{"id":368950,"date":"2025-08-24T07:36:27","date_gmt":"2025-08-24T07:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/368950\/"},"modified":"2025-08-24T07:36:27","modified_gmt":"2025-08-24T07:36:27","slug":"fast-jeden-tag-wird-in-berlin-eine-mumie-entdeckt-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/368950\/","title":{"rendered":"Fast jeden Tag wird in Berlin eine Mumie entdeckt"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspB0l2\">Auf dem Sektionstisch liegt: ein Leichnam, zerlegt nur noch in seine kn\u00f6chernen Einzelteile. Die Polizei hat das Skelett der Frau auf dem Boden ihres Badezimmers gefunden, bekleidet mit einem lilafarbenen Wollpulli, einer Jacke mit Glitzersteinchen und einem br\u00e4unlich-vergilbten T-Shirt.\u00a0<\/p>\n<p> Inhaltswarnung <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Liebe Leserinnen, liebe Leser,<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">in dieser Artikelserie nehmen wir Sie mit hinter die Kulissen der Rechtsmedizin. Die Texte enthalten <strong>detaillierte Schilderungen von Obduktionen<\/strong> und Fotos von Untersuchungen. <strong>Diese Inhalte sind nicht f\u00fcr jeden geeignet.<\/strong> Bei besonders sensiblen Fotos m\u00fcssen Sie der Darstellung per Klick daher explizit zustimmen.<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Roswitha Dreher (Namen aller Verstorbenen ge\u00e4ndert) w\u00e4re an dem Tag, als die Polizei sie fand, 48 Jahre alt gewesen. Ihre Nachbarn geben an, sie das letzte Mal vor zwei Jahren gesehen zu haben.\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Philipp M\u00f6ller, Facharzt der Rechtsmedizin, soll kl\u00e4ren, ob jemand die Frau aus Berlin-Tempelhof in ihrer Mietwohnung get\u00f6tet hat.\u00a0<\/p>\n<p> Herr M\u00f6ller, wie oft werden in Berlin verweste Leichen in Wohnungen gefunden? <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Unter grellem Neonlicht tun sich vor M\u00f6llers Augen die Schattenseiten der Gro\u00dfstadt auf, wo so viele in Anonymit\u00e4t, Armut und Einsamkeit leben. Auf seinem Sektionstisch enden Menschen, die in ihrer Wohnung sterben, Wochen, Monate oder sogar Jahre vergehen, ohne dass sie jemand sie vermisst, sich wundert, mal nachfragt. Sie alle enden auf den Sektionstischen der Berliner Rechtsmedizin.<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">M\u00f6ller sagt: \u201eWir sehen solche F\u00e4lle fast t\u00e4glich.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/philipp-moller-obduktion.jpeg\"   alt=\"\" aria-labelledby=\"caption-14121488\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspAVhu\"\/> Philipp M\u00f6ller, 36, ist der Arzt der Toten. Seit rund zehn Jahren arbeitet er im Landesinstitut f\u00fcr gerichtliche und soziale Medizin in Berlin.\u00a0 <\/p>\n<p class=\"tspAGge\"> \u00a9 Tagesspiegel\/Melanie Probandt <\/p>\n<p> Tagesspiegel Serie <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">F\u00fcr diese Serie erlaubt der Gerichtsmediziner<strong>\u00a0Philipp M\u00f6ller<\/strong> einen Blick hinter die Kulissen der Gerichtsmedizin. In den Obduktionssaal, wo im Neonlicht Berlins Probleme kalt und hart zutage treten. M\u00f6ller wird zur\u00fcckblicken auf\u00a0<strong>zehn Jahre<\/strong> <strong>Gerichtsmedizin<\/strong>\u00a0und die Mordf\u00e4lle, die uns etwas \u00fcber unsere Gesellschaft, die Missst\u00e4nde und die Stadt verraten. Vier weitere Folgen k\u00f6nnen Sie bereits\u00a0<strong>lesen<\/strong>:<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\"><strong>Folge 1 \u2013 <\/strong><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/berlin-ist-anders-krasser-was-die-toten-einem-rechtsmediziner-uber-das-leben-verraten-13843897.html?icid=in-text-link_14099369\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">Was