{"id":371597,"date":"2025-08-25T09:28:13","date_gmt":"2025-08-25T09:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/371597\/"},"modified":"2025-08-25T09:28:13","modified_gmt":"2025-08-25T09:28:13","slug":"vorwurf-der-sabotage-in-der-ostsee-prozess-um-die-eagle-s-beginnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/371597\/","title":{"rendered":"Vorwurf der Sabotage in der Ostsee: Prozess um die &#8222;Eagle S&#8220; beginnt"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 25.08.2025 10:24 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Crew der &#8222;Eagles S&#8220; wird verd\u00e4chtigt, Unterseekabel in der Ostsee besch\u00e4digt zu haben. Die finnische Generalstaatsanwaltschaft spricht von schwerer Sabotage, der angeklagte Kapit\u00e4n von einem Unfall. Heute hat der Prozess begonnen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/sinram-102.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Jana Sinram\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/sinram-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie finnische K\u00fcstenwache st\u00fcrmt den \u00d6ltanker &#8222;Eagle S&#8220; &#8211; und ver\u00f6ffentlicht davon sp\u00e4ter ein Video in sozialen Medien, untermalt mit dramatischer Musik. Zu sehen ist, wie schwer bewaffnete Einsatzkr\u00e4fte sich mitten in der Ostsee vom Hubschrauber auf das Schiff abseilen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs hatte seinen Anker zuvor rund 90 Kilometer \u00fcber den Boden der Ostsee geschleift. Vier Telekommunikationskabel und das Stromkabel &#8222;Estlink 2&#8220; zwischen Finnland und Estland wurden dabei schwer besch\u00e4digt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs sei nur ein Unfall gewesen, betont der Kapit\u00e4n bis heute. &#8222;Die K\u00fcstenwache hat uns angefunkt und uns aufgefordert, unseren Backbordanker zu kontrollieren, weil wir etwas hinter uns herziehen. Wir haben dann ein paar Minuten gebraucht, um zu stoppen und die Kette einzuziehen und da war kein Anker. Das haben wir auch so gemeldet&#8220;, sagte er vergangene Woche im Interview mit dem finnischen Fernsehsender YLE.<\/p>\n<p>    Experte glaubt nicht an Unfall<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Anker wird wenige Wochen sp\u00e4ter von einem Spezialschiff geborgen und beschlagnahmt, die &#8222;Eagle S&#8220; zwei Monate lang von den finnischen Beh\u00f6rden in einer Bucht \u00f6stlich von Helsinki festgehalten. Anfang M\u00e4rz darf der Tanker mit einem Teil der Besatzung weiterfahren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGegen den aus Georgien stammenden Kapit\u00e4n und zwei weitere Offiziere wird hingegen ein Reiseverbot verh\u00e4ngt. Die drei M\u00e4nner m\u00fcssen sich nun in Helsinki vor Gericht verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft in Finnland wirft ihnen schwere Sabotage vor.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch Teemu Tammikko glaubt nicht an einen Unfall. Er ist Experte f\u00fcr hybride Bedrohungen am Finnischen Institut f\u00fcr Internationale Beziehungen. &#8222;Es ist h\u00f6chst unwahrscheinlich, dass ein Schiff seinen Anker unbemerkt fallen l\u00e4sst und ihn dann 90 Kilometer weit \u00fcber den Meeresboden hinter sich herzieht, ohne dass die Besatzung und der Kapit\u00e4n es merkt.&#8220;<\/p>\n<p>    Prozess ist ein Pr\u00e4zedenzfall<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie &#8222;Eagle S&#8220; war im russischen Ust-Luga gestartet und f\u00e4hrt unter der Flagge der Cookinseln. Die EU z\u00e4hlt das Schiff zur russischen Schattenflotte &#8211; jenen oft uralten \u00d6ltankern, die Russland seit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine nutzt, um westliche Sanktionen zu umgehen. In der j\u00fcngeren Vergangenheit gab es in der Ostsee immer wieder mutma\u00dfliche hybride Angriffe auf Unterseekabel. Der Prozess in Finnland ist eine Premiere.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZum ersten Mal stehen Seeleute wegen mutma\u00dflicher Sabotage vor Gericht, erkl\u00e4rt Tammikko. &#8222;Es ist also ein Pr\u00e4zedenzfall, wie mit Vorf\u00e4llen dieser Art umzugehen ist. Es ist ziemlich au\u00dfergew\u00f6hnlich, dass ein Schiff kurz nach dem Vorfall gestoppt wurde und nicht einfach weiterfahren konnte.&#8220;<\/p>\n<p>    Vorsatz oder Fahrl\u00e4ssigkeit?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch international wird man den Ausgang des Verfahrens gegen die drei Besatzungsmitglieder der &#8222;Eagle S&#8220; also genau beobachten, ist sich der Experte sicher. &#8222;Wenn es ein Urteil gibt, dann ist das ein Signal an alle, die bereit sind, vors\u00e4tzlich Sabotage zu begehen oder die nicht vorsichtig genug sind, in der Ostsee keinen Schaden anzurichten.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVorsatz oder Fahrl\u00e4ssigkeit &#8211; das zu kl\u00e4ren, ist im Fall der &#8222;Eagle S&#8220; nun Sache des Bezirksgerichts in Helsinki. Zum Auftakt geht es erst einmal darum, ob es den Fall wirklich entscheiden darf, denn die zerst\u00f6rten Kabel lagen in internationalen Gew\u00e4ssern. Der Prozess ist bis zum 10. September angesetzt. Das Urteil wird allerdings wohl erst sp\u00e4ter verk\u00fcndet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 25.08.2025 10:24 Uhr Die Crew der &#8222;Eagles S&#8220; wird verd\u00e4chtigt, Unterseekabel in der Ostsee besch\u00e4digt zu haben.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":371598,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,30,13,14,15,1269,307,15048,12],"class_list":{"0":"post-371597","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-prozess","17":"tag-russland","18":"tag-schattenflotte","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115088701187478205","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/371597","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=371597"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/371597\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/371598"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=371597"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=371597"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=371597"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}