{"id":369546,"date":"2025-08-24T13:36:12","date_gmt":"2025-08-24T13:36:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/369546\/"},"modified":"2025-08-24T13:36:12","modified_gmt":"2025-08-24T13:36:12","slug":"vorhofflimmern-frueh-erkannt-risiko-steigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/369546\/","title":{"rendered":"Vorhofflimmern fr\u00fch erkannt \u2013 Risiko steigt"},"content":{"rendered":"<p>Wie steigert fr\u00fches Vorhofflimmern das Schlaganfallrisiko? Neue Studiendaten zeigen drastische Unterschiede je nach Diagnosealter.<\/p>\n<p>Das Alter bei der Diagnose von <strong>Vorhofflimmern <\/strong>beeinflusst offenbar das sp\u00e4tere <strong>Schlaganfallrisiko<\/strong>. Das zeigt eine chinesische Analyse von <strong>47.239\u00a0Personen<\/strong> aus f\u00fcnf prospektiven Langzeit-Kohorten (ARIC, CHS, CARDIA, MESA, Framingham Heart Study) mit einem medianen Follow-up von <strong>21,1\u00a0Jahren<\/strong>.<\/p>\n<p>Von den Teilnehmenden entwickelten<strong> 6.689 (14,2\u2009%)<\/strong> im Studienverlauf eine atriale Fibrillation, wiederum <strong>536 (8,0\u2009%)<\/strong> erlitten einen isch\u00e4mischen Insult. Obwohl Schlaganf\u00e4lle absolut h\u00e4ufiger bei <strong>\u00c4lteren <\/strong>auftreten, war das relative Risiko bei <strong>fr\u00fchem VHF<\/strong> am h\u00f6chsten, so das Team um Dr. Yun-Jiu Cheng von der Southern Medical University in Guangzhou. Die voll adjustierte <strong>Hazard Ratio <\/strong>(HR) f\u00fcr einen <strong>isch\u00e4miebedingten Apoplex<\/strong> lag bei <strong>5,35<\/strong>, wenn das Vorhofflimmern bereits im Alter von <strong>55\u00a0Jahren<\/strong> bestand. War dies erst mit 65\u00a0Jahren der Fall, betrug die HR 2,99, mit 75\u00a0Jahren lag die HR bei 2,13, mit 85 bei 1,93.<\/p>\n<p>Je fr\u00fcher das VHF auftrat, desto fr\u00fcher kam es auch zum Schlaganfall: Mit Diagnose im Alter <strong>\u2264 55<\/strong> trat der Insult im Schnitt <strong>13,9 Jahre<\/strong> fr\u00fcher ein als bei gleichaltrigen Personen ohne VHF \u2013 bei einer Diagnose mit 85 Jahren nur <strong>1,5 Jahre fr\u00fcher<\/strong>. Pro f\u00fcnf Jahre fr\u00fcherer Diagnosestellung erh\u00f6hte sich das Schlaganfallrisiko <strong>signifikant <\/strong>(HR 2,10 bei 55 Jahren). Das Risiko war in den ersten <strong>2,5 Jahren<\/strong> nach VHF-Diagnose besonders hoch und nahm danach ab.<\/p>\n<p>Verglichen mit Personen ohne Vorhofflimmern bis zum Alter von 55 Jahren betrug die HR f\u00fcr ein <strong>zerebrales Gef\u00e4\u00dfereignis<\/strong> 7,30, wenn das Flimmern \u2265\u200910 Jahre zuvor diagnostiziert wurde. Bestand die <strong>Arrhythmie<\/strong> schon \u2265\u20096\u201310 Jahre waren es 4,98 und f\u00fcr einen Abstand \u2264\u20095 Jahre wurde eine HR von 4,60 ermittelt.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Teilnehmerzahl und die lange Nachbeobachtungszeit sprechen f\u00fcr die <strong>Zuverl\u00e4ssigkeit <\/strong>der Studienergebnisse. Allerdings konnte angesichts des Designs der Studie<strong> keine Kausalit\u00e4t<\/strong> gezeigt werden.<\/p>\n<p>*Atherosclerosis Risk in Communities, Cardiovascular Health Study, Coronary Artery Development in Young Adults, Multi-Ethnic Study on Atherosclerosis<\/p>\n<p class=\"small\">Quelle: Cheng YJ et al. J Am Heart Assoc 2025; 14: e038367; <a href=\"https:\/\/www.ahajournals.org\/doi\/full\/10.1161\/JAHA.124.038367\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">doi: 10.1161\/JAHA.124.038367<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie steigert fr\u00fches Vorhofflimmern das Schlaganfallrisiko? 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