{"id":371209,"date":"2025-08-25T05:45:11","date_gmt":"2025-08-25T05:45:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/371209\/"},"modified":"2025-08-25T05:45:11","modified_gmt":"2025-08-25T05:45:11","slug":"leipziger-stadtwerke-blasen-wasserstoff-testlaeufe-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/371209\/","title":{"rendered":"Leipziger Stadtwerke blasen Wasserstoff-Testl\u00e4ufe ab"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Leipzig. Die Leipziger Stadtwerke haben ihre Strategie beim Thema Wasserstoff (H\u2082) ge\u00e4ndert. Urspr\u00fcnglich sollten 2026 erste Probel\u00e4ufe im neuen Heizkraftwerk Leipzig S\u00fcd beginnen, bei denen dem dortigen Energietr\u00e4ger Erdgas ein Anteil Wasserstoff beigemengt wird. Doch daraus wird erstmal nichts.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eDas Projekt Wasserstoffprobelauf wird von uns im Moment nicht weiter verfolgt\u201c, teilte Unternehmenssprecher Frank Viereckl auf LVZ-Anfrage mit. \u201eDie Entscheidung ist gefallen, weil sich in den vergangenen Monaten deutlich gezeigt hat, dass wir bundesweit mit einem sp\u00e4teren H\u2082-Hochlauf rechnen m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>Kein Anschluss an Wasserstoff-Netz<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Wie berichtet, hatte der Anschluss der Leipziger Region an ein k\u00fcnftiges Wasserstoff-Kernnetz im Juni einen R\u00fcckschlag erlitten. Damals stieg EnviaM als wichtigster Infrastukturpartner aus einem Vorhaben aus, durch das Unternehmen wie BMW, Porsche, DHL, Leag, Total Energies, Verbio und der Flughafen Leipzig\/Halle mit gr\u00fcnem Wasserstoff versorgt werden sollten \u2013 zum Teil durch Umnutzung von Erdgasleitungen.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das Heizkraftwerk Leipzig S\u00fcd ist technisch so ausgelegt, dass es Wasserstoff in verschiedenen Beimischungsgraden verbrennen kann \u2013 auch zu 100 Prozent. Daf\u00fcr w\u00e4ren nur geringe \u00c4nderungen bei den Einstellungen der Turbinen n\u00f6tig. Urspr\u00fcnglich wollten die Stadtwerke Testl\u00e4ufe \u00fcber drei Jahre durchf\u00fchren und dabei den Bemischungsgrad von 30 auf bis zu 100 Prozent erh\u00f6hen.<\/p>\n<blockquote><p>Auch die aktuell angespannte Haushaltslage der Stadt Leipzig und die insgesamt herausfordernde volkswirtschaftliche Situation waren mit ausschlaggebend f\u00fcr die Entscheidung zu den Wasserstofftests.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 hfNZxo\">Frank Viereckl<\/p>\n<p class=\"Quotestyled__AuthorDescription-sc-q277fq-2 kncpVQ\">Sprecher der Stadtwerke<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Mangels Pipeline m\u00fcsste das ohnehin recht teure H\u2082-Gas daf\u00fcr in Flaschen per Lkw angeliefert werden \u2013 wahrscheinlich aus Leuna. Die Kosten fielen also sehr hoch aus.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eAuch die aktuell angespannte Haushaltslage der Stadt Leipzig und die insgesamt herausfordernde volkswirtschaftliche Situation waren mit ausschlaggebend f\u00fcr die Entscheidung zu den Wasserstofftests\u201c, sagte Viereckl. \u201eAuch wir als Leipziger Stadtwerke m\u00fcssen entsprechend unseren Beitrag leisten und die kurz- und mittelfristigen Aktivit\u00e4ten fokussieren.\u201c<\/p>\n<p>Andere Signale der Bundesregierung<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Au\u00dferdem sei noch nicht genug gr\u00fcner Wasserstoff verf\u00fcgbar, welcher ohne klimasch\u00e4dliche CO\u2082-Emissionen hergestellt und verbrannt werden kann. \u201eDie politischen Signale der neuen Bundesregierung lassen aus unserer Sicht keine \u00dcberlegungen erkennen, die zu einer raschen \u00c4nderung der Situation beitragen w\u00fcrden\u201c, so der Sprecher.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Ins Stocken geraten war der Plan aber schon unter der alten Bundesregierung aus SPD, Gr\u00fcnen und FDP. Eigentlich wollten die Stadtwerke den H\u2082-Einsatz ab 2025 in \u201eeinem vom Bund gef\u00f6rderten Entwicklungsprojekt\u201c testen \u2013 gemeinsam mit Wissenschaftlern der Leipziger Hochschule HTWK und dem Turbinen-Hersteller Siemens Energy. Die F\u00f6rderzusage zog sich in die L\u00e4nge, weshalb zun\u00e4chst der Termin verschoben wurde.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Trotzdem sei das in nur zwei Jahren erbaute Heizkraftwerk ein gro\u00dfer Gewinn f\u00fcr Leipzig, f\u00fcr die Versorgungssicherheit der Messest\u00e4dter und ebenso f\u00fcr den Natur- und Klimaschutz, betonte Viereckl. Unter anderem lasse es sich sehr flexibel nutzen, also schnell an die Verf\u00fcgbarkeit erneuerbarer Energien aus Wind und Sonne anpassen.