{"id":371092,"date":"2025-08-25T04:33:11","date_gmt":"2025-08-25T04:33:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/371092\/"},"modified":"2025-08-25T04:33:11","modified_gmt":"2025-08-25T04:33:11","slug":"boyens-medien-neues-hamburger-wirtschaftsgericht-verhandelt-erste-faelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/371092\/","title":{"rendered":"Boyens Medien &#8211; Neues Hamburger Wirtschaftsgericht verhandelt erste F\u00e4lle"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg (dpa\/lno) &#8211;  Am neuen Hamburger Wirtschaftsgericht, dem Commercial Court, haben die ersten Verfahren begonnen. Das sagte Richter Frank Bodendiek, der an dem Gericht t\u00e4tig ist, der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe um einen Fall aus dem Versicherungsrecht und um einen Streit zwischen zwei Unternehmen um einen millionenschweren Kaufvertrag.<\/p>\n<p>Der Commercial Court ist am Hanseatischen Oberlandesgericht angesiedelt und hat am 15. April die Arbeit aufgenommen. Das Gericht ist f\u00fcr Verfahren mit einem Streitwert von mindestens einer halben Million Euro zust\u00e4ndig. Verhandelt wird auf Deutsch oder Englisch.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abUnser Versprechen ist, eine schnelle und effiziente Ziviljustiz f\u00fcr Unternehmen zu gew\u00e4hrleisten\u00bb, sagte Bodendiek. Bei Streitigkeiten zwischen Unternehmen gingen diese bislang oft ins Ausland &#8211; etwa nach London, Paris und Amsterdam, um Konflikte zu kl\u00e4ren. Die neuen Gerichte in Hamburg und anderen deutschen St\u00e4dten sollen der Abwanderung entgegenwirken.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abNat\u00fcrlich wollen wir auch ausl\u00e4ndische Unternehmen \u00fcberzeugen, dass das deutsche Recht eine gute Sache ist\u00bb, sagte Bodendiek, der auch Richter am Oberlandesgericht ist. Verfahren in Deutschland seien dabei tendenziell g\u00fcnstiger f\u00fcr Unternehmen als Verfahren im angloamerikanischen Raum.\u00a0<\/p>\n<p>Gericht verspricht Schnelligkeit und Geheimnisschutz<\/p>\n<p>Die Verfahren am Commercial Court sollen weniger sperrig und schneller als gew\u00f6hnliche Prozesse ablaufen, sagte Bodendiek. Zudem habe der Gesetzgeber den Geheimnisschutz versch\u00e4rft. Unternehmen haben kein Interesse daran, dass ihre Interna an die \u00d6ffentlichkeit gelangen.\u00a0<\/p>\n<p>Nach Ansicht Bodendieks hat das neue Gericht mehrere Vorteile: Das Landgericht wird entlastet &#8211; wodurch andere Verfahren schneller abgewickelt werden -, deutsche Unternehmen k\u00f6nnen hierzulande schneller Rechtsschutz erlangen und auch finanziell rentieren sich die Verfahren f\u00fcr die Justiz. Hei\u00dft: Das neue Gericht soll Hamburgs Haushalt nicht belasten. Die Justiz sei aber keine \u00abCashcow\u00bb, sagte der Jurist.\u00a0<\/p>\n<p>Ein Senat des Commercial Courts ist auf Bau-, Banken-, Finanz- und Gesellschaftsrecht sowie Streitigkeiten nach Fusionen und \u00dcbernahmen spezialisiert. Ein zweiter Senat hat seinen Schwerpunkt im Versicherungs-, Transport-, Verkehrs- und Schifffahrtsrecht.<\/p>\n<p>Grundlage von Commercial Courts ist das weitgehend am 1. April in Kraft getretene Gesetz zur St\u00e4rkung des Justizstandorts Deutschland. Commercial Courts gibt es inzwischen auch in anderen Bundesl\u00e4ndern, unter anderem in Berlin und Hessen. Am 10. September sollen sich Vertreter der Gerichte in Berlin treffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg (dpa\/lno) &#8211; Am neuen Hamburger Wirtschaftsgericht, dem Commercial Court, haben die ersten Verfahren begonnen. Das sagte Richter&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":371093,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,692,1015,4823,173],"class_list":{"0":"post-371092","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-hamburg","11":"tag-justiz","12":"tag-meldung","13":"tag-unternehmen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115087540506898300","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/371092","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=371092"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/371092\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/371093"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=371092"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=371092"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=371092"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}