{"id":372489,"date":"2025-08-25T17:30:22","date_gmt":"2025-08-25T17:30:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/372489\/"},"modified":"2025-08-25T17:30:22","modified_gmt":"2025-08-25T17:30:22","slug":"auch-wadephul-stellt-sich-gegen-pistorius-plaene-zum-neuen-wehrdienst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/372489\/","title":{"rendered":"Auch Wadephul stellt sich gegen Pistorius&#8216; Pl\u00e4ne zum neuen Wehrdienst"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 25.08.2025 17:27 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Verteidigungsminister Pistorius will die Bundeswehr mit einem freiwilligen Wehrdienst personell st\u00e4rken. Doch was passiert, wenn das nicht ausreicht? Die Union dr\u00e4ngt auf einen Automatismus zur Wehrpflicht &#8211; auch Au\u00dfenminister Wadephul.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn der Union w\u00e4chst der Widerstand gegen die Wehrdienst-Pl\u00e4ne von Verteidigungsminister Boris Pistorius. Dabei wollten Bundeskanzler Friedrich Merz und der SPD-Minister die Pl\u00e4ne am kommenden Mittwoch im Kabinett vorstellen. Pistorius&#8216; Gesetzentwurf sieht zun\u00e4chst vor, dass die L\u00fccke im Personalbestand der Bundeswehr mit Freiwilligen aufgef\u00fcllt werden soll.<\/p>\n<p>    Wadephul legt &#8222;Ministervorbehalt&#8220; ein<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas CDU-gef\u00fchrte Ausw\u00e4rtige Amt legt nun einen &#8222;Ministervorbehalt&#8220; gegen Pistorius&#8216; Pl\u00e4ne vor, wie das ARD-Hauptstadtstudio aus dem Ministerium von Johann Wadephul erfuhr. Es solle echte Zielvorgaben zur Personalverst\u00e4rkung geben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSchon zuvor hatte es Stimmen in der Union gegeben, die einen Automatismus forderten. Das hei\u00dft: Sollten die n\u00f6tigen Zahlen nicht erreicht werden, m\u00fcsse die Wehrpflicht wiedereingesetzt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Bundeswehr soll angesichts der Bedrohung durch Russland und der neuen NATO-Verpflichtungen stark anwachsen: Statt mit den bisher gut 180.000 aktiven Soldaten sind bis Anfang der 2030er-Jahre 260.000 vorgesehen. Auch die Zahl der verf\u00fcgbaren Reservisten soll von 100.000 auf 200.000 verdoppelt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer CDU-Verteidigungspolitiker Thomas R\u00f6wekamp sagte der Rheinischen Post, es fehlten mehr als 80.000 Berufs- und Zeitsoldaten und 140.000 Reservisten, damit Deutschland sich verteidigen und seine Zusagen an die NATO erf\u00fcllen k\u00f6nne. &#8222;Ich habe erhebliche Zweifel, dass dies nur mit Freiwilligkeit gelingt.&#8220;<\/p>\n<p>    CDU dr\u00e4ngt auf Wehrpflicht-Automatismus<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nR\u00f6wenkamp sagte weiter: &#8222;Sobald wir erkennen, dass die Freiwilligkeit nicht reicht, m\u00fcssen wir schnell die Wehrpflicht zur Erhaltung unseres Friedens wieder aktivieren k\u00f6nnen.&#8220; Deshalb m\u00fcsse man jetzt schon schrittweise verbindliche Aufwuchsziele pro Jahr festlegen. Zudem brauche man in dem Gesetz einen Automatismus hin zu einer verpflichtenden Heranziehung, wenn diese Schritte nicht erreicht w\u00fcrden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nPistorius selbst machte mehrfach deutlich, dass die vereinbarte Freiwilligkeit nur gilt, wenn der Bedarf an Soldaten auf diesem Weg gedeckt werden kann. Auch ein Mechanismus f\u00fcr eine R\u00fcckkehr zur Wehrpflicht werde vorbereitet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin Umschwenken ist im Gesetzentwurf entsprechend vorgesehen &#8211; wenn Rekrutierungsziele nicht erreicht werden oder die Sicherheitslage h\u00f6here Zahlen n\u00f6tig macht. F\u00fcr diesen Fall werde im Gesetz &#8222;eine verpflichtende Heranziehung erm\u00f6glicht&#8220;, hie\u00df es aus dem Verteidigungsministerium im Juli. Es gebe aber &#8222;keinen Automatismus, keine festgelegte Zahl und keinen festgelegten Zeitpunkt f\u00fcr eine Aktivierung der Wehrpflicht&#8220;.