{"id":371582,"date":"2025-08-25T09:20:13","date_gmt":"2025-08-25T09:20:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/371582\/"},"modified":"2025-08-25T09:20:13","modified_gmt":"2025-08-25T09:20:13","slug":"wie-stark-ist-die-neue-donbass-linie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/371582\/","title":{"rendered":"Wie stark ist die neue Donbass-Linie?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"headline__lead\">Auch wenn Donald Trump pl\u00f6tzlich Angriffe auf Russland erm\u00f6glichen will: Die ukrainischen Optionen sind beschr\u00e4nkt. Selbst ein operativer R\u00fcckzug auf die neuen Befestigungen hinter der Front birgt Risiken.<\/p>\n<p>   <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"1800\" height=\"1350\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/aacf4c74-562e-42e9-a060-396fd8af02ad.png\" loading=\"eager\"   class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    <\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j36d3d4h0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text\">Vorne rasen russische Soldaten auf Motorr\u00e4dern \u00fcber die Feldwege, hinten steht der grosse Verband: eine Brigade, manchmal eine Division, welche die Sturmfahrten zwischen den ukrainischen Minenfeldern dirigieren. Die Donbass-Front bewegt sich, allerdings im Kleinstmassstab. Noch vermag die ukrainische Seite dem russischen Ansturm standzuhalten \u2013 in verbunkerten Stellungen und zerschossenen St\u00e4dten.<\/p>\n<p> Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen <\/p>\n<p>\n        NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.\n      <\/p>\n<p>Bitte passen Sie die Einstellungen an.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j36duf050\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">In einem \u00e4hnlichen Rhythmus verlaufen die Friedensverhandlungen, die der amerikanische Pr\u00e4sident Donald Trump initiiert hat: Phasen operativer Hektik wechseln sich ab mit Desinteresse des Weissen Hauses. Einmal hofiert Trump den russischen Machthaber Wladimir Putin, dann droht er dem Kreml wieder. Die europ\u00e4ischen Alliierten Kiews suchen derweil nach L\u00f6sungen, wie sie notfalls auch ohne die USA die Existenz der Ukraine garantieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j36m0pg60\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die ukrainische Seite scheint in die westliche Planung involviert zu sein: \u00abUnsere Teams, vor allem das Milit\u00e4r, haben bereits mit der aktiven Arbeit an der milit\u00e4rischen Komponente der Sicherheitsgarantien begonnen\u00bb, <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/x.com\/AndriyYermak\/status\/1958257375279812998\" rel=\"nofollow\">schrieb Andrei Jermak<\/a>, der m\u00e4chtige Stabschef von Pr\u00e4sident Wolodimir Selenski, am vergangenen Mittwoch in den sozialen Netzwerken. Die Aufgabe der ukrainischen Armee ist klar: Russland darf keinen Durchbruch schaffen.<\/p>\n<p>Besatzer durchbrechen \u00abneue Donbass-Linie\u00bb<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j370h17i0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die ukrainischen Bodentruppen befinden sich in einer unbequemen Lage: Zu wenig Soldaten stemmen sich auf einer zu langen Frontlinie einem Gegner entgegen, der trotz hohen Verlusten seine Best\u00e4nde st\u00e4ndig zu erh\u00f6hen vermag. General Olexander Sirski, der Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, schrieb in seinem Tagesbefehl vom 6.\u00a0August, der Gegner habe im Juli 33\u00a0200 Soldaten verloren, aber 9000 Mann neu auf das Gefechtsfeld gef\u00fchrt: \u00abDie russische F\u00fchrung plant, bis Ende des Jahres zehn neue Divisionen zu bilden, von denen bereits zwei geschaffen wurden.