{"id":372914,"date":"2025-08-25T21:26:13","date_gmt":"2025-08-25T21:26:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/372914\/"},"modified":"2025-08-25T21:26:13","modified_gmt":"2025-08-25T21:26:13","slug":"druschba-unterbrechung-eskaliert-streit-zwischen-orban-und-kiew","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/372914\/","title":{"rendered":"Druschba-Unterbrechung eskaliert Streit zwischen Orb\u00e1n und Kiew"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Es ist ein spezieller Mehrfrontenkrieg, den die <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Ukraine\" data-rtr-id=\"acb898af5ea66a22c43878bf8691be74ce4ecd86\" data-rtr-score=\"59.10224438902743\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/ukraine\" title=\"Ukraine\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> gegen russische Energielieferungen in einige EU-Staaten f\u00fchrt. Nach Osten hin wird er mit milit\u00e4rischer Gewalt ausgetragen \u2013 Ende vergangener Woche griffen ukrainische Drohnen zum dritten Mal binnen kurzer Zeit die russische Druschba-Pipe\u00adline an, \u00fcber die trotz Russlands Krieg bislang weiter Roh\u00f6l in die Slowakei und nach Ungarn floss. Nach Westen, in Richtung der beiden EU-Staaten, wird mit Worten gek\u00e4mpft, doch auch dort nahmen die Scharm\u00fctzel an Heftigkeit zu.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Von Angriffen auf Ungarns Souver\u00e4nit\u00e4t sprach Ungarns Au\u00dfenminister P\u00e9ter Szijj\u00e1rt\u00f3 zuletzt und giftete in Richtung des ukrainischen Pr\u00e4sidenten: \u201eWir fordern Wolodymyr Selenskyj dringend auf, Ungarn nicht weiter zu bedrohen und aufzuh\u00f6ren, unsere Energiesicherheit zu riskieren.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Der Streit um die Druschba tobt schon seit Jahren mehr oder weniger offen zwischen <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Kiew\" data-rtr-id=\"8d0ba8042243887a83f9fc026b3ad80b017a0aad\" data-rtr-score=\"82.65137157107233\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/kiew\" title=\"Kiew\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kiew<\/a>, Budapest und Bratislava (Pressburg). Das weit verzweigte Netz der Pipeline, die einst auf den Namen \u201eFreundschaft\u201c (Druschba) getauft worden war, dient seit Sowjetzeiten dazu, Erd\u00f6l nach Mitteleuropa zu transportieren. Als Reaktion auf Russlands Vollinvasion in die Ukraine wurden die Lieferungen \u00fcber den n\u00f6rdlichen Strang durch Polen nach Leuna und Schwedt sukzessive heruntergefahren. Deutschland bezieht seit 2023 gar kein Roh\u00f6l mehr aus Russland, allerdings wird die Druschba weiterhin genutzt, um Rohstoffe aus Kasachstan ins Land zu bringen.<\/p>\n<p>Weiter zur Durchleitung des \u00d6ls verpflichtet?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Slowakei und Ungarn hatten sich innerhalb der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Europ\u00e4ische Union\" data-rtr-id=\"9fc100f4f3574fbb952072eb333eee33a582a1ed\" data-rtr-score=\"71.29675810473815\" data-rtr-etype=\"organisation\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/europaeische-union\" title=\"Europ\u00e4ische Union\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU<\/a> allerdings immer gegen ein generelles Importverbot gestemmt und auf ihre geographisch bedingte Abh\u00e4ngigkeit von russischer Energie verwiesen. Diese Zw\u00e4nge bilden allerdings nur einen Teil der Wahrheit ab, denn Ungarn und die Slowakei sind genau jene EU-Mitglieder, die weiterhin beste Beziehungen zum Kreml unterhalten und sich in Br\u00fcssel stets gegen jegliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine stemmen \u2013 zuletzt auch gegen den Plan der EU-Kommission, bis 2027 gar kein \u00d6l mehr \u00fcber Pipelines aus Russland zu kaufen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" height=\"2049\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/infografik-karte-druschba.jpg\" width=\"1600\" class=\"sm:w-content-xs w-full\" tabindex=\"0\"\/>F.A.Z.