{"id":372611,"date":"2025-08-25T18:37:22","date_gmt":"2025-08-25T18:37:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/372611\/"},"modified":"2025-08-25T18:37:22","modified_gmt":"2025-08-25T18:37:22","slug":"gruenes-licht-fuer-atommuelltransporte-antenne-muenster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/372611\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcnes Licht f\u00fcr Atomm\u00fclltransporte &#8211; Antenne M\u00fcnster"},"content":{"rendered":"<p>Kernkraft<\/p>\n<p>Mit dem Transport von 152 Castor-Beh\u00e4ltern durch Nordrhein-Westfalen steht in der Summe einer der gr\u00f6\u00dften Atomm\u00fclltransporte auf der Stra\u00dfe seit Jahrzehnten an. Das Bundesamt f\u00fcr die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat die umstrittenen Atomm\u00fclltransporte vom rheinischen J\u00fclich ins Zwischenlager Ahaus im M\u00fcnsterland genehmigt.<\/p>\n<p>Auf der gut 170 Kilometer langen Strecke sollen rund 300.000 Brennelemente-Kugeln aus dem fr\u00fcheren Versuchsreaktor in 152 Castor-Beh\u00e4ltern in das Atomm\u00fcll-Zwischenlager transportiert werden. Die Bef\u00f6rderungsgenehmigung ist befristet bis zum 31. August 2027 und ist sofort vollziehbar, teilte das Bundesamt mit. Wann die Transporte starten, sei Sache des Transporteurs in Absprache mit den Aufsichts- und Polizeibeh\u00f6rden, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Nach fr\u00fcheren Angaben des Bundesamtes sind Schwertransporte auf der Stra\u00dfe geplant. Aus J\u00fclich sind demnach 152 Einzeltransporte beantragt worden, die aber geb\u00fcndelt werden k\u00f6nnten. Es gebe vier geeignete Transportfahrzeuge, die je einen Beh\u00e4lter auf einmal transportieren k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Transporte aus J\u00fclich starten nicht sofort\u00a0<\/p>\n<p>Laut der J\u00fclicher Entsorgungsgesellschaft f\u00fcr Nuklearanlagen (JEN), dem Auftraggeber, steht noch kein konkreter Starttermin f\u00fcr die Transporte fest. Die Genehmigung enthalte Nebenbestimmungen, die derzeit intensiv gepr\u00fcft und umgesetzt w\u00fcrden. Zudem seien vor Transportbeginn weitere Abstimmungen mit der Atomaufsicht und den Polizeibeh\u00f6rden des Landes NRW n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Das BASE hatte bereits vor Wochen mitgeteilt, dass die Atomm\u00fclltransporte nach Ahaus ab dem vierten Quartal 2025 m\u00f6glich sein k\u00f6nnten. Das m\u00fcssten aber die L\u00e4nderbeh\u00f6rden entscheiden, wenn die Genehmigungen erteilt seien.\u00a0<\/p>\n<p>Das Bundesamt genehmigte au\u00dferdem zwei Transporte \u00abbestrahlter Brennelemente\u00bb von dem Forschungsreaktor der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen in Garching nach Ahaus. Bef\u00f6rdert werden sollen laut Antrag zehn Brennelemente in zwei Stra\u00dfentransporten. Die Transportgenehmigung sei bis 31. Mai 2027 g\u00fcltig. F\u00fcr den Zeitpunkt der Transporte sei der Transporteur in Absprache mit den Aufsichts- und Polizeibeh\u00f6rden zust\u00e4ndig.\u00a0<\/p>\n<p>Es gibt in Deutschland derzeit noch keine Endlager, in denen auf Hunderttausende Jahre hinweg strahlender Atomm\u00fcll sicher gelagert werden soll. Stattdessen gibt es sechzehn Zwischenlager, unter anderem das in Ahaus.<\/p>\n<p>Jahrelanges Tauziehen um J\u00fclicher Atomm\u00fcll &#8211; Proteste und Klagen<\/p>\n<p>F\u00fcr die Lagerung in J\u00fclich lief die letzte\u00a0Betriebsgenehmigung bereits vor mehr als zehn Jahren im Jahr 2013 aus. Das NRW-Wirtschaftsministerium hatte 2014 angeordnet, das Lager in J\u00fclich zu r\u00e4umen, weil die Erdbebensicherheit nicht nachgewiesen werden konnte. Gepr\u00fcft wurden dann drei Optionen: Transport nach Ahaus oder in die USA oder der Neubau eines Zwischenlagers in J\u00fclich.