{"id":368765,"date":"2025-08-24T05:51:17","date_gmt":"2025-08-24T05:51:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/368765\/"},"modified":"2025-08-24T05:51:17","modified_gmt":"2025-08-24T05:51:17","slug":"ein-tag-mit-dem-dresdner-schauspieler-und-regisseur-phillip-lux","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/368765\/","title":{"rendered":"Ein Tag mit dem Dresdner Schauspieler und Regisseur Phillip Lux"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dresden. Philipp Lux ist Schauspieler, Regisseur und Studioleiter am Staatsschauspiel Dresden \u2013 einen typischen Arbeitstag mit ihm zu begleiten ist, zumindest wenn man ihn in all diesen Wirkungsfeldern erleben m\u00f6chte, aber quasi unm\u00f6glich. Gibt es ihn \u00fcberhaupt, diesen typischen Tag? \u201eNein, Gott sei Dank nicht!\u201c, sagt der 52-J\u00e4hrige prompt und lacht, \u201emeine Tage und Aufgaben sind immer unterschiedlich\u201c. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Heute erleben wir Philipp Lux als Regisseur. Mit der Schauspielerin Josephine Tancke trifft er sich am Mittwochvormittag auf der B\u00fchne des Schauspielhauses zur Man\u00f6verkritik der letzten Probe, bevor sp\u00e4ter die anderen Schauspieler hinzusto\u00dfen. Lux\u2019 Assistentin Sophie Albrecht schreibt Lob und Kritikpunkte des Regisseurs immer mit und zaubert die Anmerkungen auf Nachfrage aus den Tiefen ihres Handys: ein \u201e+\u201c zeigt an, dass etwas super war, ein trauriger Smiley signalisiert Nachbesserungsbedarf.<\/p>\n<p>Durch Zufall zur Regiearbeit<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Gemeinsam mit Tancke geht Lux die Liste durch, die Schauspielerin setzt direkt um, spielt Szenen an, bietet Variationen. Beide haben sichtlich Spa\u00df, trotz sp\u00fcrbarer Konzentration ist die Stimmung locker, der Ton wertsch\u00e4tzend: \u201eGro\u00dfartig, was dein K\u00f6rper da veranstaltet als Reaktion auf das Mansplaining!\u201c, gibt Lux begeistert Feedback. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Als Regisseur des St\u00fccks &quot;Bandscheibenvorfall&quot; trifft sich Philipp Lux mit der Schauspielerin Josephine Tancke (links) zur Man\u00f6verkritik der vergangenen Probe.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/RWVFEACAM5D4POQ5BO2QTPGFBM.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Captionstyled__Caption-sc-skimq-0 iFEFhG\">Als Regisseur des St\u00fccks &#8222;Bandscheibenvorfall&#8220; trifft sich Philipp Lux mit der Schauspielerin Josephine Tancke (links) zur Man\u00f6verkritik der vergangenen Probe.<\/p>\n<p class=\"Copyrightstyled__Copyright-sc-1yiiexl-0 kSntKS\">Quelle: Anja Schneider<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Zur Regiearbeit kam er 2016 eher zuf\u00e4llig: \u201eDas war die Studioinszenierung von Kleists Michael Kohlhaas, der Regisseur ist vier Wochen vor Probenbeginn krank geworden und ich war Studioleiter, kannte also alle Studierenden und hatte mit denen schon Monologe und Szenen gemacht. Da hat der ehemalige Intendant gesagt: Wir trauen dir das zu, traust du dir das auch zu? Ich hatte dann eine Nacht Bedenkzeit und habe gesagt, na klar! Das war mein erstes Studio, damals mit Henriette H\u00f6lzel und Jannik Hinsch, und meine erste Produktion als Regisseur, das hat mir unglaublich Spa\u00df gemacht\u201c. <\/p>\n<p>Herausforderung und Erleichterung <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die Inszenierung, die einige Preise abr\u00e4umte, war sowas wie eine Initialz\u00fcndung f\u00fcr den Schauspieler im Regiefach, der bald darauf auch Kafkas \u201eVerwandlung\u201c f\u00fcr die B\u00fcrgerb\u00fchne und weitere St\u00fccke in Szene setzte. \u201eIch hatte das gro\u00dfe Gl\u00fcck\u201c, res\u00fcmiert der geb\u00fcrtige Frankfurter, der in Schleswig-Holstein aufwuchs, \u201edass mir die Regiearbeiten immer angeboten wurden. Es ist nicht selbstverst\u00e4ndlich in dem Beruf, dass ich nie Klinken putzen musste. Daf\u00fcr bin ich sehr dankbar, weil das meinem Wesen auch gar nicht entspricht. Und: Ich habe ja meinen eigentlichen Beruf, das Spielen. Alles andere kommt quasi als Bonus dazu, der mich sehr begl\u00fcckt und erf\u00fcllt\u201c. