{"id":369087,"date":"2025-08-24T08:56:15","date_gmt":"2025-08-24T08:56:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/369087\/"},"modified":"2025-08-24T08:56:15","modified_gmt":"2025-08-24T08:56:15","slug":"murals-an-berliner-hauswaenden-was-ist-da-eigentlich-zu-sehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/369087\/","title":{"rendered":"Murals an Berliner Hausw\u00e4nden: Was ist da eigentlich zu sehen?"},"content":{"rendered":"<p>\tKunst im \u00f6ffentlichen Raum<br \/>\n\t &#8211; <\/p>\n<p>\t\tMurals an Berliner Hausw\u00e4nden: Was ist da eigentlich zu sehen?<\/p>\n<p>\n        So 24.08.25 | 10:50 Uhr  | Von Julia Sie-Yong Fischer\n    <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756025771_221_size=708x398.jpg\" alt=\"Symbolbild:Eine gro\u00dffl\u00e4chige Streetart Wandmalerei zeigt einen Elefanten.(Quelle:imago images\/Dreamstime)\" title=\"Symbolbild:Eine gro\u00dffl\u00e4chige Streetart Wandmalerei zeigt einen Elefanten.(Quelle:imago images\/Dreamstime)\" id=\"2119657181\"\/>Bild: imago images\/Dreamstime<\/p>\n<p>Viele Street-Art-Wandgem\u00e4lde in Berlin \u2013 sogenannte Murals &#8211; verstehen sich als gesellschaftskritische Kunst. Ihre Bildsprache ist dabei auff\u00e4llig, aber nicht immer klar. Von Julia Sie-Yong Fischer <\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_0\"\/><\/p>\n<p>Eine nackte Frau von hinten, mit Federn geschm\u00fcckt, ihr Arm zu einem Ast mutiert. Ein bunter Elefant, mit Mustern \u00fcberzogen, er h\u00e4lt die Erde in Form eines Ballon im R\u00fcssel. Weltraum, Comicfiguren, Tiere, Ornamente und Portr\u00e4ts: An fast jeder Ecke Berlins haben Street Artist ganze Hausw\u00e4nde mit aufsehenerregenden Motiven gestaltet.<\/p>\n<p>Tourist:innen posten sie auf Instagram, Anwohner:innen nehmen diese &#8222;Murals&#8220;, von denen es in Berlin mehrere Hundert gibt, stillschweigend zur Kenntnis. Dabei kann die &#8222;Open-Air-Galerie der Hauptstadt&#8220; laut der stadteigenen Agentur f\u00fcr Tourismus Marketing Visit Berlin ohne Eintrittspreise und zu jeder \u00d6ffnungszeit von allen angeschaut werden.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_1429409494\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1535262987\"\/><\/p>\n<p>Unklar bleibt jedoch oft, was die K\u00fcnstler:innen \u00fcber den \u00dcberraschungseffekt hinaus ausdr\u00fccken wollen. Laut der Webseite des <a href=\"https:\/\/urban-nation.com\/de\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Street-Art Museums Urban Nation [urban-nation.com] <\/a>spielen soziale und gesellschaftliche Aspekte bei der Auswahl der Motive immer wieder eine Rolle. Es gehe meist um Themen, die alle Generationen bewegen und die dadurch einen gesellschaftlichen Dialog schaffen, so das Museum, das in Berlin-Sch\u00f6neberg beheimatet ist und sich als Plattform f\u00fcr urbane Kunst versteht. Doch kommt die Message tats\u00e4chlich an?<\/p>\n<p><b>Ein Blick auf f\u00fcnf von Urban Nation beauftragte Murals in Sch\u00f6neberg und Kreuzberg.<\/b><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_301980761\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tFlache L\u00f6cher<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756025772_588_size=708x398.jpg\" alt=\"Das Mural &quot;Holes&quot; des Streetartists TenTen in der Steinmetzstra\u00dfe in Berlin-Sch\u00f6neberg.(Quelle:rbb\/J.S.Fischer)\" title=\"Das Mural &quot;Holes&quot; des Streetartists TenTen in der Steinmetzstra\u00dfe in Berlin-Sch\u00f6neberg.