\u00bb<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j37t41tf1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Diesen Sommer vermochten die Angreifer gleich an drei weit voneinander entfernten Orten gleichzeitig Druck aufzubauen: vor allem im Donbass, aber auch hinter Charkiw und Sumi. Anfang August, kurz vor dem Gipfel von Alaska, gelang den russischen Motorrad-Sturmtruppen nord\u00f6stlich von Pokrowsk ein Coup: ein pl\u00f6tzlicher Vorstoss von 15 Kilometern. Sirski musste die letzten Reserven zusammenkratzen, um die Besatzer \u2013 mindestens teilweise \u2013 zur\u00fcckzudr\u00e4ngen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j3980e4t1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Der kurze, taktische Erfolg der Besatzer offenbart L\u00fccken und Schwachstellen in der ukrainischen Verteidigung: Die russischen Aufkl\u00e4rer durchdrangen die befestigten Stellungen der \u00abneuen Donbass-Linie\u00bb, die in den letzten Monaten entstanden ist. Minenfelder, lange Reihen von Betonbl\u00f6cken, die an eine Toblerone erinnern, und Stacheldraht verst\u00e4rken das Gel\u00e4nde dort, wo dem Gegner nicht ohnehin nat\u00fcrliche Hindernisse im Weg stehen. Erdw\u00e4lle und Panzergr\u00e4ben sollen zudem die Fortbewegung auf R\u00e4dern und auf Ketten verlangsamen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j397rmse0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Doch mit den Motorr\u00e4dern haben die ukrainischen Genie-Offiziere nicht gerechnet, als sie Befestigungen planten. Auf der H\u00f6he der Ortschaft Soloti Kolodjas durchbrachen die Spitzen der russischen Sturmtrupps sogar eine zweite Verteidigungslinie und erreichten die Verbindungsstrasse zwischen Kramatorsk und Pokrowsk. Erst Verb\u00e4nde einer ukrainischen Luftlandebrigade vermochten die Lebensader der Verteidiger an der Front von russischen Soldaten zu s\u00e4ubern.<\/p>\n<p>Erfolgreiche Tarnung der Ukraine<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j380tu560\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Eigentlich sollte die \u00abneue Donbass-Linie\u00bb die ukrainischen Bodentruppen entlasten. Eine milit\u00e4rische Faustregel sagt, dass jemand, der eine befestigte Stellung angreift, f\u00fcnfmal so viel Kraft braucht wie ein Verteidiger \u2013 je nach Gel\u00e4nde sogar neunmal so viel.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j399umg00\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Doch wie weit sind die Arbeiten an diesem Befestigungswerk? Besteht die M\u00f6glichkeit eines operativen R\u00fcckzugs der ukrainischen Armee? Welche Erkenntnisse lassen sich aus den Positionen der Gel\u00e4ndeverst\u00e4rkungen ableiten?<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j39agk6g0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Befestigungen st\u00e4rken die Position der Ukraine in den Verhandlungen und sind letztlich eine Sicherheitsgarantie gegen m\u00f6gliche Gebietsabtretungen. Deshalb verschleiert Kiew auch das tats\u00e4chliche Ausmass der \u00abneuen Donbass-Linie\u00bb. Eine \u00dcbersichtskarte hat der ukrainische Generalstab nicht ver\u00f6ffentlicht. Opsec lautet die Begr\u00fcndung, \u00aboperational security\u00bb, oder schlicht Tarnung auf Deutsch.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j39atajf0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die bisher umfangreichste Karte mit den ukrainischen Verteidigungslinien <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/x.com\/clement_molin\/status\/1957482529570639920\" rel=\"nofollow\">publizierte der franz\u00f6sische Student Cl\u00e9ment Molin<\/a> in den sozialen Netzwerken. Von der gesamten Frontlinie sind zudem kommerzielle Satellitenbilder erh\u00e4ltlich, in einer mittleren Aufl\u00f6sung. Eine Pr\u00fcfung von Molins Arbeit auf Basis dieser Bilder ergibt, dass seine Darstellung der Gel\u00e4ndeverst\u00e4rkungen ein hohes Mass an Pr\u00e4zision aufweist. Laut Molin scheint die Ukraine die gesamte Frontlinie befestigt zu haben, am st\u00e4rksten die Abschnitte im Donbass.