{"id":371303,"date":"2025-08-25T06:40:13","date_gmt":"2025-08-25T06:40:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/371303\/"},"modified":"2025-08-25T06:40:13","modified_gmt":"2025-08-25T06:40:13","slug":"bundesfinanzminister-klingbeil-zu-gespraechen-in-der-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/371303\/","title":{"rendered":"Bundesfinanzminister Klingbeil zu Gespr\u00e4chen in der Ukraine"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>analyse<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 25.08.2025 07:39 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>In Berlin wird er bereits &#8222;heimlicher Au\u00dfenminister&#8220; genannt, jetzt ist er nach Kiew gereist. Vizekanzler Klingbeil will dort Deutschlands Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine unterstreichen &#8211; und der Union die Au\u00dfenpolitik nicht komplett \u00fcberlassen. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/nicole-kohnert-105.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Nicole Kohnert\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/nicole-kohnert-107.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBundesfinanzminister Klingbeil, gerade aus dem Zug in der Ukraine ausgestiegen, dann Seite an Seite mit dem ukrainischen Regierungschef Wolodymyr Selenskyj &#8211; das sind Bilder, die Klingbeil gefallen. Er will damit ein Zeichen setzen, dass Deutschland weiterhin an der Seite der Ukraine steht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs ist sein erster Besuch in der Ukraine als Finanzminister und Vizekanzler. Zuletzt war Klingbeil 2023 als SPD-Chef mit dem damaligen Fraktionsvorsitzenden Rolf M\u00fctzenich in der Ukraine, stand neben Kiews B\u00fcrgermeister Klitschko. Damals, ein Jahr nach Ausbruch des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, sagte Klingbeil noch: &#8222;Jetzt geht es auch darum, ein Jahr nach Ausbruch des Krieges, die Aufmerksamkeit weiter hochzuhalten&#8220;.<\/p>\n<p>    Klingbeil will pr\u00e4sent sein<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Krieg ging weiter. Auch jetzt, zwei Jahre sp\u00e4ter ist eine Waffenruhe noch nicht in Sicht, Bem\u00fchungen von Seiten der USA und der EU um Friedensverhandlungen kommen nicht so richtig voran. Umso wichtiger findet es Klingbeil, jetzt in Kiew pr\u00e4sent zu sein, die deutsche Aufmerksamkeit mal wieder hoch zu halten. Im weit entfernten Deutschland l\u00e4uft eine Debatte \u00fcber Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine &#8211; und es bleibt die Ungewissheit, wie Russland und die USA in Zukunft weiter handeln werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBei seiner Ankunft erkl\u00e4rt Klingbeil: &#8222;Niemand sehnt sich mehr nach Frieden als die Ukrainerinnen und Ukrainer. Auf diesem Weg unterst\u00fctzt die Bundesregierung die Ukraine. Auch deshalb bin ich heute in Kiew&#8220;. Er suche in enger Abstimmung mit dem Bundeskanzler den Austausch, wie Deutschland die Ukraine bei einem m\u00f6glichen Friedensprozess bestm\u00f6glich unterst\u00fctzen kann. Es gehe um die ukrainische, aber auch um die europ\u00e4ische Sicherheit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Es liegt nun an Russland, endlich ein ernsthaftes Interesse an einem gerechten Frieden zu zeigen. Putin muss seinen brutalen Angriffskrieg endlich beenden.&#8220; Die Ukraine brauche Sicherheitsgarantien, dazu stimme man sich international eng ab. Zugleich gehe es in den heutigen Gespr\u00e4chen auch schon um den Wiederaufbau und EU-Beitrittsperspektiven. Daf\u00fcr sei es zentral, dass die Ukraine ihren eingeschlagenen Reformweg konsequent weitergehe.