\u00a0<\/p>\n<p>Die J\u00fclicher Brennelemente lagern bereits seit l\u00e4ngerem auf dem Gel\u00e4nde des Forschungszentrums in 152 Castoren.\u00a0<\/p>\n<p>Proteste und Klagen<\/p>\n<p>Atomm\u00fclltransporte nach Ahaus quer durch das dicht besiedelte NRW rufen bereits seit langem Proteste von Anwohnern und Aktivisten hervor. Ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) f\u00fcr das Land NRW in M\u00fcnster Ende vergangenen Jahres hatte die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit der Lagerung in Ahaus best\u00e4tigt. Die Stadt Ahaus und ein Anwohner scheiterten mit einer Klage vor dem OVG.\u00a0<\/p>\n<p>Gro\u00dfer Polizeieinsatz<\/p>\n<p>Heftige Kritik \u00e4u\u00dferte im Vorfeld auch die Gewerkschaft der Polizei NRW (GdP), die den Aufwand als unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig bewertete. Die Transporte von J\u00fclich nach Ahaus w\u00fcrden sich auf mehr als 50 Fahrten mit schweren Lastwagen verteilen, vermutlich nachts. Entlang der etwa 170 Kilometer Strecke m\u00fcssten sie weitr\u00e4umig von der Polizei gesch\u00fctzt werden.\u00a0<\/p>\n<p>Das mute wie eine Arbeitsbeschaffungsma\u00dfnahme f\u00fcr die Polizei an und das in der allgemein angespannten Sicherheitslage, erkl\u00e4rte der damalige GdP-Landeschef Michael Mertens im Februar. Angeschlagene Br\u00fccken und marode Stra\u00dfen stellten zudem ein gro\u00dfes Problem f\u00fcr den Transport dar.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.antennemuenster.de\/externalimages\/?source=jpg788\/dpa-20090101-250825-935-789363.jpg&amp;dt=202508251302260&amp;resize=1280x853\" data-caption=\"Aus J\u00fclich wird Atomm\u00fcll mit Schwertransportern in Richtung Ahaus transportiert. (Archivbild) \" itemprop=\"contentUrl\" data-size=\"1280x853\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" alt=\"Leerer Castor-Beh\u00e4lter auf Probefahrt\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/dpa-20090101-250825-935-789363.jpg&#038;crop=0x43x2048x1280&#038;resize=1280x800&#038;dt=202508251302260.jpeg\" data-size=\"1280x800\"\/><\/a>Aus J\u00fclich wird Atomm\u00fcll mit Schwertransportern in Richtung Ahaus transportiert. (Archivbild) \u00a9 David Young\/dpa<\/p>\n<p>Aus J\u00fclich wird Atomm\u00fcll mit Schwertransportern in Richtung Ahaus transportiert. (Archivbild) <\/p>\n<p>\u00a9 David Young\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kernkraft Mit dem Transport von 152 Castor-Beh\u00e4ltern durch Nordrhein-Westfalen steht in der Summe einer der gr\u00f6\u00dften Atomm\u00fclltransporte auf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":372612,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[5677,15013,6303,772,3364,29,30,8970,1209],"class_list":{"0":"post-372611","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-munster","9":"tag-atom","10":"tag-atomenergie","11":"tag-bayern","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-muenster","16":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115090859795991386","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/372611","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=372611"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/372611\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/372612"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=372611"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=372611"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=372611"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}