{"id":367224,"date":"2025-08-23T14:51:11","date_gmt":"2025-08-23T14:51:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/367224\/"},"modified":"2025-08-23T14:51:11","modified_gmt":"2025-08-23T14:51:11","slug":"wohin-nun-mit-der-kaputten-jeans-verbraucherzentrale-brandenburg-erklaert-was-fuer-alttextilien-gilt-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/367224\/","title":{"rendered":"Wohin nun mit der kaputten Jeans? Verbraucherzentrale Brandenburg erkl\u00e4rt, was f\u00fcr Alttextilien gilt \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Seit Jahresbeginn gilt in der gesamten EU eine neue Richtlinie f\u00fcr die Sammlung von Alttextilien, die f\u00fcr einige Verwirrung gesorgt hat. Nicht nur in Leipzig. Wohin den nun mit der alten, zerschlissenen Kleidung? In den Textiliencontainer oder doch in den Restm\u00fcll? Anl\u00e4sslich des Tages der gebrauchten Kleidung am 25. August erkl\u00e4rt die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB), warum Verbraucher\/-innen kaputte oder stark verschmutzte Kleidung weiterhin im Restm\u00fcll entsorgen k\u00f6nnen und warum es mehr Qualit\u00e4t als Quantit\u00e4t braucht.<\/p>\n<p>Das Wesentliche dabei: Die EU-Richtlinie, die seit Jahresbeginn gilt, richtet sich gar nicht an die Verbraucher\/-innen. \u201eF\u00fcr Verbraucher\/-innen hat sich nichts ge\u00e4ndert. Sie sollten \u2013 wenn es in der Kommune keine gesonderten Sammelcontainer gibt \u2013 kaputte oder stark verschmutzte Kleidung weiterhin im Restm\u00fcll entsorgen. Noch brauchbare Kleidung geh\u00f6rt in die Altkleidersammlung. Im Idealfall erfolgt die Entsorgung direkt beim Wertstoffhof\u201c, erkl\u00e4rt Joshua Jahn, Pressesprecher der <a href=\"http:\/\/verbraucherzentrale-brandenburg.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">VZB<\/a>.<\/p>\n<p>Die neue EU-Richtlinie, die seit dem 1. Januar 2025 f\u00fcr die Sammlung von Alttextilien gilt, betrifft nur kommunale Entsorgungsunternehmen und nicht direkt Verbraucher\/-innen. Es ist also auch hier die Leipziger Stadtreinigung, die reagieren muss. Nicht indem sie Restm\u00fcll sortiert, sondern indem sie besondere Container f\u00fcr Alttextilien aufstellt, die kaputt, verschlissen und nicht mehr nutzbar sind.<\/p>\n<p>Die Betriebe sollen auf ihren Wertstoffh\u00f6fen beispielsweise verschiedene Container f\u00fcr noch brauchbare und f\u00fcr kaputte Kleidungsst\u00fccke bereitstellen. In der Praxis gibt es in den meisten Kommunen aber weiterhin ausschlie\u00dflich Container f\u00fcr noch nutzbare Textilien. Das Problem wird also auf die Nutzer abgew\u00e4lzt, die nun ratlos vom Textiliencontainer stehen.<\/p>\n<p>Richtig trennen<\/p>\n<p>Die Sammlung von Kleidung leistet einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und hilft, Textilabf\u00e4lle zu vermeiden, betont die VZB. Allerdings sollten nur saubere und noch tragbare Kleidung in den Altkleidercontainer \u2013 am besten in einer verschlossenen T\u00fcte, um Verschmutzungen zu verhindern. Denn je h\u00f6her der Anteil unbrauchbarer Textilien in den Containern ist, desto h\u00f6her sind die Kosten f\u00fcr Kommunen oder Sozialverb\u00e4nde, die Container aufstellen.<a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/politik\/region\/2025\/02\/vandalismus-und-missbrauch-drk-leipzig-land-kleidercontainer-stadtbild-616391\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Oder diese Container wieder abbauen, weil ihnen die Kosten aus dem Ruder laufen.<\/a><\/p>\n<p>Auch wenn die Anzahl der Altkleidercontainer nach <a href=\"http:\/\/fairwertung.de\/altkleiderkrise-spitzt-sich-zu-fairwertung-legt-vor\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Angaben von FairWertung e.V.<\/a> \u00a0sinkt, sollten Verbraucher\/-innen sich weiterhin vorab \u00fcber seri\u00f6se Sammelstellen informieren. Verl\u00e4ssliche Altkleidersammler tragen oft das Logo \u201eFairWertung\u201c oder das \u201eBVSE Qualit\u00e4tssiegel Alttextilsammlung\u201c auf den Altkleidercontainern oder auf der Homepage.<\/p>\n<p>Alternativ k\u00f6nnen Verbraucher\/-innen noch brauchbare Kleidung direkt bei verschiedenen Anbietern abgeben. Dies ist bei vielen Hilfsorganisationen oder Second-Hand-L\u00e4den m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Qualit\u00e4t statt Quantit\u00e4t<\/p>\n<p>Ein Grund, warum sich das Sammeln von Textilien immer weniger lohnt, ist die zunehmend schlechtere Qualit\u00e4t der Kleidung. Die Fast-Fashion-Industrie bringt enorme Mengen kurzlebiger Kleidung auf den Markt. Die Produktion von Kleidung ben\u00f6tigt zudem gro\u00dfe Mengen an Wasser, Land sowie Energie und hat erhebliche Umweltauswirkungen.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr die Verbraucherzentrale ist deswegen die Politik gefragt: Sie muss konkrete Vorgaben f\u00fcr die Industrie machen, damit die Hersteller die Kleidung langlebiger, recycelbarer und somit nachhaltiger produzieren\u201c, fordert Jahn. Verbraucher\/-innen k\u00f6nnen beim Kleiderkauf auf Qualit\u00e4t statt Quantit\u00e4t setzen. Langfristig kann dies sogar g\u00fcnstiger sein, da sie diese Kleidungsst\u00fccke seltener ersetzen m\u00fcssen. Auch Kleidertauschpartys sind eine nachhaltige M\u00f6glichkeit, f\u00fcr Abwechslung im Kleiderschrank zu sorgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit Jahresbeginn gilt in der gesamten EU eine neue Richtlinie f\u00fcr die Sammlung von Alttextilien, die f\u00fcr einige&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":367225,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[51127,3364,29,30,71,859,7315],"class_list":{"0":"post-367224","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-alttextilien","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-leipzig","13":"tag-sachsen","14":"tag-verbraucherzentrale"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115078645922365775","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/367224","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=367224"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/367224\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/367225"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=367224"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=367224"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=367224"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}