die Toten \u00fcber das Leben verraten<\/a><\/p>\n<p class=\"tspB0l2\"><strong>Folge 2 \u2013 <\/strong><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/der-weg-der-leichen-hinter-den-kulissen-der-rechtsmedizin-14099369.html?icid=in-text-link_13843897\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">Der Weg der Leichen<\/a><\/p>\n<p class=\"tspB0l2\"><strong>Folge 3 \u2013 <\/strong><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/als-ein-pirat-zum-morder-wurde-eine-leiche-im-koffer--und-verdachtige-abdrucke-auf-der-haut-13798582.html?icid=in-text-link_14099369\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">Tod eines Piraten<\/a><\/p>\n<p class=\"tspB0l2\"><strong>Folge 4 \u2013 <\/strong><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/verprugelt-wie-ein-hund-eugeniu-botnari-brauchte-neuen-alkohol--drei-tage-spater-war-er-tot-13815352.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">Verpr\u00fcgelt wie ein Hund<\/a><\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Rund 38.000 Menschen sterben jedes Jahr in Berlin. In rund 2400 F\u00e4llen beauftragt die Staatsanwaltschaft die Berliner Rechtsmedizin, der Todesursache auf den Grund zu gehen. Bei nur f\u00fcnf Prozent der Obduktionen geht es um Mord und Totschlag. Meist steckt ein Unfall dahinter, Drogenmissbrauch oder Suizid.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Ein Nachmittag im August, Haus L des Instituts. Rechtsmediziner M\u00f6ller sitzt an seinem Schreibtisch, von dem er auf B\u00e4ume und auf die Backsteinh\u00e4user des ehemaligen Krankenhauses Moabit<strong> <\/strong>blickt. Er ist dabei, die Datenbank aufzurufen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/dr-philipp-moller-facharzt-fur-rechtsmedizin-am-institut-fur-rechtsmedizin-der-charite-in-der-turmst.jpeg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"398\" loading=\"lazy\" class=\"tspAVhu\"\/><\/p>\n<p class=\"tspAGge\"> \u00a9 Tagesspiegel\/Kitty Kleist-Heinrich <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756020980_264_dr-philipp-moller-facharzt-fur-rechtsmedizin-am-institut-fur-rechtsmedizin-der-charite-in-der-turmst.jpeg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"385\" loading=\"lazy\" class=\"tspAVhu\"\/><\/p>\n<p class=\"tspAGge\"> \u00a9 Tagesspiegel\/Kitty Kleist-Heinrich <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Wenn er das Wort \u201eSkelett\u201c oder \u201eMumie\u201c ins Suchfeld eingibt, tut sich das Grauen in einer langen Liste auf, Seite um Seite:\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Ein Mann, 66, wird in Reinickendorf in seinem Schlafzimmer gefunden. Er tr\u00e4gt ein Feinrippunterhemd, seine silberfarbene Brille sitzt noch auf dem Sch\u00e4del, er tr\u00e4gt ein H\u00f6rger\u00e4t. Organe und Weichgewebe sind nicht mehr erkennbar. Sein skelettierter Leichnam wiegt noch zehn Kilogramm.<\/p>\n<p> Wie riecht der Tod? <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">In Marzahn will eine Hausverwaltung im Dezember 2018 die Wohnung ihres Mieters Fritz Kluge (Name ge\u00e4ndert) r\u00e4umen. Dabei findet sie einen skelettierten Leichnam auf dem K\u00fcchenboden. Die Wohnung macht einen sauberen und aufger\u00e4umten Eindruck.<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Der letzte Kontoauszug, den die Polizisten in der Schublade der Wohnzimmerkommode findet, stammt aus dem Mai 2014. Der skelettierte Leichnam wiegt samt Bekleidung und Insekten\u00fcberresten, Puppenh\u00fclsen, Madenkot und Spinnweben, f\u00fcnf Kilogramm.