{"id":370332,"date":"2025-08-24T21:04:21","date_gmt":"2025-08-24T21:04:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/370332\/"},"modified":"2025-08-24T21:04:21","modified_gmt":"2025-08-24T21:04:21","slug":"handelspolitik-ursula-von-der-leyen-verteidigt-zollkompromiss-mit-trump","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/370332\/","title":{"rendered":"Handelspolitik: Ursula von der Leyen verteidigt Zollkompromiss mit Trump"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen hat die Zolleinigung der EU mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump gegen Kritik verteidigt. Die Vereinbarung stehe f\u00fcr eine &#8222;bewusste Entscheidung \u2013 Stabilit\u00e4t und Berechenbarkeit statt Eskalation und Konfrontation&#8220;, schrieb die EU-Kommissionspr\u00e4sidentin in einem Gastbeitrag f\u00fcr die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). &#8222;Stellen Sie sich nur einmal vor, die beiden gr\u00f6\u00dften Wirtschaftsm\u00e4chte der demokratischen Welt h\u00e4tten sich nicht geeinigt und einen Handelskrieg begonnen \u2013 gefeiert worden w\u00e4re das einzig und allein in Moskau und Peking.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Mit Blick auf <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2025-08\/eu-usa-zoll-trump-export-handel\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die vereinbarten US-Z\u00f6lle<\/a> von maximal 15 Prozent schrieb von der Leyen, man habe sich auf einen starken, wenn auch nicht perfekten Deal geeinigt. &#8222;Mit Vergeltungsz\u00f6llen unsererseits w\u00fcrden wir Gefahr laufen, einen teuren Handelskrieg mit negativen Folgen f\u00fcr unsere Besch\u00e4ftigten, Verbraucher und unsere Industrie zu befeuern.&#8220;\u00a0\n<\/p>\n<p>        Kritik wegen besserer Konditionen f\u00fcr die USA        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die EU-Kommission war zuvor wegen ihrer<br \/>\nVerhandlungsf\u00fchrung kritisiert worden. Unter den Kritikern befindet sich auch<br \/>\nBundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD): &#8222;Wir m\u00fcssen uns schon fragen, wie<br \/>\nes sein kann, dass die Europ\u00e4ische Union mit 27 Staaten und 450<br \/>\nMillionen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern am Ende so schwach dasteht&#8220;, \u00e4u\u00dferte er<br \/>\n sich in Zeitungen der Funke Mediengruppe. &#8222;Ich w\u00fcnsche mir, dass wir<br \/>\neine europ\u00e4ische St\u00e4rke entwickeln und nicht l\u00e4nger am Katzentisch<br \/>\nsitzen.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die USA haben bei den Verhandlungen bessere Konditionen durchgesetzt, als sie f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen gelten. Die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/europaeische-union\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU<\/a> hatte den Deal aber akzeptiert, weil ohne Einigung ab dem 1. August <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/us-zoelle\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">US-Z\u00f6lle<\/a> in H\u00f6he von 30 Prozent gedroht h\u00e4tten. Hinzu kam die Sorge, Trump k\u00f6nnte im Fall eines versch\u00e4rften Konflikts neue Drohungen aussprechen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Trump und von der Leyen hatten die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-07\/zoll-deal-eu-usa-ok-america\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Einigung Ende Juli in Schottland<\/a>\u00a0zun\u00e4chst nur m\u00fcndlich vereinbart. Zuletzt k\u00fcndigten sie ein Rahmenabkommen zur Umsetzung der Einigung an. Demnach soll der US-Zoll von 15 Prozent f\u00fcr die meisten europ\u00e4ischen Produkte gelten. Auch die europ\u00e4ischen Autohersteller k\u00f6nnen mit einem US-Zoll von 15 Prozent kalkulieren statt der noch geltenden 27,5 Prozent. Vor dem Amtsantritt Trumps hatte der Zollsatz allerdings bei 2,5 Prozent gelegen. Z\u00f6lle auf US-Industrieg\u00fcter dagegen sollen vollst\u00e4ndig abgeschafft werden, und Barrieren f\u00fcr den Import von bestimmten Lebensmitteln sollen fallen.\u00a0\n<\/p>\n<p>        Von der Leyen will EU-Handelsbeziehungen diversifizieren        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die EU sicherte Trump zudem zu, bis zum Ende von dessen Amtszeit US-Energietr\u00e4ger im Wert von 750\u202fMilliarden Dollar zu kaufen. Zus\u00e4tzlich versprach die EU Trump, in den kommenden Jahren weitere 600\u202fMilliarden\u202fUS-Dollar in den <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/usa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> zu investieren. Rechtsverbindlich ist die gemeinsame Erkl\u00e4rung nicht. Die EU muss jedoch bef\u00fcrchten, dass Trump wieder einseitig Z\u00f6lle erh\u00f6ht, wenn Verabredungen nicht umgesetzt werden. Auf den EU-Vorschlag, gegenseitig vollst\u00e4ndig auf Z\u00f6lle auf Industrieg\u00fcter zu verzichten, gingen die USA nicht ein.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die EU-Kommissionspr\u00e4sidentin k\u00fcndigte in der FAZ\u00a0weiterhin eine st\u00e4rkere Diversifizierung der europ\u00e4ischen Handelsbeziehungen an. &#8222;Deshalb haben wir in den vergangenen Monaten Handelsvereinbarungen mit Mexiko und dem Mercosur geschlossen und unsere Beziehungen zur Schweiz und zum Vereinigten K\u00f6nigreich vertieft. Deshalb haben wir unsere Gespr\u00e4che mit Indonesien abgeschlossen und wollen bis zum Jahresende zu einer Einigung mit Indien kommen&#8220;, schrieb von der Leyen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen hat die Zolleinigung der EU mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump gegen Kritik verteidigt. 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