{"id":372710,"date":"2025-08-25T19:31:16","date_gmt":"2025-08-25T19:31:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/372710\/"},"modified":"2025-08-25T19:31:16","modified_gmt":"2025-08-25T19:31:16","slug":"galerist-thaddaeus-ropac-nie-war-die-kunst-so-einflussreich-wie-heute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/372710\/","title":{"rendered":"Galerist Thaddaeus Ropac: \u201eNie war die Kunst so einflussreich wie heute\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Gerade noch er\u00f6ffnete er eine Ausstellung mit Daniel Richter und lud zu einem Mittagessen in die Villa Emslieb zu Ehren von Erwin Wurm, schon sitzt <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/ropac.net\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/ropac.net&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Thaddaeus Ropac<\/a> in seinem Salzburger B\u00fcro unter einem Werk von Georg Baselitz. Der Galerist verr\u00e4t, dass er \u2013 wie Baselitz \u00fcbrigens auch \u2013 ein Pseudonym verwendet, zumindest manchmal. Um auf Instagram die Welt zu inspizieren. Unerkannt.<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Sie er\u00f6ffnen am 20. September <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/kunst\/article255065952\/Galerie-Ropac-Mit-grossen-Hoffnungen-geht-es-nach-Mailand.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/kunst\/article255065952\/Galerie-Ropac-Mit-grossen-Hoffnungen-geht-es-nach-Mailand.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ihre siebte Dependance<\/a> \u2013 dieses Mal in Mailand. Die Stadt ist Luxusmetropole, aber ein wei\u00dfer Fleck f\u00fcr internationale Galerien. Was treibt Sie dorthin?<\/p>\n<p><b>Thaddaeus Ropac:<\/b> Deutschland und \u00d6sterreich sind unsere kreative Heimat \u2013 sowohl in Bezug auf die K\u00fcnstler, die wir vertreten, als auch auf die Sammler, die wir betreuen. Sp\u00e4ter kamen unsere Standorte in Paris und London hinzu \u2013 Italien hat in diesem Gef\u00fcge bislang gefehlt. Kein Land hat die Kunstgeschichte so stark gepr\u00e4gt. \u00dcber zwei Jahrtausende hinweg ist hier eine Dichte an Meisterwerken gewachsen, die einzigartig ist; selbst kleine Orte bergen Kunstsch\u00e4tze in Kirchen, Kl\u00f6stern und Pal\u00e4sten. Nach Besuchen in Neapel, Rom, Florenz, Venedig und der lombardischen Metropole war mir klar: Es kann nur Mailand f\u00fcr uns sein.<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Venedig ist der \u00fcberbuchteste Ort, was Kunst angeht. Dort pr\u00e4sentieren sich Pinault, Berggruen, Prada mit monumentalen Museen. Treibt Sie der Instinkt eines Pioniers oder der Ehrgeiz, allein zu stehen?<\/p>\n<p><b>Ropac:<\/b> Kunst ist kein Wettkampf. Ich hatte in meinen 43 Berufsjahren das Gl\u00fcck, immer wieder neue Orte zu entdecken, an denen es sich bew\u00e4hrt hat, Galerien zu er\u00f6ffnen. Nicht, um der Erste oder Einzige zu sein, sondern um Raum f\u00fcr K\u00fcnstler und Sammler schaffen, den es vorher nicht gab. Mailand ist seit Jahrzehnten Zentrum der Kunstdebatte. Dort hat sich das lebendigste k\u00fcnstlerische Leben des 20. Jahrhunderts und der Nachkriegszeit entwickelt \u2013 von Fontana \u00fcber die Arte Povera bis hin zu einer der radikalsten Akademien jener Zeit. Und wo der Puls der Stadt so kr\u00e4ftig schl\u00e4gt, sorgen heute die dort lebenden K\u00fcnstler \u2013 etwa <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/iconist\/design\/article172125329\/Maurizio-Cattelan-und-Pierpaolo-Ferrari-inszenieren-Essen-und-Sex.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/iconist\/design\/article172125329\/Maurizio-Cattelan-und-Pierpaolo-Ferrari-inszenieren-Essen-und-Sex.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Maurizio Cattelan<\/a>, einer der radikalsten K\u00f6pfe Italiens \u2013 daf\u00fcr, dass die Debatte niemals zur Ruhe kommt.