{"id":367256,"date":"2025-08-23T15:08:11","date_gmt":"2025-08-23T15:08:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/367256\/"},"modified":"2025-08-23T15:08:11","modified_gmt":"2025-08-23T15:08:11","slug":"waschbaeren-population-in-berlin-nimmt-zu-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/367256\/","title":{"rendered":"Waschb\u00e4ren-Population in Berlin nimmt zu &#8211; News"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-lead\">Waschb\u00e4ren in der Grossstadt k\u00f6nnen eine Plage sein. Ein vielversprechendes Projekt zur Eind\u00e4mmung der invasiven Art in Berlin wurde jedoch abgelehnt.<\/p>\n<p class=\"article-author__name\">\n            Autor:\u00a0<\/p>\n<p>                Alexandra Gubser<\/p>\n<p class=\"article-author__date js-dateline\" data-publicationdate=\"2025-08-23T16:49:10+02:00\" data-modificationdate=\"2025-08-23T16:49:10+02:00\">\n            23.08.2025, 16:49\n        <\/p>\n<p>  Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>            Teilen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Sie sind so unglaublich s\u00fcss. Kleine Knopfaugen, schwarze Zorro-Maske, buschiger Ringelschwanz. Wenn Waschb\u00e4ren aber den Garten umpfl\u00fcgen, die Obstb\u00e4ume kahlfressen, sich jede Nacht mit Geschepper \u00fcber die M\u00fclltonnen hermachen oder gleich als Untermieter im Dachboden einziehen und zwecks Nestbaus die W\u00e4rmed\u00e4mmung rausrupfen, dann findet man sie nicht mehr so putzig.<\/p>\n<p>Anfang Bildergalerie<\/p>\n<p>    <a class=\"h-offscreen h-offscreen-focusable js-skiplink\" href=\"#skiplink-target-2002e99f-3874-4637-a378-6be5a13d7cbb-end\">Bildergalerie \u00fcberspringen<\/a><\/p>\n<ul class=\"image-gallery__list js-image-gallery-list\">\n<li class=\"image-gallery__item js-image-gallery-item\" data-app-image=\"\" tabindex=\"0\" data-flying-focus-info=\"no\">\n<p>                        Bild 1 von 2. <\/p>\n<p>                        Urspr\u00fcnglich stammt der Waschb\u00e4r aus Nordamerika &#8230;<\/p>\n<p>                                                                         Bildquelle: SRF.<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Waschb\u00e4r isst auf einer Steinmauer.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>\n                    Legende:<\/p>\n<p>                Urspr\u00fcnglich stammt der Waschb\u00e4r aus Nordamerika &#8230;<\/p>\n<p>                    SRF<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"image-gallery__item js-image-gallery-item\" data-app-image=\"\" tabindex=\"0\" data-flying-focus-info=\"no\">\n<p>                        Bild 2 von 2. <\/p>\n<p>                        &#8230; doch seit 140 Jahren ist er auch in Mitteleuropa heimisch. Er gilt in der EU aber als invasive Tierart.<\/p>\n<p>                                                                         Bildquelle: SRF.<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Waschb\u00e4r klettert auf Vogelhaus im Baum.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>\n                    Legende:<\/p>\n<p>                &#8230; doch seit 140 Jahren ist er auch in Mitteleuropa heimisch. Er gilt in der EU aber als invasive Tierart.<\/p>\n<p>                    SRF<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ende der Bildergalerie<\/p>\n<p>    <a class=\"h-offscreen h-offscreen-focusable h-offscreen-focusable--bottom js-skiplink\" href=\"#skiplink-target-2002e99f-3874-4637-a378-6be5a13d7cbb-start\">Zur\u00fcck zum Anfang der Bildergalerie.<\/a><\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Da im gr\u00fcnen Berlin Wildnis und Siedlungsgebiete fliessend ineinander \u00fcbergehen, r\u00fcckt der opportunistische Allesfresser dem Menschen immer mehr auf die Pelle. Wie viele Waschb\u00e4ren sich in der deutschen Hauptstadt tummeln, kann aber niemand so genau sagen.<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Waschb\u00e4r klettert nachts auf Baum vor Ziegelwand.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                In Berlin sind die Grenzen zwischen Wald und Siedlungsgebieten fliessend. Kein offenstehendes Fenster, keine M\u00fclltonne ist vor dem Waschb\u00e4ren sicher.<\/p>\n<p>                    SRF<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">F\u00fcr den Wildtierbeauftragten der Berliner Senatsverwaltung ist die Zahl der Beschwerden ein guter Indikator. <\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Mann mit Kappe im Wald stehend.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                \u00abKeiner weiss ganz genau, wie viele Waschb\u00e4ren es in Berlin gibt\u00bb, sagt der Wildbeauftragte Berlins, Dirk Ehlert.