{"id":372431,"date":"2025-08-25T16:59:10","date_gmt":"2025-08-25T16:59:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/372431\/"},"modified":"2025-08-25T16:59:10","modified_gmt":"2025-08-25T16:59:10","slug":"mehr-verteidigung-mehr-absatz-schweiz-will-mit-handelspaket-us-zoelle-deutlich-druecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/372431\/","title":{"rendered":"Mehr Verteidigung, mehr Absatz: Schweiz will mit Handelspaket US-Z\u00f6lle deutlich dr\u00fccken"},"content":{"rendered":"<p>                    Mehr Verteidigung, mehr Absatz<br \/>\n                Schweiz will mit Handelspaket US-Z\u00f6lle deutlich dr\u00fccken<\/p>\n<p>\t\t\t\t              25.08.2025, 17:56 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Die US-Z\u00f6lle gegen die Schweiz geh\u00f6ren zu den h\u00f6chsten, die die US-Regierung erl\u00e4sst. In Bern besteht jedoch die Hoffnung, diese auf EU-Niveau zu dr\u00fccken. Dort will man mehr Geld f\u00fcrs Milit\u00e4r ausgeben und einen besseren Marktzugang gew\u00e4hren. Das ist jedoch fraglich, nach einem zuvor eskalierten Telefonat.<\/strong><\/p>\n<p>Die Schweiz will mit neuen Vorschl\u00e4gen an die USA eine Senkung der hohen Zollbelastung f\u00fcr zahlreiche Waren aus dem Land erreichen. Das Paket d\u00fcrfte h\u00f6here Verteidigungsausgaben und einen besseren Marktzugang f\u00fcr US-Unternehmen aus dem Bereich Energie beinhalten, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Regierung in Bern wolle den beiden Insidern zufolge das Angebot bis Anfang September fertigstellen. Ziel sei es, die Abgaben auf Schweizer Warenexporte in die Vereinigten Staaten etwa auf das Niveau von 15 Prozent zu dr\u00fccken, das f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union (EU) gilt.<\/p>\n<p>Seit dem 7. August besteht f\u00fcr zahlreiche Schweizer Waren ein US-Importzoll von 39 Prozent &#8211; einer der h\u00f6chsten S\u00e4tze, die Pr\u00e4sident Donald Trump f\u00fcr Einfuhren aus einem bestimmten Land verh\u00e4ngt hat. Seither arbeiten Regierung und Beh\u00f6rden zusammen mit der Privatwirtschaft an neuen Zugest\u00e4ndnissen, mit denen die Administration des gr\u00f6\u00dften Schweizer Exportmarkts zu einer Senkung des Tarifs bewegt werden soll. US-Finanzminister Scott Bessent hat angedeutet, dass er noch ausstehende Handelsabkommen mit L\u00e4ndern wie etwa der Schweiz bis Oktober abschlie\u00dfen m\u00f6chte. Den Insidern zufolge werde die Schweiz den USA zus\u00e4tzliche R\u00fcstungsbeschaffungen und Pl\u00e4ne, den Verkauf von Fl\u00fcssigerdgas durch und an die Schweiz zu erm\u00f6glichen, vorschlagen sowie einen besseren Marktzugang in einigen anderen Bereichen.<\/p>\n<p>&#8222;Der Bundesrat setzt sich weiterhin mit Nachdruck f\u00fcr eine Verbesserung der Zollsituation mit den Vereinigten Staaten ein&#8220;, erkl\u00e4rte das Wirtschaftsministerium in einer Stellungnahme. &#8222;Die Gespr\u00e4che werden derzeit auf verschiedenen Ebenen fortgesetzt. Der Bundesrat (Regierung, Anm.) wird zu gegebener Zeit erneut dar\u00fcber informieren.&#8220; Das B\u00fcro des US-Handelsbeauftragten, das US-Finanzministerium, das US-Handelsministerium, das US-Au\u00dfenministerium und das Wei\u00dfe Haus reagierten nicht sofort auf die Bitte um eine Stellungnahme.<\/p>\n<p>Schweizer Gr\u00fcne kritisieren fehlenden Plan B<\/p>\n<p>Nicolas Walder, Nationalrat der Gr\u00fcnen und Mitglied der au\u00dfenpolitischen Kommission der gro\u00dfen Kammer des Parlaments, sagte, die Regierung sei im Umgang mit Trump zu selbstgef\u00e4llig und unflexibel gewesen. Bevor Trump den 39-prozentigen Zoll festlegte, h\u00e4tten Schweizer Beamte die Kommission \u00fcber ihre Bem\u00fchungen informiert, die USA dazu zu bewegen, den im April urspr\u00fcnglich angedrohten Satz von 31 Prozent zu senken. Als sie gefragt wurden, was sie tun w\u00fcrden, wenn ihr Ansatz scheitern sollte, sei kein Plan B in Betracht gezogen worden. &#8222;Sie sagten: &#8218;Es muss funktionieren. Er wird es verstehen.&#8216; Sie waren sich sicher, dass sie ihn umstimmen k\u00f6nnten&#8220;, erkl\u00e4rte Walder.<\/p>\n<p>Der Politiker sieht die Schweiz in einer prek\u00e4ren Lage, sollte es dem Land nicht gelingen, in Europa und anderswo st\u00e4rkere Allianzen zu schmieden. &#8222;Denn wenn Trump erfolgreich ist, wird der Zweitst\u00e4rkste die gleichen Methoden anwenden&#8220;, sagte Walder. &#8222;Warum sollten China und die Europ\u00e4ische Union nicht dasselbe gegen\u00fcber kleineren L\u00e4ndern tun?