{"id":371088,"date":"2025-08-25T04:31:14","date_gmt":"2025-08-25T04:31:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/371088\/"},"modified":"2025-08-25T04:31:14","modified_gmt":"2025-08-25T04:31:14","slug":"wo-freddie-mercury-einst-in-muenchen-feierte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/371088\/","title":{"rendered":"Wo Freddie Mercury einst in M\u00fcnchen feierte"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">14 mehr oder weniger gro\u00dfe Queen-Fans haben sich zu einer F\u00fchrung am Isartor versammelt, weil sie mehr wissen wollen \u00fcber \u201eFreddie Mercurys Zeit in M\u00fcnchen\u201c. Von 1979 bis 1985 war der charismatische S\u00e4nger Dauergast in der bayrischen Landeshauptstadt.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Wer denn \u201eBohemian Rhapsody\u201c gesehen habe, fragt Stadtf\u00fchrer Roman Stefka zu Beginn in die Runde. Fast alle Finger gehen hoch. Kein Wunder, der mit vier Oscars pr\u00e4mierte Film, der 2018 in die Kinos kam, geh\u00f6rt zu den erfolgreichsten Filmbiografien \u00fcberhaupt. Nur dass M\u00fcnchen darin \u201eschlecht wegkam\u201c und der S\u00e4nger in der Stadt an der Isar regelrecht unterging. Ganz so war es nicht, sagen viele, unter anderem Nicola Bardola, Musikjournalist und Autor des Buches \u201eMercury in M\u00fcnchen. Seine besten Jahre\u201c, auf das sich Stefka bei seiner F\u00fchrung st\u00fctzt.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Rund zwei Kilometer sind es, die Stefka mit seinen G\u00e4sten zur\u00fccklegt. Ein erster Schlenker f\u00fchrt zur Stollbergstra\u00dfe 2. Hier, am Rande der Altstadt, mietete Mercury 1979 eine Wohnung, m\u00f6bliert und nach hinten raus. Nur zwei Stra\u00dfenecken weiter: das Petit Caf\u00e9, damals ein Geheimtipp in der Schwulenszene.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/12124221-f6bd-494e-b1a7-550a636d0f10.jpeg\" loading=\"lazy\" alt=\"Rocklegende mit gewaltiger Stimme: \u201eQueen\u201c-Frontmann Freddie Mercury.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Rocklegende mit gewaltiger Stimme: \u201eQueen\u201c-Frontmann Freddie Mercury. (Foto: dpa)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Mercury soll hier Exzesse gefeiert haben, begleitet von der Schauspielerin Barbara Valentin, \u201eeine der wenigen Frauen, die in Schwulen-Clubs reinkam\u201c, sagt Stefka. \u201eDas Petit Caf\u00e9 ist die einzige St\u00e4tte, die noch komplett original erhalten ist.\u201c Die meisten Orte, an denen Freddie Mercury verkehrte, haben Namen und Besitzer gewechselt. Das ehemalige Heiliggeistst\u00fcberl am Viktualienmarkt zum Beispiel, auch so ein kleiner Laden, wie Mercury sie mochte.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Eines Morgens wollte er hier zusammen mit Barbara Valentin ein Wei\u00dfwurstfr\u00fchst\u00fcck zu sich nehmen, das es ab sechs Uhr gab. Weil aber am Abend zuvor nicht aufger\u00e4umt worden war, dr\u00fcckte Valentin dem Queen-S\u00e4nger kurzerhand einen Besen in die Hand und k\u00fcmmerte sich selbst um den Abwasch. Und erst danach gab es Wei\u00dfwurst.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Das Glockenbachviertel ist damals wie heute das Zentrum der M\u00fcnchener Schwulenszene. Die Ampeln mit gleichgeschlechtlichen Fu\u00dfg\u00e4ngerpaaren sind ein erster Hinweis. \u201eFreddie Mercury entdeckte sich sexuell gerade neu\u201c, er sei schwul oder bi gewesen, so ganz genau wisse man das nicht, sagt Stefka.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die Adressen der einschl\u00e4gigen Clubs standen in einem Reisef\u00fchrer f\u00fcr Gays. Zum Beispiel die vom Pimpernel, heute ein Nachtclub mit DJ-Musik, bei dem nur noch der Name an einst verrufene Zeiten erinnert. Oder die vom Ochsengarten, der \u00e4ltesten Leder-Bar Deutschlands. \u201eSolche Locations mochte Freddie, er stand auf Leder und gestandene Bayern mit Schnauzer.