{"id":372635,"date":"2025-08-25T18:51:23","date_gmt":"2025-08-25T18:51:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/372635\/"},"modified":"2025-08-25T18:51:23","modified_gmt":"2025-08-25T18:51:23","slug":"schweiz-will-gleichen-zoll-deal-wie-eu-nachverhandeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/372635\/","title":{"rendered":"Schweiz will gleichen Zoll-Deal wie EU nachverhandeln"},"content":{"rendered":"<p>Die Schweiz will mit neuen Vorschl\u00e4gen an die USA eine Senkung der hohen Zollbelastung f\u00fcr zahlreiche Waren aus dem Land erreichen. Das Paket d\u00fcrfte h\u00f6here Verteidigungsausgaben und einen besseren Marktzugang f\u00fcr US-Unternehmen aus dem Bereich Energie beinhalten, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Regierung in Bern wolle den beiden Insidern zufolge das Angebot bis Anfang September fertigstellen.<\/p>\n<p>Ziel sei es, die Abgaben auf Schweizer Warenexporte in die Vereinigten Staaten etwa auf das Niveau von 15 Prozent zu dr\u00fccken, das f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union (EU) gilt. Seit dem 7. August gilt f\u00fcr zahlreiche Schweizer Waren ein US-Importzoll von 39 Prozent &#8211; <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/wirtschaft\/19976046\/fuer-die-schweizer-wirtschaft-ist-ein-horror-eingetreten\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">einer der h\u00f6chsten S\u00e4tze, die Pr\u00e4sident Donald Trump f\u00fcr Einfuhren aus einem bestimmten Land verh\u00e4ngt hat<\/a>. Seither arbeiten Regierung und Beh\u00f6rden zusammen mit der Privatwirtschaft an neuen Zugest\u00e4ndnissen, mit denen die Administration des gr\u00f6\u00dften Schweizer Exportmarkts zu einer Senkung des Tarifs bewegt werden soll. US-Finanzminister Scott Bessent hat angedeutet, dass er noch ausstehende Handelsabkommen mit L\u00e4ndern wie etwa der Schweiz bis Oktober abschlie\u00dfen m\u00f6chte. Den Insidern zufolge werde die Schweiz den USA zus\u00e4tzliche R\u00fcstungsbeschaffungen und Pl\u00e4ne, den Verkauf von Fl\u00fcssigerdgas durch und an die Schweiz zu erm\u00f6glichen, vorschlagen sowie einen besseren Marktzugang in anderen Bereichen.<\/p>\n<p>Gefahr der Isolation<\/p>\n<p>\u201eDer Bundesrat setzt sich weiterhin mit Nachdruck f\u00fcr eine Verbesserung der Zollsituation mit den Vereinigten Staaten ein\u201c, erkl\u00e4rte das Wirtschaftsministerium in einer Stellungnahme. \u201eDie Gespr\u00e4che werden derzeit auf verschiedenen Ebenen fortgesetzt. Der Bundesrat (Regierung, Anm.) wird zu gegebener Zeit erneut dar\u00fcber informieren.\u201c Das B\u00fcro des US-Handelsbeauftragten, das US-Finanzministerium, Handelsministerium, Au\u00dfenministerium und das Wei\u00dfe Haus reagierten nicht sofort auf die Bitte um einen Kommentar.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" class=\"w-full my-0 max-h-100 object-contain bg-gray-100\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/FILES-SWITZERLAND-US-TARIFF-TRADE.webp\" title=\"Mit stark erh\u00f6hten Z\u00f6llen f\u00fcrchten Schweizer Luxusmarken, etwa Hersteller von Uhren, unterzugehen\" alt=\"Mit stark erh\u00f6hten Z\u00f6llen f\u00fcrchten Schweizer Luxusmarken, etwa Hersteller von Uhren, unterzugehen\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"400\"\/><\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n          &#13;<br \/>\n          &#13;<br \/>\n                     Mit stark erh\u00f6hten Z\u00f6llen f\u00fcrchten Schweizer Luxusmarken, etwa Hersteller von Uhren, unterzugehen &#13;<br \/>\n          &#13;<br \/>\n                      &#13;<br \/>\n              \u00a9 AFP\/Fabrice Coffrini&#13;<br \/>\n            &#13;\n                  <\/p>\n<p>Nicolas Walder, Nationalrat der Gr\u00fcnen und Mitglied der au\u00dfenpolitischen Kommission der gro\u00dfen Kammer des Parlaments, sagte, die Regierung sei im Umgang mit Trump zu selbstgef\u00e4llig und unflexibel gewesen.<\/p>\n<p>Der Politiker sieht die Schweiz in einer prek\u00e4ren Lage, sollte es dem Land nicht gelingen, in Europa und anderswo st\u00e4rkere Allianzen zu schmieden. \u201eDenn wenn Trump erfolgreich ist, wird der zweitst\u00e4rkste die gleichen Methoden anwenden\u201c, sagte Walder. \u201eWarum sollten China und die Europ\u00e4ische Union nicht dasselbe gegen\u00fcber kleineren L\u00e4ndern tun?\u201c<\/p>\n<p>Trump und Schweizer Pr\u00e4sidentin: keine gute Gespr\u00e4chsbasis<\/p>\n<p>Einem der Insider zufolge seien einige Beamte nerv\u00f6s, dass die pers\u00f6nliche Chemie zwischen Trump und Bundespr\u00e4sidentin Karin Keller-Sutter einem \u00fcberarbeiteten Abkommen im Weg stehen k\u00f6nnte. Vor dem Telefonat zwischen den beiden Staatsoberh\u00e4uptern Ende Juli hatte die Regierung noch auf ein besseres Abkommen als jenes zwischen den USA und der EU gehofft. Die Schweiz hatte nach der ersten Zolldrohung im April rasch ein Handelsabkommen mit einem niedrigeren Zollsatz ausgehandelt und darauf gesetzt, dass Trump dieses guthei\u00dfen werde. Der US-Pr\u00e4sident beklagte sich dann jedoch \u00f6ffentlich, dass Keller-Sutter nicht auf seine Bedenken bez\u00fcglich des Handelsdefizits eingegangen sei.<\/p>\n<p>Einige bekannte Schweizer Unternehmen wie etwa der <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/wirtschaft\/19971708\/weltmarken-mit-wucht-getroffen-schweizer-glanz-auf-messers-schneide\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Taschenmesserhersteller Victorinox<\/a> haben inzwischen erkl\u00e4rt, dass sie Teile ihrer Produktion in die USA verlagern k\u00f6nnten, um die Auswirkungen von Trumps Z\u00f6llen zu begrenzen. Der <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/wirtschaft\/20001052\/schweizer-schoko-riese-lindt-and-spruengli-erwaegt-produktion-in-den\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Schokoriese Lindt &amp; Spr\u00fcngli<\/a> erw\u00e4gt etwa, in den USA zu produzieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Schweiz will mit neuen Vorschl\u00e4gen an die USA eine Senkung der hohen Zollbelastung f\u00fcr zahlreiche Waren aus&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":372636,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-372635","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115090914370613687","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/372635","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=372635"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/372635\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/372636"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=372635"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=372635"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=372635"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}