<\/p>\n<p>    Klingbeil der &#8222;heimliche Au\u00dfenminister&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWarum aber f\u00e4hrt nun Finanzminister Klingbeil in die Ukraine &#8211; und nicht Au\u00dfenminister Wadephul? Als &#8222;heimlicher Au\u00dfenminister&#8220; wird Klingbeil im politischen Berlin gerne bezeichnet. Denn sein Finanzministerium ist mittlerweile mehr, als ein Stab von Beamtinnen und Beamten, die Zahlen hin und her schieben, sich um die Aufstellung des Haushaltes k\u00fcmmern oder mit Zollfragen besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKlingbeil hat mit seinem Ministerium ein Vize-Kanzleramt aufgebaut mit einer extra Abteilung f\u00fcr internationale Fragen. Diese Einheit erstellt regelm\u00e4\u00dfig ein Gesamtlagebild zu den Krisenherden und ist von Klingbeil eine klare Richtungsentscheidung: Er will die Au\u00dfenpolitik nicht alleine der Union \u00fcberlassen und will zu allen internationalen Themen sprechf\u00e4hig sein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas hei\u00dft aber auch: die SPD und vor allem Klingbeil als Vizekanzler wollen mitmischen. Denn viele Zust\u00e4ndigkeiten liegen am Ende doch in seinem Ministerium. Sei es, wie weitere Hilfen f\u00fcr die Ukraine finanziert und am Laufen gehalten werden k\u00f6nnen oder wie der Ukraine \u00fcber die G7-Staaten bei Krediten geholfen werden kann.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDass Klingbeils Steckenpferd eher die Au\u00dfen- oder auch Verteidigungspolitik ist als die Aufstellung des Haushaltes, ist kein Geheimnis. Schon viele Jahre davor fiel Klingbeil mit au\u00dfen- und verteidigungspolitischen Impulsreden in der SPD auf, sa\u00df als Abgeordneter im Verteidigungsausschuss und im Vorfeld seiner Amtszeit wurde viel spekuliert, ob er nicht doch Au\u00dfen- oder Verteidigungsminister werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>    Klingbeil Besuch soll Symbolkraft haben<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nJetzt taucht Klingbeil also auch dort auf, wo man ihn als Finanzminister nicht unbedingt erwartet: Wie Ende Juli an der NATO-Ostflanke in Litauen, beim Truppenbesuch der Panzerbrigade 45. Einige Soldatinnen und Soldaten kannte Klingbeil schon aus Munster, dem gr\u00f6\u00dften Heeresstandort in Klingbeils nieders\u00e4chsischen Wahlkreis. Auch im kanadischen Banff, beim Treffen der G7-Finanzminister im Fr\u00fchjahr wollte Klingbeil nichts Geringeres, als den Zollkonflikt mit den USA l\u00f6sen und f\u00fchrte im Hintergrund viele diplomatische Gespr\u00e4che.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNun will er in der Ukraine zeigen, dass er als Vizekanzler und Finanzminister auch eine wichtige Rolle spielt. 8,3 Milliarden an Ukraine-Hilfen im laufenden Jahr seien schon fest eingeplant, hei\u00dft es aus dem Ministerium immer wieder. Auch f\u00fcr die kommenden zwei Jahre sind jeweils rund 8,5 Milliarden an Geldern f\u00fcr milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung aus dem Haushalt eingeplant. Etwas, das schon seit Wochen bekannt ist und sicherlich in Kiew nochmal erw\u00e4hnt wird. Klingbeils Besuch soll also vor allem eines haben: Symbolkraft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"analyse Stand: 25.08.2025 07:39 Uhr In Berlin wird er bereits &#8222;heimlicher Au\u00dfenminister&#8220; genannt, jetzt ist er nach Kiew&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":371304,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,21619,4046,14,15,12,116,317],"class_list":{"0":"post-371303","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-klingbeil","12":"tag-krieg","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-selenskyj","17":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115088040045545724","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/371303","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=371303"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/371303\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/371304"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=371303"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=371303"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=371303"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}