{"id":368209,"date":"2025-08-24T00:20:49","date_gmt":"2025-08-24T00:20:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/368209\/"},"modified":"2025-08-24T00:20:49","modified_gmt":"2025-08-24T00:20:49","slug":"politischer-talk-in-hannover-beim-besuch-des-bundesvorstands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/368209\/","title":{"rendered":"Politischer Talk in Hannover beim Besuch des Bundesvorstands"},"content":{"rendered":"<p class=\"u-typo:l\">Porridge und Politik: Zum Fr\u00fchst\u00fcckstalk trafen sich gestern Johanniter-Bundesvorstand Thomas M\u00e4hnert, zwei Landes- und zwei Regionalvorst\u00e4nde sowie Bundespolitiker Adis Ahmetovic (SPD) und dessen Landtagskollege Ulrich Watermann.<\/p>\n<p>Nur zwei Stunden Zeit, aber viele Themen&#8230; Gestern Vormittag schaute Bundesvorstand Thomas M\u00e4hnert, gerade f\u00fcr zwei Tage zu Besuch im LV Niedersachsen\/Bremen, in der Gesch\u00e4ftsstelle des RV Niedersachsen Mitte vorbei. Auf einen ersten Austausch mit den Landes- und Regionalvorst\u00e4nden folgte ein \u201eFr\u00fchst\u00fccks-Talk\u201c, zu dem Torsten Bierbrauer und Katalin Soppart prominente G\u00e4ste eingeladen hatten: Bundespolitiker Adis Ahmetovic (SPD) und sein Kollege aus dem Nieders\u00e4chsischen Landtag, Ulrich Watermann, waren zu Besuch und nach einer kurzen Begr\u00fc\u00dfung und Einf\u00fchrung durch den Regionalvorstand flogen die Themen schneller \u00fcber den Tisch, als man gucken konnte.<\/p>\n<p><strong>Zum Thema Pflichtjahr<\/strong><br \/>Thomas M\u00e4hnert bef\u00fcrwortet das vieldiskutierte Pflichtjahr, wei\u00df aber auch um die Ablehnung bei der Jugend. Wundern tut es ihn nicht: &#8222;Zu meiner Zeit stellte sich nur die Frage, ob junge M\u00e4nner den Wehr- oder den Zivildienst machen. F\u00fcr viele Jugendliche von heute f\u00fchlt es sich nach einem gestohlenen Jahr an.&#8220; Adis Ahmetovic: &#8222;Ich bin ebenfalls daf\u00fcr, w\u00fcrde es aber anders nennen. Aus p\u00e4dagogischen Gr\u00fcnden spreche ich mich f\u00fcr ein verpflichtendes <strong>Gesellschaftsjahr<\/strong> aus. Der Begriff muss entmilitarisiert werden, niemand soll Sorge haben, in einem solchen Jahr in den Krieg ziehen zu m\u00fcssen. Ich k\u00f6nnte es mir als ein 12-Jahre+1 oder 10-Jahre+1-Modell vorstellen und glaube, dass es f\u00fcr viele junge Menschen ein Gewinn w\u00e4re.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Zum Thema Pflegereform<\/strong><br \/>Ulrich Watermann: &#8222;Wir erleben in der Fl\u00e4che, dass nichts mehr funktioniert. Von den kleinen ambulanten Pflegediensten brechen viele durch Insolvenzen weg, gleichzeitig sind die demenziell Erkrankten eine stark anwachsende Gruppe.&#8220; Adis Ahmetovic: &#8222;Der Druck ist zurzeit auf dem Land noch deutlicher zu sp\u00fcren als in der Stadt. Eine neue Bund-L\u00e4nder-Arbeitsgruppe arbeitet gerade an Eckpunkten, die 2026 in die Pflegereform mit einflie\u00dfen sollen.&#8220; Die JUH hat ihre Reformvorschl\u00e4ge dort eingereicht. Adis Ahmetovic: &#8222;Kann ich die schriftlich bekommen?&#8220; &#8211; Ja klar!<\/p>\n<p><strong>Zum Thema Jugendhilfe<\/strong><br \/>Regionalvorst\u00e4ndin Katalin Soppart: &#8222;Die Johanniter betreiben im Gro\u00dfraum von Hannover bereits mehr als 25 Kindertagesst\u00e4tten und ein Jugendzentrum. Wir wollen in Zukunft noch mehr in der Jugendhilfe aktiv werden und neue Angebote machen, ausreichend Expertise bringen wir daf\u00fcr mit.&#8220; Dazu Adis Ahmetovic: &#8222;Wirklich?? Das ist eine tolle Nachricht!&#8220; Ulrich Watermann ist skeptisch: &#8222;Gerade im Bereich der Jugendhilfe ist der Fachkr\u00e4ftemangel deutlich zu sp\u00fcren, die Finanzierung solcher Angebote ist auch nicht leicht.&#8220; Dazu Thomas M\u00e4hnert: &#8222;Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist von der Rechtsform her ein Verein, dadurch m\u00fcssen wir keine externen Renditeerwartungen erf\u00fcllen. Jeden Monat unterst\u00fctzen uns 1,2 Millionen F\u00f6rdermitglieder. Nat\u00fcrlich muss auch unser Tun ausk\u00f6mmlich sein, aber die Gr\u00f6\u00dfe der JUH macht es m\u00f6glich, dass wir einen Beitrag leisten k\u00f6nnen und etwas gegen die Bildungsarmut in unserer Gesellschaft tun wollen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Zum Thema \u00c4rztlicher Bereitschaftsdienst<\/strong><br \/>Ist der Wechsel im \u00c4rztlichen Bereitschaftsdienstes in Niedersachsen von der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung an die Johanniter in diesem Sommer erfolgreich gelungen? Die Johanniter antworten geschlossen: Ja, aber&#8230; Thomas M\u00e4hnert: &#8222;Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.&#8220; An einigen Stellen m\u00fcsse nachgesch\u00e4rft werden, beispielsweise in der Ersteinsch\u00e4tzung der F\u00e4lle durch Mediziner in der vorgeschalteten Teleklinik, die nicht von der JUH betrieben wird. Zu h\u00e4ufig w\u00fcrden von dort aus derzeit noch \u00c4rzte anstelle des qualifizierten medizinischen Personals zu den Patienten geschickt, monieren Uwe Beyes und Hannes Wendler. Zweiter Kritikpunkt: Es dauert zu lange, bis nach W\u00e4hlen der 116117 abgehoben wird. Was da helfen k\u00f6nne, fragen die zwei Politiker. &#8222;Wenn wir das System in seiner Gesamtheit \u00fcbernehmen w\u00fcrden, dazu geh\u00f6rt auch die Ersteinsch\u00e4tzung am Telefon&#8220;, antwortet der Bundesvorstand. Ein funktionierendes System hinter der 116117 sei nicht nur leistbar, sondern w\u00fcrde den Rettungsdienst mittel- bis langfristig sp\u00fcrbar entlasten und das neue Verfahren zu einem bundesweiten Vorzeigeprojekt machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Porridge und Politik: Zum Fr\u00fchst\u00fcckstalk trafen sich gestern Johanniter-Bundesvorstand Thomas M\u00e4hnert, zwei Landes- und zwei Regionalvorst\u00e4nde sowie Bundespolitiker&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":368210,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1836],"tags":[3364,29,30,46,1411],"class_list":{"0":"post-368209","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hannover","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-hannover","12":"tag-niedersachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115080887249943380","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/368209","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=368209"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/368209\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/368210"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=368209"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=368209"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=368209"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}