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">In M\u00f6llers B\u00fcro springt nun brummend der K\u00fchlschrank in der Ecke an. Er hat sich sein B\u00fcro so eingerichtet, dass er hier nicht nur arbeiten, sondern auch gut leben kann. In einer anderen Ecke steht ein Sofa, auf dem M\u00f6ller schl\u00e4ft, wenn er es w\u00e4hrend eines Bereitschaftsdienstes nicht nach Hause schafft.\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756020981_671_dr-philipp-moller-facharzt-fur-rechtsmedizin-am-institut-fur-rechtsmedizin-der-charite-in-der-turmst.jpeg\" alt=\"Dr. Philipp M\u00f6ller, Facharzt f\u00fcr Rechtsmedizin am Institut f\u00fcr Rechtsmedizin der Charit\u00e9 in der Turmstra\u00dfe in Berlin-Wedding mit seiner Assistentin Cindy und einem Praktikanten w\u00e4hrend der Obduktion einer Leiche.\" width=\"600\" height=\"450\" loading=\"lazy\" class=\"tspAVhu\"\/><\/p>\n<p class=\"tspAGge\"> \u00a9 Tagesspiegel\/Kitty Kleist-Heinrich <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Weiterhin gibt es neben einer Tischlampe einen Gipskopf mit rosafarbenen Luftballon im Mund, Regale mit B\u00fcchern und Totensch\u00e4deln, einen Flamingoluftballon. An den W\u00e4nden h\u00e4ngen private Fotos, von Mann und Hund, neben den Bildern einer befreundeten K\u00fcnstlerin.<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Es wirkt, als habe sich M\u00f6ller mit diesem bunten Durcheinander einen Kontrast geschaffen zu dem Elend, das ihn im kalten Sektionssaal umgibt, dem Stahl, den Fliesen, dem Neonlicht. Ein Gegengewicht zu den vielen Toten, die die Fahrer der Gerichtsmedizin zu ihm in die Turmstra\u00dfe bringen. Aus allen Teilen einer Stadt, in der Millionen Menschen alleine leben. <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Und alleine sterben. Es geschieht fast jeden Tag, zu viele F\u00e4lle, als dass sich Rechtsmediziner M\u00f6ller an Roswitha Dreher aus Tempelhof erinnern k\u00f6nnte. Oder an Fritz Kluge aus Marzahn. <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Erst durch seinen Beruf sei ihm bewusst geworden, wie viele Menschen einsam, isoliert, ohne jeden Kontakt zu Nachbarn, Freunden und Familie leben.  <\/p>\n<p> 14 Zeilen Sachverhalt <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Alles, was er \u00fcber ihr Leben und Sterben wei\u00df, erf\u00e4hrt er, wenn er sich im Vorraum des Sektionssaals \u00fcber die Ermittlungsakte, eine schmale rote Pappkladde, beugt. M\u00f6ller sagt: \u201eDiese Schicksale machen mich oft nachdenklich, auch betroffen.\u201c<\/p>\n<p>Mit \u201eSachverhalt\u201c ist auf 14 mageren Zeilen zusammengefasst, was M\u00f6ller in seinem Sektionsprotokoll \u00fcber Fritz Kluge festgehalten hat. Da offenbar die Zahlung der Miete ausgeblieben war und niemand auf Mahnungen reagierte, sollte die Wohnung 0602, 6. OG Mitte, am Belziger Ring, am 7. Dezember 2018 ger\u00e4umt werden. <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Niemand \u00f6ffnete auf klingeln und klopfen, ein Schl\u00fcsseldienst \u00f6ffnete die \u201ezweitourig verschlossene\u201c T\u00fcr. Erst ist kaum etwas zu erkennen, weil die Jalousien vor den Fenstern heruntergezogen sind. Fritz Kluge trug eine Jogginghose und ein T-Shirt von C&amp;A, als er in seiner K\u00fcche zusammenbrach. <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Ein Kontoauszug belegt, dass er im Mai 2014 das letzte Mal Geld abgehoben hatte. In seinem Portemonnaie befand sich Bargeld, wie es im Protokoll der Polizei hei\u00dft. \u201eAnhaltspunkte f\u00fcr ein Fremdverschulden oder, dass es sich bei dem Verstorbenen nicht um den Wohnungsmieter handele, konnten nicht erlangt werden.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Kein Wort dar\u00fcber, ob Fritz Kluge verwitwet war oder geschieden oder ob er Kinder hatte. Ob er nicht nur allein, sondern auch einsam gestorben ist.  