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Auch seien die Emissionswerte in allen Bereichen bis hin zum L\u00e4rm sehr niedrig. \u201eDer Betrieb entspricht somit voll und ganz unseren Erwartungen.\u201c<\/p>\n<p>Transformationsvorhaben mit LEAG<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Weiter erkl\u00e4rte Viereckl, dass der bisherige Vertrag f\u00fcr W\u00e4rmelieferungen aus dem Braunkohlenkraftwerk Lippendorf Ende 2025 endet. \u201eF\u00fcr die m\u00f6gliche Nutzung CO\u2082-freier W\u00e4rmepotenziale im Leipziger S\u00fcdraum untersuchen wir nun gemeinsam mit der LEAG m\u00f6gliche Transformationsvorhaben.\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Hintergrund: Der Lippendorf-Betreiber LEAG hat angek\u00fcndigt, an diesem Strandort nicht-fossile Erzeugerkapazit\u00e4ten aufzubauen, also auch bei der W\u00e4rmeerzeugung auf erneuerbare Energien umzusatteln.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Den Abriss der fr\u00fcheren Kohlelagerhalle auf dem Kraftwerksgel\u00e4nde an der Bornaischen Stra\u00dfe hat das Baudezernat aus Denkmalschutzgr\u00fcnden untersagt.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/CVGSMI2AFNENHC44GX6G2E7TT4.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Captionstyled__Caption-sc-skimq-0 iFEFhG\">Den Abriss der fr\u00fcheren Kohlelagerhalle auf dem Kraftwerksgel\u00e4nde an der Bornaischen Stra\u00dfe hat das Baudezernat aus Denkmalschutzgr\u00fcnden untersagt.<\/p>\n<p class=\"Copyrightstyled__Copyright-sc-1yiiexl-0 kSntKS\">Quelle: Jens Rometsch<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Leipzigs kommunaler Energieversorger arbeite auch auf anderen Wegen weiter daran, die klimasch\u00e4dlichen CO\u2082-Emissionen bei der Fernw\u00e4rmeerzeugung zu senken, erinnerte Viereckl. So solle 2026 Deutschlands gr\u00f6\u00dfte Solarthermie-Anlage in Lausen-Gr\u00fcnau den Betrieb aufnehmen. Und bereits in wenigen Wochen starte der Bau einer Trasse nach Leuna, die bisher ungenutzte Abw\u00e4rme des dortigen Chemieparks nach Leipzig liefern soll.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">F\u00fcr die Architekturgestaltung des modernen Heizkraftwerks in der Bornaischen Stra\u00dfe 120 wurden Silvia Schellenberg-Thaut und Sebastian Thaut (Leipziger B\u00fcro Atelier ST) gerade mit dem internationalen \u201eBest Architects Award 26\u201c ausgezeichnet. Im Oktober beginnen die Stadtwerke wieder damit, den 60 Meter hohen W\u00e4rmespeicher auf dem Gel\u00e4nde abends k\u00fcnstlerisch zu illuminieren.<\/p>\n<p>Abriss von Lagerhalle untersagt<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eIm Einfahrtsbereich gibt es jetzt sechs Schnellladepl\u00e4tze f\u00fcr Elektroautos, die \u00f6ffentlich nutzbar sind\u201c, f\u00fchrte der Sprecher weiter aus. Die aktuelle Baustelle vor dem Kraftwerksgel\u00e4nde diene dem Fernw\u00e4rmeanschluss der Gartenstadt Altl\u00f6\u00dfnig.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">In der Warteschleife befinden sich noch zwei Projekte f\u00fcr das traditionsreiche Areal, auf dem sich einst ein Braunkohlenkraftwerk befand. Einerseits plant die Stadt dort den Bau einer gro\u00dfen Schwimmhalle. Andererseits w\u00fcrden die Stadtwerke auf dem fr\u00fcheren Kohlelagerplatz gern eine Solarthermieanlage bauen.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Letzteres r\u00fcckte j\u00fcngst in weite Ferne. Denn die dort noch stehende Kohlelagerhalle, die eigentlich nur von Spazierg\u00e4ngern im Auenwald entdeckt werden kann, darf aus Denkmalschutzgr\u00fcnden nicht abgerissen werden. Stattdessen m\u00fcssen die Stadtwerke das leere Geb\u00e4ude nun sichern und erhalten, was eine Solarthermie-Anlage an jenem Ort aus ihrer Sicht unwirtschaftlich macht.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Das Heizkraftwerk Leipzig S\u00fcd war Ende 2022 in den Dauerbetrieb gestartet. Es hat samt Speicher etwa 180 Millionen Euro gekostet. Einen gro\u00dfen Teil davon k\u00f6nnen sich die Leipziger Stadtwerke \u00fcber unterschiedliche Programme vom Bund f\u00f6rdern lassen.<\/p>\n<p class=\"Editorialstyled__Editorial-sc-5u8rgl-0 cBUuy\">LVZ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leipzig. Die Leipziger Stadtwerke haben ihre Strategie beim Thema Wasserstoff (H\u2082) ge\u00e4ndert. 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