{"id":370752,"date":"2025-08-25T01:05:16","date_gmt":"2025-08-25T01:05:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/370752\/"},"modified":"2025-08-25T01:05:16","modified_gmt":"2025-08-25T01:05:16","slug":"russland-und-selenskij-gespraechsverzoegerung-im-ukraine-konflikt-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/370752\/","title":{"rendered":"Russland und Selenskij: Gespr\u00e4chsverz\u00f6gerung im Ukraine-Konflikt &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die Aussichten auf ein baldiges Treffen zwischen dem russischen Pr\u00e4sidenten <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Wladimir_Putin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wladimir Putin<\/a> und dem ukrainischen Staatschef Wolodimir Selenskij schwinden. Der Kreml z\u00f6gerte eine eindeutige Zusage zun\u00e4chst hinaus und widersprach schlie\u00dflich dem Zeitplan, den Bundeskanzler Friedrich Merz zuvor ins Spiel gebracht hatte. Der Kanzler hatte betont, es sollte zu einer Zusammenkunft innerhalb von zwei Wochen kommen. Ein baldiges Gipfeltreffen sei unrealistisch, erkl\u00e4rte jedoch der russische Au\u00dfenminister <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Sergej_Lawrow\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sergej Lawrow<\/a> am Wochenende. \u201ePutin ist bereit, sich mit Selenskij zu treffen, wenn eine Tagesordnung f\u00fcr den Gipfel vorbereitet ist. Und diese Tagesordnung ist \u00fcberhaupt noch nicht fertig\u201c, sagte er dem US-Sender NBC.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Russland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a> spielt damit einmal mehr auf Zeit. Vor einem solchen Treffen m\u00fcssten gewisse Punkte gekl\u00e4rt sein, sagte Lawrow. Gemeint waren etwa die russischen Forderungen nach Gebietsabtretungen und ein ukrainischer Verzicht auf eine Mitgliedschaft in der Nato. Lawrow machte die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Ukraine\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ukraine<\/a> verantwortlich f\u00fcr den stockenden Prozess. Der ukrainische Pr\u00e4sident hatte sich allerdings mehrfach zu einem Waffenstillstand bereit erkl\u00e4rt und in Aussicht gestellt, \u00fcber vor\u00fcbergehende Gebietsabtretungen zu sprechen, den umk\u00e4mpften Donbass davon aber ausgenommen.<\/p>\n<p>Bedrohlich Aussichten am Unabh\u00e4ngigkeitstag der Ukraine<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Russland hingegen r\u00fcckt von seinen Maximalforderungen im Krieg gegen die Ukraine nicht ab. Moskau will die Ukraine unter Anderem zwingen, ihre Armee drastisch zu verkleinern und Territorien aufzugeben. Russland h\u00e4lt knapp 20 Prozent des ukrainischen Territoriums besetzt und beansprucht auch Gebiete im Osten des Landes, die es gar nicht kontrolliert.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Pr\u00e4sident Selenskij reagierte auf die bedrohlichen Aussichten am 34. Unabh\u00e4ngigkeitstag der Ukraine, indem er seinen Landleuten am Sonntag Mut zusprach. Dreieinhalb Jahre nach Kriegsbeginn prophezeite er allen Widrigkeiten zum Trotz eine bessere Zukunft f\u00fcr sein von Russland \u00fcberfallenes Land. \u201eWir werden eine Ukraine schaffen, die gen\u00fcgend Kraft und Potenz hat, um in Sicherheit und Frieden zu leben\u201c, versprach Selenskij in seiner Ansprache, die \u00fcber Telegram verbreitet wurde.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Auch milit\u00e4risch setzte die Ukraine am Wochenende Zeichen, um zu zeigen, dass sie die Gegenwehr nicht aufgibt. Die ukrainische Armee griff offenbar mit Drohnen russisches Gebiet an. Nahe einem Atomkraftwerk im grenznahen, westrussischen Kursk schoss Russland eine Kampfdrohne ab. Ein Transformator f\u00fcr die Stromversorgung des Kraftwerks wurde offenbar besch\u00e4digt und das Kernkraftwerk in Teilen heruntergefahren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Allerdings sind Kiews Mittel der Gegenwehr begrenzt, was auch damit zu tun hat, dass die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> die Ukraine offenbar schon seit Monaten daran hindern, milit\u00e4rische Ziele weit im russischen Hinterland mit amerikanischen Raketen anzugreifen. Die Erlaubnis, sogenannte Atacms einzusetzen, sei blockiert. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth habe im Rahmen eines Pr\u00fcfverfahrens das letzte Wort f\u00fcr solche Angriffe, meldete das Wall Street Journal am Wochenende. Auch der britische Storm-Shadow-Marschflugk\u00f6rper, der mit US-Daten arbeitet, soll davon betroffen sein.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Der Ukraine, die auf dem Gefechtsfeld unter gro\u00dfer Bedr\u00e4ngnis ist, nimmt das die M\u00f6glichkeit, milit\u00e4rische Ziele in Russland anzugreifen, die f\u00fcr die Fortsetzung des Kriegs bedeutsam sind. Mindestens einmal soll der Ukraine dem Bericht zufolge die Erlaubnis verweigert worden sein, Atacms einzusetzen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Der fr\u00fchere US-Pr\u00e4sident Joe Biden hatte deren Einsatz im November, kurz vor Ende seiner Amtszeit, genehmigt und damit einem lange von der Ukraine ge\u00e4u\u00dferten Wunsch entsprochen. Sein Nachfolger <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Donald_Trump\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donald Trump<\/a> hatte diese Entscheidung seinerzeit als \u201edumm\u201c bezeichnet. Doch sind seine \u00c4u\u00dferungen widerspr\u00fcchlich. Nun kritisierte Trump am 21. August seinen Vorg\u00e4nger Biden daf\u00fcr, Kiew nicht erlaubt zu haben zur\u00fcckzuschlagen. Die Ukraine m\u00fcsse sich zur Wehr setzen, sagte er, was nicht passt zum Vorgehen seines Verteidigungsministers Hegseth.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Statt auf einem schnellen Treffen zu bestehen, um Russland unter Zugzwang zu setzen, hat Trump es nun vorgezogen, Moskau eine weitere Zwei-Wochen-Frist einzur\u00e4umen. In dieser Zeit soll Putin seine Bereitschaft zeigen, den Krieg zu beenden. Geschehe dies nicht, werde er, Trump, eine \u201esehr wichtige Entscheidung\u201c f\u00e4llen, schrieb er. Er drohte mit massiven Sanktionen und massiven Z\u00f6llen, oder aber seine Regierung werde sich aus den Verhandlungen um einen Frieden herausnehmen und \u201esagen, es ist euer Kampf\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Unklar bleibt weiterhin, wie in einem Friedensprozess Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine ausgestaltet werden. Kiew dr\u00e4ngt auf eine Absicherung mittels internationaler Truppen in der Ukraine. Trump lehnt US-Bodentruppen ab und spricht von Unterst\u00fctzung aus der Luft. Nun soll die Ukraine nach einem Telefonat mit US-Au\u00dfenminister Marco Rubio offenbar ihre wichtigsten Anforderungen ausformulieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Aussichten auf ein baldiges Treffen zwischen dem russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodimir Selenskij&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":370753,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,147,106,13,148,14,15,16,307,12,14189,149,317,64,306,6475,107],"class_list":{"0":"post-370752","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-ausland","11":"tag-donald-trump","12":"tag-headlines","13":"tag-leserdiskussion","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-politik","17":"tag-russland","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-sergej-lawrow","20":"tag-sueddeutsche-zeitung","21":"tag-ukraine","22":"tag-usa","23":"tag-wladimir-putin","24":"tag-wolodimir-selenskij","25":"tag-wolodymyr-selenskyj"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115086722841401528","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/370752","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=370752"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/370752\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/370753"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=370752"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=370752"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=370752"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}