M\u00f6ller sagt: \u201eIch m\u00f6chte auf keinen Fall jemand sein, der irgendwann so endet.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/obduktion-singles.png\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"609\" loading=\"lazy\" class=\"tspAVhu\"\/><\/p>\n<p class=\"tspAGge\"> \u00a9 Tagesspiegel <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Es ist der letzte Dienst, den er seinen vergessenen Patienten erweisen kann: ihren Tod zu ergr\u00fcnden, nach dem Wann zu suchen, dem Wie und dem Warum.<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Sollen Rechtsmediziner den Todeszeitpunkt sch\u00e4tzen,<strong> <\/strong>wenden sie die Casper-Regel an.<strong> <\/strong>Sie besagt, dass eine Leiche nach einer Woche an der Luft \u00e4hnliche Leichenf\u00e4ulnisver\u00e4nderungen aufweist wie nach zwei Wochen im Wasser und acht Wochen im Erdgrab. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/mumie-serie-obduktion-katja-fuchsel.jpeg\" alt=\"Mumie, Serie Obduktion Katja F\u00fcchsel\" width=\"600\" height=\"450\" loading=\"lazy\" class=\"tspAVhu\"\/><\/p>\n<p class=\"tspAPhf\">Sensible Inhalte<\/p>\n<p class=\"tspAPhg\">Dieses Foto enth\u00e4lt sensible Inhalte, die einige Menschen als anst\u00f6\u00dfig oder st\u00f6rend empfinden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p> ansehen <\/p>\n<p class=\"tspAGge\"> \u00a9 Gerichtsmedizin <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Der Prozess, der nach dem Tod in unseren K\u00f6rpern ausgel\u00f6st wird, folgt zun\u00e4chst demselben Muster: Je nach Umgebungstemperatur setzt nach einigen Stunden oder Tagen die F\u00e4ulnis ein. \u201eDas geht mit einer Gr\u00fcnf\u00e4rbung im Bauchbereich los\u201c, sagt M\u00f6ller. Diese \u00fcberziehe zun\u00e4chst den gesamten K\u00f6rper, bevor sie sich sp\u00e4ter in ein r\u00f6tliches Braun verwandle.\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756020983_182_mumie-serie-obduktion-katja-fuchsel.jpeg\" alt=\"Mumie, Serie Obduktion Katja F\u00fcchsel\" width=\"600\" height=\"450\" loading=\"lazy\" class=\"tspAVhu\"\/><\/p>\n<p class=\"tspAPhf\">Sensible Inhalte<\/p>\n<p class=\"tspAPhg\">Dieses Foto enth\u00e4lt sensible Inhalte, die einige Menschen als anst\u00f6\u00dfig oder st\u00f6rend empfinden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p> ansehen <\/p>\n<p class=\"tspAGge\"> \u00a9 Gerichtsmedizin <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Zuerst werde die Haut weich, der K\u00f6rper bl\u00e4he sich auf. Unter der Haut bilden sich mit F\u00e4ulnisfl\u00fcssigkeit oder Gasen gef\u00fcllte Blasen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756020983_122_mumie-serie-obduktion-katja-fuchsel.jpeg\" alt=\"Mumie, Serie Obduktion Katja F\u00fcchsel\" width=\"600\" height=\"450\" loading=\"lazy\" class=\"tspAVhu\"\/><\/p>\n<p class=\"tspAPhf\">Sensible Inhalte<\/p>\n<p class=\"tspAPhg\">Dieses Foto enth\u00e4lt sensible Inhalte, die einige Menschen als anst\u00f6\u00dfig oder st\u00f6rend empfinden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p> ansehen <\/p>\n<p class=\"tspAGge\"> \u00a9 Gerichtsmedizin <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Wie es nach der Gr\u00fcnf\u00e4ulnis weitergehe, h\u00e4nge von der Temperatur, Feuchtigkeit und den Insekten ab. Ist es in der Wohnung nicht zu hei\u00df, aber trocken, setzt eine Mumifizierung ein. Wasser und Fl\u00fcssigkeiten gehen dem K\u00f6rper verloren, er schrumpelt ein, die Haut wird gelb-braun, trocken, fest wie Leder.<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Dieses harte, feste Gewebe scheint f\u00fcr Insekten unattraktiv zu sein. Sie lassen weitgehend von den vertrockneten K\u00f6rpern ab.