&#8220;<\/p>\n<p>Trump \u00e4rgert sich \u00fcber Schweizer Staatsoberhaupt<\/p>\n<p>Einem der Insider zufolge seien einige Beamte nerv\u00f6s, dass die pers\u00f6nliche Chemie zwischen Trump und Bundespr\u00e4sidentin Karin Keller-Sutter einem \u00fcberarbeiteten Abkommen im Weg stehen k\u00f6nnte. Vor dem Telefonat zwischen den beiden Staatsoberh\u00e4uptern Ende Juli hatte die Regierung noch auf ein besseres Abkommen als jenes zwischen den USA und der EU gehofft. Die Schweiz hatte nach der ersten Zolldrohung im April rasch ein Handelsabkommen mit einem niedrigeren Zollsatz ausgehandelt und darauf gesetzt, dass Trump dieses guthei\u00dfen werde. Der US-Pr\u00e4sident beklagte sich dann jedoch \u00f6ffentlich, dass Keller-Sutter nicht auf seine Bedenken bez\u00fcglich des Handelsdefizits eingegangen sei und &#8222;nicht zuh\u00f6ren&#8220; wollte.<\/p>\n<p>Informationen der Schweizer Zeitung &#8222;Sonntagsblick&#8220; legen nahe, dass das Gespr\u00e4ch zwischen Keller-Sutter und Trump Ende Juli regelrecht eskaliert sein soll. Demnach habe das Telefonat am 31. Juli lediglich 34 Minuten gedauert. Keller-Sutter habe darin eine Behauptung des US-Pr\u00e4sidenten korrigiert. Trump habe erkl\u00e4rt, das Handelsdefizit der USA mit der Schweiz betr\u00fcge 40 Milliarden US-Dollar. Keller-Sutter widersprach und erkl\u00e4rte, dass es kein Defizit f\u00fcr die USA g\u00e4be. <\/p>\n<p>Damit nicht genug, soll sie Trump daraufhin angeblich einen Vortrag zu Volkswirtschaften und politischer \u00d6konomie gehalten haben. Das wurde in Washington als Affront aufgenommen. Der US-Pr\u00e4sident habe sich demnach pers\u00f6nlich gekr\u00e4nkt gef\u00fchlt. Keller-Sutter h\u00e4tte ihm besser geschmeichelt und den USA ein geringeres Defizit versprechen sollen, soll der Tenor gewesen sein. <\/p>\n<p>Trump blendet Schweizer Defizit aus<\/p>\n<p>Laut Eidgen\u00f6ssischer Zollstatistik betr\u00e4gt das Warendefizit der USA gegen\u00fcber der Schweiz 2024 tats\u00e4chlich rund 39 Milliarden Franken (rund 48,5 Mrd. US-Dollar). Allerdings sieht es bei Dienstleistungen genau andersherum aus. Dort exportieren die USA deutlich mehr in die Schweiz, wie der SRF unter Berufung auf das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft Seco meldet. Zu den Dienstleistungen geh\u00f6ren demnach Lizenzgeb\u00fchren im IT-Bereich. Die meisten Computer laufen mit einer Software aus den USA, sei es Microsoft. Dazu kommen Plattformen und Anwendungen von Apple, Google, Meta und anderen Anbietern, schreibt der SRF. Zu den weiteren Dienstleistungen geh\u00f6ren Forschung und Entwicklung, Beratungsdienste, Transport, Tourismus und vieles mehr. <\/p>\n<p>Im Jahr 2023 lag das Defizit der Schweiz gegen\u00fcber den USA im Dienstleistungsbereich bei mehr als 21 Milliarden Franken (rund 26,2 Mrd. US-Dollar). Zudem, so der SRF weiter, w\u00fcrden Schweizer in keinem Land so viel Geld investieren wie in den USA. <\/p>\n<p>Einige bekannte Schweizer Unternehmen wie etwa der Taschenmesserhersteller Victorinox haben inzwischen erkl\u00e4rt, dass sie Teile ihrer Produktion in die USA verlagern k\u00f6nnten, um die Auswirkungen von Trumps Z\u00f6llen zu begrenzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehr Verteidigung, mehr Absatz Schweiz will mit Handelspaket US-Z\u00f6lle deutlich dr\u00fccken 25.08.2025, 17:56 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":372432,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[213,212,13,14,15,12,293,10,8,9,11,64,103,55,104,211],"class_list":{"0":"post-372431","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-handelsbeziehungen","9":"tag-handelskonflikte","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-schweiz","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-usa","20":"tag-welt","21":"tag-wirtschaft","22":"tag-world","23":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115090473972219084","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/372431","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=372431"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/372431\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/372432"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=372431"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=372431"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=372431"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}