden<strong> 22 verschiedene Entit\u00e4ten<\/strong> von Nierentumoren und \u00fcber 20 Mischtypen, seltene und molekulare Typen mit spezifischen Mutationen beschrieben. Alle 2 bis 3 Jahre wird die WHO-Klassifikation f\u00fcr Nierentumoren \u00fcberarbeitet, um neue Erkenntnisse zu ber\u00fccksichtigen \u2013 eine rasante Entwicklung. Grund daf\u00fcr sind die neuen diagnostischen Verfahren. Dass es Unterschiede in den Tumoren gibt, haben wir fr\u00fcher schon gesehen. Aber die Technologien von heute geben uns die M\u00f6glichkeit, gemeinsam mit<strong> Fachleuten auf der ganzen Welt<\/strong> zu forschen, Alleinstellungsmerkmale, Mutationen, molekulare Unterschiede zu finden und die Klassifikation weiterzuschreiben. Wir Nephropathologinnen und -pathologen sind eine treibende Kraft der experimentellen und klinischen Tumorforschung geworden. Unsere Hauptaufgabe ist allerdings weiterhin, die fast 50 Tumortypen im Alltag dann auch pr\u00e4zise pathologisch zu befunden, um Menschen zu helfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Etwa 8.500 Nierenbiopsien werden j\u00e4hrlich im spezialisierten Zentrum f\u00fcr Nephropathologie des Uniklinikums Erlangen bearbeitet. Davon stammen ca. 400&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":366528,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,30,141,232],"class_list":{"0":"post-366527","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115077163855938959","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/366527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=366527"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/366527\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/366528"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=366527"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=366527"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=366527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}