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">M\u00f6ller ruft jetzt in seiner Datenbank den Fall von Roswitha Dreher auf. Zum \u201eSachverhalt\u201c gibt es nur sieben Zeilen:<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Die skelettierte Tote, Jahrgang 1969, wird im August 2018 gefunden. Ihren letzten Brief hatte sie eineinhalb Jahre zuvor ge\u00f6ffnet. Die Verstorbene hatte unter einer Psychose gelitten, sie sei bis 2016 unter gerichtlicher Betreuung gewesen. <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Dass niemand etwas merkt, niemand etwas riecht, keine Maden im Hausflur findet, liegt vermutlich daran, dass Roswitha Dreher in ihrem Badezimmer, fernab der Wohnungst\u00fcr, gestorben ist.<\/p>\n<p> Wie entsteht Leichenfra\u00df? <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Ein Arzt wird zur Leichenschau in die Wohnung von Roswitha Dreher gerufen. Er kann nicht sicher feststellen, dass die Frau, die bekleidet in ihrem Badezimmer liegt, an einer nat\u00fcrlichen Ursache gestorben ist. Die Polizei leitet ein Todesermittlungsverfahren ein und die Leiche wird beschlagnahmt.<\/p>\n<p>Die Tote muss ins Institut f\u00fcr gerichtliche Medizin, aber weil es in ihrem K\u00f6rper nichts mehr gibt, das ihn zusammenh\u00e4lt, keine Muskeln, keine B\u00e4nder oder Sehnen, gelingt es den Polizisten und den Fahrern der Gerichtsmedizin nicht, die Leiche in den wei\u00dfen Sack zu heben.<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Sie arbeiten sich st\u00fcckweise vor. Kleinere Knochen packen sie in eine blaue Plastikmappe, die sie dann zu den gro\u00dfen \u00dcberresten in den Leichensack legen, zusammen mit Drehers schmutziger Bekleidung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756020984_904_philipp-moller-obduktion.jpeg\" alt=\"Philipp M\u00f6ller \u2013 Obduktion\" width=\"600\" height=\"450\" loading=\"lazy\" class=\"tspAVhu\"\/><\/p>\n<p class=\"tspAGge\"> \u00a9 Tagesspiegel\/Probandt <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Dann wird das B\u00fcndel ins Institut Landesinstitut f\u00fcr gerichtliche und soziale Medizin gefahren, in der Annahme gewogen und in einen der beiden K\u00fchlr\u00e4ume gefahren. Platz gibt\u00a0es f\u00fcr rund 100 Leichen, die hier zwischen sechs und zehn Grad aufbewahrt werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756020985_334_philipp-moller-obduktion.jpeg\" alt=\"Philipp M\u00f6ller \u2013 Obduktion\" width=\"600\" height=\"450\" loading=\"lazy\" class=\"tspAVhu\"\/><\/p>\n<p class=\"tspAGge\"> \u00a9 Tagesspiegel\/Probandt <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Sechs Tage liegt Roswitha Dreher im K\u00fchlraum des Instituts, bis Philipp M\u00f6ller den wei\u00dfen Sack im Sektionssaal \u00f6ffnet.<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Vorsichtig heben die Sektioner die menschlichen \u00dcberreste auf den Sektionstisch. M\u00f6ller notiert f\u00fcrs Protokoll:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/skelett-frau-serie-obduktion-katja-fuchsel.jpeg\" alt=\"Skelett Frau, Serie Obduktion Katja F\u00fcchsel\" width=\"600\" height=\"450\" loading=\"lazy\" class=\"tspAVhu\"\/><\/p>\n<p class=\"tspAPhf\">Sensible Inhalte<\/p>\n<p class=\"tspAPhg\">Dieses Foto enth\u00e4lt sensible Inhalte, die einige Menschen als anst\u00f6\u00dfig oder st\u00f6rend empfinden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p> ansehen <\/p>\n<p class=\"tspAGge\"> \u00a9 Gerichtsmedizin <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">\u201eBei der Besichtigung der Bekleidung werden noch einzelne schwarze K\u00e4fer sowie silbrig-wei\u00dfe Motten erkennbar. Daneben zahlreiche braune, leere Puppenh\u00fclsen und K\u00e4ferkot zwischen den Bekleidungen.