{"id":369336,"date":"2025-08-24T11:42:13","date_gmt":"2025-08-24T11:42:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/369336\/"},"modified":"2025-08-24T11:42:13","modified_gmt":"2025-08-24T11:42:13","slug":"radebeuler-radelten-in-sieben-tagen-800-kilometer-ins-saarland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/369336\/","title":{"rendered":"Radebeuler radelten in sieben Tagen 800 Kilometer ins Saarland"},"content":{"rendered":"<p>Das Empfangskomitee hat alles vorbereitet. Es ist Freitag, 18 Uhr auf dem Markt in St. Ingbert im Saarland. Auf dem selbst gebastelten Schild steht in roter Schrift &#8222;800 Kilometer f\u00fcr die Freundschaft&#8220;. Die Gruppe wartet vor der Stadthalle &#8211; schon etwas aufgeregt &#8211; auf die Fahrradfahrer aus Radebeul.\u00a0<\/p>\n<p>Etwa 20 Verwaltungsangestellten aus Radebeul und aus St. Ingbert starteten am 15. August von Radebeul aus zu einer anspruchsvollen Radtour \u00fcber mehr als 800 Kilometer und rund 4.000 H\u00f6henmeter. Ein Mitarbeiter fuhr in einem Begleitfahrzeug mit. &#8222;Dieses Vorhaben soll den Dialog zwischen den beiden St\u00e4dten weiter f\u00f6rdern und wird von allen viel R\u00fccksichtnahme und Teamgeist abverlangen&#8220;, hei\u00dft es in der offiziellen Mitteilung der Stadt Radebeul. Die Radtour wird vom St\u00e4dtepartnerschaftskomitee Radebeul unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Kurz nach 18 Uhr am Freitag, nach sieben Tagen auf dem Sattel, kommt die Gruppe unter dem Beifall der Wartenden an. Sie sehen alle noch sehr frisch aus und strahlen. Mit dabei Radebeuls Oberb\u00fcrgermeister Bert Wendsche. Er f\u00e4hrt mit einem ganz normalen Tourenrad. &#8222;Es war sehr anstrengend&#8220;, sagt Wendsche. &#8222;Aber wir haben es alle geschafft.&#8220; Er erinnerte an die steilen Anstiege in Th\u00fcringen am Rennsteig, aber auch die 120 Kilometer von Worms aus am letzten Tag hatten es in sich. Wendsche kennt sich aus, hat diese Tour schon \u00f6fters gemacht, denn die St\u00e4dtepartnerschaft gibt es schon 37 Jahre. Die Radler-Gruppe machte einen eher gemischten Eindruck, nicht jeder ist ganz jung, durchtrainiert und mit Rennrad. Aber alle haben es geschafft. Dass sie darauf stolz sind, sieht man ihnen an.<\/p>\n<p>Zum Begr\u00fc\u00dfungskomitee geh\u00f6rt auch eine gut 40-k\u00f6pfige B\u00fcrgergruppe aus Radebeul, die gerade zum Freundschaftsbesuch nach neunst\u00fcndiger Busreise angekommen ist. Neben Stadtr\u00e4ten wie Ulrich Reusch (CDU) und lokalen Parteivorsitzenden wie Alexander Wolf (FDP), sind auch ganz normale B\u00fcrger dabei. Als Organisatoren fungieren Christine und Peter Kollmeder.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/img-9763-2_TEXT.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Nach dem Empfang und Erinnerungsfotos geht es weiter zur Feuerwehr von St. Ingbert. Es hei\u00dft, es werde dort gegrillt. Feuerwehr und Grillen, das passt immer. Aber im Saarland ist das etwas spezieller. Es wird n\u00e4mlich geschwenkt. Auf einem gro\u00dfen Rost liegt das Fleisch \u00fcber brennendem Buchenholz und wird hin und her geschwenkt. Der Rost h\u00e4ngt an einem dreibeinigen Eisengestell mit Kette. Es gibt ordentliche Portionen mit Kartoffelsalat und einheimischen Beckers Bier.\u00a0<\/p>\n<p>Mit dabei ist der 3. Beigeordnete der Stadt. Albrecht Hauck ist verantwortlich f\u00fcr die Bereiche Vereine, Sport, Demografie, Kultur, Tourismus und die Biosph\u00e4re. Eine ganz Menge. Au\u00dferdem ist er schon 71 Jahre alt, hat vier Kinder und 11 Enkel. Er ist Mitglied der Familien-Partei. Mit bundesweit gut 600 Mitgliedern (im Saarland sind es 81) k\u00f6nnte man sie als Kleinst-Partei bezeichnen. Immerhin gab es mal einen Europaabgeordneten, der aber ausgetreten ist. Die Familien-Partei h\u00e4lt sich selbst f\u00fcr eine konservative Partei der Mitte. Andere sehen sie eher rechts.\u00a0<\/p>\n<p>Albrecht Hauck versteht diese Einordnung nicht. Ihm geht es vor allem um Generationengerechtigkeit und ums christliche Weltbild. Am Leben in St. Ingbert sch\u00e4tzt er die N\u00e4he zu Frankreich. Die Franzosen kommen zu ihnen, um in den Boutiquen von Saarbr\u00fccken einzukaufen, die Saarl\u00e4nder m\u00f6chten die guten Lebensmittel aus Frankreich. Es ist ein Geben und Nehmen.\u00a0<\/p>\n<p>Es wird langsam dunkel. Die Grillmeister am Schwenker versuchen die letzten W\u00fcrste an den Mann oder die Frau zu bringen. W\u00e4re doch schade drum. Die Fahrradfahrer sto\u00dfen zum letzten Mal auf ihren Erfolg an &#8211; und einer knipste das Licht des gro\u00dfen roten Herzens aus, das den Schriftzug Feuerwehr St. Ingbert beleuchtete. Feierabend.<\/p>\n<p>Text : Ulf Mallek<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Empfangskomitee hat alles vorbereitet. 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