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Diesen Bezug hatte Selenskyj am Sonntag in aller Offenheit angesprochen: \u201eWir haben die Freundschaft zwischen der Ukraine und Ungarn immer unterst\u00fctzt\u201c, sagte der Pr\u00e4sident w\u00e4hrend einer Pressekonferenz zum ukrainischen Unabh\u00e4ngigkeitstag in Anspielung auf den Namen der Pipeline. Die Existenz der Druschba h\u00e4nge aber \u201evon Ungarns Position ab\u201c, f\u00fchrte er weiter aus und lie\u00df auch Ungarns Widerstand gegen einen EU-Beitritt der Ukraine nicht unerw\u00e4hnt.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Kiew ist durch internationale Vertr\u00e4ge zwar verpflichtet, trotz des Krieges russisches \u00d6l quer durchs eigene Land zu leiten (auch wenn Selenskyj in der Vergangenheit mit dem Gedanken gespielt haben soll, die Pipeline auf ukrainischem Gebiet zu sprengen). Allerdings sieht man in Kiew das V\u00f6lkerrecht auf seiner Seite, das es erlaubt, in einem bewaffneten Konflikt kriegsrelevante Infrastruktur auf gegnerischem Territorium anzugreifen \u2013 also auch eine Pipeline, die immense Einnahmen in die russische Kriegskasse sp\u00fclt. Der j\u00fcngste Angriff in der Nacht auf Freitag erfolgte an einer Pumpstation in Unetscha im westrussischen Gebiet Brjansk.<\/p>\n<p>Orb\u00e1n beschwert sich bei Trump \u00fcber Kiew<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Der ukrainische Au\u00dfenminister Andryj Sybiha bekr\u00e4ftigte die Drohung seines Pr\u00e4sidenten auf der Plattform X: \u201eUngarns Energiesicherheit ist in Euren eigenen H\u00e4nden\u201c, schrieb er dort: \u201eDiversifiziert und werdet unabh\u00e4ngig von Russland, wie der Rest Europas.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Doch Ungarns Ministerpr\u00e4sident Viktor Orb\u00e1n hat einen besonders m\u00e4chtigen Freund: US-Pr\u00e4sident <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Donald Trump\" data-rtr-id=\"4c2d461052e4493568027a1f701a31d1ee4b8779\" data-rtr-score=\"73.98004987531172\" data-rtr-etype=\"person\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/donald-trump\" title=\"Donald Trump\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a>. Der hatte den ungarischen Ministerpr\u00e4sidenten in einer Pressekonferenz k\u00fcrzlich einen \u201esehr, sehr intelligenten Mann\u201c genannt und erkennen lassen, dass er Orb\u00e1n in Fragen der Ukrainepolitik zu Rate ziehe. Schon in der vergangenen Woche, also vor dem dritten ukrainischen Angriff auf die Druschba, hatte sich Orb\u00e1n in einem Brief an Trump gewandt. \u201eUngarn unterst\u00fctzt die Ukraine mit Elektrizit\u00e4t und Treibstoff\u201c, hei\u00dft es darin, im Gegenzug bombardiere Kiew eine Pipeline, die Ungarn unterst\u00fctze. \u201eSehr unfreundliches Verhalten.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Am Wochenende ver\u00f6ffentlichte Orb\u00e1ns Partei Fidesz auf Facebook Trumps Antwort: \u201eViktor\u201c, hei\u00dft es da in Gro\u00dfbuchstaben, \u201eich h\u00f6re das nicht gern \u2013 ich bin sehr w\u00fctend dar\u00fcber.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Doch wo genau der amerikanische Pr\u00e4sident steht, ist wie so oft nicht einfach festzustellen. In Kiew hatte man einer Aussage Trumps Beachtung geschenkt, die der am vergangenen Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social ver\u00f6ffentlicht hatte. Dort schrieb der Pr\u00e4sident, es sei \u201esehr hart, wenn nicht unm\u00f6glich\u201c, einen Krieg zu gewinnen, \u201eohne das Land des Invasors anzugreifen\u201c. Trump garnierte seine Feststellung mit einer Beschimpfung seines Vorg\u00e4ngers: \u201eDer korrupte und v\u00f6llig inkompetente Joe Biden lie\u00df die Ukraine nicht zur\u00fcckschlagen, sondern nur verteidigen.\u201c Unter ihm selbst als Pr\u00e4sidenten w\u00e4re das nie passiert. Konkreter wurde Trump indes nicht. Er belie\u00df es mit der Aussicht: \u201eEs stehen interessante Zeiten bevor.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist ein spezieller Mehrfrontenkrieg, den die Ukraine gegen russische Energielieferungen in einige EU-Staaten f\u00fchrt. 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