{"id":370936,"date":"2025-08-25T02:57:11","date_gmt":"2025-08-25T02:57:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/370936\/"},"modified":"2025-08-25T02:57:11","modified_gmt":"2025-08-25T02:57:11","slug":"sind-nach-den-museen-bald-auch-die-stadtbibliotheken-gratis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/370936\/","title":{"rendered":"Sind nach den Museen bald auch die Stadtbibliotheken gratis?"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Leipzig. Seit dem vergangenen Jahr sind Besuche der Dauerausstellungen in den st\u00e4dtischen Museen in Leipzig kostenlos. 30 Prozent mehr G\u00e4ste z\u00e4hlten seitdem das Stadtgeschichtliche Museum, das Naturkundemuseum, das Museum der bildenden K\u00fcnste und das Grassi-Museum f\u00fcr Angewandte Kunst. Ein Erfolgsmodell, das sich manch einer inzwischen auch f\u00fcr die Leipziger St\u00e4dtischen Bibliotheken (LSB) gut vorstellen kann.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Rund 60.000 Bibliotheksnutzer eingeschrieben<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dort leihen Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre zwar schon heute B\u00fccher und andere Medien gratis aus. Das sind derzeit 46 Prozent der Nutzer. Erwachsene allerdings zahlen laut derzeit geltendem <a href=\"https:\/\/static.leipzig.de\/fileadmin\/mediendatenbank\/stadtbibliothek-leipzig-de\/Dokumente\/Gebuehrentarif_2021_02.pdf\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\" title=\"https:\/\/static.leipzig.de\/fileadmin\/mediendatenbank\/stadtbibliothek-leipzig-de\/Dokumente\/Gebuehrentarif_2021_02.pdf\" data-vars-event-category=\"intext_link\" data-vars-event-action=\"click\" data-vars-event-label=\"https:\/\/static.leipzig.de\/fileadmin\/mediendatenbank\/stadtbibliothek-leipzig-de\/Dokumente\/Gebuehrentarif_2021_02.pdf\">Geb\u00fchrentarif<\/a> 20 Euro pro Jahr, Leipzig-Pass-Inhaber die H\u00e4lfte. 59.745 Menschen besa\u00dfen im vergangenen Jahr einen Bibliotheksausweis, das ist nahezu jeder zehnte Leipziger. Im Jahr davor waren es noch 2656 weniger. Das Interesse an den Angeboten der LSB w\u00e4chst seit Jahren kontinuierlich. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die Gr\u00fcnen im Stadtrat sehen in den Stadtbibliotheken nichts weniger als zentrale Bildungs- und Kultureinrichtungen, \u201edie allen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern unabh\u00e4ngig von ihrer sozialen und wirtschaftlichen Situation Zugang zu Wissen, Information und kultureller Teilhabe erm\u00f6glichen sollten\u201c. Das Ziel des kostenfreien Zugangs, so Stadtr\u00e4tin Gesine M\u00e4rtens auf LVZ-Nachfrage, habe die Partei daher auch in ihrem Kommunalwahlprogramm verankert. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Durch eine langfristige Planung \u2013 \u201emit Umsetzung ab 2027\u2033 \u2013 k\u00f6nne die Stadt die notwendigen Haushaltsmittel einplanen, hei\u00dft es dazu nun konkret in einer Anfrage der Gr\u00fcnen-Fraktion an die Stadtverwaltung, mit der sie Auskunft zu den Folgen einer allgemeinen Geb\u00fchrenfreiheit erbittet.<\/p>\n<p>Jahresgeb\u00fchren bringen 440.000 Euro ein<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das Dezernat von Kulturb\u00fcrgermeisterin Skadi Jennicke (Linke) beschreibt in der Antwort die Auswirkungen so: Im laufenden Doppelhaushalt 2025\/26 rechnet die Stadt mit Einnahmen der LSB von 784.500 Euro pro Jahr. Auf die Jahresnutzungsgeb\u00fchren, die durch die wachsende Zahl der Leserinnen und Leser j\u00e4hrlich um etwa drei Prozent steigt, entfielen dabei 440.000 Euro. Dazu k\u00e4men dann noch Mahngeb\u00fchren wegen versp\u00e4teter R\u00fcckgabe, die nach Erfahrungswerten auf 266.000 Euro prognostiziert werden, sowie sonstige Geb\u00fchren. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Auch wenn sich im Verwaltungsapparat immer noch Kosten reduzieren lie\u00dfen, etwa durch Einsparungen bei der Zahlungsabwicklung oder im Mahnverfahren, bleibe eines festzuhalten: \u201eInnerhalb des Budgets der LSB ist keine Kompensation der entfallenden Einnahmen denkbar, die den bisher bekannten Bibliotheksbetrieb auch nur ann\u00e4hernd aufrechterhalten k\u00f6nnte.\u201c<\/p>\n<p>Geb\u00fchrenfreiheit in anderen St\u00e4dten \u2013 Erfolg unterschiedlich<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die Idee der Geb\u00fchrenfreiheit ist dabei nicht neu. Wiesbaden hat sie erst 2022 f\u00fcr die Stadtbibliotheken der hessischen Landeshauptstadt eingef\u00fchrt. Kurzfristig habe ihnen das zu 10 bis 15 Prozent mehr Nutzern verholfen. Die Zahl der Entleihungen hingegen sei nicht dauerhaft angestiegen, hei\u00dft es im Rathaus. Was zeige, dass f\u00fcr die Inanspruchnahme einer Bibliothek weniger der kostenfreie Zugang entscheidend sei, sondern vielmehr ein qualitativ hochwertiges Angebot mit aktuellen Medien, moderner Ausstattung und Technik.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Auch die Stadtbibliothek N\u00fcrnberg hatte die Geb\u00fchren schon mal abgeschafft, sie aber ein paar Jahre sp\u00e4ter wieder eingef\u00fchrt \u2013 aufgrund von Haushaltsschwierigkeiten der Kommune.<\/p>\n<p>Haushaltslage der Stadt versch\u00e4rft sich<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Ein Szenario, das auch Leipzig nicht au\u00dfer Acht lassen kann. Denn die Stadt befindet sich in einer strukturellen Finanzkrise. Das Haushaltsdefizit steuert nach den aktuellen Gewerbesteuereinbr\u00fcchen auf 200 Millionen Euro zu, deutlich mehr als noch zur Verabschiedung des Doppelhaushalts 2025\/26 im M\u00e4rz erwartet, dessen Genehmigung noch immer aussteht.<\/p>\n<blockquote><p>Perspektivisch w\u00e4re ein Geb\u00fchrenerlass f\u00fcr Erwachsene, die sich in Aus- und Weiterbildungsphasen befinden, sicher ein \u00fcberlegenswerter Schritt.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 hfNZxo\">Gesine M\u00e4rtens<\/p>\n<p class=\"Quotestyled__AuthorDescription-sc-q277fq-2 kncpVQ\">Stadtr\u00e4tin der Gr\u00fcnen<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Ein Umstand, der die Gr\u00fcnen ihren Vorsto\u00df zur Gratis-Bibliothek f\u00fcr alle offenbar noch einmal \u00fcberdenken l\u00e4sst. \u201eNat\u00fcrlich sind wir uns der schwierigen Haushaltslage der Stadt Leipzig bewusst\u201c, sagt Gesine M\u00e4rtens. Genau deshalb habe ihre Fraktion ja auch nach den Konsequenzen eines Geb\u00fchrenerlasses gefragt. M\u00e4rtens stellt daher klar: \u201eWir werden momentan auf einen Antrag auf Kostenfreiheit der Bibliotheken verzichten.\u201c Aber wohl nicht auf ewig. \u201eBildungsgerechtigkeit, auch f\u00fcr Erwachsene, ist f\u00fcr uns Gr\u00fcne ein wichtiges Anliegen\u201c, so M\u00e4rtens. Eine Gruppe hat sie dabei besonders im Blick: \u201ePerspektivisch w\u00e4re ein Geb\u00fchrenerlass f\u00fcr Erwachsene, die sich in Aus- und Weiterbildungsphasen befinden, sicher ein \u00fcberlegenswerter Schritt.\u201c <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Stadtverwaltung plant Geb\u00fchrenanhebung<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Aktuell weisen die Bestrebungen der Stadtverwaltung allerdings in eine andere Richtung. Sie will ihre Bibliotheken zur Haushaltskonsolidierung und Einnahmenerh\u00f6hung mit heranziehen, daher noch in diesem Jahre eine neue Satzung mit h\u00f6heren Geb\u00fchren vorlegen. \u201eOb wir der geplanten Erh\u00f6hung zustimmen werden, ist noch offen\u201c, erkl\u00e4rt M\u00e4rtens. \u201eDa sehen wir andere Stellen im Haushalt, die vorrangig herangezogen werden sollten.\u201c<\/p>\n<p class=\"Editorialstyled__Editorial-sc-5u8rgl-0 cBUuy\">LVZ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leipzig. 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