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Gern widmet sich Lux dabei auch wenig gespielten, eher unbekannten St\u00fccken wie Ingrid Lausunds absurd-komischem \u201eBandscheibenvorfall\u201c, zu dessen Probe jetzt auch Torsten Ranft, Friederike Ott und Thomas Eisen eintrudeln. Dass er nicht nur Regisseur, sondern auch Schauspiel-Kollege ist, sei \u201eeinerseits eine Herausforderung, kann andererseits aber auch eine Erleichterung sein, sich hineinzuversetzen und Befindlichkeiten zu verstehen und zu ber\u00fccksichtigen\u201c. <\/p>\n<p>Die Maske zaubert Haare<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Bei unserem n\u00e4chsten Treffen steht Philipp Lux dann wieder selbst auf der B\u00fchne \u2013 in Martin McDonaghs \u201eDer einsame Westen\u201c spielt er Coleman. Gemeinsam mit seinem Kollegen Holger H\u00fcbner, der im St\u00fcck dessen Bruder Valene verk\u00f6rpert, treffen wir Lux, bereits im lottrigen Unterhemd, in der Garderobe im Kleinen Haus. Hier entspinnt sich eine ebenso faszinierende wie am\u00fcsante Unterhaltung zwischen den beiden Schauspielern, die so rasant zwischen privatem Gepl\u00e4nkel und B\u00fchnen-Dialog wechselt, dass es f\u00fcr uns mitunter schwer ist, das auseinander zu halten. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"In der Maske wird gezaubert: Maskenbildner Lian Elpelt verpasst dem eigentlich kahlk\u00f6pfigen Schauspieler eine Perr\u00fccke f\u00fcr seine Rolle als Coleman in &quot;Der einsame Westen&quot;.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/5GVDDEN67FCKHK2564TBWBZMAA.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Captionstyled__Caption-sc-skimq-0 iFEFhG\">In der Maske wird gezaubert: Maskenbildner Lian Elpelt verpasst dem eigentlich kahlk\u00f6pfigen Schauspieler eine Perr\u00fccke f\u00fcr seine Rolle als Coleman in &#8222;Der einsame Westen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Copyrightstyled__Copyright-sc-1yiiexl-0 kSntKS\">Quelle: Anja Schneider<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Warm gespielt geht es im Anschluss in die Maske, wo Maskenbildner Lian Elpelt dem Schauspieler als erstes Haare verpasst und dann mit diversem Make-Up den B\u00fchnen-Look perfektioniert. W\u00e4hrenddessen bringen sich beide auf den neuesten Stand, Lux erz\u00e4hlt von seinem anstehenden Urlaub, dann verabschiedet er sich: Gleich beginnt die Vorstellung. \u201eIch habe eine gro\u00dfe Affinit\u00e4t zu Humor und zu k\u00f6rperlichen Spielweisen\u201c, sagt Lux, \u201eich spiele und inszeniere super gern kom\u00f6diantische Sachen, mochte aber nat\u00fcrlich auch sehr, Nathan der Weise sein zu d\u00fcrfen, wo es vordergr\u00fcndig erstmal nicht um Humor geht\u201c. <\/p>\n<p>Am Theater gibt es keine Zweitbesetzung<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Abwechslung kann es f\u00fcr Lux gar nicht genug geben: \u201eJe unterschiedlicher, desto besser, mir wird schnell langweilig. Deswegen mag ich es sehr, dass wir neben Klassikern wie Shakespeare-Kom\u00f6dien auch zahlreiche musikalische Formate oder neue und moderne Literatur auf dem Spielplan haben, gro\u00dfe und kleine Produktionen, das ist toll und das macht eben die Abwechslung aus\u201c. Sind Schauspieler eigentlich ein besonderer Menschenschlag? \u201eNaja, wir sind privat jedenfalls nicht alle Paradiesv\u00f6gel oder betrinken uns jeden Abend in der Kantine, was vielleicht ein Klischee w\u00e4re\u201c, erkl\u00e4rt Lux und lacht, \u201edas ginge eh nicht in dem Job und bei dem Arbeitspensum. Aber ich glaube, wir sind alle kleine Hypochonder. Jeder hat st\u00e4ndig Sorge, krank zu werden und eine Vorstellung absagen zu m\u00fcssen\u201c. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"In der Garderobe geht Philipp Lux mit seinem Kollegen Holger H\u00fcbner (links) nochmal einzelne Dialoge durch. Hinein mischen sich immer wieder auch Fetzen privater Gespr\u00e4che, die von au\u00dfen kaum auseinander zu halten sind.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/XBVOXWDF7RHS7AI7Q4IU4RS5ZQ.