<\/p>\n<p>Ein Festungsg\u00fcrtel als Schl\u00fcsselgel\u00e4nde<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j384c6d50\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Arbeiten an den ukrainischen Verteidigungslinien haben erst Anfang dieses Jahres, also sehr sp\u00e4t begonnen, wie Stichproben zeigen: Das Dorf Torske in der N\u00e4he des Knotenpunkts Liman im Osten des Donbass etwa war im Februar noch unbefestigt. Im Juli war der Hauptgraben der Anlagen durchgehend ausgehoben. Nicht zu erkennen auf den Satellitenbildern sind die Minen und die Betonkonstruktion.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j388vm6k0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Auf einer schematischen Darstellung wird deutlich, dass sich die Befestigungen dem Gel\u00e4nde anpassen. Das wichtigste Bollwerk bildet ein \u00fcberbautes Gebiet aus vier St\u00e4dten, von Slowjansk im Norden bis nach Konstantinowka im S\u00fcden. Drei der St\u00e4dte liegen am Kasenni Torez, einem Nebenarm des Donez-Flusses. Diese Gew\u00e4sser bestimmen mit ihren Zufl\u00fcssen die milit\u00e4rischen M\u00f6glichkeiten entlang der aktuellen Frontlinie, ebenso wie die W\u00e4lder. In der Stadt Kramatorsk kommen zudem die wichtigsten Eisenbahnlinien f\u00fcr die Versorgung der Truppen zusammen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j386dv9a0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Hinter diesen vier St\u00e4dten, dem Schl\u00fcsselgel\u00e4nde an diesem Frontabschnitt, liegt die eigentliche, die entscheidende \u00abDonbass-Linie\u00bb. Dieser doppelte Sperrg\u00fcrtel ist auf den schlimmsten Fall ausgerichtet: einen gegnerischen Durchbruch auf breiter Front. Denn falls die russischen Truppen das \u00fcberbaute Gebiet durchk\u00e4mpft haben, k\u00f6nnen sie entlang der verschiedenen Gew\u00e4sser verh\u00e4ltnism\u00e4ssig rasch vorr\u00fccken. Deshalb sind die Verteidiger auf diese Befestigungen der letzten M\u00f6glichkeit angewiesen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38f6anv0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Zus\u00e4tzlich zu den Befestigungen parallel zur Front versuchen die ukrainischen Planer, die Angreifer zu kanalisieren. Deshalb ist das Gel\u00e4nde teilweise auch entlang einer m\u00f6glichen Marschrichtung aus den besetzten Gebieten Richtung Nordwesten befestigt. So werden Rochaden und andere taktische Man\u00f6ver verhindert. Die gegnerischen Truppen k\u00f6nnen sich weder gegenseitig unterst\u00fctzen noch den Verteidigern in den R\u00fccken fallen. Ihre Bewegungen werden damit berechenbarer.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38f00980\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Entlang der drei operativen Faktoren Raum, Kraft und Zeit lassen sich drei wesentliche Erkenntnisse ableiten:<\/p>\n<ol class=\"enumeration enumeration--numeric\">\n<li data-team-li=\"\" class=\"enumeration__item\"><strong>Zeit:<\/strong>\u00a0Die ukrainische Armee hat sich lange Zeit gelassen, das Gel\u00e4nde zu verst\u00e4rken. Denn damit werden auch die eigenen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr \u00fcberraschende Aktionen beschr\u00e4nkt.\u00a0Sp\u00e4testens seit der Dem\u00fctigung Selenskis im Weissen Haus Ende Februar scheint Kiew nicht mehr an eine aktive Verteidigung mit einer grossen Gegenoffensive zu glauben.<\/li>\n<li data-team-li=\"\" class=\"enumeration__item\"><strong>Raum:<\/strong>\u00a0Zwischen Konstantinowka und der Ortschaft\u00a0Dobropilla scheint\u00a0es eine L\u00fccke zu geben, welche die Angreifer Anfang August ausgenutzt haben. Noch immer scheinen Besatzungstruppen auf der anderen Seite der Gel\u00e4ndeverst\u00e4rkung zu stehen. Offenbar war das operative Kommando der russischen Verb\u00e4nde im Donbass\u00a0aber selbst vom Erfolg \u00fcberrascht und konnte nicht rasch genug Reserveverb\u00e4nde nachfliessen lassen.