(Quelle:rbb\/J.S.Fischer)\" id=\"articlesContList_picture_1470743674\"\/>Holes (2016) Alvenslebenstra\u00dfe 22, Sch\u00f6neberg<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1300599970\"\/><\/p>\n<p><b>Was zu sehen ist: <\/b>Auf eine Backsteinfassade hat der Hamburger K\u00fcnstler 1010 (gesprochen: tenten) L\u00f6cher &#8222;Holes&#8220; (2016) gemalt. Der deutsch-polnische Street Artist ist bekannt f\u00fcr eben jenen grafischen Style und hat in dieser Art W\u00e4nde in vielen verschiedenen St\u00e4dten gestaltet. Die Version im Steinmetzkiez vertieft sich trichterf\u00f6rmig nach unten. Farblich bewegen sich die L\u00f6cher in pastellfarbenen Abstufungen zwischen Gelb und einem dunklen Gr\u00fcnblau. Sie sind \u00fcber die gesamte Backsteinfassade verteilt.<\/p>\n<p><b>Wie es wirkt: <\/b>Laut Urban Nation entsteht &#8222;Illusion von Tiefe und Dimension&#8220;. Dadurch, dass die L\u00f6cher teilweise an den Kanten der hervorstehenden Bauteile aufgemalt sind, stellt sich der Trompe-L&#8217;Oueil-Effekt nicht ein: Die &#8222;Portale&#8220; (Urban Nation) bleiben flach und enth\u00fcllen nicht, was sich m\u00f6glicherweise im Inneren der Fassade befinden k\u00f6nnte. Sie sehen wie dekorative Elemente aus, deren Zweck unklar erscheint.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1456048519\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tSexarbeit einget\u00fctet<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756025772_443_size=708x398.jpg\" alt=\"Das Mural &quot;&quot;Speak Up. Stand Up&quot; von Christian B\u00f6hmer in der B\u00fclowstra\u00dfe in Berlin-Sch\u00f6neberg.(Quelle:rbb\/J.S.Fischer)\" title=\"Das Mural &quot;&quot;Speak Up. Stand Up&quot; von Christian B\u00f6hmer in der B\u00fclowstra\u00dfe in Berlin-Sch\u00f6neberg.(Quelle:rbb\/J.S.Fischer)\" id=\"articlesContList_picture_221950283_1612130287\"\/>Speak Up. Stand Up (2017), B\u00fclowstr. 32, Sch\u00f6neberg<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_581195097\"\/><\/p>\n<p><b>Was zu sehen ist: <\/b>Weiter geht es mit einer fig\u00fcrlichen Darstellung des K\u00f6lner Street Artists Christian B\u00f6hmer. Dieser ist auch bekannt als &#8222;Mr. Trash&#8220;, weil er Menschen ausschlie\u00dflich mit aufgesetzten M\u00fcllt\u00fcten darstellt. Auch &#8222;Speak Up. Stand Up&#8220; zeigt eine nackte Frau von der Seite, deren gesamter Kopf und Hals von einer stark zerknitterten Papiert\u00fcte bedeckt ist. Vor ihrer Brust verschr\u00e4nkt sie die Arme, ihre H\u00e4nde sind rot angemalt. Mit einem Zeigefinger vor ihren Lippen fordert sie ihr imagin\u00e4res Gegen\u00fcber zum Schweigen auf.<\/p>\n<p><b>Wie es wirkt:<\/b> Diese Geste soll laut K\u00fcnstler auf die gesellschaftliche Sprachlosigkeit, die die Gewalt gegen Sexarbeiterinnen im Kiez ignoriert, hinweisen. Gleichzeitig lenkt B\u00f6hmer selbst durch die Anonymisierung der Dargestellten den Blick auf ihren nackten K\u00f6rper und reproduziert sie als sexualisiertes und schwaches Objekt. Widerspr\u00fcchlich wirken die blutigen H\u00e4nde, die Gewalt und Schuld der Frau zuzuschreiben scheinen.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1370009561\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tPolitische Anti-Werbung<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756025773_589_size=708x398.jpg\" alt=\"Das Mural NO Future f\u00fcr Apathie! Ignoranz! Sexismus! Fremdenfeindlichkeit! Rassismus! von Obey in der Schwerinstra\u00dfe in Berlin-Sch\u00f6neberg.(Quelle:rbb\/J.S.Fischer)\" title=\"Das Mural NO Future f\u00fcr Apathie! Ignoranz! Sexismus! Fremdenfeindlichkeit! Rassismus! von Obey in der Schwerinstra\u00dfe in Berlin-Sch\u00f6neberg.