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Sie haben ein untr\u00fcgliches H\u00e4ndchen f\u00fcr die elegantesten H\u00e4user. Ihre neue Adresse: der Palazzo Belgioioso, ein neoklassizistisches Juwel zwischen Dom und Scala. Wie gelangt man an eine solche Immobilie?<\/p>\n<p><b>Ropac:<\/b> Es war einfacher als Sie glauben: \u00fcber einen Makler. Die zentrale Lage war mir wichtig. F\u00fcrst Alberico XII. von Belgioioso d\u2019Este, der den Palast im 18. Jahrhundert von <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article253941100\/Mailaender-Scala-Sex-im-Barock-war-auch-nicht-anders.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article253941100\/Mailaender-Scala-Sex-im-Barock-war-auch-nicht-anders.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Giuseppe Piermarini <\/a>erbauen lie\u00df, genoss als Buch- und Kunstsammler gro\u00dfes Ansehen. Seine Residenz wurde zum Treffpunkt f\u00fcr K\u00fcnstler und Schriftsteller. Heute kreisen dort Aktenordner, \u00fcberwiegend aus Kanzleien. Trotzdem h\u00e4ngt noch so ein alter Zauber in den R\u00e4umen. Von unseren bald sieben Galerien wird die in Mailand die kleinste sein \u2013 zwei R\u00e4ume auf 280 Quadratmetern, plus die Piazza vor dem Haus f\u00fcr Skulpturen.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Italien hat gerade nach dem j\u00fcngst aufgehobenen Londoner Non-Dom-Programm eine Regelung eingef\u00fchrt, die verm\u00f6genden Ausl\u00e4ndern Steuervorteile bietet. Viele ziehen darum nach Mailand. Gutes Timing!<\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Die diesj\u00e4hrige Abschaffung des langj\u00e4hrigen Privilegs in England hat alle \u00fcberrascht. Dass Italien das Modell \u00fcbernahm, war nat\u00fcrlich ein wunderbarer Nebeneffekt, aber unsere Entscheidung stand lange fest, bevor viele \u201eNon-Doms\u201c nach Italien zogen. Wir waren schon auch kritisch zum Beispiel aufgrund der strengen Kulturgutsschutzrichtlinien. Es ist nicht leicht, die italienische Moderne au\u00dfer Landes zu bringen, die dort produziert wurde. <\/p>\n<p>Jahrelang war Italien zudem durch eine hohe Mehrwertsteuer von 22 Prozent belastet, die viele Galerien zum Wegzug bewog. <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article256376198\/Kunst-Italien-hat-jetzt-den-niedrigsten-Steuersatz-in-Europa.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article256376198\/Kunst-Italien-hat-jetzt-den-niedrigsten-Steuersatz-in-Europa.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nun hat der Kulturminister beschlossen, den Satz ab September auf f\u00fcnf Prozent zu senken.<\/a> Damit sinkt der bisher h\u00f6chste Mehrwertsteuersatz der EU auf ein Rekordtief. Das ist nat\u00fcrlich ein Gl\u00fccksfall, direkt zum Start unserer Galerie, sowie ein Ansto\u00df f\u00fcr den gesamten Kunsthandel im Land.<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Und eine Gelegenheit, Preise anzuheben, ohne dass es der K\u00e4ufer gleich merkt.<\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Vielmehr d\u00fcrfte es den Markt ankurbeln. Unter Kulturministerin Monika Gr\u00fctters wurde die steuerliche Bevorzugung von Kunst abgeschafft, sodass ein deutscher Galerist auf einer Messe im Ausland 19 Prozent Mehrwertsteuer zahlte \u2013 sein franz\u00f6sischer Kollege hingegen nur 5,5 Prozent. Sp\u00e4ter \u00e4nderte Deutschland die Regelung f\u00fcr Kunst wieder, andere L\u00e4nder zogen nach. Dass Italien jetzt noch einen Schritt weitergeht, ist kein Trick, um Preise zu kaschieren, sondern ein echter Vorteil f\u00fcr Sammler \u2013 und ein enormer Schub f\u00fcr italienische Galerien auf internationalem Parkett.<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Sie starten mit einem Monumentalauftakt: Lucio Fontana und Georg Baselitz. Zieht das auch das junge, avantgardistische Mailand an?