{"id":368898,"date":"2025-08-24T07:09:14","date_gmt":"2025-08-24T07:09:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/368898\/"},"modified":"2025-08-24T07:09:14","modified_gmt":"2025-08-24T07:09:14","slug":"nach-mehr-als-20-jahren-ist-im-tiergarten-nuernberg-wieder-ein-harpyien-kueken-geschluepft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/368898\/","title":{"rendered":"Nach mehr als 20 Jahren ist im Tiergarten N\u00fcrnberg wieder ein Harpyien-K\u00fcken geschl\u00fcpft"},"content":{"rendered":"<p><strong> Es war ein gro\u00dfer Zuchterfolg f\u00fcr den Tiergarten der Stadt N\u00fcrnberg: Nach mehr als 20 Jahren ist im Oktober 2023 wieder ein Harpyien-K\u00fcken geschl\u00fcpft.<\/strong><\/p>\n<p> Das junge Weibchen mit dem Namen Amaya wurde von seiner Mutter Evita f\u00fcrsorglich aufgezogen und hat sich sehr gut entwickelt, wie die Stadt N\u00fcrnberg mitteilt.  Bislang lebte Amaya hinter den Kulissen \u2013 nun ist sie in eine der Greifvogelvolieren umgezogen und dort auch f\u00fcr Besucherinnen und Besucher zu sehen. <\/p>\n<p>    Der st\u00e4rkste Greifvogel der Welt<\/p>\n<p>Harpyien gelten als die st\u00e4rksten Greifv\u00f6gel der Welt und in verschiedenen Kulturen als mythische Wesen. Sie leben in den Regenw\u00e4ldern S\u00fcd- und Mittelamerikas und ern\u00e4hren sich von gr\u00f6\u00dferen S\u00e4ugetieren wie zum Beispiel verschiedenen Affenarten, Faultieren, Opossums, Baumstachlern oder Ameisenb\u00e4ren. Harpyien k\u00f6nnen bis zu 40 Jahre alt werden.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch: <a href=\"https:\/\/www.donaukurier.de\/18473330\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nachwuchs im Tiergarten N\u00fcrnberg bei besonders bedrohten Tierarten<\/a><\/p>\n<p>Die Zucht von Harpyien (Harpia harpyia) ist sehr anspruchsvoll. Zun\u00e4chst muss sichergestellt werden, dass M\u00e4nnchen und Weibchen miteinander harmonieren. Die Zusammenf\u00fchrung erwachsener V\u00f6gel, wie im Fall von Amayas Eltern, Jorge und Evita, ist jedoch nicht ohne Risiken und erfordert ein tiefes Verst\u00e4ndnis ihres Verhaltens. <\/p>\n<p>    Sensible Phase<\/p>\n<p>\u201eGerade in dieser sensiblen Phase ist es entscheidend, die Tiere genau zu beobachten und ihre Signale richtig zu deuten\u201c, erkl\u00e4rt Tierpflegerin und Revierleiterin Susann M\u00fcller, die die Harpyien seit Jahren kennt und ihr Verhalten sehr gut interpretieren kann. <\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund wurde auch die Zuchtvoliere im Betriebshof des Tiergartens umgebaut und eine Art \u201eKennenlern-Arena\u201c geschaffen. Dieser Umbau legte die Grundlage f\u00fcr den sp\u00e4teren Erfolg. <\/p>\n<p>Auch die Brut selbst ist sehr herausfordernd, da Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Ei entscheidend f\u00fcr die Entwicklung des Embryos sind. Amaya ist das erste K\u00fcken in N\u00fcrnberg seit 2002, das von den Altv\u00f6geln selbst ausgebr\u00fctet wurde. Sie ist zugleich der erste Nachwuchs des Paares Evita und Jorge, das seit 2020 zusammenlebt.<\/p>\n<p>    Mit der Pinzette f\u00fcttern<\/p>\n<p>In den ersten Tagen nach dem Schlupf unterst\u00fctzten Tierpflegerinnen und Tierpfleger die Aufzucht, indem sie das K\u00fcken mit der Pinzette f\u00fctterten. Schlie\u00dflich k\u00fcmmerte sich Evita selbstst\u00e4ndig um ihren Nachwuchs. \u201eAmaya hat sich sehr gut entwickelt. Sie ist sehr neugierig und zeigt ein ausgepr\u00e4gtes Spielverhalten. Wir haben uns viele Besch\u00e4ftigungsprogramme einfallen lassen, um ihr Abwechslung und immer wieder neue Herausforderungen zu bieten\u201c, sagt Tierpfleger Philip Helm. <\/p>\n<p>Amaya bringt es inzwischen auf 7,7 Kilogramm und hat damit schon das Gewicht und die Gr\u00f6\u00dfe ihrer Mutter erreicht. Harpyien-Weibchen k\u00f6nnen bis zu neun, M\u00e4nnchen bis zu sieben Kilogramm schwer werden. Dass es sich bei Amaya um einen Jungvogel handelt, ist unter anderem am \u00fcberwiegend hellem Brustgefieder und dem wei\u00dfen Kopf zu erkennen. Erst im Erwachsenenalter verf\u00e4rben sich das Brustschild schwarz und der Kopf grau.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch: <a href=\"https:\/\/www.donaukurier.de\/18257864\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00e4nner-WG f\u00fcr ganz besondere Zoobewohner geplant<\/a><\/p>\n<p>Bislang teilte sich Amaya eine Zuchtvoliere mit ihrer Mutter Evita im Betriebshof des Tiergartens. Vater Jorge lebte nebenan. \u201eMutter und Tochter haben sich noch gut vertragen. Es hat sich aber angedeutet, dass sie sich langsam voneinander l\u00f6sen. Au\u00dferdem m\u00f6chten wir unser P\u00e4rchen Evita und Jorge wieder zusammenlassen\u201c, erl\u00e4utert Philip Helm.<\/p>\n<p>Durch den Umzug eines Bartgeierpaars in die Au\u00dfenstelle des Tiergartens Gut Mittelb\u00fcg ist nun eine passende Voliere im \u00f6ffentlichen Bereich frei geworden. Dort hat sich Amaya gut eingelebt.<\/p>\n<p style=\"text-align:right;\">HK<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es war ein gro\u00dfer Zuchterfolg f\u00fcr den Tiergarten der Stadt N\u00fcrnberg: Nach mehr als 20 Jahren ist im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":368899,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1837],"tags":[772,3364,29,30,3783,1886],"class_list":{"0":"post-368898","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nuernberg","8":"tag-bayern","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-nuernberg","13":"tag-tiere"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115082491624715578","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/368898","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=368898"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/368898\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/368899"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=368898"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=368898"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=368898"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}