(Quelle:rbb\/J.S.Fischer)\" id=\"articlesContList_picture_540133331_457932440\"\/>NO Future f\u00fcr Apathie! Ignoranz! Sexismus! Fremdenfeindlichkeit! Rassismus (2017), Froben-\/Ecke Schwerinstra\u00dfe, Sch\u00f6neberg<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1519469432\"\/><\/p>\n<p><b>Was zu sehen ist: <\/b>Dieser Street Artist k\u00f6nnte vielen durch seine &#8222;Hope&#8220;- Grafik f\u00fcr den Wahlkampf 2008 des ehemaligen US-Pr\u00e4sidenten Barack Obama bekannt sein: Shepard Fairey, besser bekannt als &#8222;Obey&#8220;. Dieser Star der Szene hat eine Hauswand mit einer typografischen Illustration in Schwarz-Wei\u00df-Rot gestaltet: Ein &#8222;No Future&#8220;-Schriftzug erinnert an Coca-Cola-Werbung. Darunter ist ein Zeitungsleser in einer Holzschnitt-\u00e4hnelnden Darstellung zu sehen. Die Betrachtenden stehen hinter ihm und k\u00f6nnen teilweise im &#8222;Extra Manifest&#8220; mitlesen. Aus seiner Gesichtsh\u00e4lfte sch\u00e4lt sich sein blanker Totensch\u00e4del heraus. Unter dem Bild wird der Slogan mit &#8222;F\u00fcr Apathie! Ignoranz! Sexismus! Fremdenfeindlichkeit! Rassismus!&#8220; erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_562897218\"\/><\/p>\n<ul>\n<li class=\"count1 doctypebeitrag first last layoutbeitrag_av layoutstandard manualteaser odd\">\n<a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/kultur\/beitrag\/2023\/12\/tiere-skulpturen-bilder-kunst-oeffentlicher-raum-berlin.html\" class=\"beitrag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756025774_11_size=320x180.jpg\" alt=\"Archivbild: Der B\u00e4r als Wappen der Stadt Berlin steht an der Autobahn in H\u00f6he Dreilinden buw. Ausfahrt Zehlendorf, aufgenommen am 21.03.2012 in Berlin. (Quelle: dpa\/Soeren Stache)\" title=\"Archivbild: Der B\u00e4r als Wappen der Stadt Berlin steht an der Autobahn in H\u00f6he Dreilinden buw. Ausfahrt Zehlendorf, aufgenommen am 21.03.2012 in Berlin. (Quelle: dpa\/Soeren Stache)\" id=\"articlesContList_teaserbox_562897218_teaserList_manualteaser_1110665530\"\/><\/a><\/p>\n<p>dpa\/Soeren Stache<\/p>\n<p>\t\t<a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/kultur\/beitrag\/2023\/12\/tiere-skulpturen-bilder-kunst-oeffentlicher-raum-berlin.html\" class=\"beitrag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kunst-Tiere im \u00f6ffentlichen Raum &#8211;<br \/>\n\t\t\tIn freier Wildbahn<\/p>\n<p>\t\t<\/a><\/p>\n<p>Wer sich in den Dschungel Berlins begibt, begegnet au\u00dferhalb der Zoos selten Bisons, B\u00e4ren oder Pferden. Aber es gibt sie im \u00f6ffentlichen Raum. Wer sich durch die Stadt bewegt und die Augen offenh\u00e4lt, kann sie entdecken. Von Julia Sie-Yong Fischer<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_987049890\"\/><\/p>\n<p><b>Wie es wirkt: <\/b>\u00c4sthetisch lehnt sich diese Darstellung an Werbung und politische Manifeste an. Es werden starke Begriffe mit Ausrufezeichen verwendet, die aber eher pessimistisch als weltoffen verstanden werden sollen. Unklar ist die Identit\u00e4t des Zeitungslesers, an den sich die Aufforderung stellvertretend wendet. Sind wir als Gesellschaft schon an einem Nullpunkt angekommen? Oder handelt es sich um einen noch optimistischen Appell? Auff\u00e4llig wirkt dabei auch der sprachliche Bruch: W\u00e4hrend der obere Teil auf Englisch verfasst ist, wechselt Obey bei der unteren Message ins Deutsche.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_806736661\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tVon der einseitigen Liebe<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756025774_961_size=708x398.jpg\" alt=\"Das Mural &quot;Apollo und Daphne des Duos Francisco Bosoletti und Young Jarus in der Skalitzer Stra\u00dfe in Berlin-Kreuzberg.(Quelle:rbb\/J.S.Fischer)\" title=\"Das Mural &quot;Apollo und Daphne des Duos Francisco Bosoletti und Young Jarus in der Skalitzer Stra\u00dfe in Berlin-Kreuzberg.