<\/p>\n<p><b>Ropac:<\/b> Die Idee ist: Ein K\u00fcnstler, der die DNA der Galerie pr\u00e4gt, und einer aus Italien. Zum Auftakt gibt es zwei M\u00e4nner; die zweite Ausstellung r\u00fcckt zwei Frauen ins Zentrum: Valie Export und Ketty La Rocca. Unsere Galerie ruht auf vier S\u00e4ulen: junge K\u00fcnstler wie Eva Helene Pade, Mid-Career-Talente wie Adrian Ghenie, die gro\u00dfen Namen und die Nachl\u00e4sse. Alle vier sind gleichwertig, wenn auch K\u00fcnstler wie Baselitz und Kiefer mehr Aufmerksamkeit von au\u00dfen bekommen, aber es ist interessant, und das \u00fcberrascht mich immer wieder: Wir bauen Jahr f\u00fcr Jahr neue Talente auf, trotzdem werde ich auf ein paar bekannte Namen reduziert \u2013 zumindest in Deutschland. In Frankreich ist man deutlich neugieriger, da werden wir sehr f\u00fcr die jungen K\u00fcnstler wahrgenommen.\u00a0<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>In Ihrer K\u00fcnstlerliste tauchen 58 M\u00e4nner und 18 Frauen auf. Ist das Ihre Entscheidung?<\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Ich komme mit meinem Programm aus den 80er- und 90er-Jahren, damals war der Kunstmarkt stark von M\u00e4nnern dominiert. Das war ein Fehler, und ich muss zugeben, auch ich habe nicht viel daf\u00fcr getan, das zu \u00e4ndern. Der Blick war noch sehr einseitig. Erst in den 2000er-Jahren begann ein Umdenken, nicht nur in Bezug auf Frauen, auch geografisch: Asien, Australien, S\u00fcdamerika oder der arabische Raum wurden lange ignoriert. Es herrschte eine Arroganz, die erst aufgebrochen werden musste. Ein Beispiel ist die Ausstellung \u201eMagiciens de la Terre\u201c \u2013 \u201eDie Zauberer der Erde\u201c 1989 im Centre Pompidou, die westliche und nichtwestliche Kunst gleichwertig zeigen wollte. Sie wurde damals nicht verstanden, der Direktor musste gehen. Postkolonialismus, kulturelle Aneignung, Dekolonisierung in der Kunst \u2013 dar\u00fcber wurde \u00fcberhaupt nicht nachgedacht. Sp\u00e4ter ist die Ausstellung gefeiert worden. Inzwischen hat sich viel ver\u00e4ndert. Wir wollen nicht mit Quoten arbeiten \u2013 Vielfalt muss organisch wachsen, aber ich erlebe, wie Jahr f\u00fcr Jahr alte Muster aufbrechen und ein neues Bewusstsein w\u00e4chst.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Georg Baselitz war mal der umstrittenste deutsche K\u00fcnstler mit seinen nackten, umgedrehten Menschen, Anselm Kiefer verrufen f\u00fcr seine Hitler Gru\u00df-Performance 1969; Joseph Beuys wurde anfangs gar nicht erst ernst genommen. Wer sind die jungen Enfants terribles in der Kunstwelt? Alle malen vor sich hin, aber gibt es eine neue Kunstbewegung? <\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Anfang der 80er-Jahre proklamierte eine radikale Str\u00f6mung in Deutschland das Ende der Malerei \u2013 alles sei bereits gemalt und gedacht. Eine Fehleinsch\u00e4tzung. Jede Generation erschafft etwas, das f\u00fcr die vorherige undenkbar war, manchmal indem sie das Alte zerst\u00f6rt. Momentan gilt die Verschmelzung von digitalen Medien, KI, Partizipation und globaler Perspektive als die pr\u00e4gende Bewegung: Kunst, die nicht nur R\u00e4ume f\u00fcllt, sondern Debatten, Netzwerke und ganz neue Wahrnehmungen erzeugt. Die Malerei wird nie verschwinden, sondern sich in jeder Zeit neu definieren.<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Larry Gagosian und David Zwirner sind mit je einer Milliarde Dollar Jahresumsatz Marktf\u00fchrer. Haben Sie den Ehrgeiz, zu den beiden aufzuschlie\u00dfen?