<\/li>\n<li data-team-li=\"\" class=\"enumeration__item\"><strong>Kraft:<\/strong>\u00a0General Sirski versucht in seinen Tagesbefehlen insbesondere f\u00fcr diesen Frontabschnitt\u00a0Zuversicht zu verbreiten. Diese Woche verk\u00fcndete er, das neu gebildete Korps f\u00fcr die Operationszone \u00abDonezk\u00bb k\u00f6nne nun mit dem \u00abfestgelegten Truppenansatz\u00bb arbeiten. Damit will der Oberbefehlshaber sagen, dass die Verb\u00e4nde in diesem Raum mit genug Soldaten ausgestattet sind. \u00dcberpr\u00fcfen l\u00e4sst sich diese Aussage allerdings nicht.<\/li>\n<\/ol>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38bddfn0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Offensichtlich will Kiew die teilbesetzten Oblaste nicht r\u00e4umen und widersetzt sich damit deutlich den Bedingungen Putins f\u00fcr Friedensverhandlungen. Der russische Pr\u00e4sident verlangt, dass sich die ukrainische Armee aus dem ganzen Gebiet von Donezk, Saporischja und auch Cherson zur\u00fcckzieht. Die Besatzer k\u00f6nnten kampflos hinter die \u00abneue Donbass-Linie\u00bb nachr\u00fccken, hofft Putin, dem es nie um die paar Gebiete ging, sondern um den Wiederaufbau des russischen Reichs.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j395ch2p0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">So missbraucht der Kreml die Diplomatie, um die eigene Ausgangslage f\u00fcr eine Fortsetzung der Offensive zu verbessern. \u00c4hnlich schwierig wie ein R\u00fcckzug aus dem gesamten Gebiet von Donezk w\u00e4re die Aufgabe der Oblast Cherson. Die russischen Truppen d\u00fcrften in diesem Fall den Dnipro \u00fcberqueren. Sie k\u00f6nnten sich auf der Westseite des Stroms so vorbereiten, dass sie sp\u00e4ter die Stadt Odessa sowie die Schwarzmeer-K\u00fcste bedrohen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j39cbk1a0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Doch weder Moskau noch Kiew scheinen mit einem solchen Szenario zu rechnen: Die russischen Truppen versuchen weiter, den Knotenpunkt Kramatorsk einzuschliessen und einen grossen Kessel im Donbass zu bilden. Eine Offensive bei Sumi oder Charkiw ist nicht auszuschliessen, deshalb braucht Sirski freie Kr\u00e4fte als Reserve. Viele M\u00f6glichkeiten, die K\u00e4mpfe mit einem operativen R\u00fcckzug zu beruhigen und die eigenen Truppen zu reorganisieren, hat er nicht.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j38fn2ag1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Dank der Gel\u00e4ndeverst\u00e4rkungen k\u00f6nnten sich die Verteidiger geordnet aus Pokrowsk herausbewegen, um einen Zangenangriff zu vermeiden. Grunds\u00e4tzlich weiss Sirski aber, dass er verlorenes Gel\u00e4nde kaum wieder in Besitz nehmen kann. Die Ukraine braucht deshalb noch mehr und noch st\u00e4rkere Befestigungen: entlang der gesamten Front und auch an der Grenze zu Weissrussland. Auf den Satellitenbildern ist zu erkennen, dass die Baut\u00e4tigkeit in den letzten Wochen weiter voranschritt.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j3e9m7tq0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Pr\u00e4sident Trump animiert die Ukraine gegenw\u00e4rtig, auch Ziele in Russland anzugreifen: mit Marschflugk\u00f6rpern, Raketenartillerie, Drohnen und vielleicht sogar Kampfjets. An der Lage am Boden wird sich aber kurzfristig nichts \u00e4ndern. Mit den Gel\u00e4ndeverst\u00e4rkungen schafft sich Kiew eine eigene Sicherheitsgarantie gegen einen Diktatfrieden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auch wenn Donald Trump pl\u00f6tzlich Angriffe auf Russland erm\u00f6glichen will: Die ukrainischen Optionen sind beschr\u00e4nkt. 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