\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Wer auf den Spuren von Freddie Mercury durch M\u00fcnchen wandelt, kommt an der Deutschen Eiche nicht vorbei. \u201eHier hat er h\u00e4ufig das Fr\u00fchst\u00fcck eingenommen, nachmittags um drei\u201c, erz\u00e4hlt Dietmar Holzapfel, einer der beiden Inhaber. Am liebsten a\u00df er Nudeln, in Knoblauch\u00f6l geschwenkt. An der Wand in der Wirtsstube gro\u00dfe Fotos: Freddie Mercury und Barbara Valentin hier, der Regisseur Rainer Werner Fassbinder, der schr\u00e4g gegen\u00fcber wohnte, dort.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/c81e7096-0fa4-47b7-9e06-d0ddd46715fa.jpeg\" loading=\"lazy\" alt=\"Stadtf\u00fchrer Roman Stefka vor dem Petit Caf\u00e9.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Stadtf\u00fchrer Roman Stefka vor dem Petit Caf\u00e9. (Foto: Wolfgang Stelljes\/dpa)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Holzapfel f\u00fchrt fast jeden Tag Gruppen durchs Haus. Sein Engagement f\u00fcr die queere Szene wurde wiederholt gew\u00fcrdigt, unter anderem mit dem Bayerischen Verdienstorden \u2013 viel mehr geht kaum im Freistaat. <br \/>Die Runde mit Roman Stefka endet am Holzplatz. Hier hatte Freddie Mercury eine gemeinsame Wohnung mit Barbara Valentin. Und auch hier ist er heute sichtbar, auf dem \u201esch\u00f6nsten Toilettenh\u00e4uschen von M\u00fcnchen\u201c. Seit ein paar Jahren ziert sein Portr\u00e4t einen achteckigen, gusseisernen Pavillon aus dem Jahre 1900. Daneben: der junge, noch bartlose Albert Einstein und Rainer Werner Fassbinder. Alle drei sind eng mit dem Glockenbachviertel verbunden. Es gibt auch eine Freddie-Mercury-Stra\u00dfe, sagt Stefka noch, aber die ist weiter drau\u00dfen und in seinen Augen kein Ruhmesblatt. \u201eDie endet in einem Hinterhof an M\u00fclltonnen, die musst du suchen.\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Besonders nahe kommt man Freddie Mercury im Hilton am Englischen Garten, hinter der T\u00fcr mit der Nummer 1104 im 11. Stock. Allerdings muss man daf\u00fcr ziemlich tief in die Tasche greifen, denn es ist die Pr\u00e4sidenten-Suite. Bei einem Schaumbad kam dem S\u00e4nger hier 1979 die Idee zu dem Lied \u201eCrazy Little Thing Called Love\u201c \u2013 es wurde zum ersten Nummer-eins-Hit von Queen in den USA. (dpa)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6 tw-font-bold\">Weitere Informationen<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die dreist\u00fcndige Freddie Mercury-Tour durch M\u00fcnchen findet bei gen\u00fcgend Anmeldungen freitagabends sowie auf Anfrage statt; buchbar f\u00fcr 45 Euro pro Person bei <a href=\"https:\/\/muctours.de\/services\/musiktouren\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">muctours.de<\/a>; Teilnahme ab 18 Jahren, Drinks in ausgew\u00e4hlten Locations inklusive. Eine \u00e4hnliche F\u00fchrung tags\u00fcber hat <a href=\"https:\/\/www.mingatours.com\/service-page\/freddie-mercury-in-m%C3%BCnchen?referral=service_list_widget\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mingatours.com<\/a> im Programm; 29 Euro pro Person. Weitere Ausk\u00fcnfte: <a href=\"https:\/\/www.muenchen.travel\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">muenchen.travel<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"14 mehr oder weniger gro\u00dfe Queen-Fans haben sich zu einer F\u00fchrung am Isartor versammelt, weil sie mehr wissen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":371089,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,101212,30,1268,3542],"class_list":{"0":"post-371088","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-freddy-mercury","11":"tag-germany","12":"tag-muenchen","13":"tag-queen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115087532977661507","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/371088","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=371088"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/371088\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/371089"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=371088"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=371088"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=371088"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}