\u00a0<\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Wir sind kleiner als die vier gro\u00dfen internationalen Galerien \u2013 und genau darin liegt unser Vorteil. Direkte Kommunikation, kein Risiko, zu corporate zu werden, enger Zugang zu den K\u00fcnstlern. Mit 76 K\u00fcnstlern, inklusive 17 Nachl\u00e4ssen, 35 bis 40 Ausstellungen pro Jahr und 150 Mitarbeitern \u2013 davon 16 Direktoren \u2013 sind wir wunderbar aufgestellt \u2013 und das so, dass wir uns auch noch ohne Namensschild erkennen.\u00a0<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus256273506\/Kunst-Auf-der-Art-Basel-sucht-man-nach-bleibenden-Werten.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus256273506\/Kunst-Auf-der-Art-Basel-sucht-man-nach-bleibenden-Werten.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kunstmesse Art Basel<\/a> expandiert nach Katar. Wie sehen Sie den Take-over der arabischen Staaten innerhalb der Kunstwelt?<\/p>\n<p><b>Ropac:<\/b> Sie bauen Museen wie Kathedralen \u2013 beeindruckend und seri\u00f6s. Das ist gar nicht so leicht. Manche westlichen Museen sind so skulptural, dass selbst ein d\u00fcnner Giacometti kam mehr Luft zum Atmen hat.  <\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Wann er\u00f6ffnen Sie Ihre erste Galerie in der W\u00fcste?<\/p>\n<p><b>Ropac:<\/b> Ich sage zu keinem Standort kategorisch nein \u2013 solange die k\u00fcnstlerische Freiheit und die Menschenrechte gewahrt bleiben. China war einmal im Gespr\u00e4ch, bevor wir nach Seoul gingen. Wir hatten sogar schon ein traumhaftes Geb\u00e4ude in Shanghai gefunden. Es war nicht vereinbar mit unserem Verst\u00e4ndnis von Demokratie und dem unserer K\u00fcnstler. \u00c4hnlich in Istanbul.\u00a0<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Sie sind der unbestrittene Platzhirsch in \u00d6sterreich, Ihre Galerie-Gr\u00fcndung hat dort stattgefunden. Kann man sagen, dass Sie in Salzburg ein Monopol f\u00fcr den Kunsthandel innehaben?<\/p>\n<p><b>Ropac:<\/b> Herrlich, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus247321442\/Thaddaeus-Ropac-Ich-erkenne-mein-Salzburg-nicht-wieder.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus247321442\/Thaddaeus-Ropac-Ich-erkenne-mein-Salzburg-nicht-wieder.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Salzburg, das Ropac-Revier<\/a>. Sie \u00fcbersch\u00e4tzen mich. Dass ich in Salzburg gelandet bin, beruht auf reiner Naivit\u00e4t. Ich hatte rein gar nichts mit Salzburg im Sinn, und dann hat Oskar Kokoschka hier seine \u201eSchule des Sehens\u201c gegr\u00fcndet. Seine Sichtweise, dass k\u00fcnstlerisches Schaffen weniger ein Privileg, sondern ein Potenzial jedes Einzelnen ist, erinnerte mich sehr an Joseph Beuys, der mir immer ein Wegweiser war. Und so kam ich im Sommer vor 42 Jahren als 23-J\u00e4hriger hierher, ohne eine Menschenseele zu kennen. <\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Heute fallen Ihnen die gebratenen Tauben in den Scho\u00df. Salzburg ist Ihr USP als Galerist \u2013 nicht zuletzt dank der Festspiele. <\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Salzburg ist jetzt nicht die klassische Kunstmetropole. Und als ich hierherzog, hatte ich nicht im Ansatz eine Ahnung davon, welche M\u00f6glichkeiten die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/iconist\/article130343236\/Familie-Karajan-Herbert-hat-mich-bestrahlt.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/iconist\/article130343236\/Familie-Karajan-Herbert-hat-mich-bestrahlt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Festspiele <\/a>bieten w\u00fcrden. Einmal im Jahr str\u00f6men gro\u00dfe amerikanische Sammler nach Europa, mindestens, viele sind Musik-affin. Die Lage ist toll, keine Frage. Was denn Umsatz betrifft, ist der Standort dennoch eher nebens\u00e4chlich. <\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Warum haben Sie nie eine Dependance in New York oder Los Angeles er\u00f6ffnet? Passen Sie von Ihrem Habitus, von Ihrem Thaddaeus-Ropac-Sein nicht zu dem Typus amerikanischer