(Quelle:rbb\/J.S.Fischer)\" id=\"articlesContList_picture_1065983970_921384109\"\/>Apollo und Daphne (2018), Ort: Skalitzer Stra\u00dfe \/ Ecke Wassertorstra\u00dfe, Kreuzberg <\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_367430903\"\/><\/p>\n<p><b>Was zu sehen ist: <\/b>Ein klassisches Motiv der Kunstgeschichte stellt die mythologische Geschichte von &#8222;Apollo und Daphne&#8220; dar. Als sich der Gott Apollo durch einen goldenen Pfeil des Liebesgotts Eros in die Nymphe Daphne schockverliebt, wird diese von einem bleiernen Pfeil Eros in einen Zustand der Abneigung versetzt. Um sich vor Apollos aufdringlichen Vergewaltigungsversuchen zu sch\u00fctzen, bittet sie ihren Vater Peneios um Hilfe. Der Flussgott wei\u00df sich nicht anders zu helfen, als sie in einen Lorbeerbaum zu verwandeln. Das argentinisch-kanadische Duo Francisco Bosoletti und der Kanadier Young Jarus haben Daphnes Transformationsmoment in eine fotorealistische, schwarz-wei\u00dfe Farbumkehrung \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p><b>Wie es wirkt: <\/b>Die K\u00fcnstler nutzen das Motiv als Symbol f\u00fcr unerreichte Liebe. Dabei schaut Apollo Daphne schw\u00e4rmerisch von rechts unten an, w\u00e4hrend sich diese von ihm abwendet. Insofern ist bildlich klar, aus wessen Perspektive eine romantische Verkl\u00e4rung stattfindet. Die \u00e4sthetische Darstellung klammert den Aspekt der sexualisierten Gewalt aus und l\u00e4uft Gefahr, diese zu verharmlosen. Denn de facto geht es bei der Szene aus heutiger Perspektive eher um eine einseitige Projektion, die durch die H\u00e4ufigkeit von Femiziden zu hinterfragen ist.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1022797586\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tObst und Umwelt<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756025775_822_size=708x398.jpg\" alt=\"Das Mural &quot;Apfel der S\u00fcnde&quot; des Duos Onur und Wes21 in der Prinzenstra\u00dfe in Berlin-Kreuzberg.(Quelle:rbb\/J.S.Fischer)\" title=\"Das Mural &quot;Apfel der S\u00fcnde&quot; des Duos Onur und Wes21 in der Prinzenstra\u00dfe in Berlin-Kreuzberg.(Quelle:rbb\/J.S.Fischer)\" id=\"articlesContList_picture_0_894543863\"\/>Apfel der S\u00fcnde (2015) Prinzenstr.19, Kreuzberg<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text\"\/><\/p>\n<p><b>Was zu sehen ist:<\/b> Aus einem gesunden, rot-gl\u00e4nzenden Apfel platzen explosiv kleine Teile heraus. Bis auf das Kerngeh\u00e4use ist er bereits freigelegt, die einzelnen zerfurchten Umrisse gleichen Kontinenten einer Weltkarte. Auf einem Fragment sitzt ein Wesen, das an eine Raupe und einen Dinosaurier erinnert, eine Fliege ruht auf einem Blatt. Die Gestaltung der Street Artists Onur und Wes21 ist fotorealistisch, teilweise l\u00f6sen sich die Formen illustrativ und skizzenhaft auf. Das Bild bekommt durch die umherfliegenden St\u00fcckchen, die sich auch \u00fcber andere Fl\u00e4chen erstrecken, eine Dynamik.<\/p>\n<p><b>Wie es wirkt: <\/b>Der Titel dieser Wandmalerei (&#8222;Apfel der S\u00fcnde&#8220;) weist auf die christliche Paradiesszene hin, dabei ist insbesondere die menschengemachte Umweltzerst\u00f6rung dem Schweizer Duo ein Anliegen. Die Farbgestaltung und die Grafik an sich wirken dagegen nicht unbedingt pessimistisch. Die Zersetzung der Frucht ist schmackhaft pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p class=\"textblock\">Beitrag von Julia Sie-Yong Fischer<\/p>\n<p><a class=\"ico ico_arrow_wide_up\" title=\"An den Anfang\" href=\"#top\">  <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kunst im \u00f6ffentlichen Raum &#8211; Murals an Berliner Hausw\u00e4nden: Was ist da eigentlich zu sehen? 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