{"id":369391,"date":"2025-08-24T12:12:11","date_gmt":"2025-08-24T12:12:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/369391\/"},"modified":"2025-08-24T12:12:11","modified_gmt":"2025-08-24T12:12:11","slug":"buchmarkt-wer-kann-sich-das-lesen-leisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/369391\/","title":{"rendered":"Buchmarkt: Wer kann sich das Lesen leisten?"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">W ho\u2019s still reading?\u201c, fragte die Leipziger Buchmesse 2024. Immer wieder machen Studien die Runde, die Kindern und Jugendlichen ein <a href=\"https:\/\/taz.de\/Lesefoerderung-an-Schulen\/!6100876\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">sinkendes Leseverm\u00f6gen<\/a> attestierten. Befinden wir uns in einer Lesekrise? Interessiert sich die Jugend nicht mehr f\u00fcr Literatur und h\u00e4ngt den ganzen Tag nur auf TikTok rum? Wer das behauptet, malt den Teufel zu fr\u00fch an die Wand. Denn junge Menschen lesen weiterhin gerne und so viel wie lange nicht.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">\u00dcber <a href=\"https:\/\/taz.de\/BookTok\/!5930403\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">#Booktok<\/a> oder #Bookstagram tauschen sie sich in sozialen Medien mehr denn je \u00fcber ihre Lieblingsb\u00fccher aus. Wenn ein Buch dort heute einen Hype ausl\u00f6st, ist es in der Buchhandlung morgen schon vergriffen. Der Lesekreis hat sich ins Internet verlagert. Der Gesamtumsatz des Buchhandels in Deutschland stieg laut B\u00f6rsenverein des Deutschen Buchhandels 2024 um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg ist vor allem getrieben durch die Buchbegeisterung junger Menschen zwischen 16 und 29 Jahren. Einen gro\u00dfen Anteil an der Lesefreude hat der Hype um Genres wie Young Adult oder \u201eRomantasy\u201c, was die Genres Fantasy und Romance miteinander verbindet.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Damit es nicht nur bei einem Trend bleibt, denn Trends kommen und gehen, ist es n\u00f6tig, dass Momentum des Digitalen im Analogen zu nutzen. Sorgen m\u00fcssen wir uns nicht um den Lesewillen der Jugend, sondern darum, wer sich B\u00fccher noch leisten kann.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Dazu ist es w\u00fcnschenswert und notwendig, dass Buchpreise nicht weiter in die H\u00f6he klettern. Dass niemand daran denkt, an der Buchpreisbindung zu r\u00fctteln und die Buchpreise dem freien Markt zu \u00fcberlassen, stimmt schon einmal positiv. Ein weiteres Beispiel, wie man Menschen zum vermehrten Lesen bewegen k\u00f6nnte, liefert D\u00e4nemark. Vergangene Woche hat die d\u00e4nische Regierung angek\u00fcndigt, die Mehrwertsteuer auf B\u00fccher abzuschaffen. Dies ist eine Reaktion auf die k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte Pisa-Studie, der zufolge knapp ein Viertel der 15-J\u00e4hrigen einfache Texte nicht verstehen k\u00f6nnen, was einen Anstieg von vier Prozentpunkten innerhalb der vergangenen zehn Jahre bedeutet.<\/p>\n<p>      D\u00e4nemark will zum Lesen anregen<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Der d\u00e4nische Kulturminister Jakob Engel-Schmidt hofft, dass es durch die Abschaffung k\u00fcnftig g\u00fcnstiger wird, B\u00fccher zu kaufen, und dass es so mehr Menschen erm\u00f6glicht wird, \u201esich Wissen anzueignen und in das Universum einzutauchen, in das uns nur das geschriebene Wort entf\u00fchren kann\u201c. <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/daenen-sollen-mehr-lesen-regierung-will-mehrwertsteuer-auf-buecher-abschaffen-100.html\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">Mit 25 Prozent gab es in D\u00e4nemark bislang die europaweit h\u00f6chste Mehrwertsteuer auf B\u00fccher.<\/a> Rund 14 Euro kostet ein Taschenbuch und 24 Euro ein Hardcover, das kann sich nicht je\u00adde*r leisten. Die Abschaffung der Mehrwertsteuer ist daher gut und richtig.<\/p>\n<p>\n\ue80f\n<\/p>\n<p>\n            Knapp 2.000 \u00f6ffentliche Bibliotheken mussten in den vergangenen 15 Jahren schlie\u00dfen<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"7\">Was wir dagegen nicht abschaffen d\u00fcrfen, sind die kleinen Buchhandlungen in der Nachbarschaft oder die \u00f6rtliche Stadtbibliothek. Denn auch diese Sorgen daf\u00fcr, dass kosteng\u00fcnstig mehr gelesen wird.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"8\">Und: Wenn der Buchmarkt mehr und mehr dem Quasimonopolisten Amazon \u00fcberlassen wird, fehlen die Orte des wirklichen, physischen Entdeckens und Austauschens. Das gedruckte Buch verliert seine Magie, und f\u00fcr Kinder wird es wirklich schwerer, in die Universen des geschriebenen Wortes einzutauchen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"9\">In Deutschland passiert das bereits. Die Zahl der Buchhandlungen sank von rund 7.600 im Jahr 2000 auf 4.500 im Jahr 2025. Knapp 2.000 \u00f6ffentliche Bibliotheken mussten in den vergangenen 15 Jahren schlie\u00dfen. Wenn die Orte verschwinden, an denen Menschen in den Regalen st\u00f6bern und sich auch ohne gro\u00dfe finanzielle M\u00f6glichkeiten B\u00fccher ausleihen k\u00f6nnen, dann k\u00f6nnten wir uns bald in einer wirklichen \u201eLesekrise\u201c befinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"W ho\u2019s still reading?\u201c, fragte die Leipziger Buchmesse 2024. Immer wieder machen Studien die Runde, die Kindern und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":369392,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-369391","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115083682967562792","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/369391","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=369391"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/369391\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/369392"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=369391"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=369391"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=369391"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}