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756020986_676_skelett-frau-serie-obduktion-katja-fuchsel.jpeg\" alt=\"Skelett Frau, Serie Obduktion Katja F\u00fcchsel\" width=\"600\" height=\"450\" loading=\"lazy\" class=\"tspAVhu\"\/><\/p>\n<p class=\"tspAPhf\">Sensible Inhalte<\/p>\n<p class=\"tspAPhg\">Dieses Foto enth\u00e4lt sensible Inhalte, die einige Menschen als anst\u00f6\u00dfig oder st\u00f6rend empfinden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p> ansehen <\/p>\n<p class=\"tspAGge\"> \u00a9 Gerichtsmedizin <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">M\u00f6ller beginnt, auf dem 2,20 Meter gro\u00dfen Stahltisch zu sortieren: zun\u00e4chst die 60 gelb-braunen Knochen aus der Plastikmappe, die er zu 23 anderen r\u00f6hrenartigen Knochen legt, \u201etypisch f\u00fcr Fu\u00df- und Handknochen\u201c.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756020987_963_skelett-frau-serie-obduktion-katja-fuchsel.jpeg\" alt=\"Skelett Frau, Serie Obduktion Katja F\u00fcchsel\" width=\"600\" height=\"450\" loading=\"lazy\" class=\"tspAVhu\"\/><\/p>\n<p class=\"tspAPhf\">Sensible Inhalte<\/p>\n<p class=\"tspAPhg\">Dieses Foto enth\u00e4lt sensible Inhalte, die einige Menschen als anst\u00f6\u00dfig oder st\u00f6rend empfinden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p> ansehen <\/p>\n<p class=\"tspAGge\"> \u00a9 Gerichtsmedizin <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Dann geht es weiter: zwei Schulterbl\u00e4tter, zwei Schl\u00fcsselbeine, 24 Rippen, zwei Beckenschaufeln, 12 Brustwirbelk\u00f6rper, f\u00fcnf Lendenwirbelk\u00f6rper, Oberschenkelknochen, Wadenbeine, Schienbeine.<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Jeden einzelnen Knochen sucht der Rechtsmediziner auf Kerben und andere Verletzungsspuren ab.<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Die Knochenfragmente, die zum Kehlkopf und Zungenbein geh\u00f6ren k\u00f6nnten, schaut sich M\u00f6ller genauer an, findet aber nichts, was darauf hindeutet, dass Roswitha Dreher erw\u00fcrgt oder erdrosselt wurde.<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Mumien stellen die Rechtsmediziner vor andere Probleme. Bei der Obduktion sei es oft schwierig, bei den extrem zusammengefallenen Gewebemassen einzelne Organe auszumachen: Ist das jetzt ein Teil von der Lunge? Oder ein St\u00fcck vom Herzen?\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">\u201eDie Instrumente werden bei der Obduktion einer Mumie sehr schnell stumpf\u201c, sagt M\u00f6ller. Immer wieder m\u00fcssen die Messer von den Sektionsassistenten nachgeschliffen werden.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Bis ein K\u00f6rper vollst\u00e4ndig skelettiert oder mumifiziert sei, dauere es Monate oder Jahre. M\u00f6ller hat am h\u00e4ufigsten mit gr\u00fcnf\u00e4ulnisver\u00e4nderten Leichen zu tun, die Wochen oder Monate unentdeckt in ihren Wohnungen lagen \u2013 und Unmengen winziger Besucher auf ihnen. <\/p>\n<p> Mit welchen Tieren bekommen Sie es im Sektionssaal zu tun? <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">M\u00f6ller nimmt sich den Kopf vor, findet am Sch\u00e4deldach \u201ekeinerlei Verletzungen oder Kerben\u201c, auch das kn\u00f6cherne Nasenskelett ist intakt. Die Weisheitsz\u00e4hne im Ober- und Unterkiefer fehlen, Kronen auf 26, 35, 36, 37, 45 und 47. Das stimmt \u00fcberein mit den Unterlagen von Drehers Zahnarztpraxis.<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Sollte jemand Roswitha Dreher mit einem Messer die Halsarterie durchtrennt oder sie mit einem Stich ins Herz get\u00f6tet haben, ohne Brustbein oder die Rippen zu treffen, k\u00e4me er mit dem Mord davon. \u201eDas k\u00f6nnten wir nicht mehr nachweisen.