Sammler? <\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Es bestand nie die Notwendigkeit. Mit unseren Standorten in Paris und London erreichen wir das amerikanische Publikum genauso. Es h\u00e4tte sicherlich eine Auswirkung, wir h\u00e4tten mehr Strahlkraft mit einem Standort in New York \u2013 eine andere Stadt w\u00fcrde mich nicht interessieren \u2013 aber nur geringf\u00fcgig. Eine dortige Dependance h\u00e4tte meine volle Pr\u00e4senz vor Ort verlangt und eine Energie und Lebensweise, die ich nicht aufbringen wollte. Ich bin zu sehr Europ\u00e4er. Ich habe eine Wohnung in New York, aber ich lebe in Frankreich. Selbst London war nie eine Alternative f\u00fcr mich. Ich komme aus Paris nicht mehr raus.\u00a0<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Larry Gagosian wurde 2019 von einem Interviewer gefragt, ob der Gigantismus in der Kunstbranche immer so weitergehen werde. Er antwortete: \u201eBei Basketballspielern sagt man, alles \u00fcber 2,10 Meter ist nicht mehr gut.\u201c Bei welcher Marke ist der Kunstmarkt heute angelangt? <\/p>\n<p><b>Ropac:<\/b> Die Hochzeit der Kunst ist jetzt.  <\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Es wirkt eher wie ein Perpetuum mobile: Immer mehr Ausstellungen an immer neuen Orten, getrieben vom Konkurrenzdruck. Wie lange kann dieses aufgeheizte System noch weiterexistieren, bevor es an seine Grenzen st\u00f6\u00dft?<\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Grenzen? Nein, ganz im Gegenteil: Fr\u00fcher endete Kunst bei Schiele und Klimt, Gegenwartskunst spielte praktisch keine Rolle. Die Nostalgie auf die \u201egute alte Zeit\u201c kann ich nicht nachvollziehen. Die Kunstwelt war ein Elfenbeinturm. Heute werden K\u00fcnstler aus allen Ecken der Welt ernst genommen. Klar gibt es Schnellsch\u00fcsse und viel Kommerzielles, und die Kunstwelt ist immer noch zu elit\u00e4r, viele f\u00fchlen sich ausgeschlossen. Aber global, divers, lebendig: So gut wie heute war die Kunst seit 40 Jahren nicht. Haben Sie mal die Biografie von K\u00f6nig Charles I. von England gelesen?<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Noch nicht, warum?\u00a0<\/p>\n<p><b>Ropac:<\/b> Ich habe Sie verschlungen. Auf Reisen nach Madrid und Wien erlebte er, wie K\u00fcnstler am dortigen K\u00f6nigshof hofiert wurden, wie man ihnen Respekt und Privilegien entgegenbrachte \u2013 manche durften sogar dort leben. Zur\u00fcck in England sammelte Charles I. 1.600 Werke \u2013 Rubens, Van Dyck, Tizian \u2013 er gab wirklich Unsummen aus und setzte zusammen mit seiner Frau Henriette eine neue \u00c4ra der Kunstf\u00f6rderung in Gang, bis das Schicksal ihn einholte: die Enthauptung. <\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist Charles I. eine Galionsfigur, weil er begriffen hat, wie wichtig Kunst ist. Genauso Felipe IV. von Spanien \u2013 beide verehrten K\u00fcnstler wie K\u00f6nige. Dann drohte Krieg zwischen ihren L\u00e4ndern, die Schlachtschiffe standen bereit \u2013 und pl\u00f6tzlich: Wer sollte geschickt werden, um den Frieden zu retten? <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/peter-paul-rubens\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/peter-paul-rubens\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rubens<\/a>, der Maler! Das muss man sich mal vorstellen: ein K\u00fcnstler als Friedensbotschafter. Vielleicht br\u00e4uchten wir heute auch mal wieder jemanden wie ihn, der in der Politik vermittelt.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> K\u00f6nnten Sie jemanden empfehlen aus Ihrem Repertoire?