<\/p>\n<p>                    SRF<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Erhielt er vor 25 Jahren noch ein, zwei Anrufe im Jahr, sind es heute zwischen f\u00fcnf und zehn \u2013 pro Tag. Bei der Hotline des Vereins \u00abHauptsache Waschb\u00e4r\u00bb wurden auch schon 1000 Anrufe in einem einzigen Monat gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>                                                        Ausgesetzt oder ausgeb\u00fcxt<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Dass sich die aus Nordamerika stammenden Waschb\u00e4ren besonders in Berlin-Brandenburg und in Hessen so pudelwohl f\u00fchlen, liegt am Menschen. 1934 waren am Edersee in der N\u00e4he von Kassel gezielt zwei P\u00e4rchen ausgesetzt worden, um die heimische Fauna zu bereichern. Jahre sp\u00e4ter b\u00fcxten aus einer Pelztierfarm bei Strausberg \u00f6stlich von Berlin weitere Tiere aus. <\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Zwei junge Waschb\u00e4ren im Reifen versteckt.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Diese knuffigen Ganoven sind gerade mal vier Monate alt.<\/p>\n<p>                    SRF<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Dazu wurden dort nach Kriegsende alle Waschb\u00e4ren mangels Futter freigelassen. Abgesehen von Greifv\u00f6geln haben die Kleinb\u00e4ren keine Fressfeinde, sie haben sich in der Folge ungehindert fortgepflanzt. Doch obwohl inzwischen in ganz Mitteleuropa heimisch, werden Waschb\u00e4ren von der EU immer noch als invasive Tierart eingestuft. Die man jagen, dezimieren und ausrotten sollte.<\/p>\n<p>                                                        Kompensatorische Fertilit\u00e4t<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Versuche, die wachsende Waschb\u00e4ren-Population durch Bejagung zu regulieren, haben allerdings einen gegenteiligen Effekt. Wie bei anderen Wildtieren gleicht die Population grosse Verluste aus. Weniger Waschb\u00e4ren pflanzen sich einfach schneller fort, kriegen fr\u00fcher und mehr weibliche Junge. Letztendlich nimmt die Population sogar zu. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Nachhaltig regulieren liesse sich die Zahl der Waschb\u00e4ren dagegen durch die Sterilisation und Kastration der Tiere, davon ist Mathilde Laininger \u00fcberzeugt. <\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Frau mit rotem Haar h\u00e4lt SRF-Mikrofon im Freien.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                \u00abEin Waschb\u00e4r ist ein v\u00f6llig aggressionsloses Tier, das jedem Konflikt aus dem Weg geht. Es ist ein bequemer, dicker Mobs\u00bb, sagt Tier\u00e4rztin Laininger.<\/p>\n<p>                    SRF<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Die Tier\u00e4rztin versorgt in ihrer Praxis in Berlin-Zehlendorf neben Hunden und Katzen haupts\u00e4chlich verletzte, kranke und verwaiste Waschb\u00e4ren. Durch die Einstufung als invasive Tierart d\u00fcrfen eingefangene, gesundgepflegte Waschb\u00e4ren aber keinesfalls mehr freigelassen werden. <\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Frau f\u00fcttert Waschb\u00e4r auf einem Holzger\u00fcst im Gehege.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Die jungen Waschb\u00e4ren finden auf dem Lebenshof f\u00fcr verwaiste Waschb\u00e4ren von Tier\u00e4rztin Mathilde Laininger in Berlin Brandenburg Unterschlupf.<\/p>\n<p>                    SRF<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Laininger, die ihr Herz an die sehr sozialen und intelligenten Tiere verloren hat, betreibt deshalb in Brandenburg den einzigen Lebenshof f\u00fcr Waschb\u00e4ren in Europa. <\/p>\n<p>                                                        Berliner Pilotprojekt abgelehnt<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Der Lebenshof wird weiter Waschb\u00e4ren aufnehmen m\u00fcssen. Denn das tierwohlorientierte, auf f\u00fcnf Jahre angelegte Pilotprojekt von Mathilde Laininger, frei lebende Tiere unfruchtbar zu machen, wurde vom Senat \u00fcberraschend auf den letzten Metern ausgebremst. Berlin setzt lieber auf ein \u00abWildtierkompetenzzentrum\u00bb. Dieses steckt allerdings noch in der Konzeptphase. Derweil sich die Berliner Waschb\u00e4ren munter weiter vermehren.<\/p>\n<p>  Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>            Teilen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Waschb\u00e4ren in der Grossstadt k\u00f6nnen eine Plage sein. 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