<\/p>\n<p>    S\u00f6der spricht sich f\u00fcr Wehrpflicht aus<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Forderung nach einem verpflichtenden Dienst kommt auch von CSU-Chef Markus S\u00f6der. &#8222;So ein Pflichtelement ist wichtig, um Landes- und NATO-Grenze auf Dauer wirksam zu verteidigen, als gr\u00f6\u00dftes, wirtschaftlich st\u00e4rkstes Land, das auf Dauer auch die st\u00e4rkste Armee haben soll&#8220;, sagte <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/ard-sommerinterview-soeder-102.html\" title=\"ARD-Sommerinterview: S\u00f6der will Erbschaftssteuer zur L\u00e4ndersache machen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bayerns Ministerpr\u00e4sident im ARD-Sommerinterview.<\/a> &#8222;Deswegen glaube ich, wird an der Wehrpflicht kein Weg vorbeif\u00fchren.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEr mahnte, dass einige Experten warnten, Russland k\u00f6nne NATO-L\u00e4nder schon 2027 oder 2029 angreifen. &#8222;Warum warten, wenn wir schon jetzt heute wissen, dass zumindest die Gefahr besteht? Und deswegen ist es aus meiner Sicht notwendig, je schneller und es w\u00e4re umso besser, die Wehrpflicht komplett einzuf\u00fchren&#8220;, sagte S\u00f6der.<\/p>\n<p>    Pflichtanteile bereits vorgesehen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer jetzige Entwurf enth\u00e4lt bereits verpflichtende Elemente. Konkret sollen ab dem kommenden Jahr an alle jungen M\u00e4nner und Frauen ein Fragebogen versandt werden. M\u00e4nner m\u00fcssen ihn ausf\u00fcllen, f\u00fcr Frauen ist das freiwillig. Dabei soll das Interesse am Dienst in der Bundeswehr abgefragt werden. Geeignete Kandidaten und Kandidatinnen werden dann zur Musterung eingeladen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAb 2028 sollen dann alle 18-j\u00e4hrigen M\u00e4nner zu einer verpflichtenden Musterung &#8211; auch wenn sie sich nicht f\u00fcr den freiwilligen Wehrdienst entscheiden. Ziel ist es nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium, ein &#8222;Lagebild&#8220; \u00fcber die gesundheitliche Eignung deutscher M\u00e4nner im wehrf\u00e4higen Alter zu erstellen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Spannungs- oder Verteidigungsfall w\u00fcrde die 2011 ausgesetzte Wehrpflicht nach aktueller Rechtslage ohnehin automatisch wieder in Kraft treten. Damit k\u00f6nnten alle M\u00e4nner zwischen 18 und 60 Jahren eingezogen werden, sofern sie den Kriegsdienst nicht verweigert haben.<\/p>\n<p>    Wehrbeauftragter \u00fcbt scharfe Kritik<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGrunds\u00e4tzliche Kritik an dem geplanten Gesetz \u00e4u\u00dferte der Wehrbeauftragte des Bundestags, Henning Otte (CDU). Boris Pistorius bleibe mit seinem Gesetzentwurf bei Ank\u00fcndigungen, anstatt &#8222;die dringend erforderlichen Strukturreformen anzusto\u00dfen und die materielle sowie vor allem personelle St\u00e4rkung der Truppe priorit\u00e4r voranzutreiben&#8220;, schrieb Otte gemeinsam mit dem Milit\u00e4rhistoriker S\u00f6nke Neitzel in einem Gastbeitrag f\u00fcr die Frankfurter Allgemeine Zeitung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs werde &#8222;verpasst, ein zielorientiertes Wehrdienstgesetz vorzulegen &#8211; Unbequemes, aber Erforderliches wird &#8218;zun\u00e4chst&#8216; vertagt&#8220;, kritisieren Otte und Neitzel. Mehr als 50 Prozent der Soldaten arbeiteten nicht im Kernauftrag, sondern in St\u00e4ben, \u00c4mtern oder Beh\u00f6rden, schreiben sie weiter. &#8222;Wenn unsere Streitkr\u00e4fte nicht von einer Verwaltungsbeh\u00f6rde in eine kriegst\u00fcchtige Armee umgebaut werden, k\u00f6nnte im Ernstfall das Schlimmste drohen, weil die Politik im Frieden zauderte und z\u00f6gerte.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Stephan Stuchlik<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 25.08.2025 17:27 Uhr Verteidigungsminister Pistorius will die Bundeswehr mit einem freiwilligen Wehrdienst personell st\u00e4rken. 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