\u00a0<\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Nicht jeder K\u00fcnstler eignet sich vielleicht als Diplomat, dennoch w\u00e4re jeder unersch\u00fctterlich in seiner Unabh\u00e4ngigkeit. Tatsache ist: Die Bedeutung der Kunst f\u00fcr die Gegenwart ist heute gr\u00f6\u00dfer denn je. Nie war die Kunst so einflussreich wie heute. Darum pl\u00e4diere ich auch f\u00fcr noch mehr Ausstellungen an noch mehr Orten. Ja, einiges wird gew\u00f6hnlich, manche Messe \u00fcberfl\u00fcssig. Letztlich doch bringen sie Menschen zur Kunst. Ohne Glanzveranstaltungen wie etwa die Art Basel Miami Beach oder die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/print-wams\/article128976\/Bilder-Buergertum-in-Venedig.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/print-wams\/article128976\/Bilder-Buergertum-in-Venedig.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kunst-Biennale in Venedig<\/a> g\u00e4be es bedeutend weniger Sammler.\u00a0<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Die Verkaufsdoktrin eines ber\u00fchmten Galeristen lautet: \u201eKleines Bild nichts los, gro\u00dfes Bild viel Moos\u201c: Ist es immer noch so, dass der Preis eines Bildes von der Gr\u00f6\u00dfe abh\u00e4ngt?<\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Nicht unbedingt, ein 800-Seiten-Roman ist ja auch nicht wertvoller als ein 400-Seiten-Roman.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Stimmt es, dass in New York Bilder, die gr\u00f6\u00dfer als 2,40 Meter sind, schwerer zu verkaufen sind, weil sie nicht in die Aufz\u00fcge hineinpassen?<\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Wieso, es gibt doch Kr\u00e4ne? <\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Ist es tats\u00e4chlich so, dass in diesem wirklich nicht ganz g\u00fcnstigen Kunsthandel immer noch so eine L\u00fcbecker Kaufmannshaltung herrscht: Handschlag reicht?<\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Ja, das ist schon so, wobei es sich langsam \u00e4ndert. Man einigt sich per Handschlag, EU-Vorschriften diktieren die weiteren Schritte: Vertr\u00e4ge, Pr\u00fcfungen \u2013 gerade im Kunsthandel, wo viel Betrug vermutet wird. Der Handschlag bleibt symbolisch, dahinter arbeitet eine Maschinerie aus Anw\u00e4lten und Compliance-Prozessen, die Vertrauen schafft \u2013 und oft leider auch ein Gesch\u00e4ft verkompliziert.<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Wie sch\u00fctzen Sie sich vor Kunstbetrug?<\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Ich bin sehr vorsichtig, was den Sekund\u00e4rmarkt betrifft, um ja nicht in Authentizit\u00e4tsfallen zu tappen. Uns wurden schon vermeintlich echte Werke angeboten \u2013 etwa eine Schiefertafel von Beuys, zum Sterben sch\u00f6n, aber leider eine F\u00e4lschung. Unser Zugang ist meist \u00fcber Nachl\u00e4sse gesichert. Bei K\u00fcnstlern wie etwa Rauschenberg, Judd oder Lichtenstein haben wir das Privileg, direkt an der Quelle zu sitzen. Aber nat\u00fcrlich suchen wir auch dar\u00fcber hinaus. Darum pr\u00fcfen wir alles im Sekund\u00e4rmarkt mit einer eigenen Abteilung sehr genau. Werke ohne Provenienz r\u00fchren wir gar nicht erst an. Gott sei Dank sind wir bisher nie \u00fcber den Tisch gezogen worden. <\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Sie bauen parallel zur Galerie eine Sammlung auf. Simon de Pury, lange weltweiter Chefauktionator von Sotheby\u2019s und heute Kunstberater, meint, man solle verfolgen, was K\u00fcnstler sammeln. Sie h\u00e4tten den geschultesten Blick von allen, ihre Augen w\u00fcrden in die Zukunft schauen.\u00a0Stimmen Sie zu?<\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Meine Sammlung entstand als Sammelsurium \u2013 aus Geschenken, Spontank\u00e4ufen, K\u00fcnstlerbegegnungen, Werken, die ich auf Raten abbezahlt habe. Mit der Entscheidung, dass man sie einmal \u00f6ffentlich machen will, beginnt der Gedanke an ein Konzept. Heute soll sie meine vier Jahrzehnte im Kunstbetrieb widerspiegeln, historisch verankert zwischen Beuys und Duchamp.