{"id":371819,"date":"2025-08-25T11:31:15","date_gmt":"2025-08-25T11:31:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/371819\/"},"modified":"2025-08-25T11:31:15","modified_gmt":"2025-08-25T11:31:15","slug":"die-meisten-gefluechteten-von-2015-haben-einen-job","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/371819\/","title":{"rendered":"Die meisten Gefl\u00fcchteten von 2015 haben einen Job"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 25.08.2025 13:03 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>2015 fl\u00fcchteten viele Menschen nach Deutschland. Zehn Jahre sp\u00e4ter haben die meisten von ihnen einen Job gefunden, wie eine Studie zeigt. Ohne Arbeit sind demnach weiterhin vor allem gefl\u00fcchtete Frauen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZehn Jahre nach der Ankunft zahlreicher Gefl\u00fcchteter in Deutschland zeigt eine Studie gro\u00dfe Fortschritte bei der Integration dieser Gruppe in den Arbeitsmarkt. Die Besch\u00e4ftigungsquoten h\u00e4tten sich &#8222;weitgehend dem Niveau des Bev\u00f6lkerungsdurchschnitts in Deutschland angen\u00e4hert&#8220;, hei\u00dft es in der Studie des Instituts f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (IAB).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDemnach gingen im vergangenen Jahr 64 Prozent der 2015 eingetroffenen Menschen zwischen 15 Jahren und dem Renteneintrittsalter einer abh\u00e4ngigen Besch\u00e4ftigung nach. In der Gesamtbev\u00f6lkerung liegt diese Besch\u00e4ftigungsquote demnach mit 70 Prozent nur etwas h\u00f6her.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDies sei wegen der anfangs ung\u00fcnstigen Ausgangsbedingungen &#8222;keineswegs selbstverst\u00e4ndlich&#8220;, sagte IAB-Forschungsbereichsleiter Herbert Br\u00fccker.<\/p>\n<p>    Schwierige Startbedingungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Menschen h\u00e4tten sich 2015 nicht wegen eines Jobs auf den Weg gemacht, sondern sie seien auf der Flucht gewesen, sagte die Ko-Autorin der IAB-Studie, Yuliya Kosyakova. &#8222;Insofern waren sie erstmal unvorbereitet f\u00fcr die Integration in den Arbeitsmarkt &#8211; sowohl sprachlich als auch institutionell. Viele litten unter den Folgen von Krieg und Vertreibung, verf\u00fcgten \u00fcber wenig Informationen, kaum soziale Netzwerke und hatten h\u00e4ufig Qualifikationen, die sich nicht ohne Weiteres \u00fcbertragen lie\u00dfen.&#8220;<\/p>\n<p>    Potenzial bei gefl\u00fcchteten Frauen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr die M\u00e4nner errechnete das IAB eine Besch\u00e4ftigungsquote von 76 Prozent, bei den Frauen waren es nur 35 Prozent. In der Gesamtbev\u00f6lkerung lagen die Besch\u00e4ftigungsquoten demnach bei 72 Prozent f\u00fcr M\u00e4nner und 69 Prozent f\u00fcr Frauen. Au\u00dferdem arbeiteten gefl\u00fcchtete Frauen \u00fcberdurchschnittlich in Teilzeit.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas IAB stellt deshalb fest: &#8222;Das gr\u00f6\u00dfte Potenzial f\u00fcr mehr Erwerbst\u00e4tigkeit unter Gefl\u00fcchteten liegt bei den Frauen&#8220;, wie Kosyakova sagte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine zentrale H\u00fcrde bleibe aber der &#8222;teils unzureichende Zugang zu Kinderbetreuung&#8220;, so das IAB. Gefl\u00fcchtete Frauen h\u00e4tten au\u00dferdem im Vergleich zu den M\u00e4nnern h\u00e4ufig schlechtere Bildungs- und Ausbildungsabschl\u00fcsse und eine schlechtere gesundheitliche Verfassung. Hinzu komme, dass sie oft erst sp\u00e4t an Integrationskursen teilgenommen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>    Gro\u00dfe Unterschiede beim Einkommen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBeim Einkommen der Gefl\u00fcchteten gibt es der Untersuchung zufolge einen recht gro\u00dfen Abstand zur Gesamtbev\u00f6lkerung. Der Median-Verdienst von Vollzeitbesch\u00e4ftigten stieg bei den Gefl\u00fcchteten von 1.398 Euro monatlich im Jahr 2016 auf 2.675 Euro im Jahr 2023. Das waren aber immer noch nur 71 Prozent des Wertes f\u00fcr die Gesamtbev\u00f6lkerung. Median bedeutet, dass genau die H\u00e4lfte der Besch\u00e4ftigten mehr und die andere H\u00e4lfte weniger verdient.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas IAB wies zur Interpretation der Verdienstdaten darauf hin, dass viele Gefl\u00fcchtete noch jung seien und damit &#8222;am Anfang ihrer Erwerbsbiografie&#8220; st\u00fcnden. Gleichwohl zeigten die Zahlen, wie wichtig Qualifizierungsma\u00dfnahmen, die Anerkennung von Berufsabschl\u00fcssen und gezielte berufliche Weiterbildung seien, um eine &#8222;nachhaltige Arbeitsmarktintegration und Aufstiegsperspektiven&#8220; sicherzustellen.<\/p>\n<p>    Fremdenfeindlichkeit und B\u00fcrokratie als Hemmnisse<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nLaut IAB gibt es aber auch zahlreiche b\u00fcrokratische H\u00fcrden, die eine schnelle Arbeitsaufnahme verhindern. &#8222;Lange Asylverfahren, der lange Aufenthalt in Gemeinschaftsunterk\u00fcnften, Sachleistungen und Bezahlkarten, Wohnsitzauflagen. Auch die Aussetzung des Familiennachzugs geh\u00f6rt dazu&#8220;, so Kosyakova.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin weiteres Ergebnis der Studie: Je st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt die fremdenfeindlichen Einstellung in einer Region, desto schlechter gelingt die Arbeitsmarktintegration von Gefl\u00fcchteten. &#8222;Unsere Forschung zeigt, dass Menschen, die sich willkommen f\u00fchlen, schneller Arbeit finden&#8220;, so Kosyakova. Dieser Zusammenhang sei statistisch eindeutig.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch die Sprachf\u00f6rderung sei zentral: &#8222;Sowohl allgemeine als auch berufsbezogene Sprachkurse wirken sich nachweislich positiv auf die Arbeitsaufnahme aus&#8220;. Dasselbe gelte f\u00fcr Berufsberatung und gezielte Qualifizierungsangebote. Wichtig seien aber auch Faktoren wie die physische und psychische Gesundheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 25.08.2025 13:03 Uhr 2015 fl\u00fcchteten viele Menschen nach Deutschland. 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