\u201c<\/p>\n<p> Der Befund (Ton an!) <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Sein Sektionsprotokoll schickt M\u00f6ller zur\u00fcck an die \u201eKap\u201c, die Abteilung f\u00fcr Kapitaldelikte. Die Staatsanwaltschaft schlie\u00dft die rote Akte jetzt f\u00fcr immer, stellt das Todesermittlungsverfahren Dreher ein. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/dsc-2984a.jpeg\"   alt=\"\" aria-labelledby=\"caption-14208335\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspAVhu\"\/> \u00a0Im Kriminalgericht Moabit in der Turmstra\u00dfe. <\/p>\n<p class=\"tspAGge\"> \u00a9 Kitty Kleist-Heinrich TSP <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Neun Staatsanw\u00e4lte und -anw\u00e4ltinnen geh\u00f6ren zur Kap, zust\u00e4ndig f\u00fcr Mord, Totschlag, verd\u00e4chtige Vermisstenf\u00e4lle, Geiselnahme und erpresserischen Menschenraub. Neben den spektakul\u00e4ren F\u00e4llen bearbeitet jeder Ankl\u00e4ger zwei bis drei Todesermittlungsverfahren t\u00e4glich.<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Was manche Ankl\u00e4ger als l\u00e4stige Routine ansehen, empfinden andere als erdend und bereichernd. Eine ehemalige Mordermittlerin erz\u00e4hlt, dass sie oft Demut gef\u00fchlt habe, wenn sie in die Abgr\u00fcnde der Gro\u00dfstadt blickte. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/unentdeckte-morde-in-berlin-der-fall-war-kalter-als-ein-cold-case-12068774.html?icid=single-topic_14176616___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unentdeckte Morde in Berlin \u201eDer Fall war k\u00e4lter als ein Cold Case\u201c <\/a><\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Und manchmal tiefe Traurigkeit.<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Geweint habe sie, allein in ihrem B\u00fcro, als sich eine alte Dame das Leben nahm. Sie war weit \u00fcber 80, und von der Angst getrieben, dass niemand ihren Tod bemerkt. Sie schrieb einen Brief an das Gericht, worin stand, dass sie tot sein wird, wenn jemand dieses Schreiben \u00f6ffnet. Jemand m\u00f6ge kommen, um ihre Leiche zu holen, der Schl\u00fcssel liege unter der Fu\u00dfmatte. Als Abschiedsgru\u00df stand da: \u201eEs wird mich niemand vermissen.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Rechtsmediziner M\u00f6ller hat hingegen etwas, oder es fehlt ihm etwas, das es ihm m\u00f6glich macht, f\u00fcr diesen Job zu brennen. Ihn belastet das Schicksal seiner Opfer nicht. Er ekelt sich nicht vor F\u00e4ulnis, nicht vor Maden, K\u00e4fern oder Fliegen. Er f\u00fchlt, selbst wenn ein Baby auf dem Sektionstisch liegt, keine Trauer. Keine Verzweiflung. Keine Wut.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">So wie im Mai 2019, als er einen S\u00e4ugling, zwei Monate alt, schwer misshandelt, obduzieren muss. Der Vater sitzt in U-Haft, auch gegen die Mutter wird ermittelt. Beide leugnen, noch ist offen, ob einem von beiden die Tat nachgewiesen werden kann. Falls nicht, gilt in dubio pro reo, im Zweifel f\u00fcr den Angeklagten.<\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Lesen Sie in Folge 6, was Philipp M\u00f6ller bei der Sektion des S\u00e4uglings herausfinden kann (ab 30. August).<\/p>\n<p> Das Team <\/p>\n<p class=\"tspB0l2\">Text und Konzept: Katja F\u00fcchsel<br \/>Fotos und Videos: Kitty Kleist-Heinrich, Melanie Probandt<br \/>Gestaltung: Manuel Kostrzynski und Julia Schneider<br \/>Redaktion: Annett Heide<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auf dem Sektionstisch liegt: ein Leichnam, zerlegt nur noch in seine kn\u00f6chernen Einzelteile. 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