\u00a0<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Sie haben keine Nachkommen. Was wird einmal aus ihr?\u00a0<\/p>\n<p><b>Ropac:<\/b> Die Sammlung ist so organisiert, dass Teile an verschiedene Museen gehen w\u00fcrden, wenn ich morgen tot umfiele. Beides w\u00e4re unerfreulich. Lieber w\u00fcrde ich die Sammlung zusammenhalten, dazu brauche ich allerdings noch etwas Zeit. Es gibt nat\u00fcrlich Vorbilder, wie etwa die <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.fondationbeyeler.ch\/startseite\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.fondationbeyeler.ch\/startseite&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Fondation Beyeler<\/a>.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Haben Sie eine Vorstellung, wo das Museum sein k\u00f6nnte? Ist \u00d6sterreich schon an Sie herangetreten mit einer Idee? <\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Nein, da habe ich noch keine genaue Vorstellung, und es w\u00e4re auch noch etwas zu fr\u00fch, dar\u00fcber zu sprechen.<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Sie wollen noch zehn Jahre arbeiten, haben Sie angek\u00fcndigt, dann soll Schluss sein.\u00a0<\/p>\n<p><b>Ropac:<\/b> Ach was, nein, wir sind noch viel zu aktiv \u2013 und wachsen.\u00a0Sagen wir so: Ich habe mich ein wenig von den Messen zur\u00fcckgezogen, bin aber inhaltlich sehr stark in das wachsende Ausstellungsprogramm aller Galerien involviert. <\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>Haben Sie bereits einen Nachfolger aufgebaut \u2013 oder schlie\u00dfen Sie dann Ihre Galerie?<\/p>\n<p><b>Ropac: <\/b>Ich denke nat\u00fcrlich \u00fcber die Zukunft nach und stelle fest, dass es inzwischen Bereiche gibt, zu denen mir der Zugang fehlt. Als wir Hito Steyerl in London ausgestellt haben, w\u00e4hlte sie junge K\u00fcnstler f\u00fcr ein Gespr\u00e4ch \u2013 ich sa\u00df im Publikum und verstand oft nur die H\u00e4lfte. Es gibt heute eine v\u00f6llig neue Verwendung von Sprache, Material und Techniken in Verbindung mit der KI \u2013 Themen, die ich gern j\u00fcngeren Mitarbeitern \u00fcberlasse. <\/p>\n<p>Man kann nicht sein Leben lang immer wieder ein neues Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Gegenwartskunst aufbringen. Darum glaube ich auch nicht, dass ich meine Galerie ewig weiterf\u00fchren sollte. Ich werde die Galerie nicht schlie\u00dfen, aber irgendwann werden andere entscheiden \u2013 unter einem neuen Namen. Galerienamen verblassen, Gr\u00fcnder werden vergessen, K\u00fcnstler hingegen leben ewig. Ihre Kunst bleibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gerade noch er\u00f6ffnete er eine Ausstellung mit Daniel Richter und lud zu einem Mittagessen in die Villa Emslieb&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":372711,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,101526,214,30,1794,2148,101527,101528,101525,101529,100360,101530,215],"class_list":{"0":"post-372710","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-einzelne-kunstgalerien-ks","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-kunst-und-design","14":"tag-kunsthandel","15":"tag-kunstmarkt-ks","16":"tag-kunstszene-handel-ks","17":"tag-peter-paul","18":"tag-ropac","19":"tag-rubens","20":"tag-thaddaeus","21":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115091071750139606","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/372710","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=372710"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/372710\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/372711"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=372710"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=372710"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=372710"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}