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Captionstyled__Caption-sc-skimq-0 iFEFhG\">In der Garderobe geht Philipp Lux mit seinem Kollegen Holger H\u00fcbner (links) nochmal einzelne Dialoge durch. Hinein mischen sich immer wieder auch Fetzen privater Gespr\u00e4che, die von au\u00dfen kaum auseinander zu halten sind.<\/p>\n<p class=\"Copyrightstyled__Copyright-sc-1yiiexl-0 kSntKS\">Quelle: Anja Schneider<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Eine Zweitbesetzung gibt es am Theater nicht, f\u00e4llt jemand aus, springt bestenfalls jemand anderes ein \u2013 immer eine gro\u00dfe Herausforderung, wie der Schauspieler zu berichten wei\u00df: \u201eDa trifft man sich dann mit der Dramaturgie oder der Regieassistenz, lernt in kurzer Zeit so viel Text, wie es geht. Das habe ich schon gehabt in meinem Leben, innerhalb von einem Tag eine Rolle \u00fcbernehmen zu m\u00fcssen. In einer Inszenierung, die man im besten Fall gesehen hat. Falls man sie noch nicht gesehen hat, ist noch mehr in Panik\u201c. <\/p>\n<p>Keine Hummeln im Hintern<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Ein buchst\u00e4blicher Spielraum ist da sehr hilfreich: \u201eEs ist nicht alles so festgezurrt, dass jeder Satz exakt, jede Geste gleich sein muss. Es k\u00f6nnen auch eigene Vorstellungen mit eingebracht werden\u201c. Ein Vorteil ist auch, wenn sich das Ensemble wie hier in Dresden so gut kennt und auf gemeinsame Kontinuit\u00e4t in der Arbeit aufbauen kann. Auch das ist vielleicht einer von vielen Gr\u00fcnden, warum Philipp Lux dem Staatsschauspiel Dresden seit inzwischen 27 Jahren treu ist: \u201eIch hatte eigentlich nie Fernweh, fand die Arbeit hier immer abwechslungsreich genug und hab mich wertgesch\u00e4tzt gef\u00fchlt. Ich bin hier nat\u00fcrlich inzwischen auch gut vernetzt, habe viele Freunde in der Stadt. Insofern habe ich keine Hummeln im Hintern\u201c. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"W\u00e4hrend sich die Garderoben der Schauspieler eher n\u00fcchtern pr\u00e4sentieren, geht es im Aufenthaltsraum der Ankleider im Kleinen Haus deutlich bunter zu.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/56WAESE4ONB4ZKIYDYE7N6CUIQ.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Captionstyled__Caption-sc-skimq-0 iFEFhG\">W\u00e4hrend sich die Garderoben der Schauspieler eher n\u00fcchtern pr\u00e4sentieren, geht es im Aufenthaltsraum der Ankleider im Kleinen Haus deutlich bunter zu.<\/p>\n<p class=\"Copyrightstyled__Copyright-sc-1yiiexl-0 kSntKS\">Quelle: Anja Schneider<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dass sein Freundeskreis nicht nur aus K\u00fcnstlern besteht, empfindet der Mime ebenfalls als Bereicherung. \u201eEs ist wichtig, auch mal den Stecker ziehen zu k\u00f6nnen, sich mit Menschen auszutauschen, die was ganz anderes machen, selber nicht der Mittelpunkt zu sein\u201c. Gerade nach einer Premiere sagt er, sei es ihm wichtig, den Kopf auszumachen, Abstand zu gewinnen und sich Zeit f\u00fcr Regeneration zu nehmen, \u201eich bin leidenschaftlicher Koch, das entspannt mich, aber auch alles, was mit Natur zu tun hat, wie Wandern oder Radfahren, hilft mir extrem. Ich bin dann zum Beispiel auch immer ohne Kopfh\u00f6rer unterwegs, weil ich sonst das Gef\u00fchl habe, dass mich das auch wieder beballert. Mein Kopf ist eh immer so voll\u201c. <\/p>\n<p>Sommer ohne Soziale Medien<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u00dcber den Sommer fastet Lux deswegen deswegen bewusst Social Media und versucht, weniger am Handy zu sein: \u201eDas ist ja gruselig, wie viel Zeit man da inzwischen mit verbringt, ohne es \u00fcberhaupt zu merken\u201c. W\u00e4re er nicht Schauspieler geworden, w\u00e4re er vielleicht dem Beispiel seines Vaters gefolgt und Lehrer geworden. Oder Schriftsteller, wie er schmunzelnd einwirft. Schon in der sechsten Klasse leitete Lux eine Kindertheater-Gruppe im Stadtviertel, auch sp\u00e4ter fand er immer wieder Gelegenheiten, seine Begeisterung und Faszination f\u00fcrs Spielen und Theater weiterzugeben. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dass er seit 2015 das Schauspielstudio am Staatsschauspiel leitet, ist insofern nur folgerichtig. In dieser Funktion begleitet und betreut der Wahl-Dresdner die k\u00fcnstlerische und schauspielerische Entwicklung der acht Studierenden am Haus, erarbeitet mit diesen Monologe und Szenen, ist Mentor und auch mal nachts am Telefon, wenn jemand sein Herz aussch\u00fctten m\u00f6chte. An einem Freitagvormittag sind wir dabei, wie er mit Studentin Marlene Burow die Rolle der Amalia in Schillers \u201eR\u00e4ubern\u2019 erarbeitet. <\/p>\n<p>Nuancen ver\u00e4ndern das gro\u00dfe Ganze<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Auch hier wird bei der Arbeit viel gelacht, als Beobachtende werden wir hineingezogen in eine Welt, die auf eine ganz eigene, besondere Weise zu funktionieren scheint. Eine ganze Weile passiert scheinbar nichts, dann f\u00e4ngt Burow an zu spielen. Lux gibt Feedback und pl\u00f6tzlich philosophieren beide minutenlang \u00fcber einen einzelnen Satz, den Burow immer wieder anders ausprobiert, so dass sich auch uns allm\u00e4hlich erschlie\u00dft, wie sehr Nuancen das gro\u00dfe Ganze ver\u00e4ndern k\u00f6nnen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Als Studioleiter ist Philipp Lux f\u00fcr die Ausbildung der acht Studierenden am Haus zust\u00e4ndig. Hier erarbeitet er mir Marlene Burow (rechts) die Rolle der Amalia in Schillers &quot;Die R\u00e4uber&quot;.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SQKIMZ52ZNDKRAITZ6GLTZCFYQ.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Captionstyled__Caption-sc-skimq-0 iFEFhG\">Als Studioleiter ist Philipp Lux f\u00fcr die Ausbildung der acht Studierenden am Haus zust\u00e4ndig. Hier erarbeitet er mir Marlene Burow (rechts) die Rolle der Amalia in Schillers &#8222;Die R\u00e4uber&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Copyrightstyled__Copyright-sc-1yiiexl-0 kSntKS\">Quelle: Anja Schneider<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Als Burow pl\u00f6tzlich beginnt, einen Apfel zu essen, ist uns erst nicht klar, ob die Mittagszeit ihren Tribut fordert, oder das irgendwie dazu geh\u00f6rt, bis die beiden leidenschaftlich dar\u00fcber diskutieren, ob nicht ein Hot Dog oder ein Snickers sich inhaltlich sogar noch besser machen w\u00fcrde. Die Studierenden sind w\u00e4hrend ihrer zwei Jahre am Haus bereits an verschiedenen Produktionen beteiligt, haben parallel dazu Unterricht wie Sprecherziehung, Chanson und Bewegung und arbeiten auf das gro\u00dfe Abschlussvorspiel hin. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Manchmal ist Vermittlung n\u00f6tig<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das Studio leitet Lux zusammen mit seiner Kollegin, der Dramaturgin Kerstin Behrens: \u201eWir versuchen, dass alle in kurzer Zeit so viel wie m\u00f6glich lernen, viele Regiehandschriften, Spielweisen und Literatur kennenlernen, und das immer in enger Absprache mit der Hochschule Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig, aber auch mit den Studierenden selbst\u201c. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dass die Studierenden am Haus wie fertige Schauspieler behandelt werden, ist einerseits ein Geschenk, bringt aber auch Herausforderungen mit sich, etwa wenn ein Regisseur die Proben bis in den Nachmittag zieht: \u201eDas ist dann Teil meines Jobs, zu vermitteln und zu sagen, du hast da jetzt zwei Studierende besetzt, die sind aber noch in der Ausbildung. Die haben ein Anrecht auf ihre Unterrichte und die sind eben am Nachmittag\u201c. <\/p>\n<p>Andere Fragen an den Beruf und an die Kunst<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die Studierenden profitieren aus Lux\u2019s Sicht sehr vom Studioprinzip und von der Rollenarbeit mit den Ensemblemitgliedern, \u201ewir kennen die Zweifel von uns selbst, die Krisen, das ewige Suchen, die Studierenden erleben, aber auch wie wir miteinander arbeiten, wie Proben strukturiert sind, wie das Haus aufgebaut ist. Im Erstengagement nach dem Studium fremdeln sie dann deutlich weniger, finden sich schneller am Theater zurecht, das zeigt auch die hohe Vermittlungsquote\u201c. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Gleichzeitig sch\u00e4tzt er aber auch, welche Fragen die jungen Schauspielenden an den Beruf und an die Kunst stellen, \u201edas ist auch f\u00fcr mich ein echter Gewinn und immer ein Dazulernen. Das gesamte Haus profitiert sehr von diesen acht jungen K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeiten\u201c, fasst er zusammen, wie sehr ihm die Arbeit mit dem Studio am Herzen liegt. <\/p>\n<p>Auch mal anderen den Teppich ausrollen<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Wollte man doch versuchen, einen typischen Lux-Tag zu konstruieren, so w\u00e4re dieser als Spieler von 10 bis 14 Uhr mit Proben belegt, abends dann entweder mit Vorstellungen oder erneuter Probe bis 22 oder 23 Uhr \u2013 \u201eDie Studio-Arbeit liegt im besten Fall dazwischen. Aber nicht an jedem Tag in der Woche\u201c. F\u00fcr die jungen Menschen und ihre Ausbildung zust\u00e4ndig zu sein, Verantwortung zu \u00fcbernehmen, Sicherheit zu geben, Ruhe auszustrahlen, zu fordern und zu f\u00f6rdern \u2013 \u201edas ist toll\u201c, sagt Lux, der gern auch mal anderen den Teppich ausrollt, wie er es lange in verschiedenen Talkshow-Formaten getan hat, \u201ewo ich einfach Gastgeber war und Kollegen oder Mitarbeitende aus dem Haus vorgestellt habe\u201c. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Im Flur gegen\u00fcber des Aufenthaltsraums h\u00e4ngen griffbereit die Kost\u00fcme aus den aktuellen Produktionen im Kleinen Haus. Hier m\u00f6chte man am liebsten sofort st\u00f6bern und selbst in andere Rollen schl\u00fcpfen.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/BHP5CTMCIREF7E6QOYUOE55ASI.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Captionstyled__Caption-sc-skimq-0 iFEFhG\">Im Flur gegen\u00fcber des Aufenthaltsraums h\u00e4ngen griffbereit die Kost\u00fcme aus den aktuellen Produktionen im Kleinen Haus. Hier m\u00f6chte man am liebsten sofort st\u00f6bern und selbst in andere Rollen schl\u00fcpfen.<\/p>\n<p class=\"Copyrightstyled__Copyright-sc-1yiiexl-0 kSntKS\">Quelle: Anja Schneider<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Lux ist dankbar, dass er sich im Staatsschauspiel so vielseitig ausleben darf, als Regisseur, als Mentor und Lehrer, vor allem aber auch als Spieler. \u201eTheater hat die Chance, freier und verr\u00fcckter sein als das Leben\u201c, fasst er zusammen, was seinen Beruf f\u00fcr ihn so reizvoll macht und ihn antreibt. \u201eWir k\u00f6nnen auf der B\u00fchne Welten erschaffen, die bunter und gr\u00f6\u00dfer sind, nicht pessimistischer, sorgenvoller oder aggressiver, sondern verspielter und alberner als die Realit\u00e4t\u201c.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">St\u00fccke mit Philipp Lux in der neuen Spielzeit: <a href=\"https:\/\/www.staatsschauspiel-dresden.de\/ensemble\/philipp-lux\/\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\" title=\"https:\/\/www.staatsschauspiel-dresden.de\/ensemble\/philipp-lux\/\" data-vars-event-category=\"intext_link\" data-vars-event-action=\"click\" data-vars-event-label=\"https:\/\/www.staatsschauspiel-dresden.de\/ensemble\/philipp-lux\/\">https:\/\/www.staatsschauspiel-dresden.de\/ensemble\/philipp-lux\/<\/a><\/p>\n<p class=\"Editorialstyled__Editorial-sc-5u8rgl-0 cBUuy\">DNN<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dresden. Philipp Lux ist Schauspieler, Regisseur und Studioleiter am Staatsschauspiel Dresden \u2013 einen typischen Arbeitstag mit ihm zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":368766,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1835],"tags":[3364,29,2386,30,859],"class_list":{"0":"post-368765","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dresden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-dresden","11":"tag-germany","12":"tag-sachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115082185113381256","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/368765","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=368765"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/368765\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/368766"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=368765"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=368765"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=368765"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}